‚Unter “ besonderer Mitwirkung 5 der , Herren Herren Beilschmied, Bernhardi, Breutel, Buck, Fre: senius, Freyer, Fuuck,. Hinterhnber, Horn- schuch, Koch, Lägger, Löhr, Maly, v. Martius, . Miquel,. ‚Neumann, Petter, Pfeiffer, Raben- horst,' Sauter, C. H, Schultz, FW. Schultz, Tausch, Tommasini, Voigt und v. Voith’ . und im Anftrage der ler Königl bayer. botanischen, ‚Gesellschaft s OO ZUL ‚Regensburg u : 5 herausgegeben von Dr. D David Heintich Hoppe, Direetor der Köni 1. botan. Gesellschaft, mehrerer Aka- demieen- und ger rten Gesellschaften Mitgliede etc. etc. S und: + Dr. Anguft Emanuel: Fürnrohr,. , Docenten am Kön: Lyceum und an der Kreis-Landwirthschafte- = le PR und .Gewerbsschule zu Regensburg, der Königl.. .botan. und . esellscha ften Mitg jede, XXL Jahrgang. II. Band. ‚Nr. 25—48. Beiblatt 1-6. Tnsligpneha 2: "m. a. gelehrten Regensb ung 1838. en Ha. Bot. Garden. BER. “ Ih v em würdigen und hochverehrten = Mitgliede, j 5 . Horen oo "Dr. F G Voi st, '. Grössherzogl. Sachs. Weimarischem Hofratte, 4 “ .. ordentlichem Professor der Mediein und Botanik i ‘an der Universität und Director ‘des botanischen ‚Gartens zu Jena, mehrerer Akademieen und j ‚gelehrion Beschschaftnn, Higliede, . widme t . gegenwärtigen. Band der F lora . ala a ‚ein Zeichen ihrer wahren Hochachtung und aufrichtigen Dankbarkeit “or die . Königl bayerische botanische Gesellschaft “zu Regenshurg.. x u Allgemei ne ‚botanische Zeitung. No: Es Ted ‚am 7. Juli 1838. L Original - - Abhandlungen. Protokolle der botanischen Section bei der Versamm- " Tung deutscher Naturforscher’ und ‚Aerzte zu “Prag, im Herbste 1837. . _ j 1. "Präsident: "Prof. Nees von Üsenbeck; 2. Präst "dent: Prof, Schwägri chen; .-3. Präsident : “Prof. ‚Rei chenb ach. Sekretäre: "Forsteoneip, Or itz und una De Welwitsch. :' . Erste Sitzung am 19. Septemler. | : 1. Prof. Unger hielt folgende Vortrag über dis Samenthiere der Pflanzen: . . © Die, Lehre von. der Befruchtung der Pflanzen, sowie von. der ‚Entwicklung, des Pflauzeneies als- "Folge jenes "Vorganges hat in neuester Zeit vor vie- len andern schwierigen Gegenständen ‚der Pflanzen- pbysiologie eine glückliche Erweiterung gefunden. In. diese so geheimnissvolle Wirksamkeit der Natur, ist durch mehnseitige Bemühungen ausgezeichneter ‚Naturforscher so viel Licht gekommen, dass man schon jetzt mehrere bisher ganz unverstandene Er- scheinungen, welche mit dem. Befruchtungsakte in nathwendiger Verbindüng stehen, mehr oder weni- ger umständlich zu erklären im Stande ist. _Un- Flora 138. u i : Bh " % ” Bere streitig spielt bei diesem Vorgange, des reprodneti. “ven Lebens der befruchtende Stoff eine der wich- tigsten Rollen. Ihm habe ich durch längere Zeit meine. Aufmerksamkeit „geschenkt, ihm. wünschte _ ich auch bei dieser Gelegenheit, wo so viele scharf "prüfende. Kenner versammelt. sind, das Wort zu sprechen, Ich brauche nicht in :das- Gedächtniss rufen zu müssen., welche widerstreitenden. Ansich- . ten man, noch bis. auf den. heutigen Tag. über die . Natur jenes Stoffes’ ausgesprochen - hat,. "und viel- . leicht noch gegenwärtig hegt; war man auch über seine physikalischen und’ chemischen ‚Eigenschaften zum Theil. im Einklange,, so offenbarte ‚sich doch in Bezug, auf seine vitalen Eigenschaften eine desto . grössere. Meinungsverschiedenheit,;; die man sogar ‘ bis auf die Geschlechtigkeit, < der Pflanzen ausdehnte,. und’ diese‘ ‘einerseits. ebenso zu. Vertheidigen, als sie anderseits abzustreiten suchte. "Als ich vor mehre- ‚ren Jahren in‘ der Befruchtungs! Feuchtigkeit des Torfmooses mit Hülfe sehr ‚starker Vergrösserungen E Wesen erkannte; ‚welche mit: ‚einem Leibe 'und’einem spiralig ‚gedrehten Schwanze' oder’ Rüssel versehen. ‚ sind, deren Bewegungen selbstständig‘. erschienen, und. die nach 'allen: Eigenschaften eine nicht zu-ver- > kennende Analogie'mit dew Samenthieren ider’Thiere’ . and des Menschen zeigten: so glaubte‘ ich zudem - Schlusse berechtigt, ‘die Feuchtigkeit, welche diese : "offenbar thierischen- Wesen "enthielt, und die in den sogenannten- Befruchtungsschläuchen enthalten . war, in nächste Beziehung mit der 'Samenfeuchiig- . S "keit der "Thiere zu stellen, und sö der wahren Be-’ deutung dieses ‚Stoffes ‚am: nächsten auf: die Risw« gekommen za. seyn.‘ Die Analogie liess- -keihene Zweifel Raum,:auch “in’der"fovilia des-Pollens der. vollkomineneren:' Pflanzen "dieselbe "Natur: des_ be- fruchtenden. Stoffes anzuerkeinen.:: ‚Fortgeketäte: Ber obachtungen haben die ersten‘ "Angaben nicht nur „bestätigt, söndern :nöch::Manchesüber 'die anato- “ mische’Struetur”: ‚der Möosantheridien "und. die Be: schaffenkeit’ und Lebeiishedinguhgen ‚ihrer Samens thiere - hinzugefügt: -In’diesen- Beobachtungen; viel: ehe "ich vor ‚nieht lanper: Zst "der Akademie:der ‚Natürforsch& intizıitheiler die. Hhre hätles* ‚sprach ich mit: Zuversicht: die Höffnung aus, die, Seiiarinten . . Sämenthiere;."die”ichbisher iur-in. der Gattung . Sphagnim mit" Sicherheit‘ zu erkennen im Stande war, ohne‘ Zwäifel uch noch’ in“ Adern Gatiitigen . der’ Moose, und selbst ‚dei ‘Eöbernidöge aufzufinden. Mit Bogkın, des’ ‚letzten. n: Beühlings, ale‘ de ‚Blöcken: = diesen! Gegeiständ. weiter zu. Vertolgehi" "Wirklich habe: ich'imiech in ° ‚meiner Erwärtungeh- nicht: ge- . täuscht, ‚denn nicht nur in dei 'nite Blühend‘ vörgekom- een - ienen-Moosen öndern äüch in dei. Veberrioosen würde die Existenz 'der Saihenthiere indem zii, Höhen: Betruchtängsorgane‘ aussen ‘Zwlep Beseizt; Ich habe -die’Ehre; Ihnen Tier‘ die Resukäte Üeser letzteren Untersuchung in: ;niöglicher Kürze vorzi- legen; Für: Polytrichum. eömmane, eine“ ' der: ge- meihsten &elinischen "Moosarteni;. schien’ nie die .Bb2 a 396: B E2 letztere Hälfte des Monats Mai der geeignetste Zeit- . punkt zu seyn, um in Bezug auf-okige Gegenstände erfolgreiche Untersuchungen anzustellen: Die läng- j lichen ‘gelben Pollinarien. dieses‘ Mooses. hatien bei dei meisten Blüthen . sich. ‚ihres -Tnhaltes ‚wirklich noch nieht entledigt,.‚waren: nicht ‚eingefallen : son- deru geschlossen. und: strotzend. :Vom Blütbenboden gelöst, ‚und ‚unter das Wasser gebracht, bersteten. sie’ander Spitze, wahrscheinlich nach der grössern: : ‚oder.geringern Reife, sogleich. oder weniger schnell, ‚und, liessen. einen: ‚teüiben. ‚grumosen] Inhalt stoasweiss : herausfliessen: „Dieser, bestand bei ‚genanerer Be- traghtung keineswegs "Aus. einer ‚diekflüssigen . Sub- . ‚.stanz, wie man glauben könnte, sondern aus sehr "kleinen anschliessend ‚hexasdrischen, Zellen ;mit ab- gerundeten Kanten, .die. "durch | eine: homogene Schleimmasse mehr oder ‚weniger intig mit einander verbunden: waren; ‚welche: letztere besonders’ dort deutlich wahrzunehmen war,-.wo die. ‚abgerundeten, ’ ‚meist ‚auch ‚etwas verschobenen Kanten der Zellen zusammentrafen. “In jeder einzelnen. dieser hexa&- “ drischen. ‚Zellen, ‚von.-sehr- zarter Membran‘ “gebaut, befand sich ausser ‚einem: kleinen ° flüssigen Inhalte . noch ein Körper, an dem ein 'verdicktes.Einde mit einem; dünnen spiralförmig ‚gewundenen » Fortsatze deutlich unterschieden, werden. konnte,’ ‚Meistentheilk . erschienen diese Körperchen, wovon;in: jeder. Zelle "immer nnr ein einziges. vorhanden war, unbeweg- lich „.. ‚indess andere ‚eine, zitternde Bewegung. mit : dem vorderen ‚Ende. des. ‚dünnen Eorisatzes. ‚heryor-, £ E* brachten, andere endlich ' absatzweise "sich, sogar " um ihre Achse zu. drehen anfıngen. Mit den Samen- thierehen. der ‚Pollensäcke des‘ -Torfmooses hatten diese 'Thierchen die. grösste Achnlichkeit, . Der - Körper war, wie bei diesen, etwas in’s Grünliche spielend, nur..war die Form mehr oval. Die Win- dungen des 'rüsselförmigen Fortsatzes mochten 1}- bis %mal. in einander greifen. Bei Rubeiiden konnte ich den Durchmesser der Spirale messen, er betrug " 0,004“. Nur 'wenige'sah ich frei von ihrer Hülle, ‚die beim. Ausstossen. zerrissen. wurde; "aber sie ‚bewegten. sich nicht: üdrehend; söndern ‚man konnte nur eine zitteirnde oseillirende' Bewegung. des Rüs- _ . ‚ sels wahrnehmen, ‚Dass hier; ‘wie bei andern Pol- linarien der Moose, eine besondere homogene Mem- bran als Epidermis. die Zellenschichte überzieht, wrelche die Höhlung derselben enthält, lässt sich beim Bersten deutlich erkennen, indem. sich hier. ‚mehrere ‚Chlorophylibläschen. ‚enthaltende Zellen tren- nen, und in der. Fovilla. einzeln. "fortgestossen. wer- ‘den, während ‚die durehsichtige Epidermis rings ‚um die Oefinung i im Zrsammenhange mit den übri- gen Zellen bleibt. wen 2 Ganz dieselbe Beschaffenbeit" des. Pollinariums ‚und der Samenthiere: ‘fand ich auch: im Polytrichum Juniperinum,,. urnigerum und alpesire, die ich zu verschiedenen "Zeiten . ‚untersuchte ; ebenso konnte » ich auch in Fumaria. hiygromeirica, Bryum cuspide- tum und punctatwi durchaus nichts entdecken, was auf eine Verschiedenheit in der Form. oder $n den % 398 Lebensäusserungen dieser tbierischen Wesen hin- deutet. Mit Ungeduld erwartete ich die ersten rei- fen Antheridien der gemeinen Marchentia poly- morpha, Auch hier fand ich das, was ich erwar- tete, die in denselben eingeschlossenen Pollenslicke verhielten sich ganz so wie die von Polylrichum und der übrigen Moose; die forili« bestand auch hier aus einer zelligen Masse, wie sie schen Mir- - bei in seiner trefflicken Abhandlung über die Mar- . chantia polymorphe zichtig darstellte; Joch enthiel- ten -die einzelnen enbischen Zellen nieht ein oder ‚mehrere unregelmässiga Körner, wie er in der oben genannten Abhandlung: Fig: 55., 56., 57, angibt, sondern ganz solche thierische Wesen, wie in den Moosen. Bei vollkommener Reife der Pollinarien scheinen diese. Zellen. oder auch: Eihäute : ebenso -absorbirt zu werden, wie die Membran der Mut- terzellen, wrelöhe die: ‚Pollenkörner höherer, Gewächse einschliesst;'- wehigstens findet .man in dem milchi- gen Safte, der sich durch! Zusammendrücken. der ‚Antheridien an den in’ denselben ‚eingesenkten Pol- linarien ergiesst,. keine Spur sölcher Zeliresiduen. Besonders gut gelang es mir bei Marchantia, die Forın der Thiere, welche sie beim Schwimmen im Wasser annehmen, zu beobachten; auch konnte ‘ich wahrnehmen, dass dabei der Rüssel, welcher nun eine schwache Spirallage annimmt, und also mehr als der ührige‘Theil des Körpers ausgestreckt - ist, in: einer Ausserst schnellen Bewegung begriffen ist. -Ruhend und in sich gewunden, mass der Durch- 309 2 Le messer dev Spirale hier 0,003 Auf Glas ein- getwocknet nabmen sie eine besondere Form an, woraus hervorzugehen scheint, dass der hintere Theil der Spivale, welcher den Körper und einen Theil des Fortsatzes enthält, stärker und steiter seyn muss, als, der vordere vriüsselförmige Theil, Einmal eingetroeknet, kommen sie durch Befeuch- tung nicht mehr zum Leben, Ausser der Harchan- tia polymorpha sah ich gleiche Samenthiere noch in Grimaldie hemispherica, dech hat es mir hei . ' den Jungermannien noch nicht glücken wollen, sie zu finden; die Aehnlichkeit indessen der Pollinarien® dieser Pflanzen mit jenen der Moose und vorzüg- lich der Sphagnaceen, ihre Grösse, Strueinr und der Inhalt, so lange sie ihre vollkommene Reife - noch nicht erlangten, lässt keinem ZweifelRaum, dass sie auch in diesen noch werden aufgefunden werden. Cnst, Corda äusserte hierauf seine Zwei- fel an der thierischen Natur dieser Körper; indem bekanntlich jeder fein. vertheilte Körper in eine mehr oder minder regelmässige Bewegung versetzt werden könne, der jedech das charakteristische Merkmal der thierischen Bewregang, die Willkühr- lichkeit, fehlt, Zugleich machte er aufmerksam auf die Unterschiede animaler und molekularer Bewe- " gung. Derselbe zeigte endlich dureh Kreidenzeich- nung die hexatdrische Zelle, so wie die Bildung der Spiralfasern, und verglich sie mit gleichen Spiralfaserzellen in den fruchtbildenden Organen anderer Krypiogamen. Nees von Esenhbeck Pr 400 glanbte, dass der Organismus. des 'Thieres nach mehr, als die willensfähige Bewegung, für das Da- seyn der Thierheit spreche, Hofr, Reichenbach bemerkte hierbei, dass auch für das systematisch- genetische ein Urpunkt angenommen werden müsse. Die Beantwortung der Frage: wo die Grenze zwi- sehen 'Thier und Pflanze anzunehmen sey, erscheins so schwierig, dass zu vermuthen stehe, die Grenze werde nie gefanden werden. Sitzung um 20. September. Präsident: Prof. Schwägrichen wnd: Hefe. Reichen- bach; Sekreräre wie früher. 1. Prof. Schwägrichen eröffnete die Ver- sammlung mit einigen Dankworten wegen seiner - Erwählung, und deuteie zugleich auf die Wichtig- keit der gegenwärtigen Versammlung in Prag, 2. Hierauf sprach Bentham über seine bereits im Drucke befindliche Schrift über die Familie der Leguminesen. Da DeCandolle seit 12 Jahren- den zweiten Theil seines Prodromus vollendet habe, '. sey eine Menge, hauptsächlich tropischer und an- . tarktischer Leguminosen zur Anzahl der bekannten hinzugefügt worden, duss die Summe der 'schon bekannten @&attungen verdoppelt worden ist, und da überdiess die reichen Sammlungen unbestimmter * brasilianischer, australischer und ostindischer Arten hinzukommen, welehe in den Herbarien aufbewahrt werden: so fand derselbe eine neue Bearbeitung zur Aufhellung des Zweifelhaften nothwendig. Un- ter den vorzüglichsien Werken üher diese grosse 401 Pflanzenfamilie, welche seit Delandolles er. wähnten Werke erschienen, wurde besonders der „Prodremus florae Indiae orientalis von Wight und W, Arnott”, die „Enumerotie planterum Africae austrelis von Eceklon und Zeyher” und die „Commentationes de plantis Africae australis von Ernst Meyer", nebst den in verschiedenen Werken zerstreuten Beschreibungen neuer Arten ımd Gattungen von Guillemin, Desvaux, Hoo- ker, Wallich, Lindley u. a, erwähnt. — Was Dr. Eisengrein’s Werk über Schmetterlings- blüthen beirift, so scheine ihm dieses Werk zu viel aus blos philosophischen, nicht immer fest be- gründeten Beobachtungen zu bestehen. Derselbe erwähnte auch der Arbeiten Vogl’s in Berlin,. worauf eine kritische Uebersicht der vorgenannten Werke folgte, in welcher Benstham bemerkte, mit DeCandolie nieht ganz übereinstimmen zu können. — Er fügte bei, er sey bemüht gewesen, neue sehwankende Arten zu blossen Varietäten zu redaeiren; indem er die Wandelbarkeit der Varie- täten besser aufzufassen versnchte. In Hinsicht der feinen Gatiangsverschiedenheiten, welche DeCan- delle von der Lenkung oder Richtung des Wür- &elchens herleitete, glaubte derselbe nicht steten Gebrauch zu machen. B. bemerkte, dass die ganze Abiheilnng der Papilionaceen eine grosse natürliche Pflanzenfamilie bilde; dass er gesucht habe, deren Gattungen in solche Gruppen zu vertheilen, deren “ Keonzeichen von einer Combination von Merkmalen % FT: verchiedener Organe entlehnt sind. Ein bedenien- des Materiale hierzu habe er in seinem eigenen Herbavium in London niedergelegt; seitdem habe er auch die reichen Sammlungen von Hier und München durch seine Freunde Dr. Endlicher und Hofe, von Martius bemützt (gegen 7000 Species). — Bentham entwickelte nun die Grund- 'sätze für die Unterabtheilung der Familien, wor- über er sich weitläufig aussprach. Dann folgfe die Diagnose der Unterfamilien oder Tribus, wor- “unter sich eine bedeutende Zahl neuer Gattungen und Arten befindet. "8. Durch diesen Vortrag nahm Hofe. Reichen- - bach Anlass, über die Bildung natürlicher Familien im freien Vortrage zu sprechen; indem er sich, wie auch schon Bentham bemerkte, vorzüglich‘ dahin, aussprach, dass bei Aufstellung natürlicher Familien überhaupt, und ihrer Gliederung: unter sich, ‚nieht irgend ein einzelnes Organ in Betracht gezogen, sondern immer und überall die ganze Organogenese wohl berücksichtigt und erwogen werden müsse, Bei Aufstellung natürlicher Familien ‘müsse das Beyrussiseyn der Kigenheiten derselben leitend erscheinen. Diesen Zweck zu erreichen, könne man zwei Wege betreten; den subjectiven und den objeetiven. DeCandolle's Eintheilung - erscheine, wie Bentham bereits ausgesprochen, wilkührlicht derselbe wiederbolte das Schwankende der Merkmale, die von einem einzigen Organe her-. genommen, und führte als Beispiel die Bestimmung ’ 408 der Caryophyllaceen nach eiiem embryo eurvalıs (nach Lindley) an; da in dieser Umschreibung ‚Diantlus selbst keine Caryophyllaces seyn dürfte, und bemerkte: Bentham habe bewiesen, dass ‘die Radicula nicht zur natürlichen Abtheilung der Familien geeignet sey, Das einfache Zusammen- krümmen des Embryo sey bloss die niedere Stufe ‚der Entwicklung; sübjeetiv könnten keine der- gleichen Charaktere vorgeschrieben werden; die innere Gliederung der Familien sey eine der schwie- rigsten Aufgaben. Wir müssten mehr der Natur, ährem Erscheinen und Wirken folgen, und: überall deren ÜUrgeseize zu erforschen streben. Jede Fa- milie müsse einen Urpunkt zeigen, von dem aus die Bildung: gehe; sie müsse zeigen, wie sie sich - - gestalten wolle, und von welchem Organe ans sie beginne, Die vegelative Vollkommenheit' in der Organisation schreite von Norden nach dem Aegua- tor hin,’ sich ausbildend, eben so geographisch zu- nehmend "an Formen und sich weiter ausbreitend, fort, wie ihre Organe sich entfaltend gestalten. — ‘Die Papilionaceen anbelaugend, liege der Urpunkt im Trifoium. Aus den Üegensätzen der weib- lichen und- männlichen Organe des Gynaeceum’s und Androeceum's — entwickele sich die ganze Fa- milie.. Die Sippen der Papilionaceen beginnen und seyen die Trifvlieen, Genisteen, Hedysareen, — bei welchen das Fortschreiten aus dem wirierlus zur Antithese des ulrieulus eireumscissus , "legumen, und endlich wieder aus der einfachen’ Fracht von 4 404 Onobrychis zum gegliederten Iomenlum die höchste . Vollkommenheit der Bildung zeige, Analog er- scheine die Entwicklung der Corolle bei TI folium, nämlich als eine corolla tubules« mit tielster An- deutung eine corolla papilionacen werden zu wol- len, dann bei andern zum Theil sich lösend, end- lich vierblätirig, bei den Cassiaceen normaler fünf- blättrig werdend, endlich bei den Mimesaccen ganz xegelmässig und höchst vollendet, Analog erscheine ' ‚auch die geographische Verbreitung der Familien, welche im innigen Verhältnisse mit dem Morpholo- gischen stehe. Die Trifolieen erscheinen in nörd- licher Richtung, südlicher die Genisteer; tropisch, am reichsten die Hedysareen. Dasselbe Verhäliniss wiederhole sich in den Cassiaceen sich andeutend. Das männliche sey bei den: Trifelieen am. niedrig- sten; ‚welche als Diadelphisten erscheinen, höher bei den Genisteen, welche Monadelphisten sind, die Decandristen andentend, Hierauf ging er. wieder auf Benthams Satz von dem Niehtzureioken einzelner Charaktere über, worin er mit ihm gäuz- lich übereinstimmte, Auch die Cassiaceen schreiten vorwärts, wie die Papilionaseen; das Streben oder die Ausstreckung des Embryo bei den Cassiaceen : und Mimoseen sey die höchste Vollendung, — Die wahre Bedeutung der Papilionaceen - Blumen scheine noch zur Zeit nieht gut erklärt, obwohl ihre Entwieklung aus drei Stipularpaaren (nicht aus einem Fiederblaite) augenfällig sey, und diese Zusammenstellung in der Gestaltung, oft sogar in . der Bekleidung sich deutlich verrathe, . | 405 4, Superint, Lumnitzer bezeichnete den Standpunkt, aus welchem die Versuche einer grös- sern VPopularisirung der Naturgeschichte mittelst seiner bildlichen Darstellung des Linn@’'schen Systems betrachtet werden müchten. Sein Streben sey' dahin gegangen, nicht nur die: jugendlichen Gemülher für diese .ächöne, bei dek.. Erziehung leider noch immer nicht ganz nack- ihrem vollen Werthe er- kannte Wissenschaft empfänglieher zu machen, son- dern auch dem Lehrenden selbst ein’ systematisch geordnetes Kupferwerk in die Hände zu geben. Er zeigte hierauf. die Tafelh selbst vor, und be; merkte, dass zırar als "Repräsentanten der Gatinn- gen vorzüglick einheimische Gewächse gewählt; aber auch. solche. Ausländische nicht übergangen wurden, die sich durch ihren Nutzen empfehlen oder durch ihre ‚Sehädlichkeit. auszeichnen; anch habe .er Pflanzen aufgenommen, die ausgezeichne- ten Forschern" zu Ehren -»benannt sind. Zum Schinsse bemerkte..derselbe, dass durch die Schnellmalerei Originalzeichnungen zum. Vortheile der Wissen- - schaft leicht veryielfälligt werden können; woron er eine Probe vorlegte, 5. Neesv. Esenbeck übergab der Section im Namen des. Geheimr. v. Lichtenstein aus Berlin eine Knospe der Rafflesia Palma zur Un- tersuchung. 6. Hierauf theilte Prof, Ramisch seine Be- obachtungen über die Samenbildung ohne Befruch- tung, die er an Mercurialis annua machte, mit, 406 = Eine ähnliche Beobachtung machte zwar Prof. Budolphi an Mercurielis ovala, fand jedoch, dass die Samen nicht keimten; Ramisch behauptete dagegen, dass derlel. Samen von Mereuriehs arnua nich? nur reiften, ‚sondern ‘auch keimten, Er be- merkte, dass Schkuhr zwar an Mercurialig Zwit- terblumen. beobachtet haben wolle, allein er selbst habe üler Nicht finden können, sondern bloss, dass an den weiblichen. Pflanzen. wohl männliche vor- kommen, welcie desselbe-jedoeh sogleich baseitigte, die mitkin «keinen Einfluss auf die Befrachtung "bilden. könnten; dies Habe!'schen. A gardk. gesagt. Von diesen’; Samenkörneru: können sich nunjiiach Ramisph; Pflaustn dareh mehrere‘ Generatienen vermehren; undigegenwärtig. habe ‘derselbe schon Pflahzen-der S.:kieneralion erzogen. Im Pflanzen: reiche wäre. 'num.das- Analegon der. Blattläuse ‘auf- gefunden, we (die Befruchtuig durch: mehrere Ge seralionen. forfwirkt.. Deiselbe’ vertbeilte sodann. seine hierauf bezügliche Abhandlung unter "dem Titel: „Beobechlüungen über: die Samenbildung ‘ohne Befruchtung. am Bingellreid” "an die Mitglieder der Section. erhal 1.2. Schwägrichen machte ‚hieranf bekannt, Ans die geoguostische Bection für einen‘ Tag die : Vereinigung mit der beianischen wünsche, und ea ‘wurde beschlossen, sich am nächsten Tage schon um 7 Uhr zu versammeln, um sodann die Zeit von 9 bis 10 Uhr in der genannten Section anwesend seyn zu können. on Bi | 040 -8,- Am Schlusse theilte Baron v. Hügel der Versammlung mehrere Bemerkungen über Nelum- bium speelosum wit, da so eben in dem, an selte- nen Gewächsen reichen Garten Br. Exeellenz des Hm, Altgrafen v. Salm-Reifferscheid mehrere Früchte desselben zum Reife gekommen waren, und der Sectionsyersammlung vorgewiesen vrurden. - Bar. Hügel erwähnte zuerst, in Bezug auf das Vaterland der in Bede’siehenden Pflanze, dass er dieselbe am häufigsten in stehenden Wässern Ost- indiens beobachtet habe; dass es allerdings wahr- scheinlich sey, dass sich diese Pflanze einst, wenn auch “eben nicht häufig, in Aegypten vorgefunden “ habe, dass sie aber gegenwärtig dort nicht mehr gefunden’ werde. — Was die in mehreren Schrif- ten- vorgekommene Angabe über den häufigen Ge- nuss der Samen von MAelumbium anbelangt: so erklärte Hügel jene Angabe grösstentheils für un- viehtig uad fabelhaft, mit dem Beisatze, dass hierzu "wahrscheinlich die Verwechslung. des Nelumbiums mit einer Numphauea Veranlassung gegeben: haben möge, von‘ welcher aber nicht der Same, wohl aber-:die Wurzeln genossen : werden. TVebrigens fand ‘er bei seinem längern Aufenthalte in "Ost indien mehrmals Gelegenheit zu der interessanten Beobachtung, dass das Nelumbium speciosum in der Mythologie der Indier eine ähnliche Rolle 'spiele, wie der Begenbogen in der Religion der Israfliten, indem die Pflanze vermöge der grossen Ausdehn- barkeit der "Blattsiiele bei niedrigem und hohem Woasserstande ihre Blätter immer auf der Ober- fläche des Wassers schwimmend erhalte. — Die vorgezeigte Rafflesia Patına wurde Hrn. Unger zum Aufweichen übergeben, um später Unterauehun- gen über diesen merkwürdigen Parasiten anstellen zu können, 2 403 , Nach Beendigung der Sitzung begab sich der : grüsste "Theil der Sectionsgesellschaft in den aus- gezeichneten Garten Sr. Excellenz des Hrn. Alt- grafen v. Salm-Reifterscheid, wo sie mit zu- vorkommender Freundlichkeit von dem edien Herrn Besitzer empfangen, sich besonders an der aus- gezeichneten Sammlung der Cacteen, so wie der üricaceen erfveuten, welche der sorgsamen Pflege des ausgezeichneten Obergärtners Birnbaum an- vertraut sind, und sich hier, gleich den übrigen - seltenen Gewächsen, wegen der naturgemässen Be- handlung in einer lebenskräftigen Fülle entfalten, \ (Forstetzung folgt.) oo. I, Botanische Notizen "Von Saussurea diseolor DeC. wird in der bot. : 2. 1835. 3, 288. bemerkt, dass sie in unsern deut- schen Alpen nicht vorkemme, also auch in keiner deutschen Flora, se ferne sie nicht Ungarn mitbe- greife, wosie Rochel entdeckte, aufgenommen wer- den könne, Wirklich kommt sie auch in KittePs Flera nicht vor, Koch hat sie nur als. Schweizer- "Pflanze aufgenommen und Reichenbach gibt neben ngurn nur Oesterreich ohne nähern Beisatz an. Alle- diese Behanpiungen werden niedergeschlagen und berichtigt durch den 2%. Band von Hohen- warfs Reisen (Klagenfurt hei Leon 1812), den der jetzige Protomediens v. Vest zu Gräz gröss- tentheils mitbearbeitet hat. Dieser erfahrne Bo- ianiker bezeugt im erwähnten Bande, dass er sie in den Pleckneralpen von Kärnthen und zwar an zwei verschiedenen Orten, nämlich am kleinen Pahl und am höhern Andernach gefunden habe, und fügt in Folge dieser Auffindung nicht nur S. 213 eine vollständige Beschreibung hinzu, sondern setzt auch die Unterscheidungszeichen vunS, alpin« deut- lich auseinander, Sie ist demnach als ächte deut- sche Pflanze anzusehen.. {Hiezu Titel- und Registerbogen zum I. Band.) Allgemeine‘ botanische Zeitung. Nro. 26. Regensburg, am 14, Juli 1838. = rm L. Original- Abhandlungen. Protokolle der botanischen Section bei der Versamm- Tung deutscher Naturforscher und Aerzte zu Prag, im Harbst 1837, Fortsetzung.) Sitzung am 21. September, Präsident: Hofr. Reichenbach und Nees von Esen- : beck; Sekretäre wie früher, 9. Dr. Biasoleito las: „Ueber die. Mela- morphose der Algen” — Er nahm die Reste klei- ner Algen, z. B. Sporochnus, Calothrix, Exillaria, besonders die Eirillaria iruncata Grev. und Fru- "stula attenuata Kütz. aus dem Meere, that sie in ein weit geöffnetes Glas mit destillirtem Wasser, und liess sie gegen zwei Monate au einem Orte - stehen, wohin die Sonne öfters scheinen konnte, bei einer ’Temperatur von 15 bis 20°R. Das Glas war mit einem Porzellanteller bedeekt, welcher mit seinem Rande gut schloss. Auf jener Seite, wo die Sonnenstrahlen durch das Glas auf das darin enthaltene Fluidum dringen konnten, bildete sich zuerst eine Art Zone von grasgrüner Farbe, weiche die Alge früher nicht hatte; die grüne Farbe erstreckte sich nur.so weit, als die Sonnen- Flora 1838. 3%. Ce 410 strahlen eingedrungen waren, und diess in einem Halbkreise bis zur Hälfte des Glases, Wo das Sonnenlicht stärker wirkte, wurde die Zone stür- ker, breitete sich allmählig bis anf den Boden, dann den Band des Glases aus, ımd endete an der enigegengesetzten Schattenseite auf der Flüssigkeit, , aber heller und ganz klar werdend, Auf der Ober- ‚fläche erschien sie nur durehscheinend, von einer blauen, in’s Violette spielenden oseillirenden Farbe, welche derselbe für identisch mit dem von Nees von Esenbeck in Bonn entdeckten neuen Prineip Saprosyanin oder Saprockrom erkaunte, Auf der Oberfläche ‘der Flüssigkeit fand derselbe zwischen dieser oscillirenden Farbe einige kleine, olivengrüne Flecke, wie eine sehr feine Haut, welche derselbe sorgfültig auf Glimmer ausbreitete. ‘Mit Exstamen fand er nun in dieser feinen Membran unter dem Mikroskope eine Tetraspore, die von der T. Tubrica sich, wegen ihrer olivengrünen Farbe und grösse- ren Diehtigkeit, in ihrer Textur verschieden zeigte, auch weniger zerrissen war, Derselbe nannte sie Tetraspora olivacen. Der 'grasgrüne Theil war un- ter dem Mikroskope nichts anderes als Pelmella bpiryoides Ag. — Am Boden derselben Flüssigkeit um das Glas fand er auch die Frustulia hyalinu Ay. in grosser Menge. T}ie Frustulen derselben hatten eine schwache Bewegung, in dem Absatze selbst war aber die Frustulia Une Kütz. (Bacillaria Ulna Nitzsch.) — Veberdiess seyen in der Flüssigkeit verschiedene Infusorien gewesen. Bei gleichen Ver- oe €» 4 411 suchen war er nicht mehr 50 glücklich, dis Sax proöyanin oder Saprochrom zu erhalten, Er’ suehte noch weiters düreh die Auflösung 'der Meeresalgen mit destilivtem Wasser in einem Glase; welelics gut schloss, mit Bryopsis' plimeos« Versuche anzu. stellen: “ "Auf ‚dieselbe Art wie früher, stellie er anch- dieses--Glas an die Sonne, Nach einem Jahre zeigten sich auf der, der Song, zugekehrten Seite bier und’"da gene‘ Flecke, die gegen die Mine immer dichter‘ würden; zwischen diesen w aren ? Pet kleinei “Flöcke; “die eine dımkelgelbliche "Fihe hatten: ' Bis ‚grasgrü ine Alye- war“ chts als Pal- mella bötrj jjoldes ' "wie früher" ig: e duiikelgelbliche Frur 'stulia hyalina. "Die in‘ das’ desire Wasser 'ge- brachte‘ Bryopsis st so frisch geblieben, wie sie es "tüler wart Derselbe“ zeigte Sodann die Abbil- ‘dung ‚eher 'Henen Hygrocrois‘ vor, Sie war "aus. - “einem Abgüsse v von- Spherocöcous‘ eöhferröides, wel- “shen: ‚deiseibe - -pisch. aus dem-Meere genöminen "hatte, eniständein; den Rücl stand! ülesis Spkero- “coccus that er- am 35: Februar d. Fin eine kleine Flasche vor grünem Glase, wit zwei Unzei desil- B "Hrtem Wasser: -und--vier” "Tropfen 'Silberglättessig. ‘Auch’ diese’ Mischung brachte“ er auf einen ihehr 'oder weniger ‘sonnigen Ort, ih eine Temperatur yon 9-- 19° RB; Nach ‘einiger Zeit wurde das Flui- dam trübe, später mwilchie, aim bildeten sich nach ‘und nach kleine Wolken, welche sich zuvor im Fluidum zeigten, wo sie auch etwas dichter waren. Anfangs Mai brachte er ‘sie unter das Mikroskop 02 aa" und fand seine Hygrocrocis moniliformis. —— Gleich- zeitig machte Biasoletto eine andere Mischung, nur nahm er statt destillinten Wassers gemeines Brunnenwasser. Das Bronnenwasser enthält gr wöhnlich etwas kohlensauren Kalk mit Spuren von ‘ Magnesia und Salzsäure, die letzte als Ausdünstung des Meeres, Diese Mischung wurde früher wübe ‚als die andere, hatte mehrere über einander gela- gerte Wolkenschichten, ohne dass diese jedoch unter einander eine Verbindung gehabt hätten, die von.oben nach unten stufenweise jimer dünner und kleiner wurden. Die oberste Schiehte. hatte eine malerig "matricalis, die etwas ‚diehter als die andere und ‚schwärzlich war. In der zweiten Fiasche war die Zersetzung mehr vorgerückt, die Fäden der Wolken an der Oberfläche waren weiss- lich und unter dem Mikroskope konnte er sie fol- gends diagnosiren: Fili artieulati, articuli elon- galo-ellipliei, diamelro ter quaterve_ majores, alü vero primis alternantes, rotundato-spheriei, diametro wequales. Sie geben das Bild einer Kette mit zweier- lei Ringen. — Die zweite Wolke, gleich unter der obersten, zeigte unter dem Mikroskope Fäden, wel- che. ästig, walzenfürmig waren, mit dentlichen Sporen und Gliederungen, und die in den Fäden selbst stecken sollten;. etliche waren auch ungleich entfernt, — Die dritte Wolke zeigte fili ramosi, bald flexuosi und eurrali, irregulares; sie waren ‚dann und wann von Abtheilungen unterbrochen, : als wenn sie Glieder von Ci onfervoideen wären, ' a u 413 meistens zwei neben einander, mit kleineren Glie- dern als die andern; die maleria matricalis war aus dem Fleischfarbigen in das Braune spielend, —— Die vierte kleinere Wolke, nicht so dicht als die andern, hatte ihre Materia matriealis als eine sehr feine Haut von rosenrother Farbe; die Fäden waren unter dem Mikroskope sehr dünn, rüöhrig, einfach, an den Enden spitzig; bier und da hatten sie Spuren von runden Gliederungen, welehe viel länger und ungleicher waren als an Hygroeroeis . moniliformis. Die in der Nähe des Stoffes, von denen der Abguss gemacht wurde, befindliche Alge hutte keine ‚Materia matriealis, war ganz gleich 'mit der beschriebenen ‚Hugrocrocis moniliformis, milchweiss, in’s Fleischfarbige spielend. Der Sphero- coccus, von dem der Abguss gemacht ward, hatte beinahe nichts von seinem ersten Ansehen verloren, nur dass die Fäden etwas weicher geworden waren, Zu gleicher Zeit machte: derselbe Versuche mit den Aufgussrückständen_ von Spherococcus ohne Silber- glättessig. Nach zwei Jahren fand er in der drit- ten Mischung eine kleine Wolke, welche sich gegen den Boden zog und aus einer Caloikrie, mit einer - Frustulia Ag. gemischt, bestand. Da ihm beide ‚Arten neu schienen, so beschrieb er sie. D®b sie jedoch Formen, Arten oder Varietäten sind, über- liess derselbe der Beurtheilung, it. Hierauf sprach Hofr, Reichenbach über die Wichtigkeit der Beobachtung dieser einfachen organischen Gebilde (der Algen), woraus Schlüsse. \ +4 ıtev grössten Wichtigkeit für die ganze arganisehe Natur abgeleitet werden könnten, und ermnterte Hm. Biasoletta zw weitern Forschungen auf der sehon länger betretenen Bahn, ıamit diese Phyto- . genese auch von andern fortgesetzt werden könnte, {Besonders wichtig seyen diese Beohachtungen bei Beantwortung der Frage über die Entstehung der Species, und was Varjetät zu nemmen sey. lie erste - Erscheinung der Individualität finde sich hier, — die Formbildung erscheine abhängig ven den che- mischen Verhältnissen des Wassers, in welchem sie sich befinden. Biasoletto habe bewiesen, wie ‚die Glieder nach dem verschiedenen chemischen Fiuidum, in welehem.sie sich befanden, in den verschiedenen Gestalten erschienen sind, Wie in den wnorganischen Körpern die chemischen. Ver- hältnisse die Gestaltungen bewirken, erscheinen die- selben auch für die Bildung der organischen Kär- per von hoher Bedeutung. Bu 12 Biasolette sprach. noch über seine neue Gattung Mierelca. - 13. -Dr, Fenzl legte zwei Pakete von einer verkaufbaren Sammlung getrockneier Pflauzen vom Gebirge Taurus, aus Griechenland, Unteregypien und Syrien vor, welche Hr. Th. Kotschy, der als Botaniker der Expedition östr. Montanisten, zur Aufsuchung nutzbarer Possilien im Gebiete. des Vicekönigs von Egypten angeschlossen war, anf "diesen Reisen sammelte, Im Laufe des Jahres 1836 hatie Kotachy-Griechenland berührt, hierauf Unter- ‘egypien bis Caivo'durehforscht, und war endlich, nach einem kürzeren Aufenthalte in Syrien, zum Gebirge Taurus vorgedrungen, wo er anfden Höhen, sowie in den vorliegenden Thälern, zwei sehr gün- stige Sommermonate zubrachte, und eine veichliehe Ausbeute” von seltenen und neuen Arten in einer bedeutenden Anzahl und sorgfältig getrocknet nach Wien sendete. Der grösste Theil derselben — darunter ‚die Labiaten dureh die Güte des Hrn. Bentham — ist bereits bestimmt; das Fehlende wird ‚im. nächsten Winter nachgeivagen und mit ' Bemerkungen zur öffentlichen Kenntnis gebracht werden. -— Zugleich wurde bemerkt, dass otg chy sich gegenwi ärtig in Nubien und Abyssinien befinde, und seinen Rückweg über Arabien nehmen werde, Eine Sendung aus diesen Gegenden werde näch- siens erwartet. Von den Pflanzen vom Taurus, "aus Griechenland, Egypten und Syrien enthalte. das Exemplar < drei Centurien, die, Centurie zu 159.C.M. Die mitgebrachien Sammlungen wurden als Pro- . ben den Seetionsgliedern zur Durchsicht vorgelegt. 14. Prof. Hoppe srurde nun eingeladen, seine Pflanzen vorzuzeigen, , und derselbe erfreute ‚die Sectionsversammlung m& der Vorzeigung von Laub- ınoosen, welche in ästhetischer Hinsicht schönen Bildern ‚gleich, einen angenehmen Eindruck bei dem Anschauer heryorbrachten. Die ausgezeichnet schönen ‚Rasen und die. regelmässige Vertkeilung derselben in ihrer Ausbreitung, bei scharfer Presse. und Farbenerhaltung, ‚sind allerdings geeignet, eine a Alb sehr 'gute Wirkung hervorzubringen. Er berührte zugleich, dass ibm einige dio scharfe Presse vor- geworfen hätten, wodurch manche Charaktere für die weitere Untersuchung entgehen. Er gehe dieses zwar zu, allein die scharf gepressten Gewächse, glaubt derselbe, seyen besser gegen Insektenfvass geschützt, und wer weniger gepresste Pflanzen zur Untersuehung benöthige, künne nebst dieser Samm-' lung auch noch zur Belebung der Sinne eine ästhe- tische anlegen, . 15. Unger übergab die gestern zur Aufwei- chung erhaltene Rafftesia Patma. Ein Qnerdurch- schnitt wäre gut gewesen, um die Anheftung auf Cissus zeigen zu können. Derselbe machte auf seine bereits gedruckte Abhandlung über Parasiten aufmerksam; die Parasitenwurzel bilde sich im Mit- telgebilde der Pflanze, auf welcher. dieselbe vor- kommt; bei Apäyteja Hydnora sey sie einer Wur- zei gleich. Hierauf wies er die von ihm herausge- gebene Analyse der Parasiten vor. — Hofr, Voigt erwähnte, er habe die Bemerkung gemacht, dass die Parasiten aus dem Körper der Pflanzen selbst entstehen. - Unsere Parasiten kommen nach Unger von Aussen, selbst die tropischen, an aufgeritzter . Rinde, wo eine Reaetion enisteht, welche die Bil- dung hervorruft, Yiscum mache völlige Wurzeln, — auch bei der Anwurzlung enistehe eine Reaction. — Hofer. Reichenbach warf die Frage auf; wie der Same in die Wurzeln gelange? — Nees von Esenbeck war dagegen der-Ansichi, das Keimen 417 des Parasitensamens findo mr auf der Oberft iche, nieht aber im’ Innern statt,- Kammerrath Waitz fügte hinzu: die Gattung Zaihrea habe eine Ärt Attraetion, sie sauge sich gleichsam an. — Hierauf bemerkte Unger, dass es ihm noch nie gelungen sey, Parasiten durch dio Aussaat zu erziehen. 16. Hofr. Reichenbach machte auf eine ‚Sammlung getrockneter Pflanzen, sowie auch von Insekten aus ‘Java aufmerksam, welche durch Hrn, Grafen von Hoffman nsegg aus Dresden veran- ' lasst worden ist. 17. Prof, C. Bor. Presl las hierauf, ersucht vom Prof. Meneghini in Padua, des letztern Ab- handlımg: „De fruclificatione Bryopsidum;” worin der Verf, die yon ihm in dem Meerbnsen von Genua gemachte Entdeckung der fructifieirenden Bryopsis Balbisiena bespricht, die Fortpflanzungstheile der- selben in einer beigegebenen Abbildung dentlich macht, und diesem zu Polge bemerkt, dass die - Gattung Bryopsis unter die Gruppe der Vaucheria- ceen zu: stellen sey. Presl wurde hierauf vom Präsidenten der Section aufgefordert, dem Verfasser dieser interessanten Abhandlung den Dank der Gesellschaft und zugleich den allgemein ausgespro- ‚ehenen Wunsch bekannt zu geben: dass der 'Ver- fasser diese seine Abhandlung recht bald in irgend einer geeigneten Zeitschrift veröffentliche, * 18. Biasoletio zeigte noch eine Abbildung einer neuen Art Hydrodyclion vor, die er H. gra- ” Sie ist bereits in Flöra 1837. B. I, p. m. abgedruckt. Anm. d. Rede 418 nudalun nemt, weleben Nawen sie ihrer Gestalt wegen auch verdient. Es ist eine Küsswasseralse aus einem Teiche bei Rovigna in Istrien, 19. Hierauf wurde Prof, Hoppe vom Hof Reichenbach für die nächste Sitzung zum Präsi- denten. vorgeschlagen, und dieser Vorschlag von der ganzen Versanmlang mit dem Jautesten. Bei- falle aufgenommen, 20. Corda machte den Antrag, am 22, Sep- tember Morgens um 7 Uhr, da ihm eben frische Fleischpilze zu Gebote stehen, mit seinem Mikros- kope den Mitgliedern der Versammlung die Anthe- ‚ren der Fleischschwämme zu zeigen, 2, Die botanische Section verfügte sich nım zu. der. geognastischen Section, um, mit dieser ver- eint, Prof. Göppert's Vortrag über Versteinerun- gen, künstliche Peirification, und die daraus her- vorgehenden Diseussionen‘ zu hören, seine so lehr- reichen Esperimente zu sehen, und die erzeugten und vorliegenden künstlichen Petrifieate, sowie an- dere fossile Pflanzen zu prüfen. Dann wurde am Schlusse des V ormittags die Fahrt in den k. bota- nischen Universitäts- Garten ‘unternommen, der In der letzteren Zeit durch die unermüdete Thä ätigkeit Prof. Kosteletzkys eine v öllige Umstaltung er- fuhr, nachdem durch die allerhöchste Munificenz des Landesfürsten dieser Garten auch eine hedeu- tende Erweiterung durch Ankauf eines anstossen- den Gartens erhalten hatte, — um sich mit dessen Beichthümern und Eigenthümlichkeiten bekannt zu machen. '. er 419 Sitzung am 23. September. Prüsidenten» Hoppe: Nees v. Esenbeck; Schwäg- richen und Reichenbach; Sekretäre wie ‚Früher. Die Sitzung wurde von dem für diesen Tag erwäblten Präsidenten Prof. Hoppe mit Worten ‘des Dankes für diese Auszeichnung eröffnet. 2%. Covda legte seine Abhandlung über Spi- ralfaserzellen in dem Haargeflechte der. Triehien vor, — In.den Pilzen war "bisher die. Spiralfaser- zelle gä inglich unbekannt: Gorda entdeckte jedoch die Spivalfaser als Haargeflechte oder Sporenträger der Haarstäublinge ( Trichia), und ihre Analogie wit. den Schleuderern der Lebermoose erkennend, fand er- eine neue. interessante Verknüpfung der Erscheinungen in .den Zellen. .büherer Pflanzen mit denen einer so tief gestellten Familie, wie die der Pilze und namentlich der Myzogastres. Die Spiral- faserzelle der Haarstäublinge.bildet das Haargeflechte dieser Pilze, und besitzt mithin wohl dieselbe Be- deutung, wie der Schleuderer der Lebermoose, ‚Sie ist, ‚gleich jenem, zwischen den geballten Spo- venmassen, gelagert, und ‘von. spindelförmiger Ge- stait, bald einfach aus einer, bald doppelt auszwei parallel gewundenen Spiralfasern gebildet. In den... Jungermannien und Marchanlieen ist die, zwei pa- vallele Fasern führende Schleudererform überwie- - gend, während die Haarträger der Triebien 5— 11 parallel gewundene Fasern besitzen. Die Haut der diese Fibern- umschliessenden Zelle ist einfach und. undneehsichtig; oft ist sie, an einer Seite mehr ver- 420 dickt, glatt, gefaltet ader mit Wärzehen besetzt, . weiche manchmal bei der Sporenreife verschwin- den. Die normal einfhehbe Spiralfaserzelle verüstelt sich öfters, und zeigt dann die gleichen Anomalien, die Corda bereits früher bei Verlistung der Schleu- derer von Blasia germanica in Sturm’s dentscher Flora dargestellt hat. 23. „Göüppert sprach über sein Werk: „Die - fossilen Farrenkräuter” und „de floribus in atatu fos- sii” — Er bemerkte, bei Salzhausen Blüthenkätz- chen im fossilen Zustande gefunden za haben, in welchem selbst der Pollen noch gesehen werden könne, und in Bernstein befindliche Dieotyledonen, “am nächsten den Rubiaceen, — Bruchstücke mit den Antheren und Pollenkömern des Alnites wur- den unter dem Mikroskope von Corda gezeigt, -:,24,’ Das Verzeichniss von Weidenarten unter und auf den Zipser-Karpatken in Ungarn, welches vom Prof, Rumy in Gran eingesandt war, wurde uitgetheilt. Es enthielt 24 Arten. 25. Dr. Fenzl hielt einen Vortrag über die Eucurbilaceen, den er jedoch wegen seines Umfangs für heute nur bis zur Hälfte las, und mit Kreide- ‚zeichnungen auf der "Tafel erläuterte, 26. Durch diesen Vortrag veranlasst, sprach -Hofr. Reichenbach im Allgemeinen über diesen Gegenstand, insbesondere über die Placentatio pa- rielalis. Die Familie der Cueurdifaceen sey aller- dings von hohem Interesse — besonders sey sie für die Metamorphose von der höchsten Wichtigkeit, 3 I In der letzten Klasse ‚der Fruchtpflanzen — Thala- manthe — werde die Fruachtbildung klar, ‚Bald fänden sich in den Systemen jene Familien mit Pla- cenlatio parielalis geivennt von einander, bakl mit einander vereinigt... Dieser Weg sey aber. nicht ‚jener, den die Natur gehe. — Die Ürueiferenver- folgen die Zweizahl. 2. Thesis (Thylachocarpice). ° Die Siligua sey das einfachste Ergebniss aus.der Einheit als Nucamenium. — Die zweiklappige- Si- gua sey ein analoger Fortschritt wie" bei. den. Pa- pilionaceen; denn: "auch hier müsse sie..die Glieder- sehote schliessen. Frucht sey, die Umhillung des Samens — sie müsse. vergehen, damit der..Same seine Vollkommenheit erreiche. Dexgelbe setzte hierauf den Unterschied‘ zwischen Piacentatio. parie- lalis. und ceniralis auseinander, Das Männliche sey excentrisch, das Weibliche epneentrisch, — 2. Als ‚Antithesis (Rhizocarpice) ‚erseheine die Zerfällung der Feucht bei den Ranuneulaceen, Rufaceen, Bu, ‚phorbiaceen,: :Sapindaceen,., Malvaceen, Geraniaceen, Oxalideen, .—, Durch_Vermitlung der. Theaceen lasse sich die F ortbildung nachweisen, Die Tilie- ceen seyen 'das Höchste. der Ordnung- Tiocarpice oder (33 der Synthesis; wo das Männliche, hervor- trete, Hypericew; das Höchste der Fruchtbildung in den Aurantiaceen. Diese Familie habe in anato- misch - physiologisch- mörpholegisch - geographischer Hinsicht die höchste Vollendung. Die Aurantiaceen haben wie der Mensch die höchste Fähigkeit, sich zu. akklimatisiven, das höchste chemische Produkt 42% als zeiherisches Oel, sie haben die längste Dauer, das langsamste Wachsthum, sie seyen an fast alle Klinete, gewöhnt, die Sanien seyen nit mehreren Keimlingen versehen, — wrahrlich eine merkwürdige Syrthese! —. Die Cueurdilaceen gehören unter die - Sympelale, eine tiefere Verwandisehaft mit den Caimpanulaceen, als Gegensatz zwischen Synanthe- reen'und-den letztern. Gronoria gehöre unter die Löoasacgen,; da die Cotyledonen einwärts gehngen sind. Die Cneurbifäteen theilen sich in die R han- dirodeen , Oueurbiteen; Papayaceef: Im Fortschrei. ten der Frucht erscheine ein germen superum, als Gegensatz von dem beginnenden germen inferum, wie in‘ den Sarifragen. — Die Campanulaceen seyen eine ‚Wiederholung ‚der Lobeliaceen, Synan- ihereen, ‚Goodeniaceen zeit: Corollenbildung der Cu- ‚, curbifaceen. —, Unter den Campanulaveen seyen Michairia und Canarind auflallende Beispiele der Rückbildang u. s. w.” Diese Wiederholung ist der. gestalt verkettet, dass sich derin die natürliche Verwandtsehaft begrüntet — was derselbe in sei- nem-so.eben erschienenen Handbuch des natürlichen Systems "auseinandergesetzt hat. Br? Iä ger überreichte eine Abhandkmg von . Bosch: „Ueber den Einfluss des Mutierstammes auf das Edelreiss”, and bat um Mittheilung "dessel- ben an die agronomische Section mittelst eines Re- ferenten;, wozu Rettm bestimmt ward, 28. Zugleich - machte J äger auf eine Benh- ‚achtung an der Ficoliane rustica aufmerksam, Diese 423 yon ihm in den Gärten gesetzte" "Pflanze habe die Blätter Abends immer über, die Blü üthönzweige, hlig “_ übergelegt, — welches. Hinüberlegen aber stets‘ minder auffallend war, je ‚mehr sich die Blüthe entwickelte, Sie, scheinen daher zur Besthitzung der- obersten Blüthen bestimmt. — Bet’ Eupinus, den er früh in's band setzte, habe er ein Bieich- süchtigwerden nach Spätfrüsten bemerkt, bei jenen Zweigen, ‚welche Blüthen- trieben, überdiess- eine wirkliche Verschiedenheit’ der Blätter "beobachtet. Es scheine daher eine Rückwirkang' der. Blüthe auf die“Pflänze statt zu finden. Diese allgemeinen Lebenserscheinungen der Pilaugen wären. dahdr noch genuer zu "beubachten. u re 29, Benfham theilte hierauf Nachrichten v von mehreren Pflanzensammlangen init, welche sowohl - im Verkaufswege als im’ Tansche zu erhalten sind. Hunemann nehme Bestellungen auf Planzen an: Aus Nordamerika: Von Drumond: — Höoker habe noch Sammlınigen von demselben, „die Centnrie zu 20 f. ©. M.; — aus Amerika von Sanie Fe, die Centurie” zu 7 Dollar — üerch, Hooker zu bestellen; als“ Mesiko: Hartweg, welcher fir . die Hortieuitural-Societ; 'y sammelte, ° Diese Pflanzen seyen durch Hnnemann und die Society zu. beziehen, die Centwie zu, @2.0.M. Zu. Ken- tuky wünsche Dr. Short zu tauschen, aber nur Prachtexemplare nach der Hoppe sehen ‚Methode zu erhalten. — Schombu "g sey von der’ geogra- phischen. Gesellschaft nach Guinea geschickt wor- den, und verkaufe eine Centurie za 264. CM. Mechius Pflanzen aus Peru, eine Centurie zu 208.0 M. Gadner in Brasilien, eine Samm- iung von den Orcaden und Rie-Janeiro. Thuidee, ein Gärtner in ‚Buenos-Ayres, verkaufe ‚Sammlungen von Pflanzen, die Centmie zu 10 9.C. M. Cum- “ 57 Be ming, eine Sammlung. yon. Pflanzen. und "Samen - aus Peru und Chili, eine Centurie zu: 25 fl. C..M._ Jetzt sey derselbe nach den Philippinen gegangen. _ 30. Die Einladung. von.Hasse zu einer Be- . sprethung über eine,.allgemeines Interesse erregende "Aufgabe, : ‚die dariy bestand, ‘auf welche Weise die “ Erzeugung‘ eines güten Eisens bei wehigerem Brenn-. mäterial- Aufwand nöglich seyn dürfte, _ wurde den Mliglieieen. bekannt gemacht. - . (Fortsetzung folgt) gi Notizen zur - ‚Zeitgeschichte. u - ‚Die k.' prenss.' Staatszeitung” meldet, ‘dass Hr; Hofrath Carus undBeichenhbach Se. Maj. den König;von Sachsen auf :der im Mai und Juni emarlten ‚botanischen Reise, begleitet | häiten.. Beide sind indessen. verhindert geyvesen;- diese Reise mit "Sm Majestät-machen, zu; können, ‚ersterer, "dureh Familienverhältniss, letztener durch. die Unmöglich- keit, vor Ende. Juli seinen Beruf zu verlassen. Se. - Majestät. reisten daher mit Hin, Höfr, v. Am mon, ‚Oberst. von. Mand elslohe und fanden in Laibach : . an Hrn. Museal‘- Cnstos Freyer und ‘Hrn. Fer- jen tsch its eh, in Triest’ an Hrn: Magistratsrath Tommassini und Hrn. Dr. Biasoletto zuverläs- | sige Führer, von denen, letzterer die Ehre hatte, Se. -Maj, fast durch ganz. Dalmatien bis in das- Gebiet der. Montenegriner . zu begleiten, dem sich. ‘an “ihren Aufenthaltsorten noch Hr. Professor Pet- ter’ und Hr. P appafava anschloss... Ein aus- ‚führlicher "Bericht über 'diese höchst interessante ‚Reise. ist von Hrn. Dr. Biasoletto zu erwärten. . Be Maj. der König von Sachsen geruh- ' ten nach der Rückkehr aus Dalmatien dem Hofr. Dr. Reichenbach, Professor der Naturgeschichte, „in gnädigstiem Anerkenntnisse der in seinem Berufe dar- ‚gelegten vorzüglichen Einsicht, Kenntniss und Berufs- treue” das Ritterkreuz des kön: ‚sächs, Civilverdienst- ‚ordens zu verleihen. Zn dien B Beiblatt 4 zum 1, Band) om en r Bu . B on ” Allgemeine: . botanische Leitung, | Neo. 2. geist, am 21. Juli‘ 1838, L Original - Abhandlungen. Pr otokolle der botanischen Section bei: der Wer samm- ‚ Jung deutscher Naturforscher und derzie zu Prag, im Herbste 1837. - @Fortsetzung. ) Sitzung am 23, September. Präsident: Kammerrath w aitz; Prof, Nees von Es ei- beck; Hofr. Rei chenbach, "Sekretäre wie früher, 31 Waitz eröffnete die Sitzung mit einer Dankrede. _ i 3% Zobel legte das ‚vom Dr. No: & aus Fiume -, neu eingegangene Donbletten-Verzeichniss verkäuf- licher Pflanzen aus Istrien vor. Die Pflanzen be- finden sich im k. botanischen Garten, und können daselbst hesehen und ausgewählt werden. 33. Opiz trug‘ seihe Ansichten und den Zweck . _ der von ihm begründeten und nun fast 20 Jahre. : bestehenden Pflanzentauschanstalt vor, deutete auf die Zweckmässigkeit dieses Unternehmens, sowie _ auf die Ausdehnbarkeit desselben ‚auf. alle eo Botaniker ‚der Erde hin. 34. Corda sprach hierauf über eine neue . Kliederang des natürlichen Systems der Pilze. Das Reich der ‘Pilze zeige die Entwieklung der freien, . Flora 1838. 27. , ... D a 0 ps 10 selbststä ändigen Zeile. j Derselbe ı wies mit der Kreide "in der Hand nach, wie die Natur von.der sphäri- ‚schen freien Zelle durch Verlängerung, Abtheilung, Aneinanderreihung, „Zusammensetzung, und stete' \ Wiederholung der ‚mannigfaltigsten Combinationen- "jene ungehenere Form-Masse bilde, und dem Natur- forscher.. zur .Beobachtung darbiete, welche die Pilanzenwelt in. sich- fasst, und wodarch ‘es: klar “werde, dass die ‚genauere Kenntniss .der niedersten. Organismen das. grösste Licht über die Bildung dem übrigen Pflanzen zu: verbreiten i im Stande sey. Das Le-: ben der Pilze besiehe gleich dem Leben aller Örganis- “ - men in Entstehung, Ernährung und Fortpflanzung. durch Keime oder ‚Samen, Sporen genannt- Die tiefststehende Pilzspore sey eine hohle- Zelle,- die als, 'selbstständiges Pizorgan durch keine Wände‘ ge- schieden ' sey.. Die Combinätion höheren Ranges entstehe durch rosenkranzärtiges Aneinanderketten “ dieser ersten Form, und: als Kettenglied 'erscheine das Obere älter als das Untere. Die’ Sporen blei- ben bis zur Erreichung der Keimfihigkeit beisam- men Hier entwickelte Corda älle: Glieder aus Fainilien mit. einfachen“ Sporen, so ihm’ "bekannt, Ind parallel die’ ihnen eutsprechenden und oppo- nenten Glieder der Familien, deren’ einfache: Spo- ren rosenkranzartig gereiliet sind, und ging dann auf die Hauptformen _ der ihm bekannten’ Sporen ‚ über, . Alle’ Pilzfamilten können! init Hölfe des: Spo- renbaues nach ihren Gliedern eingetheilt. werden. = ir ging. ‚hierauf alle’ Formen ‚des Spören- und Tri Eu {7 an “ @ wa . ao gexbaues der Coniomycelen und Hyphomyceten durch, ünd nachdem er durch Combination der Spore und des Trägers die Entwicklung. der Gattungen, ihre . . Verwandtschaft, ihre Opposition, ihre prögressive uud retrograde Entwicklung gezeigt, ging er auf die andern. Familien der Pilze über, und verweilte vorzüglich bei. den Gasteromyceten, deren Gatiungs- gliederüng er einerseits aus’ Sporenbau und: Gene- sis, "andererseits; - als: den ersteren nothwendig ent- sprechend, aus dem Baue der suffultorischen Organe und dem’ Totalhabitus darstellte. -— Dann: ging er zu den.Reihen .der Helvellaceen, Polyporideen ı und Ayarieinen über. Bu - 35; Hierauf: wurde die, Versammlung dureh die hehe Gegenwart: Sr. Excellenz des. Hrn. Oberst- © burggrafen Grafen:'von. Chotek beehrt, und dieser - von Sr. Excellenz dem: Hrn. Prä isidenten der Ver-: . sammlung, Grafen von Sternberg, ‚empfangen. en. 3 Fenzi ‚wurde nun’ nönsrdings. zur. Fort- setzung seines am ‚vorigen ‚Tage‘. nicht beendeten: "Vortrags „Ueber die. -Queurbitaceen” aufgefordert. Derselbe ‚hatte mit einer-ausführlichen anatomischen - Darstellung der. Frucht von "Cuchmis salied, der er vergleichend‘ die Früchte .der übrigen Cueurbitaceen folgen liess, seinen ersten. Vortrag begonnen, Aus , diesen Untersuehungen ging hervor, dass die äus- -* sern Zellgewebs- und Gefäss-Schichten höchst wahr- scheinlich dem erweiterten und ausgehöhlten Frucht- stiele angehören, welcher zunächst jenen Gefäss- disens unschliesst, der dem Qnirl der Blüthenorgane -D42 i z $ vo: 428 .” angehört, auf welchen ein deitter vertienler Gefliss- kreis folgt, der mit den in der Zahl den Frucht. fächern entsprechenden Bündeln das Skelet des Carpellenkreises darstellt, Er zeigte ferner, dass diese eentralen Bündel an ihrer Basis in den peri- pherischen &efässtheil der Carpellen übergehen, oder beser, aus demselben entspringen, somit dem Carpophylie und keiner freien Achsenverlängerung des Fruchistieles angehören, daher nur als Seiten- nerven der eingeschlagenen Carpophylie zu betrach- ten seyen, was sich durch ilre Verbindung mit den Gefässen der Carpelle und der Produktion der Placentargefässe erweisen lasse, Die Placentarge- fässe zeigten keineswegs Verbindung mit den Ge- füssen des Carpellarrückens, mit Ausnahme von Cucurbite, bei welcher sich einige der leiztern an den beiden Endtheilen der Placenta einwärts krüm- . men, uud zu Eiersträngen umbilden. Die Placenten selbst würden durch hüher entwickeltes Zellgewebe gebildet, das sich zwischen die gegen den Carpel- larrücken einwärts gekrümmten Carpellarraudgefässe forisetzt, und als vertieale Platten erscheine, die „zur Leitung der befruchtenden Pallenfeuchtigkeit . zu den Eichen dienen, und scheinbar Zwischen- wände bilden, die später vertroeknen. Die Placen- tation sey daher keine wahre, sondern nur eine scheinbare Wandplacentation, und sey in ihren Grundzügen ganz dieselbe, wie man sie z. B. bei "den Campanulaceen, Solaneen und andern häufig findet, wobei derselbe nur bemerkt wissen will, 429 | dass desshalb an eine natürliche Verwandtschaft . mit gedachten Familien noch keineswegs zu denken « sey. Eine ausführliche Darstellung des Baues und der Affınitätsverhältnisse dieser Familie wird in den „Novis aclis nature curiosorum” erscheinen. 37, Reichenbach nahm durch diesen Vor- trag Anlass, über Cariea Papaya und die Papaya- ceen im Allgemeinen zu sprechen und zu bemerken, dass er der Vermuthung des Dr, Fenzi, dass dus _ "äussere Zellgewebe nnd die Gefässschichten der Frucht höchst wahrscheinlich dem Fruchtstiele an-. gehören, beitrete. Derselbe hob mehrere Momente heraus, welche auf die Bestätigung dessen hinden- teten, sewie derselbe über die anatomische. Ver- wandtschaft des Blüthenstjeles und der Frucht sprach. ‘ Cariea gehöre noch den Cxeurbitaceen anz sie zeige den Fortschritt der Bildung, denn ein gyermen än-. ferum werde zum germen superum, mithin stelle sie die Vollendung der Cucurbitaceen «dar. Nur die Placentatio sey verschieden, die Synthesis für - den Typus der Oueurbitaceen; das dritte Glied der Cucurbilaceen seyen die Papaysceen. 135. Lumnitzer las hierauf: „Ueber die verschiedenen Formen der Georginen,” welche er auf acht Hauptformen zurückzuführen wünschte. Göppert erinnerte, dass Gerhard in Leipzig auch die Formen derselben systematisch bearbeitet habe, und Weitz fügte bei, dass sich dieser @e- . genstand wohl mehr für die Blumisiik, als für die ' Botanik eigne. , 430 BD 38. Tansch meldete nun den Dank Er, Eixe des Hın, Altgrafen von Salm- Reifferscheid für die Aufınerksamkeit, die seinem Garten geschenkt wurde, mit dem Beisatze, derselbe habe die Ver. anstaltung geirollen, dass die Mitglieder im gräl- lichen Hause die reiche Sammlung yon sehr schü- nen, zum Theil von Ihrer Exe, der Frau Gräfin » Salm selbst, in Oel gemalten Blumen - and- Ohst- stücken sehen könnten, welcher gütige Antrag mit dem gebührenden Danke nicht »ur angenommen, sondern auch sogleich nach aufgehobener Sitzung, vereint mit einem nochmaligen Besuche dieses schü- nen Gartens, benützt wurde, 40. Derselbe zeigte auch eine naturgetrene Abbildung des Arum campanulatum vor, welches in dem gräfl, Salm’schen Garten im Frühjahre ge- blüht hatte, was um so erwünschter seyn musste, da die bisherigen Abbildungen nicht ganz natur- geiren Waren. | 41. Zebel überreichte aine vom Freiheren von Jaeguin aus Wien für die Section eingesen- dete Abhandlung von D. Leydolt übdr. die Plan- "iagineen. Eine Arbeit von vielem Interesse, welche _ diese einander so. sehr verwandten Formen, mit Benützung der reichen kais. Sammlangen Wiens, besonders durch die. beigefügten Tafeln näher be- leuchtet. 43. Ferner wurde von demselben ein an Prof. Kosteletzky gerichtetes Schreiben vom Professor Zawadsky a aus Premysl überreicht, Derselbe u a er 431 meldeto folgende neue "Zusätze zur HLoRAG Anm: Chara fexilis L., Zannichellia pabustris L., Vero- nica. saxalilis L. und Buxbaumii Ten., Seirpus Beaothryon L. und earieinus Schrad., Eiriophorum triquebrum Hopp., Plleum nodosum L., Arena alpe- siris Host., Scabiosa longifelia W. $ K., Cornus mascula L., Änchusa ochroleuca M. B., Phyteuma ' paueiflorum 5. Iyelum barbarum L. Gentiana bu- covinensis Herbieh, Laserpitiun Winkleri Herbich, Asparagus syiwatieus W. & K., Muscari racemo- sum W., Luzula sudetica DeC.'wnd Althü Herbich, Samifraga kıteo- purpures Sternd., Silene longiflera ührk., Stellaria nullieaulis W., Sedum sazatile W., Agrostenme coronaria L., Cerastium villosum Beumg., Euphorbia ambigua W. & K., Gerardiana, Jarg., Prunus Chamecerasus L., Potenülla pilosa W SP. und crocea Lehm., Rubus hirlus var. el rubiginosus Herbich, Glaucium lufeum Scop.;: Nuphar sericeum u Sın., Ranunculus earpalieus Herbich, Pedieularis e0mosa &., Lindernia pysidaria L., Cochlearia grön- . Iandica Sm., Thlaspi "perfolatum L,, Erysimum repandum L., Phaca alpina Jacy., Lactuea striela W. &K., Hieravium denudatum Schult., H: Halleri - Vin, Cirsium ‚paueiflorum Spr., Senecio macrophyl- lus M, B., Orchis variegata Jarg., Carex sapille- ris L., canescens L., Ü. nemorosa. Lumn., Baliv si- lesiaca IWF, Der grösste Theil wurde von Dr, Her- bich in der Bukowina gefunden. 43. Welwitsch sprach hierauf: „Ueber die geographische Verbreitung der Pflanzen’: Derselbe Br A3a bemerkte, dass die äussern Einflüsse sehr viel auf die Metamorphose der Pflanzen einwirken Das geographische Studium der Pflanzen sey daher schr wichtig, und habe noch ein besonderes Interesse, vreil man sehr viel sehen müsse; hierilureh werde die Phytogenese immer mehr erleuchtet, Hierauf ging derselbe zur Schilderung der unterindischen kryptogamischen Vegetation der Adelsberger Grotte über, Interessant sey die Flora der Vorwelt, aber eben =0 interessant die Flora der Unterwelt, von der er mit lebhaften Farben die Beschreibung und die Beweise durch die Vorzeigung sehr schü- ner Schwammgebilde lieferte. — Die unterirdische Vegetation jeder Grotte könne nur immer Pilze vor- weisen. Derselbe ging hierauf zur pittoresken Be- schreibung der Grottein Bezug’auf die Schwammwelt über; er bemerkte, dass schon beim Eintritt in die Grotie sich ein schwammartiger Geruch kundgebe, welcher von den in Fäulniss übergehenden Pilzen herrähre. Durch die wreissen Gestalten, z, B. von _ Himantia, Xylosirome, werde man überrascht, allein nur mit Mycelien versehen sey es ein Polyporus. — Er wies eine Reihe von Spheria Hypozylon und bemerkte, die geringste Formentwicklung habe die meisten Früchte; wo die Vegetation vorschreite, werde die Frucht unterdrückt; ferner Thelephors hirsute in fingerförmiger Vertheilung, und auch in sehr langen Stücken; Himantia sulpkurea, bloss als Mycelium eines Pilzes. In dem tieferen Grunde der Grotte fänden sich die weissen Gebilde hüuß- 433 ger — hierunter eine Clavaria, die wobl eine Psendo- ımorphose änderer Pilze sey. Ferner eine Torula. Kine interessante Anamorphose der Eintwicklungs- reihe aller Formen von Polyporus medulla, zuerst als Himanlia, dann ‚Himanlia radicans mit Bildung von Polyporus, fernev Polyporus Vaillantii (Corda glaubte jedoch, es sey Polyporus medulla panis), ferner „Xylostroma giganleum. — &öppert erinnerte bei dieser Gelegenheit, dass auch in dem Berg- werke zu Wieliezka sehr lange Polypori vorkämen. — Die Metamorphose einer Chetophora fribergen- sis sey der Uebergang in Dedalea abietina,, Eine Mycena,‘ welche wahrscheinlich nen ‚seyn dürfte, Rhizophore pinnala. Phasorrhiza, welche an der . Decke der Grotte vorkomme, dürfte ein nenes genus ' seyn. (Cordaferinnerte hiebei, dass Eniophyta elavata in ihrer verschiedenen Entwicklung die Gattang ‚Phacorrkiza vertauschen dürfte) Die Be- kleidung der ganzen Grotie werde durch Ozonium ' stiposum gebildet, 44. Für den nächsten Tag wurde Göppert zum Präsidenten gewählt, und.sodann zu einer bo- tanischen Exeursion auf den Laurenzberg der Vor- schlag von Opiz gemacht, um die Waldvegetation ‚ innerhalb der Ringmauern Prags kennen zu lernen. Süzung am 24. September. = - Präsident: Prof, Göppert; Sekretäre wie früher. . 45. Göppert legte seine Originalabbildungen ' der Farrenkränter vor, und besprach zugleich seine 434 berelis erschienene Arbeit: „Ueber die fossilen Far. renkräuter,” bemerkte auch, dass in den Sieh. kohlenwerken Schlesiens fossile Farrenkräuter mi Früchten vorkommen, Burch die Unterstützung der Naturforscher habe er wieder so viele neue Arten, dass er bald ein neues Supplement zu dem beveits erschienenen Werke liefern könne; zugleich legta er sein Werk über diesen Gegenstand vor. In den Steinkohlen fünden .sich entweder noch die Reste der Farrenkräuter. selbst, oder blosse Ab- drücke derselben. Die von demselben vorgezeigten Abbildungen stellten vor;:ein Analogon für Poly- podium aureum, einen Stamm von Darallia cana- riensis-Polypodium aureum, Einen aufrechten Stamm auit acht-in einer Spirale gestellten Kanten. Eine fossile Neuropteris mit Früchten, Neuropteris con- ferta. Vom Rhein Cheilanthites acanthifolia; an dieser habe es ihm aber nicht glücken wollen, veife Früchte zu finden. Ein Farrenkraut von Baireuth, . Inden verschiedensten Entwicklungsperioden, an wel- chem noch die Früchte nebst dem Sporangium und dem‘ Annalus vorhanden ‘waren, Diese Früchte wurden durch’s Mikroskop gezeigt, und die An- schauung bestätigte das eben Bemerkte, 46. Weaitz sprach über das Zahlenverkält- Diss, welches in der Pflanzenwelt deutlich zu sehen is; Opiz bemerkte aus diesem Anlass, dass auf diese Verhältnisse bereits Abbe Dohrowsky, ein | scharfsinniger slavischer Sprachforscher Bühmens, | schon im Jahre 1802, ein eigenes Zahlensystem | 435 . gegründet, und anonym unter dem Titel „Eintieurf eines Pflanzensysiems nach Zahlen und Verhältnis- sen?” bekannt gemacht habe. . 47. Beilschmied sprach über die von ihm aus dem Schwedisehen übersetzten und mit vielen Zusätzen herausgegebenen hotanischen Jahresbe- „richte, so wie über seine Uebersetzung von Wat- ‚som’s neuestem phytogeögraphischen Werke. Die " Botaniker Italiens, Frankreichs, Spaniens, Eng- lands und Dänemarks "bittet B., ihın solehe Disser- tationen, die nicht in den Buchhandel kommen, wo möglich .auf dem Buchhändlerwege mitzuiheilen; sie sollen auf Verlangen nach Durchsicht remittirt werden. Göppert bemerkte, dass Beilschmied’s . Vebersetzung dieser Jahresberichte mehr eine Ueber- sicht der ganzen Literatur, als eine blosse Ueber- setzung sey. — B. gedachte. eines Umstandes, der ihn oft in Verlegenheit gebracht, nämlich der Frage: ob .bei Uehertragung. und Weiterverbreitung von Namen, welche besonders ‚von Ausländern @Pranzo- sen -eie.) grammatiseh falsch gebildet worden, einige " Besserung "derselben erlaubt sey.' Bessere - man nicht, so komme man in- Verdacht, es nicht besser "zu wissen; Ü, Sprengel besserte alles Falsche. Respect vor den Autoren könne vielleicht daven abhalten; nicht jeder. Autor habe Zeit und Gelegen- heit gehäbt, die Grammatik und das Lexikon ‚nach- zuschlagen, oder einen Philologen zu befragen, doch wäre solches Fragen sehr wünschenswerth.— Manche | Namen seyen gar nicht zu entziffern, und ‚unver- 436 besserlich. ° Indess 'sey es in der Botanik doch noch nicht ‚so. schlimm, wie in der Chemie; s, dem Botaniker sey es aber eben so wenig wie andern zuzumuthen, falsche Namen nachzubeten. Göppert : bemerkte: schon Linn€ habe manche fälsche Na- men gegeben; möchte. man die unrichtig: eingeführ- ten. Namen ‘verbessern, so müsste die philologische Synonymie die Namen. nur noch vermehren. — Waitz meinte jedoch, man. ‚müsse Linne 's Lehren ‚mehr, als seinem Beispiele folgen. #8, Welwitsch. besprach Unger's Aufsatz: „Ueber geographische Verbreitung der Pflanzen auf Kalk-, dann Granitgebirgszügen.” Es sey ihm der‘ Vorwurf gemacht worden, er habe ‚Pflanzen als einem, oder. dem andern Gebirgszuge ange- ‘' 'hörend angeführt, die auch auf beiden Gebirgs- 'zügen vorkommen. Unger habe aber schon bei Grätz’ ‚gefunden, däss sich in .den. Hanptgebirgs- Zügen. oft gewisse Einlagerungen’ von. Kalk in Granit und umgekehrt fänden } welche dieses plötzliche Erscheinen der Kalkflora veranlassten; auch könne . ja die Auflösung des Erdreichs von einer andern Gebirgsart hieran Antheil haben. Er führte mehrere -Gewächse an, "die er der weitern Beobachtung zu unterziehen ersuchte, ‚die nicht auf Kalk. vorkom- "men: Prunella vulgaris, Cistus Helianthemum, Daphne Mezereum;' Euphorbia Cyparissias; Orobus vernus, | .Fagus sylwalica, Pinus. — Die auf Kalk - vorkom- men: - Aster: Amellus,- Coronilla ıminima, Seseli glanoum, Serapias r rubra, Enieus Erysithales, Daphne es y n & Cneorum, Alyssum sazatile, Geranium sanguineum. Das Gedeihen ‚der kultiyieten Pflanzen in einer - ‘Erde von nicht entsprechender : Gebirgsärt könne R nicht als Norm „angenommen werden, weil hier die ' Pflege des Cultivatenrs ihren nöthigen Einfluss übe,, "bei wildgewachsenen Pflanzen sey es etwas Anderes, Am. beständigsten seyen die Lichenen den verschie- denen Gebirgsarten. Zwischen Budweis und Gmür- den habe er Erica vulgaris. und Ledum palustre' in Torfmooren. gefunden, und zwar‘ von; der erstern eine varietas villosa. Die Ursache dieser Behaarung. ' leitete derselbe davon 'ab, weil. am Ufer der Boden sandig und trocken war. - 49. . Biasoletto legte noch mehrere neue Algen vor, als: Alimeda multicaulis und tuberosa, : welche man sonst zu den Zoophyten rechnete, die er jedoch. in. das Pflanzenreich zu reihen glaubt,- Zonaria aureolata vor. und Hydrodiction granulatum. 50. Es ‘wurde sodann die gemeinschaftliche hotanische Exenrsion in den fürstl, Lobkowiz’schen Garten, um die Alpenflor des. Gartendireetors Skalnjk zu besehen, dann auf den Laurenzberg unfernommen; Br -(Schluss folgt.) "mM. Gorrespondenn Im Sommer 1819 fand ich in der Gegend: um \ Lobositz, auf nassen Wiesen Torazacım lepioce- . phalum Reichb. und nännte diese ‘Pflanze in mei- . "nem Herbarium Leontoden parviflorus, ‚da ich eine dazu passende‘ Beschreibung nirgends fand; er- "wartete aber aus. den neuesten botanischen Schrei 8 438 ten, die mie noch unbekannt waren, bald etwas darüber zu erfahren, in der Meinung, dass dieser Leontoden gewiss schon anderwärts aufgefunden sey. Im Jahre 1825 sah ich denselben Leontoden im Herbarium meines thenern Freundes Franz Alois Fischer in Nixdorf als Eeontoden Tiridus IF. K, vom Meren Professor Hochstetter heim ‘Mönftzer-See in Mähren gesammelt, und nahm ihn nun als eine Varietät vom Z. Hridus, olmwahl mir : immer auffallend waren der kleine Blüthenkopf, die eigene Gestalt der Blätter, ‚und dass derselbe in Gesellschaft von Z. liridus, der doch immer grüs- ser und anders geformt erschien, in zahlreichen, gedrängt stehenden Exemplaren vorkam, während Z. lividus immer nur in einzelnen, stets entfernt von einander wachsenden Exemplaren sich sehen Bess, Ich wollte mieh min überzeugen, ob dieser Leontoden sieh durch (alter verändern würde md ‚säete ihn Im Jahre 1826 aus, %u meiner Ver- wunderung sah ich, dass diese vermeintliche Varie- tät in "allen ihren unterscheidenden Kennzeichen unverändert blieb; üppiger waren die Exemplare geworden, das ganze Verhäliniss der Form aber war. standhaft. Noch nicht damit zufrieden, sam- melte ich von den kultivirten Pflänzchen Samen und säüete denselben nochmals aus, und abermals erhielt ich dasselbe Ergebniss. . Vehrigens fand ich die erste Beschreibung die- ser Art ia der botanischen Zeitung, Jahrgang 1829, 3. Band, Ergäuzungsblätter Seite 35, wo Herr #. 4349 Professor Tausch ihn als Leontodon pareiflorus anfstellt; Exemplare des von mir gefundenen, die ich an Herrn Dr, Tausch sendete, wurden von ‘ihm als richtig bestätiget, Bewmerken muss ich noch, dass in unserer Ge- gend (dem nördliehsten Theile Böhmens) nur Ta- raxacum offieinale Mnch. und T, glaucescens Kit. vorkommen. An einem und demselben Standorte wachsen beide Arten. Zuerst blüht T\ offieinale, und erst 14 Tage. wenigstens . später erscheint T. glaucescens in der Blüthe; doch nirgends, so fleis- sig ich ‘auch darnach geforscht habe,. ist mir in z unserer Gegend Taramacım palustre vorgekommen. Vor..2 Jahren fand ich an einem .Wasser- graben: bei: Königswalde hier in‘ unserer Gegend mehrere‘ Exeinplare von Spirea „Ulmaria L., an denen die untersten Blä itter auf beiden Seiten’ ganz ‚kahl, die zunächst höheren auf. der untern Seite. „ein wenig filzig; die noch höheren etwa zur Hälfte und die "obersten endlich ganz filzig waren. ‚Androgyne Blüthenkätzchen” scheinen vorzüg- lich den Weiden eigen zu seyn; doch nicht aus- schliesslich, ich habe” sie auch, doch nur ein einzi- ges Mal, an „Betula- nigra L. gefunden. Nixdorf. Jch. Christian Neumann. IL. Botanische Notizen. 1. In der Linnäischen Societät zu London ward den 25. Nov. 1836. eine durch Schomburgk ge-. sandte Orchidee vorgezeigt, die an einer und der- selbeu Aehre Blüthen von Myanthus barbatus und g 440 von Monachanflıus viridis Lindl, twug, welche nur durch Geschlechtsrerschiedenheit bedingte Zustände derselben Species zu seyn scheinen. Die Achrs hat fünf Blüthen des letztern und zwei von Myan- ihus. Die nümliche Pflanze trug einen zweiten Schaft mit lauter Blüthen von Hyanfkus barbalus allen. Schomburgk erwähnt brieflich noch eines andern Beispiels der Art, das ey kennen se- lernt, und zwar dass eine kräftige Pflanze, die zu einer Zeit Blöthen von Monachanthus viridis tung, zwei Monate vor seinem Schreiben einen Schaft mit Blüthen des Eziaselum tridentatum erzeugt habe, welches er für einen dritten Zustand derselben Species ansieht, Cafasefum tridentatum hatte er nie, wohl aber Moneckantkus virklis in Menge Samen bringen sehen. Letzterer schiene die Zwitterpflanze, Myanthus berbatus die männliche und (Cafasetum tridentatum die weibliche Pflanze zu seyn. Diese Thatsachen werfen ein nenes Lieht auf die Lebens- weise der Orchideen. (Philos. Magaz. Jan. 13373 2. Das Wonrary- oder Urary-Gift der Indier am Orinoko kommt nach B.H. Schombunrgk von , der neuen Sirgchnos toxifera Schomb. follis ovato-Ian- ceolatis acuminatis 3 — 5-nerviis utringne ramulisque ferrugineo-tomentosis, bacca polysperma. (ebend.) 3. Pinus brulia Ten. Ihr Char, ist nach Prof. Don _ @Bibl. d. Linn. Soc) P. foliis geminis prielongis te- auissimis undulatis, strobilis sessilibus conglonera- tis ovatis keribus, squamis apice truncatis planius- | eulis umbilicatis, In Neapel, (ebeudas,} — £Hiezu Beiblatt 5, zum 1, Band.) Allgemeine botanis che Zeitung. 'Nro. 28. Regensburg, am 28. Juli 1838, ü nn L Original- Abhandlungen. Protokolle der botanischen Section bei der Versamm- lung deuischer Naturforscher und Aerzte zu Prag, im Herbst 1837. (Schluss.) Sitzung am 25. September. Präsident: .Bentham, Hofr, Reichenbach und Nees von Esenbeck; Sekretäre wie früher. Beniham eröffnete die Sitzung mit einer Dankrede für die Erwählung zum Präsidenten. 52, Lang zeigte der Section an, dass er noch _ einige Exemplare. des yon ihm und Szovits her- „ ausgegebenen Herbarium for zuthenie@ vorräthig und diese bei der k. botan. Gesellschaft zu Regens- burg deponirt habe. - Zugleich machte er allen’ Freunden der Flora bekannt, dass er für Jeden bereit sey, aus seiner, bei 2500 Arten, rein aus ‘der ungarischen Flora enthaltenden, sehr reichen "Doubletten . Sammlung das abzugeben, was die Bo- taniker wünschen, und erbat sich desshalb die Ein- sendung der Desideratverzeichnisse. — 53. Corda setzte hierauf die vollständige -Darstellung seines Pilzsystems, welches durch Com- bination der verschiedenen einfachen Formen, bei-_ Flora 1838, 28. Ee EV nen bisher noch keine Gattun nahe ein’ mathematisches. ‚genannt werden könnte, mit der Kreide, in der Hand fort, und wies sehr umständlich nach, wie sowohl die Pilzgattungen als auch die Familien der Kryptogamen gegliedert sind, und indem er. die Formen der Sporen und ‚des Trägers den algebraischen Zeichen ‘einer ge- : ‚gebenen Combinatiousreihe ‚interponirte, zeigte en - die schematischen‘ Entwicklungen ‚der, Gattangen, und bezeichnete diejenigen Combinationsglieder, de- g entspricht, 'als die noch auszufüllenden Lücken. Er: wendete dieselben mathematischen Formeln‘ gleich noch auf die Liche- nen und Algen an, Derselbe bemerkte,’ dass die Organagenesis mehr in ;die systematische Botanik als in die Pflanzenphysiologie. gehöre; und dass die : Entstehung ‘der Spore bei allen Familien in. Betracht zu ziehen sey;. und daher ‚künftig kein Pilz, bei - welchem sich. die Sporenbildang . nicht nachweisen a lassei aufgenommen werden. solle. 2 D Tausch legte die ' genane Beschreibung einer ‚neuen Pflanzengattung nebst Abbildung, vor, welche Sieber unter. der Draba siellata aus den : Alpen mitbrachte, die mit Eudema verwandt ist, und sich. durch ihre ‚Samenbildung: unterscheidet, indem sie eine radieula lateralis besitzt; er nannte "sie Rtizoboin ya, die. Species’ aber .R. .alpina. . Hierauf theilte- derselbe noch seine, in der Flora ireiin ersehienene neue Gliederung der Gat-, e tung Erica mit.: Br Reum ‚gab. sein Roferat üher die Frage B ws & \ x 0... 448 Re a e des Obergärtners Bosch ab: „Ob der Mutterstamm einen Einflüss. auf das Edelreis ausübe ?” welches “er insofern zugab; als die Erfahrung dafür spreche; - doch glaubte derselbe, dass eine;Cirkulation der. Säfte nicht stattfinde, und. dass fein £ Gefäss für‘ "sich ‘die Säfte bereite. 5%. Corda suchte sodann’ mit ‚ Hülfe derKiei. denzeichnung insbesondere den Umstand genau zu erklären, dass wirklich, eine Cirkulation der. Säfte, - bei ‘den Pflanzen | auf ähnliche. Art. wie bei den Thieren. stattfinde. Zu j B- 58: Mikan zeigte Meerhälle, (Pile marine), die er‘an der Küste des Golfs von Neapel ’gesam- melt hatte, und ‚erklärte ihre ‚Entstehung aus den Wurzeln, Stengeln und -Blä ittern der Zostera me- zing, welche, im ‚Meere macerirt, durch das Rollen = seiner Wellen nach und nach eine Kugelform . er halten, was auch durch, das Vorzeigen der Ueber- ‚gänge erläutert wurde. Er legte zugleich, Klein’s _ ‚Abhandlung - über diesen Gegenstand: ‚vor, um zu" zeigen, dass dieser aufzierksame Beobachter schon vor mehr ‚als-100 Jahren ‚die .riehtige Ansicht von der Entstehung dieser Meerbälle aus Zosiera marine, . * hatte. Er bemerkte schliesslich, der Gruud, warum - diese Meerbälle nach irgend einer neuen Augabe, von einer Art Caulinia hexzuleiten seyen, mag wohl in der Veränderung der generischen. Namen von’ ‚Zostera und. Caulinia liegen, wobei jedoch immer | dieselbe Pflanze verstanden wird. © -E e E7 B 1A y, [N tr :0, Fi ieber "legte sowohl die Beschreibungen. als 9 Abbildungen von I. öohemica, I. Fieberi and hun- .garich vor, mit Auseinandersetzung der- vorzüglich- \ sten ‚Kennzeichen, sowie ‚Exemplare der 2. squalens. „Sitzung am '26. .Sepiember. N Präsident : : Hofe. Bei chenbach und Prof, Ne es von Es enb eck; ‚Sekretäre wie früher. - Opiz legte vor: a) das, erste Heft s seines E when Nomenclator bolanicus, welcher die Ab. . sicht hat, nur aus den Onellen zu ‚schöpfen, . die Priorität des ersten Eintdeckers zu siehern, die älten und neuen’ Synonyme, sowie die kryptogamischen ‚und phanerogamischen Gewächse in einer alphabe. - tischen Reihe‘ folgen zulassen, und gleichzeitig die neuen Entdeckungen” zu pablieiven.. 5). Die ökono- misch - technische. Flora Böhmens, nach’ ‚einem äus- gedehnten Plane bearbeitet, "yom "Grafen wBerch told; im Botanischen vonSeidE später von Opi z, 61. Reichenbach sprach über die Wichtig. keit des von Richter ‚herausgegebenen „Codes Linneanus,” “und wie nochwendig es Sy Linnes an Arleien zu kennen. Hierauf ging Hofe. ‘ Reichen ib a ich zu . seinen. Kinternalinn een : „Gattungen krypiogami- scher Gewächse Deutschlands als Kupfersammlang für Botaniker” und - „Wandtafeln ‚des. Pflanzen- reiche” “über! zu ‚diesen wurden: "ein. paar Hefte ungen gegeben. „Handbuch des. natürlichen ‚ ‚Pflanzenzystens . yach, allen seinen Familien,” . ‚das eine vollständige Auseinanderseizung der Verwandt, schaften der Pflanzen enthält, _ 6. Opiz las Einiges ‘über. die Vegetatiöns- . yerhältuisse Böhniens, welcher Aufsatz mit -. ‚drei pyramidenartigen Tabellen versehen war, in wel- .ehen 1. die -Vertheilung der Pflanzengattangen auf den verschiedenen natürlichen Standerien, 2, die "Darstellung. der- Verhältnisse ‘der natürlichen Fami-: kien nach Hrn..Hofr, Reichenbach’s System, end- lieh 8, die Verhältnisszahlen der Pflanzen- -Gattungen = “ Böhmens hervorgehoben wären. Derselbe beierkte, dass, wenn Böhmen auch. keine Alpen aufzuweisen . vermöge: so erhebe sich dennoch der. "höchste &e- birgszug des Riesengebirges zu einer Höhe von s11 - Klafter über die Meeeresflächs bei: Hamburg, Da Böhmen noch immer einen bedeutenderen "Wald. stand als die Nachbarländer besitzt, so zähle die . Waldflora 111 phän. Pflanzengattungen, die '&e- wässer 83, die Hügel und Berge 73, die Aecker 43, die Wiesen 59, das Hochgebirge 35 Gattungen, » Die’einzige, Böhmen eigenthümliche Pflanzengattung sey Coleanthus Seidl; die in seinen Materjalien zur ‚ Flora Böhmens aufgenommenen. Pflanzen betragen 3645 Arten; hievon die Krypiogamen. mit. 1447, so ergebe sich für die Phanerogamen. die‘ Sınme von 2198... Ausgezeichnet ‚sind im : Riesengebirge. die nordischen Pflanzen, Rubus Chamemor us und Sasi- fraga nivalis.. Die Kryptogamie erwarte noch täg- lich durch die unermüdlichen Forschungen des Hen. . Prof. Edlen Y ‚Krambholz und. 4 Hon, Eust. ‚ Corda EZ 446, . = Bereicherung. "Das Verhältnis der Phanerogamen zu den Kryptogamen werde wohl aller Wahrschein- . lichkeit nach wie 1:2 erscheinen, ‘Der grösste : Artenreichthum- finde- sich in: der Schwammwelt; "Manws 'Lichenologia bohemica zähle 362 Lichenen auf, Die Moose zählen’ 313 Arten. Composite. zäh- "len 220 Arten, mächen ‚& der Gesämmtvegeiation, _ in "ganz Dentschland 3 2. —— Die Papilionaceen 170 ‚Arten, machen „,, in Schlesien bloss „4. ‚Die Gra- 'mineen 168 Arten, daher „, in Deutschland. gleich- ur falls ‚Die- Rosaceen 146, mithin Fe Die Zabie. ten 138, mithin. Fr ‚Ameniaceen und. Personate 19 Arten, mithin ; ee "Die ‚Teiradynama 91 Spee., da- her „5, in Lappland auch 2% Cyperoidew 86 Ar- ‘ten, 75, in Frankreich sr. Umbellifere 76 Arten, zz in. Schlesien „u. Orchidee 61 ‚Arten, 3a in Schle- sien gg. Caryophyllaces 58 Arten, 3.— Capri- foliacee 50" Arten, %- Die Phanerogamen Böhmens "zeigen nach Reichenbäch's ‚System das folgende ‚Verhältniss: \ Rhixo-aeroblaste. 46. Spee. Wh aulo-aor oblaste 371 Spec., Phylio-acroblasi® 138. Spee,, Synpetale 694 Spee., Phyllo-blaste 161 Spee., Calycanthe 492 Spec., : Thalamanthe 396, Spee. . "Zusammen obige 2198, Die. Gattung -Salix zählt 72, Mentka 50, Hiera- Chu: 44,,:Carew. 37 Arten. ” = "64: ‚Hofe: Reichenbach nahm hiey. ron Anlass, - „Ueber. die Nothwendigkeit der Beobachtung der u geographischen Verbreitung von Pflanzen” zu spre- ehen.: ‚Bine ‚gleiche Behandlung der ‚einzelnen Fa- ' nn 0 447 milien sey nur nach - einem genetischen Peindp a möglich. Isop der Bibel”. 0... 00 66.: F ieber. legte nun die 15 Formen von: Echium aus der Umgegend Prags.vor, die-er, durch die, Auffindung von ‚Echirum ‚Wierzbiekü veranlasst, im Taufe des letzten Sommers sammelte. Tausch. bemerkte hiehei, Echium Wierzbickii wäre zu Echium .. dalmaticum zu ziehen, und hält es für eine blosse E Varietät® on Echium vulgare,‘ "Fieber äusserte Sich): eg‘ stehe dem Echium rubrum nahe; er .er- suehte um’ ‚genauere "Beobachtung von Kohium auch: in andern Gegenden, und erbot sieh, in diesem Jahre vollständige Exemplare von‘ diesen verschie- ; denen Formen, deren Unterschiede derselbe bereits in skizzirten Handzeichnungen aufgefasst hakte, mit- zufheilen, nz 67. Reichenbach bewies‘ hierauf, wie diese Auflösung der ‚Species in Formen, ‚und. die Beach- tung. dieser ‘Entwicklung des Urtypus Demjenigen ‚gleichzustellen wäre, was Brehm bei den Vögeln. beobachtet: habe, wo zwischen‘ den Urtypen- die Formen beinahe ununterbrochen ‚vorkommen, "und. 65. Landau las einen’ Autsatz „Ueber den eine scharfe Begrenzung nicht gefunden. werde. In der Naturanschauung milsse- man ganze "Siüiten -be- obaehten, — alle Grenzen‘ würden hiedurch auf: gehoben, die Typen würden sich alle untereinander ' verbinden, wenn von 'allen Seiten die Gliederungs- reihen verfolgt würden. Die Kultur gebe Aufschluss a. Fa N | *Hinsicht gearbeitet, und schon zeit dem Jahr 1895 48° über die strithlenförmige Ausbreitung der Reihen, Diesen Weg zu verfolgen, sey notlwendig, um die Natur in ihren Schritten zu belauschem. 68. Welwitsch sprach über die Fortsetzung der kryptogamischen Flora des österreichischen Rai. serstaates, Die Phanerogamen desselben seyen schon genau bekannt, eine gleich günstige Behandlung fordere daher auch die Kryptogamie, Seit sechs Jahren habe er vorzugsweise in kryptogamischer be die Synopsis der kryptogamischen österreichischen Flora bearbeitet. In Auflorderung des Präsidenten Nees von Esenbeck und von Martius habe derselbe in einer Zeitschrift Farren, Moose und Lebermoose geliefert. Von seiner „Synopsis Nosto- chinearum Austriee inferioris” vertheilte derselbe . Exemplare untge die anwesenden Mitglieder, Die Süsswasseralgen würden demnächst die Presse ‚ verlassen, 69. &öppert „Ueber Pflanzenskelete,” Strure ‚habe eine Abhandlung „de silieia in plantis” gelie- fert, Die Eyuisefaceen hätten einen grossen Antheil Rieselerde; nach dem Verbrennen der Pflanze bleibe ein Skelet derselben zurück, Durch Abbildungen werde dieses nachgewiesen; diese Angaben seyen vollkommen gegründet, auch ‘die Blüthentheile lies- sen sich durch das Glühen auf dieselbe Art erhal- ‘ten. Auf diese Art habe er auch andere Pflanzen, selbst die zartesten Theile derselben, untersucht, Selbst die Schlenderer hätten durch ‚Jas Glühen 3 © 449 x ihrg ‚Äugsere Form zum ,Skelet verwandelt gezeigt; das Skelet bestelle aus Kali, Kalkerde, Kinselerde, Diess führe zur Entscheidung der Frage: ‚ob sie diese ‘Stoffe erzeugen oder aufnehmen? Ui .die angrganjschen Theile in den organischen. ‚aufzufin- ‘den, untersuchte er dieselben, indem er sie in einen Mörser warf ‚und zerstiess, Die verschiedenen Theile; den: Pflanzen enthalten. auch "verschiedene Bestandtheilg ‚in den ‘verschiedenen Lebensepachen, Jene. Theile, welche sich im Wasser auflösen, ent- hielten. Kali; bleibe ein Rückstand, so - sey;..diess . Kalle; oder, Kioselerde. Diesen Rückstand, ‚prüfe “ man mit, Salzsäure, — Kalk. werde aufgelöstz — bleibe noch pin Rückstand, so sey diess Kieselerde. Selbst Secretions- und Assimilationsorgane. könnten gezeigt werden. : Sykora bemerkte, dieselben Be- obachtungen auch an der Kohle von Pinus .Abies gemacht zu haben. &öppert fügte bei, auf die- sem Wege liessen sich die Mono-, dann .Dicotyle- \donen am besten unterscheiden. — Grabowsky meinte, wenn die Epidermis" der Pflanzen bless aus Kali bestände,. wäre die Ausbeute an Kali sehr gering. 70. Boriwog Presl verlas Dr. Meneghi. nvs '„Conspeetus algologiee euganeı ,” “welcher wi; Abbildungen der neuen. Arten versehen ist, und in welchem’ eine neue Gliederung dieser. interes- , .‚santen Familie versucht wird, 71. Reichenbach theilie Nachricht von sei- ner „Plora germanica exsicenta” mit., : - 72. Schliesslich folgten Worte des Abschieds, 450 nl ' gegenwärtigen. r gesprochen” von: deni: iAsaiigen Präsidnten' N 8; von Esenbeck, in- welchen‘ sich’’derselbe"dahin aussprach; dass noch 'ih.kötner Verkanimlung” der Nätürförscher i Jan der botanischen. Section. «oviel ‚des Interessänten verhandelt worden sy; asia. der ERIOR m :Correspondenw . E sa gereicht. mir zum Vergnügen, Ihreb freünd- "schaftlichen: "Auıfforderi ing‘; Dia Bestihmtaliß" der Sy. BETY Aonymie' -der ' ii hiesigen ‚Gegend vorkommenden Grödus, Arten zu‘ “entsprechen. Allerdings ’hedürfen die‘ dafüber in- der‘ Anmerkung: zu: Nr ES 32 u und‘ 'ain:Schlusse - der- Nr. 5.8. 80:7 der öisjährt - . gen botanischen Zeitung: "enthaltenen Bemerkungen einiger Aüfklärung; dem so leicht‘ auch ı eine Wen wechslung‘ zwischen Orobüs versicölor" und’ älbus, der nahen Verwandtschaft und Achnilichkeit dieser Arten wegen, stattfinden kann, so iesse sich das Gleiche von einer oder der. andern derselben in Bezug auf ©, variegabus Ten,- ‚oder 0. tuberosus L. doch "schwerlich vermuthen. "Anm einfachsten’ dürfte | 'sich‘ ae. Sache ch Anfzählting der bei- uns eiüheimischeh Arten dieser der Zeit ihres Vorkommens aufhellen lassen. schönen Gattung | und Bezeichnung des. Ortes und '1. Zuerst ‚erscheint. Orobus vernus EZ. in lich- ' ten Laubgehölzen, in Gebüsch' und: Hecken., gar ' “ nicht selten 2. B. ‘im. Boschetto Farnedo, wo Sie ; ' jhn auch sahen, i in den: waldigen Thälern von Rojano 5 und i in- andern mit Wald bewachsenen Gegenden), & ee 77 Seine. Blüthezeit fällt in die Mitte April und: danert bis Anfang Mars. Er. koinmt sowohl ;auf "Thon- schiefer. als auf Kalkboden vor, liebt den. Jetzten jedoch weniger als’ "den ersteren, *) rn "2%. Orobus variegatus Ten. El. neap: co. pyre- naieus.:'Scop. Fl. car. p- 59. nach Standort: und Beschreibung.. 0. venelus :Dts: ‘rar. .pl.:hist.. ihb.«VA pag. COXXX. mit sehr kennbarer Abbildung. : 0. _ mültiflorus Sieb) kommt hin. und wieder im Laub-: ; _gehölze ,: jedoch viel seltener "als. die Vorige! Ant- vor, und..sucht Standorte, die‘ mehr‘. gegen :die ‚heftigen ‚Nordostwinde geschützt: sind ‚daher Heifft man ihn im Boschetto, ‘wo die Bora ziemlich. hauset, “ nicht an... Seine nächsten Standorte bei’Triest sind ein’ Wäldchen in Rojano, und der mit:Wald be- wachsene’ Theil’;des ‚grosseu Karst- Kessels Draga ‚bei dem Dorfe Orleg Ginder bot. Zeit.‘ Jahng. XI. 1. Bd, 8. 154 Valle. Rutte benannt). An beiden Standorten kommt er mit Medicago earstiensis, und ‘ \ im zweiten: besonders häufig und in Prachtexempla- “ *) Anmerkung. Einzelne, aus sche. beschatteten umd feuchten Standorten stauımende Exempläre des Ö. ver* aus, Bait besonders schmalen , langen und sehr züge- apitzfen Blättchen, wie ich deren aus, der Gegend des sogenannten finstern Sex!s. bei ‚Idria besitze, stellen ..den.O. ‚Maccidus. nach den; in. Reichenhach" s Flora‘ excursoria Nr.’ 3462. vorkommenden Angaben recht gut dar; ich wage doch. nicht zu entscheiden, ob es die ächte Art dieses Namens sey, halte viemehr‘ meine Exemplare. für eine dureh‘ die ‚Eigenthündlichkeit des ı Standortes erzeugte zulalige Abmormität, % 2 ö Fe | . ven: von 1£ bis 2 Fuss Höhe vor, Zum Unterschiede von :der ‘vorigen Artiliebt diese mehr den Kalk. boden, '‚verschmähet aber auch “den Thonschiefer ‚nicht, wie es das Vorkommen im erstgenannten Standorte beweiset,. Sie blüht um einen vollen "Monat später, und.entfaltet die ersten Blumen, wenn ‚die. Schoten “des Orobus "vernus sich bereits der - Reife nähern, "Nebstdem ‘ist O. variegatus an dem . gedrängteren Stande: seiner kleineren, zahlreichen 8 be) b 2 } "dachziegelförmig. über einander stehenden Blumen, — die auf lichtem Grunde dunkelrothe Streifen tragen, "and an der ‚festeren Substanz der breiteren, wenl- ‚ger dank: 'Zugespitzten 'Blättehen kennbar. :Da, wo beide Arten miteinander vorkommen, wie.z. B. in der! Orleger- Draga, ist es nach der Blüthe schwie- vig,, ‚sie zu-unterscheiden, denn da hei 0, variega- Zus. die: neisten. Blumen abortiren, und nur wenige ® davon Früchte ansetzen,!sa erscheinen. die Schoten ‚eben so vön einander entfernt als jene des O. vernus, “und ' bieten. sonst ‚auch keine "Verschiedenheit dar, : während andererseits. die Blätter des 0. vernus ! „mit dem Vorrücken- der Jahreszeit grüssere Festig- . ‚keit erlangen. % ö . O..variögatus ist in ‚dem wärmeren Theile des " Küstenlandes durchgehönds, jedoeh nur stellenweise ° “anzutreffen! Bei Görz traf ich.ihn unweit des "Dor- des "Saleano; in einer Schluekt rechts am Wege 7 zum Montesanto‘, anf 3 Höhe ungefähr — dann "jenseits. des Isonzo im Parka von $. Mauro’ häufiger. ' ‚Ferner kam er mir. auf. der Vremschza ‚Gora zwi. . } 458 : % schen Senoschetz und Vrem in Innerkrain ‚vor; "und diess: wäre die mir bisher ‚bekannte "Bördlichste. Gränze . Seines Vorkommens. ‚In, Istrien traf ich ‚ihn zwischen. Albona und Barbana im Thale del‘ nepans; am‘ südwestlichen Abfalle. des - Slavnig- Berges, dafın im. Gebüsche, vor‘ dem Eingänge. zu der sehenswerthen Grotte von Ospo und anderweg. > Weiter im Süden sah ich ihn im Gebirge von Eri« voscie im Kreise von Cattaro, und zweifle nicht, : . dass er längs. des ganzen ‚dalmatinischen Festlandes u anzutreffen sey. " ee u 1} Auiberogus L. and: zwar. die. Form mit niederliegendem Stengel, dieHos t.CRl. Austr; Vok ll: “pag. 322.) als_O. prostratus von’ der mit:aufrecht- ' stehendein, unterscheidet, ob mit Recht, könnte. ich nicht: 'sagen, da mir diese “letzte. nieht bekannt ist, Unsere, durch ganz Krain. gemeine Art ist, hinge-. gen ‘bei Triest die selteriste uriter allen. . Mir kam. Be : sie erst voriges Jahr in einem der innersten Thä-' ‚ler von Rojano, mit Orchis' maculata "und, ‚andergi - - ‚Pflanzen, die sehr ‚sehaftige, kühle Lage. erfordern, zu Gesichte. Da sie hier’ anf diesen. einzigen, "ver- “ borgenen - und sonst ‘wenig 'Auziehendes darbieten- den Standpunkt beschränkt. ist, so wird 83 begreif- 5 ‚lich, wie sie, bisher der ‚Aufmetksämkeit der Pflan- _ „zenforscher in. unserer. Gegend „entgehen konnte, " und ihr Vorkommen : daher als. zweifelhaft angege- ben -wurde. — In der Umgegend von Görz ist Or. . prosirabus auf:den waldigen. Hügeln yon Castagna- vizza , Pancwitz; Tusculano und. gegen Rrebaeino, 8 x e, 2354 wo der Boden durchaus thonig ist, gemein, Ebenso teifft man ihn auf den mit dichtem Walde bewach- senen Hügeln, die von St, Veit bei Wippach sich gegen Prevald zichen und von da an gosen Schloss Lueg einen Halbkreis um den Nanas "Pilden. Auf \ diesem Berge hingegen, sowie überhaupt auf Kalk, % - habe ich ©, prostrafus niemals gefunden. 5 So beständig nun derselbe dem ’Thonhoden folgt, ebenso treu bleibt Im Gegentheile dem Kalkboden 4, - Orobus versicolor. Gmel. (nach Reichen, FI. exeurs. Nr. 3470. und Koch’s Syn, pag. 20%. beide nach Exemplaren aus unseren Gegenden). Un- streitig ist diess die zierliehste der bei uns var. kommenden Arten; sie fehlt auf keiner nur milssig fruchtbaren Wiese des Karstes nach seiner ganzen Länge von Materia und Basorizza bis Duino, und Breite von Opchina bis jenseits Sessana ; Ihre Blüthe- zeit fällt in.die zweite Hälfte des Mai und währt bis zur Hälfte des Juni, Auf besserem und ge- ‚düngtem Boden, wie im Lippizer Gestüts-Walde, | prangen die Blumen mit lebhaften Farben, das Vexil. lum ist karminroth, Flügel und Schifichen schwefel- gelb: auf magerem steinigem Boden bleiben diese _ Farbenschattirungen schwächer, oder verlieren sich, so dass die Binmen kaum einen gelblichen Anstrich haben, oder ganz weiss erscheinen; und da zu. gleich die auf solchen Standorten wachsenden Pflan- zen schwächer bleiben, und die Verästung weniger merkbar sich ausspricht, so tritt bei denselben sehr grosse Aehnlichkeit mit O, alöus ein; daher es ge- = kommen seyn mag, dass ‚unser Orobus für O, albus gehalten wurde. Die, ächte,. in Niederösterreich vorkommende Pflanze dieses, Namens hasitzen wir hier nicht. -Uebrigens ist O. versicolor meines Wis- sens, in. unseren Gegenden ‚auf die Bergfläche des Karstes beschränkt. Weder am diessseitigen Ab- hange gegen das Meer, noch am jenseitigen seen Krain babe ich ihn jemals gesehen, | So schön sieh 0, zersieolor einlegt,, und, die “Färbung der Blumen nieht minder als das frische Grün der Blätter bewahrt, daher dem Botaniker ‘doppelte Freude verschafft, ebenso sehr findet. das Gegentheil bei dem in lebendem Zustande‘ blaulich- grünen, getroeknet stets schwarz werdenden 5. Orobus niger statt. Er schliesst die Reihe der Triester Orobus-Arten, sowohl in’ Bezug auf ‘die Zeit seines Erscheinens, als hinsichtlich der ‚Schönheit und Seltenheit: Man triff ihn “in, allen unseren Laubgehölzen . an: auf Thon- ebenso, wie auf Kalkboden, doch "vorzugsweise und üppiger auf ersterem. ! : - : . Will man zu dem Gebiete der Hiyeheeikünten- .. ländischen Flora, nach. den von der Natır vorge- zeichneten Grenzen, den Wasserbecken des Isonzo in semer ganzen Ausdehnung mit allen sich in den- selben ergiessenden Bergwässern und den Gebirgs- abhängen, woher diese kommen, ziehen, so ergeben sich dadurch noch folgende’ schöne Orobus - Arten \ - für diese Flora: . u 6. Orobus Iuleus (0. montanus Scop, Fl. carn TI. # en \ page. 60. “Tah. ai, sehe ittelmäsig, 0: Lestgatus Waldst. & Kit.) kommt auf‘ der Höhe des. Nanas- Berges . oberhalb. der. St; Hieronymus - Kapelle und \ ‚weiterhin. im Buchenwalde häufig ' vor, und auf‘ an- : deren Gebirgen mittlerer‘ Höhe; ich, habe ihn - ‚auch aus ‚der. Kobila beildiia. Val m Orobus Clusü Spreng. -sysl. ( Vieia oroboides Wulff. in‘ Taca. Collect. , Waläst. & Kit. und ‚Koch’s. Sm) ebenfalls in der ‚Hochwaldung des - Nanas, jedoch ziemlich selten, häufiger anf der Nordseite des Vremschza Gora und anderwärts in waldigen Berggegenden.. j 0 'Ich benütze diese Gelegenheit, um, Ihnen ein Exemplar. Yen Galeopsis “anyustifolia mitzutheilen, welches eine merkwürdige ‘und "wie. mir scheint seltene Anomalie: därbietet.. Sie sehen ‘nämlich. die an dem .obern Zweige. öhtfaltete Blame: regelmässig, Zünftheilig, und mit fünf. vollkommenen’ Staubfäden . versehen ‘(eorolla regulariter hypocräteriformis, Aubo \ eylindrico, elongato, imbo qüinquefido, lacinlis ovatd- ‚'oblongis, in vivo „concavis); die inneren. Blumen- ' theile wolite ich nicht untersuchen , um dieses ein- zige Exemplar zu schonen. Zwei an dem’ untern Zweige befindliche Blumen haben ganz den gewähn- lichen Bau der Labiate dieser Art, die übrigen ' sind noch unentwickelt. - Ich fand die Pflanze in der Nähe von. Görz, wo diese Art auf Kiesgrund an: Wegen; "Ackerrändern n. s. w.. Ausserst gemein “ist, :So sehr ich später nach. Ähnliehen Abweichun- gen ‚suchte, konnte ich keine derlei melir antreffen. Triest, ur 0 Tommassini. Alle geheine botanische Zeitung. | Nro.. 29. Regensburg, am %. August 1838, I; Original - Abhandlungen. | Beobachtungen über die Gattung Erysiphe .DetC,, „Alphitomorpha Wealir. ; ‚von Obersibergrath. und Gewehrfabrikdirector von Veith, Hiezu die Steintafel I) "Auf inelier mit, jedem Spätsommer beginnenden. Jagd nach mir noch fehlenden Arten der alten Gat-, "tung Erysiphe oder der neuen Alphitomorplia, welcher ', ich seit dem Jahre 1808 mit besonderer Vorliebe und nicht olne Glück mich, widme, hatte ich in den ° letzten Tagen des Septembers 1832 auf den Blät- tern der Prunus: domeslica ‘einen Pilz “entdeckt, welchen ich nach einer :an Ort und Stelle 'vorge-. "nommenen Untersuchung, ungeachtet einiger nicht unbedeutenden Abweichungen, . : für eine ‚bis jetzt unbekannte Art jener Gattung erklären zu müssen "glaubte. Das Zusammentreffen ‚seiner Entdeckung mit dem unseligen Zeitpankte, wo unsere botan, ” Gesellschaft ihren unvergesslichen Präsidenten, den allverehrten Grafen von Bray, verlor, schien mir eine Aufforderung, durch die Bekanntmachung die- ser Pflanze an dem Tage seiner Todesfeier in un- _ serer Mitte (den 24. Oct.) meinem vjeljährigen Gön- . Flora 1838. 2. . _ P£' x Bi | ” @ ner und, ‘ich darf sagen, Freunde meine © Ehrfurcht zu bezeugen, und ikm. durch ihre Benennung nach "seinem gefeierten Namen. ein ‚neues ‘Denkmal: zu ‚stiften. 5 "Wenige Tage schon nach dem Vortrage mei ‚nes zu diesem Zwecke darüber verfassten Äufsatzes erhoben sich über die Versetzung jenes Pilzes zur Gattung Erysiple,, besonders von Seite unseres so "scharf in die Natur blickenden Hrn. Directors Ho ppe Bedenklichkeiten: Um klar zu werden; wurde der- selbe samnıt Zeichnung. und getrockneten: Exemplaren ‘dem später hieher- gekommenen. tiefen Naturforscher Ritter v. Martius um gefälliges Gutachten zuge- stellt, .. Dieser äusserte, sich, unterm 14. Nov. „aus ; Mangel an Zeit und an literarischen Hülfsmitteln" über. meine Ansicht i im Kurzen dahin: „Die Gat- tung Erysibe, wie sie in neuerer Zeit ‚festgestellt worden, und wie:sie‘ "namentlich Greville in‘sei- ner FI. scotica erypti- mit trefflichen analytischen Zeichnungen: erläutert hat, isst sich durch ein Spo- rangium globosum doriaceo-membranacenm, sporan- giola plura continens atque filis periphericis ‚yaria forma horizontalibus radieatum eharakterisiren.. Sie. gehört eigentlich zu ‚den einfachsten - Formen der Bauelipilze: Gasteromycetes us. w.— Jene Pflanze . scheint mir zu den Hyphomycetibus : : solidis opucis, oder ‚zu den Byssis. zu gehören, "Eine genauere ; Untersuchung,” nicht des grumösen, gleichartigen x und ohne Zweifel keine Sporidia enthaltenden Stro- ma — sondern der Enden. .der Floccorum, welche hier so Kusserst- elegant gestaltet. sind, wird ‚nach- weisen, ob Sporidia inspersa siinplicia öder, septata - vorhanden .‚seyen ‘oder nicht.” "Zu .:dieser: Aeusserung mochte, "wie, ihr. Jnhalt, nicht undentlich..zeigt,. nicht nur. die in einem we- - sentlichen 'Kenhzeichen abweichende Gestalt des ‚Pilzes, sondern auch, ‘und vielleicht noch mehr, . ‘s meine frühere Angabe. veranlasst haben, dass ich bei deibselben . weder ein. Siroma bemerken, noch - - - Sporangiola entwickeln konnte. . So hohe’ Achtung. ° ich Laie für ‚alle. Priester. der. Natur überhaupt und: ‚für: Hrn. Hofr.. Ritter. v.' Märtius persönlich. hege, so schien mir. doch dureh. seine Gegengründe " mieine Ansicht : noch. keineswegs als irrig erwiesen. ; Am: wenigsten kannte ich aus Erfahrung in den Einden- der. Floecorum das.zu ‚finden hoffen, was Hr. y. Martius darin vermuthete. . Allein misstränisch auf meine Fähigkeit in solch „schwierigen «Analysen, aber auch. begierig .nach Belehrung, ersnehte, ich die botanische Gesellschaft, - einen.-in dieser Abtheilung der Pflanzenkunde be- währten.. Botaniker, als Schiedsrichter zu erbitten. Es wurde hiezu der in dergleichen Untersuchungen so vorzüglich geübte Hr. P Prof, Dr. Kunze in Leip- zig 'auserschen. Dieser antwortete unterm 22. Octo- ber 1833 mit den wenigen Worten: - „Ich sehe wohl den. Hypothallas einer, Alphitomorpha., ‚aber- - keine Früchte. » : Zugleich theilte ich, um nach der Rechtsregel auch meinerseits "einen. Schiedsrichter zu erbitten, «“ A460 Hrn. Dr. Unger in Kitzbühl einige mis dem zwei- felhaften Pilze reichlich bedeckte Blätter mit, um auch von diesem erfahrnen und scharfsichtigen My- kologen ein Urtheil zu erholen. Von ihm erhielt : ich schon den 3. April 1833.die Antwort: „Auf den ersten Blick blieb mir kein Zweifel, dass dieser Pilz eine Erysiphe aus der Verwandt- schaft von E. penicillata sey. — — Das Peridium ist diek-fleischigzellig. Das Peridiolum wenig: klei- ner und zur ein einziges, welches .acht zusammen- gehäufte Sporen enthält. Ich. glaube nicht, wie .H. Mohl, dass die in den Sporen deutlich erkenn- baren Zwillings- Kügelchen Oeltröpfchen seyen, — Die Haut des Peridiolams ist einfach und zart und ‘die Sporen sind Bildungen seines anfänglich gru- mösen Inhaltes, Diese Art. von Erysiphe ist aus- gezeichnet und schön zu nennen. Da’ noch keine Abbildung davon existirt, so babe ich zu Ihrem beliebigen Gebrauche beiliegende Zeichnung ent- worfen.” , Diese. Verschiedenheit der Resultate aus den, Untersuchungen zweier gleich geübter Analytiker . erklärt sich, meinen späteren Erfahrungen zufolge, dadurch, dass Hr. Dr. Kunze, sowie früher ich, unreife, Hr. Dr. Unger reife Sporangien zufällig . der Prüfung unterwarf. Was Hr. Hofr. Ritter v. Martius anstössig. gefunden, wäre sonach beseitigt; was .er zur Auf klärung gefordert, nunmehr gegeben. Ich könnte ' “also auch als ausgemacht annehmen, dass der im’ 461 Sireite befangene Pilz, wenn nicht zur Gattung Erysiphe oder Alphitomorphe, auch nicht zu einer der von ihm bezeichneten Gattungen gehöre. Allein ich betrachte mich als zu wenig unterrichtet und als Botaniker zu tief stehend, um mich der Ent- scheidung anzumassen, und äppellire hiemit, da die Sache nun einmal se weit gediehen ist, um stren- gere Untersuehung an das botanische Publikum. Es gilt ja die Wahrheit; und: Wahrheit, auch in den kleinsten Dingen, ist heilig. Deu Richtern den Spruch zu erleichtern, will ich ein möglichst ge- naues Bild des sireitigen Gegenstandes nach dem ‚dermaligen Befunde entwerfen, und meine Bedenk- lichkeiten gegen die bisherigen Einwürfe vorlegen. Es wird mir gütigst nachgesehen werden, wenn ich dabei zuweilen vom Besondern ins Allgemeine hinüberschweife. Um meinem Pilze den ihm von mir angewie- “ senen Platz zu vindieiren, muss ich meine Dar- stellung notbwendig bei dem Character genericus der Gattung selbst beginnen, — Sowohl &reville als W.allroth gründen ein vorzügliches Merkmal der Gattung Erysiphe oder Alpkitomorpha auf das Sporangium filis peripherieis horizontalibus radica- tum oder das Pyrenium capillitio peripherico - ra- diante suffultum. Wenn man das Wachsthum aller ‚Arten dieser Gattung von ihrer Entstehung bis zu ihrer Vollendung durch alle Stufen becbachtet, so wird man durchgängig finden, dass die Theile.der- selben, welche bald fila, bald fulera, bald capilli- mn . u. tum u. 5 w. genannt werden, sich erst "ziemlich spät entwickeln, und. vom ersten‘Momente an bei. nahe bis zur erreichten Ausbildung: mehr ‚oder we. u niger ‘gegen den Scheitel des Sporangiums oder .. Pyreniums empor gekehrt sind,’ Sehr- viele. Arten ‘senken sie dann, ‘andere .(z. B. Alph.bicernis, und Alph. tortilis W.) 'behalten.-ihre Richtung nach 'auf- ‚wärts fast unverändert hei, und noch andere (z.B, A. gutiata und, besonders, A. iridaetyla W.) heigen > oder ‚drücken! sie so tief und gewaltsam gegen ihre Basis, dass sie das Sporangjum oder Pyrenium vom Stroma losreissen und also, wie:die ersten, nichts » weniger als horizontal ausgestreckt: sind. Die Ans- ‚drücke; . Sporangium.filis ‚harizontalibus. radicatum „and. Pyrenium: capillitie suffultum., sind also, wenn ja; wenigstens nieht durchaus: richtig. - . ‘Anders verhält es sich freilich mit dem Ansitz. Pinkte jener "Theile. :Bei: den meisten Arten kom- mei sie'zwar in der. N& ähe'.des grössten horizonta- ‚Sen Durchmessers Ües.Sporangiüms .oder. Pyreniums . hervor; an der meinigen ‚hingegen 'sitzenssie dicht am Scheitel. ‚Allein schon kann mail. bei A. bicar- nis und ‘A, fortilis W., wo sie in "mehreren Reihen übereinander steken, eine- ‚Annähefung der obern "Reihen. gegen den ‚Scheitel ‚bemerken; Ja 5: bei A. tridaotyla W. ‚findet «man :nicht‘ selten “einen und . „auch zwei ‚dieser Strahlenfäden (Becker’s) beden- tend gegen’ denselben vorgerückt, wie sich’ im Ge- . gentheile bei: meinem Pilze ebenso oft einer.oder ‚zwei. ‚davon Bienlich v weit, entfernen. Und hat man \ en En * in.der Folge "strablenlose Pilze‘ wegen der’ Gleich- förmigkeit. "ihres innen Baues, mit der Gattung ‚Erysiphe "oder ‚Alphitomorpha- zu’ vereinigen und. hiernach (Walle. comp. Fl. germ. T. IV: p: 7533 ° ‚den ursprüglichen Character genericus abzuändern keinen Anstand genommen ; 'warumksollte es Schwie- -, vigkeiten haben, jetzt auch- nöch einen neuaufge- ‚fandenen, mit Strablenfäden‘ begabten Pilz von der “ nämlichen ‚Janern Beschaffenheit, "bloss weil diese nicht an der sonst. gewöhnlichen Stelle aufsitzen, in jene Gattung aufzunehmen ‘und die Merkmale auch auf ihn passend festzustellen? Die Klassifika- Hionen and ‚Diagnosen haben im Verlaufe der Zeit schon so viele Abänderungen erlitten, und. sich. - wahrlich "im ganzen Gebiete der ‚Naturgeschichte. ‚noch‘ nicht. zu der Evidenz der mathematischen " ‚Sätze "erhoben... - 4 Man hat: auch eingewendet, ‚dass man wegen des so abnorm veränderten Sianitpunktes der Strah- ‚lenfäden ‚notkwendig eine "andere: Beschaffenheit im Wesen der Organisation voraussetzen: müsse. Hrn. Dr. Unger’s Zergliederung‘ hat diese’ Voraussetzung nicht, "wohl aber das Gegenfheil‘ bestätigt. Es war "auch ‚kaum ätders zu erwarten, da; was zu selber "ungleich mehr 'bereohtigen konnte, -sirahlenlose Pilze- ” sich früher . schon ‘als nach ihrer Innern. Organisn- i tion hicher: ‚gehörig erwiesen‘ “hatten. Die‘ Anwesenheit eines, - obgleich Eusserst. Zar- ten, aus’ wenigen. kurzen durchsichtigen Zaserchen “ ‚bestehenden Stroms, welches man nur durch einen A & vo E Y FT Ba günstigen Zufall. "zwischen: der "noch nieht so sehr ‚vorgeschrittenen , allem. Anscheine, näch.’ von. der ‚ Einwirkung, des: „Bilzes: ‚auf die Orgänisation des “ Blättes veranlässten. "Hivsuties deäselben zu ent '.deöken: vermag‘, ‚dürfte vollends‘ die letzte Bedenk. "lichkeit über: die, Stelle: des: Pilzes: ‚im Systeme, be. sehwichtigen. Die. mannigfaltigsten ‚Abstufungen :der Dichtheit . des Stroma bis beinahe zum Vers ‘‚sehwiniden ‚bei den verschiedenen Arten sind übri- „„.gens, zus ‚auffallend, . als dass sie’dem mehrere Arten dieser Gattung’ "aufmerksam ‚untersuchenden Myko- Den ‚unbekannt geblieben. seyn ‚können‘: . Bevor ich hierauf eingehe, muss ich noch Ei- niges über ‚den. innern ‚Bau der Gättung Erysiphe .oder Alpkitomor, pha vorausschicken, was’ ‚den: ‘Natur. forsehern bei.der gewöhnlichen: Art ihn aufzuschlies- - sen, entgangen zu seyn. scheint. Um diesen. kemien "zu lernen ; pflegt, wian- das Sporangium. oder Peri- ‚dium, zwischen -zwei ‚Glasplatten - -behuisam zu zer- '.quetschen. Diese; Methode: ist: zwar. ‚bequem und Jeicht _ ausführbar,. ‚belehrt aber nur, im besten Falle, % über. dessen. Inhalt, keineswegs über die. Construe- tion des Innern. ‚Baues..: Zu. ‚diesem Behufe wählte : ich einen andern, freilich ungleich. mühsamern aber, wie: “ich glaube, anch ’ weit; 'sicherern Weg: ich sehliff eine feine zweischneidige Nähnadel möglichst "scharf, und versuchte damit ein Peridium‘ von Ery- : siphe. guttata Waltr.,: ‘das. ich "der beträchtlichen . Grösse wegeit: vorzog, von Oben nach Unten, d. i. ' ‚senkrecht divch den Mittelpunkt:durchzuschneiden. &> e " Freilich ist es, mir nur.nach vielen: fruchtlösen Be- ‚mühongen ‚gelungen , : meinen; Zweck zu Erreichen, ‚aber desto vollständiger. ‚und. überraschenden. „wär der Erfolg.:.' un le Be u “ Burch' einen verunglückten Schnitt £.deckte sich \ „zuerst: auf, ‚dass das Peridium aus drei dicht anein-: ander geschlossenen Häuten besteht, : Die äusserste ist runzlig, vielleicht geadert, ‚sehwärzlich- braun und fleisehig- lederartig, dig. 1: aa)r- die; nächste ‚daran dunkel-rostbraun und zähe- fleischig tFig.1:bb.); : die innerste) 'unrein-gelb', söhr’zart iind. wie: perga-. mentartig . Fig ed Eis; stimmt. -also- in: dieser Hinsicht mit, den Samenlickleidungen. den, meisten en überein, - ‚Nach mehreren vergeblichen Versuchen erschloss :talr, endlich ein. Durchschnätt. dicht. an der. senk- ‚Yachten Achse auch den inhern Bau eines solchen -Peridiums in seinem natürlichen Zustande;;. In dies’ :sem ‚sind die. Peridiola:'oder.Sporangiola, ziemlich. . grOSse.,. Jänglich - biraförnige,. brämnlich.--gelbliche Bentelchen, welche am -dünnern Ende: ‚plötzlich in © „einen. kurzen: etwas gekrümmten Stiel .oder vielmehr Fortsatz auslaufen (Fi ig. 2)... Mit: ‚diesem. ‚Stiele sind ‚sie am. Umfange: des Sporangiums "oder ‚Peridiums "rund ‘herum; befestigt, "und, mit. der stärksten Ver- "diekung: des. ‚birnförmigen Theiles sich ‚gedrängt be- ‚ ‚rührend, ’dergestalt gereiht, dass das gerundete Ende | ‚ desselben - ‚gegen die‘ Achse‘, ;gekehrt” ist (Fig: 3). ' Die -Sporangiola liegen: also. im Sporangium. dia. ‚metral. gegenüber. Im “Mittelpunkte bleibt. dazwi- . 408 schen ein nicht unbelrlichtlicher freier Raum (Fig. 4.) Gewöhnlich enthält jedes derselben sechs sogenannte Sporen, ‚welehe verhältnissmässig eine ziemliche Grüsse haben, einer Iangzestreckten stark gedrück- ten Ellipse ähneln, und mit einer gelblich-braunen dicklichen Feuchtigkeit erfüllt scheinen ig. 2 übrigens anduwehsichtig sind, Den aus dem Innern des Sporangiums anf dessen Scheitel hervortreten. den Utrieulus hyalintes (m. s. Naturgesch. des Hucor Erysiphe L. Wallrotk, in den Verhandlungen der naturforschend, Fr. in Berlin, Bd. LH. 1.8.22, u. 43) beobachtete ich zuerst im Spätsommer 1308 . und dena ‚unzählige Male durch alle Alterssinfen, Er erscheint schon um die Zeit, wo sich. die Strah. ienfiden zu entwickeln beginnen, ähnelt in der äussern Überfläche Anfangs der Frucht des Rulm ‚eesius oder ideus. (ag: 6), wird dann allmählig glatt, und bleibt vom Anfange bis zu seinem Zer. platzen und Einsinken” durchsichtig. Sein Inhalt. besteht ganz aus einer dünnen, schleimigen, farb- . lösen Flüssigkeit, Was bisher alle Mykologen unbezweifelt al Sporen erklärten, wage ich Uneingeweihter als so- genannt anzusprechen und daher in Zweifel zu ziehen. Dazu bewegt mich folgender Versuch. Um zu erfahren, ob das Sporangiom dureh wiederholte. Vertroeknung an Sonne und Luft und Wieder- anguellung bei Regen und 'Thau sich, wie immer, ‚zu Öffnen vermöge, setzte ich ein vollkommen reifes Sporangium eben dieser E, gullata unter abwech-, 467. selnden Benotzungen der heftigsten Bonnenhitze aus. Am zweiten Tage barst dasselbe am Bande, und ergoss mit grosser Heftigkeit und Schnelligkeit in _ Gestalt einer Thräne in das umgebende Wusser " eine, schwärzlich - graue sehleimige Flüssigkeit, wel- ehe: mit unzähligen schwarzen, äusserst zarten, un- durchsichtigen runden Körnern gemengt war (Fig.5.). Bei den Untersuchung dieses Sporangiums zeigten sich. die Sporangiola und die vermeintlichen Sporen verschieden zerschlitzt und die “letztern entl&ert, durchsichtig, licht - gelblichbraun und ‘nur durch ihre Farbe und den Umrviss noch erkennbar. ' Soll- ten nicht vielmehr diese Körner die eigentlichen Sporen; d. i. die keimungsfä ihigen Theile des Pil- zes, und: in. den sogenannten Sporen von einer be- ‚sondern häutigen Umgebung eingeschlossen seyn? — Die ‚Bestätigung dieser Beobachtung und daraus . abgeleiteten Ansicht würde offenbar zu. manchen bisher vermissten.Aufschlüssen über die Währschein- ‚lichkeit. und Art ihrer Fortpflanzung führen; sie - hier weiter zu verfolgen, liegt ausser dem Bereiche meines Vorhabens. ‚Dieser Versuch widerspricht freilich der Angabe des Hin. Dr. Wallroth cm. s. u Compendium Flor. german. Sect. H. T. IV. S. 753 > welcher ‚den. Inhalt ex vertice dimoto hervorbrechen "lässt. Allein alle meine Bestrebungen, die Eintlee- zung der Sporen in,der Natar zu "beobachten, ‚wa- ‚ren in 30 Jahren finchtlos. Im- Gegentheile "sah. ich, ‚dass die Sporangien bei starkem Begen, ‚nach nächtlichem Froste u. s, w. grössientheils verschwun- v den: Ayiren u aber: aueh, ‚dass sie bei anhaltender Kwarmer Witterung" in Heöken "auf der Oberfläche der‘ Blätter des‘ "zwrischen Haselstauden (Corylus arellana); stehenden ‘schwarzen Hollunders (Samt. nigra) “ünd des gemeinen Hartriegels (Ligustr. vu. :gare)) ‚ohne. mindeste Spur von Stroma sich ange ‚ siedelt und mit den ‚Spitzen der steif ausgebreit«. .- 'ten 'Strahlenfäden’ in selbe eingesenkt und befestigt hätten! "Dasselbe gewahrt‘ man "sogar, wenn nicht ‚bei ‚allen, doch.den meisten Arten, sobald sie sich von dei. durch: die Natur ihnen angewiesenen Seite des ‚Blattes auf die entgegengesetzte ausdehrien .@. B. auf: Lönicera. Tartarica). . -Beyor ich zu meinem: Pilze zurücklichre, muss . ich nach die Aufmerksamkeit. auf eine Entdeckung lenken, welche ganz‘ in Vergessenheit gekommen | zu seyn. 'seheint, und deeh für meinen Gegenstand “ von der.höchsten Wichtigkeit ist, Er.Dr v’Scchlech- tendal. hat: m dem Anhange zu der vortrefflichen .Abkändläng‘ des Hmm. Dr. Wallroth über. das Genus Alphitomer; pha (m. s. Verhandl. ‘der. Gesellsch. naturforsch, Freunde in Berlin, Bd.L HR. 18.49 ‚auf die Verschiedenheit‘ ‘des Sporangiolums in. den bisher‘ bekaunten’Arten dieser Gattung ‚aufmerksam . ‚gemacht, und gezeigt, dass D) selbes bald- als einem „einzigen, meist ovalen, zuweilen etwas birhförmigen, wasserhellen. Sacke, bald 9 aus mehreren‘ kleinen, ovalen ‚oder. birnförmigen; meist hellbrännlichen + „seltner wasserhellen Beütelchen bestehe, in deren. 8 Jeden 4 die Sporen (dort meist 8, doch auch 6 oder 1, 469 | - bier - gewöhnlich 4) liegen. Diese Schrift wurde _ mie leider zu:spät bekannt, um. auch‘ ein Sporidium - ‚oder. Pjrenium: aus ‘der ersten ‚Abtheilung ‚nach. meiner Weise zu untersuchen — und jetzt: versagen mir. meine geschwächten. und leidenden ‚Augen. dazu. ihre Dienste. Es war vielleicht nicht! ganz wohl gethan,. dass man, nächdem der unterscheidenden ‚Merkmale. bei dieser Pilzgattung ohnehin- so ‚wenige sind, und bei mancher andern: Alles, oft bis in das _Kleinliche. berücksichtigt, wird, auch noch dessen Vorsehlag, die Arten hiernäch ‚in Abtheilungen zu, bringen ;:vernachlässigt. hat, „Meine Pflanze dürfte neuerdings zu desselben Beachtung, und dringend - auffordern... "Ich ‚lenke nun anf meine, Pflanze ein... 12 . 5. WBSchluss folgt.) . "aL. Anzeigen ezsiceata ist leider nach Erscheinung der ersten Centmwie ‚oline Fortsetzung 'geblieben, theils weil ‚Hr, Hofrath Reichenbach, mit andern Arbeiten ’ überladen ist, und. dann’ auch, .weil diese erste, Centurie nicht die ‚gehörige Abnahme gefunden hat. “Der :dringende Wunsch, ein. so schönes Unterneh-- men nicht ins Stoeken gerathen zulassen, hat mich’ veranlasst, der ehrenvollen Einladung an demselben Theil zu nehmen, zu folgen, und ich bin der ge- wissen "Hoffnung, dass auch. andere Freunde der Kryptogamie dieses Gefühl theilen und uns nach besten Kräften unterstützen wollen. ' Ich. betrachte dieses Unternehmen als ein rein oe * 1... Die zweite Abtheilung der Flora germanicn \ E 40 5 ir aus wissenschaftlichem Interesse hervorgehendes und als einen Verein von Freunden der Botanik, dis auf eine möglichst leichte Weise ihre Vorrfithe und Beobachtungen gegenseitig austauschen wollen." Auf diesem Wege kann das Unternehmen fortgehen, wenn nur die Auslagen für Druck, Papier u, ». w. durch Verkauf gedeckt werden. Kommt dasselbe zu Kräften, sa lassen sich dann „uch baare Aus Iagen für besonders schöne und wünschenswerthe Arten machen. Die Anzahl der einzusendenden Portionen von jeder Species sind auf 100 (statt früher 150) fesigesetzt. Da wir die Centurien mög. "Hichst reichlieh und mit vollkommenen Exemplaren auszustatten wünschen, so bitten wir darauf Rück- sicht zu nehmen, dass die Früchte vollständig sind und besonders keine unterscheidenden Theile man- geln. Die Einsendungen und Versendungen werden . am leichtesten und wohlleilsten durch "en +Buch. handel gehen und von dem Hrn, Friedrich Hof meisier in Leipzig besorgt werden. _ Alles was auf anderm Wege an uns kommt, müssen wir uns portofrei erbitten. Die Vergütungen durch Uente- rien riehten sich nach der Seltenheit der Arten, ‚so dass für eine seltene Art & 100 Portionen eine Ceniurie gegeben, für minder seltene oder auch gemeinere Arten aber 2—4 Arten erwartet wer- den. Das Einlegen kleiner Formen geschieht am geschwindesten und sichersten in Papierkapseln. Die Freunde und Sammler von Kryptogamen ersu- : che ich, auf dem oben angezeigten Wege oder auch } s . 471 -in frankirten Briefen ein Verzetchniss der. Arten einzusenden, welche dieselben liefern können, aus denen dann ‚eine Auswahl getroffen und dabei auch das Verhältniss der Vergütung bestimmt werden soll, In die Centurien wünschen wir soviel, als mög- ' Jich seltene oder kritische Arten aufzunehmen und "an diese nur die gemeineren nach und nach anzu- reihen, wo es.die Zusammsnstellung der Arten- gruppen erfordert, Bei variablen Arten wünschen wir immer die ausgezeichneten Formen zu geben, es sollen aber dabei nur die in der Nummer weiter - zählen, die von Antoren als Arten aufgestellt wor- den sind. Hinsichtlich der Artenbestimmungen bal- ten wir dafür, dass sowohl eine zu weit gehende. Sonderung, als auch ein zu starkes Zusammen-, ziehen, "aus Mangel an. gründlicher Beobachtung. ‚ entstehen kann, Die Natur will sorgfältig und ohne vorgefasste Meinung betrachtet seyn; manchen ihrer Formen ist ein weiter Spielraum gelassen, andere sind auf sehr enge Grenzen beschränkt. Unserm Zweck wird es aber am besten’ entsprechen, für genaue und richtige Bestimmungen zu sorgen und es einem jeden Forscher selbst zu überlassen, was er von so. manchen zweifelhaften Arten zu halten geneigt ist. Dabei bitten wir um die genauesten \ Beobachtungen im Freien und um Mittheilung der-- selben, . welche, wenn sie gediegener Art sind, jedesmal beigefügt werden sollen auf den Etiquetten, ‘Mit dem Wunsche, dass eine recht allgemeine 'Theilnahme eine baldige und ununterbrochene Fort- 472 ‚ setzung des kryptogamischen Theiles der Flora germ, exsice. möglich machen möchte, verbinde ich noch die Bemerkung, dass Sch auch bereit bin, die ein. gesendeten Beitri ge zum Wheil durch Pflanzen aus Grünland und Labrador zu honoriren, Herrahut in Sachsen, 3.6, Breutel, 2, Ber zweite Band von Reichenbach Ieones Flove germaniere ist an Östern a, ©. im Ver- lage von Unterzeichnetem vollendet und an die Theilnehmer des Werkes versendet worden. Er enthält auf 102 Kupfertafeln und einer Titelrignette sämmtliche deutsche, wildwachsende Kreuzblüthen, an der Zahl 331. Diese natürliche Familie hat anch den besondeen Titel: Teiradynamme seu Crucilere cum Resedeis in Flora germaniea exemvs, recens, auch, Lud, Reichenbach. Der Preis ist, mit schwarzen Kupfern, $ Thlr. 8 gr. (15 Gulden); eolerirt 15 Thir, 27 Gulden). Der dritte Band wird noch im Laufe des Jah- ves 1838 ausgegeben werden, Er enthält die natür- | ‘ Beken Familien der Papureraceen, Violaceen, Cisteen - u. s. w. anf 100 Tafeln. Die Reihenfolge der Fa- milien wird nach der Anordnung in der Flora excur- soria mit derselben Numerirnng der Pflanzen fort- gesetzt werden und vom Ende nach dem Anfange zurückkehren, so dass zuleizt die ganze deutsche Flora in einem Kupferwerke dargestellt seyn wird; ein Unternehmen, vwreiches in seiner Art einzig ge naunt werden muss, Leipzig. Fr. Hofmeister. {Hieza eine Steintafel) Allgemeine botanische Zeitung. nn ———— Nro. 30, Regensbirg, am 14. August 1838. I. Original - Abhandlungen. Beobachtungen _ über die Gattung Erysiphe Det, _ Alphitomgr, pha ‚Wallr.;. von Obersibergrath und Gewehrfabrikdirector von Voith. : a (Schluss). Nas Dr. Un ger s Zergliederung meiner Ery- Siphe' oder Alphitomor pha geht‘; hervor, dass sie zur ersten "Abtheilung Schleehtendal's gehört. Es ist daher’ nach Wallroth, wenn dessen Character . genericus, was schon zum Theil wegen dessen - A bicornis, noch mehr aber wegen A. tortiilis noth- wendig seyn dürfte, in Beziehung auf das Capilli-" ' tium gehörig abgeändert, ‚und dabei auf die innere . „Beschaffenheit Rücksicht genommen wird, ihr CHARACTER SPECIFICUS ig. Ta. b3: L. Sporangiolo unieo. ° a) Sporangiis (Pyreniis) capillitio einctis (capil- htio distineto suflultis?), * Radis capilliti apice figurgtis. “A. eu E) sporanglis (pyrenüs) minutis spar- sis, plerumgue hypo-rarissime epiphyllis, globosis, 'coriaceo-membranaceis, serius fuseo-nigris, nitidu- Flora 1838. 30. Gg 474 is, demum sponte ı desilientibus; capillitii elengati rodiis 3-—4, raro 5 verficem coneavinsculum spo- vangli eireumsedentibus, supins longitadine inzequa- libus, rigidis, eonstanter vectis strietie, subeylindri- eis, nune hyalinis nune aut ex parte aut omnino Iatice vufescente faretis, In apleem primo diseoideum margine alternatim latius aut profundias emargina- tum, sensim (ad inelsurss latiores aut profundiores) in 2— 4, rare 5 repetitas furcas (dichotemias) abeun- tem terminatis; spoxis @, speridiolis?} S ellipti- eis biecellatis,*) stromate tenuissiine vix gonspiene, va- dienlis fibrillesis pareis brevissimis hyalino-diaphanis, Da A. iridactyla VWrth. nicht, wie die Diagnose besagt, ausschliesslich zur mit drei, sondern, we nigstens in den um München und an andern Orten Bayerns zahlreich gesammelten Exemplaren, ebenso oft und vielleicht noch öfter mit fünf, meist mit vier Sirahlenfäden'* umgeben ist (Fig. 8.3, und diess ‚an der Spitze 1 in beiden Arten genau gleich gestaltet sind, so hat. sie in Hinsicht dieses Theiles mit meiner neuen Art eine solch auifallende Verwandtschaft, - dass man, gestützt anf dieErscheinung, die nümliche Art der Alphitomerpha auf allen Mutterpllanzen aus der nämlichen natürlichen Familie, wenigstens nach _ den Angaben der berühmtesten Mykologen, beinahe standhaft wiederkehren zu schen, beide als Eine *) Die Speeies Erysibe bioeellata Ehrenb. kann also richt mehr bestehen. =. ” Yon der Anzahl der Strahlen den Namen einer Art m "entnehmen, scheint überhaupt nicht zulässig. nn 4753 Species gleichsam für erwiesen voraussetzen. ‚müchte. Dr. Unger erklärt meinen Pilz in dem angezage- 'nen Briefe geradezu als A. tridaciyla W. Allein der verschiedene Standort der Strahlenfäden und der Umstand, dass sie bei der neuen Art standhaft yon ihrer. Entwieklung an bis zum Abfallen des Sporangiums gexade ‚ausgestreckt sich über dessen Scheitel erheben, bei A. tridaclyla hingegen all- mählig gegen. dessen Basis hkerabbiegen, unterschei- den beide uıibestreitbar als eigene gute Arten, mö- gen sie im’ innern Baue (von A. tridactyjla ist er noch unbekannt) übereinstimmen oder nicht. Und, ‚dä die eben beschriebene mit keiner der bis jetzt in den mir zu Gesicht gekommenen Schriften. ver- zeichneten ‘Species auch nur. von Ferne, eine. Vergleichung zulässt, so’ ist sie wohl auch eine neue Art. Ihr den Namen zu schöpfen, üherlasse ich den geweilten: Priestern. der Flora; ieh-erlaube „ mir_nur den ‘Wunsch, dass..sie,'"'wie ich sie ur- E spünglich nannte, Alphitomorpha (Exysiphe). Braygna benannt bleiben ‚möchte.. Dem vorausgeschickten Character speeifiens er- achte ich für angemessen, einige Erläuterungen | und - Zusätze, theils in Beziehung auf diese Pflanze selbst, theils- auf die Gattung überhaupt. beizufügen. ” Wenn man bei der Reihung der Species unier sich einen. grössern Werih. auf. die Beschaffenheit des innern Baues als auf die &estalt ihrer Strahlen- ‚ fäden legt, so treten freilich, in Hinsicht auf die‘ letzten unnatürlich erscheinende Trennungen. ein, Gg2 ATG indem nicht nor aus der Grappe: radiis apiee sim- plieibus, sondern auch aus jener: radiis apice Agu- ratis, und sogar ans den Unterabtheilungen: radiie penicillatis und r. diyaricatis, ja selbst aus jener: sporanglis capillitio destitutis, wie bereits die von Dr, v. Schlechtendal untersuchten wenigen Ar- ten bezeugen, eine Auzahl Arten in der ersien (sporangiolo unieo) und eine andere in der zweiten Abtheilung (sporangivlis plnribus) zu stehen komnt, Allein wollte man auch dieser anscheinenden Ano- malie, bloss wegen der schwerern oder leichtern Auffndung der Arten in den Systemen, eine hühere Bedeutung heilegen, als sie heut zu Tage, so vie- len analogen Beispielen gegenüber, verdient, so könnte dem Vebelstande ahne Schwierigkeit und ohne den Forderungen der Wissenschaft im Wesent- lichen etwas zu vergeben, dadurch abgeholfen wer- dei, dass man als Grandsatz der Eintheilung die Gestalt des Capillitinns voran- und die Beschaffen- heit des Innern Bauss ‚nachsetzte, und somit die Abtheilungen also stellte: 1 Speranglüis (Pyreniis) capilitio einetis. a) Radiüs capillitü figuratis. * Spo- vangiolo unleo u. 8. wm. "Yon den Species radiis capilliti figuratis Walle. verdienen jene, deren figurirte Strahlenfüden an der Spitze sich theilen, vorzüglich eine nähere Be- sehreibung ihrer Entwicklung, da sie gan zu leicht täuschen können, und vielleicht schon getäuscht haben, Die Thelling selbst findet hei alleı Species erst mit dem Binritte einer bei den verschiedenen nn ' 477 Arten verschiedenen ‚Stufe des Wachsthumes und wahrscheinlich auch des Alters statt; bis dahin sind die Strahlenfäden im Allgemeinen eylindrisch, oder, wiewohl seltener, gegen die Spitze hin etwas keulenförmig verdickt, und die Spitzen einfach und gerundet, Sie gebt nach vier unter sich wesentlich verschiedenen Weisen vor sich. Die Spitze des Strahlenfadens . a. spaltet sich entweder, eine schwache Ver- diekung in einigen Species ausgenommen, ohne alle- - vorbereitende Andentung in eine Gabel, deren jede. Zänke je nach Beschaffenheit der’ Art dieselbe ver- schiedene (1 bis 4) Male wiederholt, An nicht voll- ständig ausgebildeten Exemplaren (und diese sind ° gerade die häufigsten) enden die Zinken der letzten Gabeln mit mehr oder weniger vorgerückter, manch- mal kaum angedeuteter Gabelung. : Die Endspitzen der vollendeten (und gewöhnlich auch der unvollen- - ‚deten) sind bei den einen Arten spitzig gerundet (auf Viburnum Opulus, Rhamnus Frangula) ,. bei andern schief abgestumpft (auf Hvonymus europ@us). ' Oder 8. die Spitze. breitet sich in eine ei förmige, verschieden tief und oft (immer wechsel-' weise von der Mitte aus tiefer oder breiter, seich- ‘ter oder enger) ausgerandete Platte aus, welche sich an der mitilern tiefsten oder - weitesten Aus- vandung von oben herein in zwei bald gleiche, bald_ungleichetStücke trennt (Fig. 9). Eine ga- “ belige Verlängenung des Strahlenfadens schiebt diese “sich zugleich mehr ausdehnenden Stücke vorwärts, 478 ‚welche sich sodann abermal und zo oft (2 bis 4 Mal) wieder gabelig theilen, bis die sämmtlichen Aus. randungen sich aufgelöst haben (auf Prunzs Padus, Pr. domestien). Allein in solehem Zustande findet . man diesen Strahlenfaden nur als seltene Ausnahme; In der Regel erscheint seine Spitze, je nach der . Stufe ihrer Ausbildane g, in eine mannigfach aus- gerandete oder eingeschnittene Platte endend, So wird sie anch ausschliesslich in den Diagnosen an, gegeben. — Vollständig entwickelte Strahlenfäden ‚dieser Abtheilung unterscheiden sich dann von denen ‘der vorhergehenden durch die stumpfen abgerunde- ten Endspitzen nud die beirächtlichere Grösse des von der eorrespondirenden Gabel eingeschlossenen Winkels, "0% Oder die Spitze des Sirahlenfadens ver- diekt sich in zurei Knoten, von denen der eine vielfältig ganz verkümmert, immer im Wachsthume zurückbleibt; der andere aber, die nämliche Miss- bildung verschieden wiederholend, sich verlängert, Nur seine letzten zwei Theilungen gedeihen meist, doch immer mitsichtbarer Neigung zu seiner Haupt- form, bis zu einer hbeilänfigen, der strengen Be- “. deutung des Kupstausdrackes jedoch nicht entspre- ‚chenden, Gabelform (auf Pisum satirum). Da er . an den Punkten der Gabelung fast immer gekniel genienlafus) und in den Zwischenriumen gekrümmt ist, so nähert er sich dadurch ungemein der Ge! ‚stalt des Aestigen (ramosus). ‘ & Oder die pie zerschlitzt (gleich den ge. - 479 ö fingerten Bike ittern) in mehrere (6 bis 9 Stücke, welche sich wieder verschieden und verschiedene Male theilen, und dadurch” pinselförmig erscheinen (auf Ribes Grossularia). In dieser Theilungsform herrscht übrigens eine solche Regellosigkeit, dass’ ‚an dem nämlichen Sporangium nicht Ein Strahlen- fäden mit irgend einem andern, selbst in der Haupt- 'spaltung der Spitze, übereinstimmt. 0. Dass ich mich in der: Behandlung eines Gegen- ‚standes, welcher nicht nur hinsichtlich der Anord- nung, sondern auch der Ausscheidung und festern "Bestimmung der Species in dieser Gattung der Pilze von so grosser Wichtigkeit ist, vielleicht kürzer gefasst habe, als er verdient oder wohl gar erheischt, bitte ich meiner Verhältnisse wegen mir nachzu- sehen. ‚Ich erlaube mir nur’eine einzige Bemerkung üioch zur Erwägung vorzulegen. Wenn man-auch zugestehen wollte, dass auf allen ‚Arten und Gat- tungen. der Mutterpflanzen, welche” zu Einer .natür- ‘liehen. Familie gehören, nur eine und dieselbe Axt Erysiphe oder Alphitomerpha wöhne, wie mehrere eingeführte 'Trivialnamen anzudenten “scheinen, ' so. dünkt es mir doch einer gründlichern Untersuchung . würdig, ob: 'deun anf Mnotterpflanzen so sehr ver- _ schiedener Gattungen aus so weit unter sich ent fernten Familien, wie sie in den botanischen Schrif- ten (m. s. Wallr. FL germ. T. IV: S, 754— 759) aufgezählt sind, nor eine und die nämliche Art dieses Pilzes sich angesiedelt habe. Wie wenig Wieses Gesetz, welches die Natur w 480 % allerdings hie und da durchgeführt hat, als allge. mein geltend ausgesprochen werden darf, beweisen die nämlichen Schriften an mehreren Stellen, und nenerlich die Gattung Prunus, in welcher his jetzt Pr. spinosa, Pr, insititia und Pr. domestiea, selbst nachdem Pr. Padus mit ihrer eigenen Erysiphe daraus geschieden worden, noch drei ganz ver- schiedene Erysiphen beherbergen. Ob man, umge- kehrt, daraus eine Veranlassung herholen wolle oder könne, in der Gattung Prunus eine fernere Trennung zu versuchen, und dadurch jenes Gesetz zu veiten, gehört vor einen hühern Richterstuhl Weit, sehr weit würde diess führen, Ein sehr irifiiger Beweggrund zu einer um- fassendern Untersuchung dieser Pilzgattung möchte noch in dem Umstande liegen, dass ich auf man- cher meiner von den bayerischen und tyrolischen Alpen an bis zum Fichtelgebirge gesammelten Mut- terpflanzen noch keine jener Erysiphen oder Alphi- tomorphen, welche, als darauf zu Hause, Hr. Dr. Wallreth @. a. 03 bezeichnet, dagegen aber ganz andere, von ihm nicht angegebene gefunden habe, Se z.B. gehört die auf den Blättern meiner Sammlung vorkommende A. peniciliat« 8. Capri. foliacearum W., Lonicere und y. Berberiäis zu meiner Abiheilung x. Dagegen die A. penieillata ß. Caprifol. Eirys. "Visurni Opuli Moug. zu meiner Abtheilung £. "Ferner A. communisv. Leguminosarum zu mel- ner Abtheilung 7, en 481 “ A. clandestinaW., A, adunca d. Ligustri, A:pe- nieillata &. Ami zu A. lentieularis und A. gutlata Wrih, u, s. w.; den innern Ban dabei nicht in An- schlag gebracht, Oder sollten vielleicht in andern Gegenden AN- dere Arten der Alphitomorpha auf diesen Mutter- pflanzen vorkommen? Um so nothwendiger und ge- winnreicher wäre alsdann eine solche Untersuehung, Ohne meine Erinnerung wird, wie ich’gläaube, die Natur dahin führen, wie nothwendig es sey, bisher übersehene oder als ‚unbedeutend vernach- lässigte Merkmale, welche der innere. Bau des Spo- rangiums und die Gestalt seiner Strahlenfäden, :wie mir scheint, in ziemlich reichlichem Maasse dar- „bietet, dabei schärfer zu berücksichtigen. Mit Ver- gnügen, erbiete ich mich, zum Behufe einer solchen Untersuchung meine. Sammlung von Erysiphen zu „überlassen, Ich darf, nachdem ich ı nun einmal in das Ge- biet des Allgemeinen mich gewagt habe, nicht un- bemerkt lassen, dass meine Erysiphe Brayana eine jener. Arten ist, auf‘ welche, rücksichtlich der da- j mit bezweekten Bezeichnung, der Gattungsname ; Alphitomorpha (Mehlkeimer W.) ebenso wenig als Erysibe (Schmutzbrand W.) auf die ganze Gattung angewandt werden kann, und dass sich hier der: Linne'sche Ausspruch abermal bestätigt: Jene Gattungsnamen sind. die besten, welche gar nichts _ ‚bedeuten. - ‚Verstösse man denn so ‘gar gegen alle Wahrscheinlichkeit,; wenn man. annähme, Linne, E 23 48% der wohl auch des Griechischen kundig wer, Iabe eben darum das Erysibe in Erysiphe verwandelt: Eben darum d’e ganze Reihe seiner Nachfolger, deren gewiss mehrere Ansselbe gründlich verstan. den, diese bedeutungslose Benennung fortgepflanzt? Eine in Bezug auf den letzten Namen nicht uninte. vessante, vielleicht bishey noch nicht beobachtete Erscheinung dünkt mir, dass im Spätherbäte ab. . gefallene Blätter (wenigstens von Acer Premtoplatann und Corylus arellana, auf welche sieh meine Be. ebachtung bisher beschränkt), wenn sie in Wasser oder auch nur auf feuchte Plätze zu liegen kom. men, an jenen Stellen, wo sich Eirysiphe noch an gehäuft üindet, ihre ursprüngliche grüne Farbe hei behalten, während der übrige Theil derselben be- reits entfärbt ist und in Verwesung i übergeht, ü Von den Alphitomorphen oder Evysiphen, wel che ich auf Blättern (und Stengeln) bisher noch nicht genannter Pflanzen beobachtet habe, will ic wegen Mangels an gehörigen Untersuchungen nur jene, welche ich gegen Ende des Angust i, J. 1818 zu Neunburg vor. dem Walde unter einer yerwahr. ‚ losten Garterihecke auf Achilles Plarmica einzel zerstreut gefunden hatte, wegen ihrer auf krast. artigen Pflanzen ganz ungewöhnlichen äussern Ge stali hier noch anführen. Da mir auch nur dies äussere Gestalt zu untersuchen von nun an Muss ! gegönnt war und das allmählig abnehmende Augen | licht erlaubte, «0 bin ich leider ansfer Stand, der 483 nenen Species oder Form den geeigneten Platz nach : Schlechtendal anzuweisen, und überhaupt ihren Character generiens vollständig zu entwerfen; doch geht aus der äussern Beschaffenbeit hervor, dass sie in der einen wie in der andern Hauptabthei: lung nach Wallroth zu denen mit a) Sporangiis (Pyreniis) capillitio cinctis, * Radiis capillitii apice simplieibus gehöre. Mit Umgehung ihres innern Baues ist so- dann ihr . . ÜÜHARACTER SPECIFICUS (fig. 109° A. eu E) sporangüs (pyrenüs) minutis spar- sis epiphyllis, globosis, coriaceo-membranaceis, de- mum fusco-nigrieantibus, nitidulis, persistentibus (P); E capilliti elongati radiis 6— 8, rectis, strietis solu- tis, basin versus bulbosis, apicem versus clavato- incrassatis. apice rotundatis; sporis — — (Gadhucdum ‚ignotis) ; stromate 'pertenuf, radieulis fibrillosis, par- eis, albicantibus. ; & Diese Form mit der ihr allerdings sche ähn- lichen Alphitamorpha lentieularis Wallr. als Unter- art oder Varietät zu vereinigen, dürfte, abgesehen - von der ganz verschiedenen Beschaffenheit der Mnt- terpflanze — ein Umstand, der gewiss hohe Be- ‚rücksiehtigung verdient — auch darum nicht. wohl. ‚zulässig seyn, weil ihre Sporangien sich ‚in keiner Altersstufe auf dem Scheitel merklich vertiefen, ihre Strahlenfäden (Gadii) sich niemals zurückbiegen, . gegen. die Spitze ‚sich keulenfärmig. verdieken. und :au ‚derselben gelöst sind, und die kugelige Erwei- & ü * 484 terung derselben an der Basis viel weiter vom Bande des Sporangiums absteht, Ihr, wenn sie als gute Speeies anerkannt wird, einen Namen zu schöpfen, überlasse ich dem Gutbefinden der ver. ehrlichen Gesellschaft. Nur erlaube ich mir m bemerken, dass er yon der bisher noch bei keiner ‚Art angegebenen keulenfürmigen Bildung der Strah. Ienfäden, and überhaupt, wie ich sebon oben erin- nert habe, von der Gestalt oder Zahl derselben nicht genommen werden dürfe; denn auch an Alph, macularis &. Humuli laufen sie, wenigstens hier zu Lande, keulenförmig verdickt mit gerundeter ge löster Spitze aus, und sind an dieser gelöst, MM Correspondenz. Zur Erläuterung des Zusatzes p. SO, und der Anmerkung p. 32. dieses Jabrganges muss ich hin- zufügen, dass ich in meiner Synopsis drei über ‚den Alpen wachsende Orobi aufgeführt habe, unter weiche die daselbst aufgezeichneten Namen zu ver- theilen sind, worun aber eine Art vielleicht al blosse Varietät von P. albus eingezogen werden . mag; nämlich: 1. Orobus varlegatus Tenare. Dieser ist dem O. vernus sehr ähnlich, hat aber nur halb so grosse Blüthen und mit drüsigen Punkten beseizte jüngere Schoten. Als Synonyme gehören dazu O0. mulli florus Sieber, O. rigidus Lang, 0. vernus var. Zatifoltus Rochel,, O. venelus Miller Diet. u, Reichb, : O. pyrenaieus Scop. (die Beschreibung von See . ‚poli passt gu) und nach Gussone in Briefen an . Zu 85 DeCandolle O. serotinus Presl, — Aber der siki- vische Orobus venosus gehört, wenigstens nach‘ der Abbildung in -&melin’s Fl. sibirica vol. 4b u $. 1. nicht dazu, B : . 2. Orobus albus L. A Dieser ist- dem. 0. tu. berosus, nicht dem O. vernus ähnlich, hat.aber weisse Blüthen, zuweilen mit einer auf dem Rücken. rosen- roth angelaufenen Fahne. Dazu gehört Orobus pan- ' nonicus Kramer elench. Jaeg, austr, t. 39, :O. au- striacus Crantz., O. asphodeloides Gouan., O.--mon- tanus Hoppe $ Hornsch., welches Synonym.ih der Synopsis anzuführen vergessen wurde. aber"nicht. 0. montanus Scopoli carn. % p. 60., wö.anter die- sem Namen der 0. luteus- beschrieben. ist. Seo- poli sagt: „pinnarum paria 4—3, ‚eaeque similes foltis Parietarize offieinalis; ‚Costa folii i fere seihipeda- . Es. .Corolle. albo-Iutere, Habitat‘ in eylvis Car- ‘ nielise montanz et: frigidioris.” Das passt durchaus. nieht auf O, albus, aber recht ‚gut auf 0, Tüteis.— Den ©. tuberosus-Scopöli, halte ich für die gewöhn- liche Pflanze dieses Namens; es ist’ nichts.in Sco- polf’'s Flora gesagt, was dagegen stritte; ‘die flores nennt ‘er. rubros. Host’s ©. prostratus, zu welchem. dieser. Autor.-den O. iuberosus Scopoli zieht,- dem: “ich von Laibach durch die Herren Hladnick und ‚Graf besitze, ist gar nichts anders als der ‚ge- meine: O. tuberosus. u 8% Orobus versicolor Gmel. eyet, nat. Es ist möglich, dass ich die ächte Pflanze dieses Namens nicht vor mir habe, sondern nur eine Varietät von’ .: 486 O,altus. Denn ich sah bisher nur ein Exemplar, welches Hr. Kützing bei Triest sammelte und wir als ®, rariegatus schickte, das ich als O, rer. sicoler Bestimmte. Die Farbe der Blume lässt sich an dem getrockneten Exemplare nieht mehr gut erkennen, aber ich fand, dass der Griflel breiter, - fast Ianzettlich ist, der an O. albıre genau linealisch . erscheint. Ob ieh mich hier geirrt und eine Ant zu viel aufgeführt habe, oder ob zwei ähnliche Pflanzen bei Triest wachsen, werden die 'Triester Botaniker ermitteln, Ein üchtes Exemplar des O. rer. \ sitolor.hahe ich noch nicht gesehen. Erlangen. - Koch SIH- Literarische Notizen, Recensienen. ' Von Sanguinetti, Centuriae tres Prodrom Flore roman’ addende in Münchn, gel, Anzeig Nr..77. p- 623. — Von Alph. Delandolles Anleitung zum Siudium der Botanik, übersett von Bunge, das. Nr. $1. p. 656. — Von Hügels botanischem Archiv für die Gartenbangesellschat des österreichischen Kaiserstaates! Nr. 2, in Bersl, Repertor, Nr. 6. p. 541. — Yon Ern, Merer Com- ‘mentar. de plant. Afrie. austral, Fase, H, das. — = Vor Bcklon und Zeyher Enumeratio plantar Afeie. austral, extratropie» V. IE das. p. 542. — Von Bruch u. Schimp. Bryolog. europ. Fase. I. et IL das. — Von Hayne, Brandt und Ratze burg, Darstellung und Beschreibung der Arznei- gewächse, 20 Liefer. das, p. 544. — Von Guim pr. 487° - pelw, Schlechtendal, Abbildung und Beschrei- bung aller in der Pbarmacopoea Borussica aufge- führten’ Gewächse,-. IL, B. 17; u. 18. ft. das. >- Von Miquel, disquisitio de plantarum vegni hatavi. distributione In Jahrb, £ wiss! Kritik, Nr. 69-71 (Verf. Beilsch mied) _ Von Mohrs Untersu: ent Chloxaphylia, in v, A. Hoevens u Vrieseis Tijd: - schrift, ver Naturl, Geschied: 4 Th. 3 St. p- 69. = Von Brongniart, histeire des vegetaux fossikes;, in Gött, gel. Anz. Nr. 78, 79. — Von A. DeCan- dolles: Anstruction a Ainde, botanigue, . ‚ebendms, Nr. Fan os i u nenne Towrnalistik. : Re 2 - Münchn. 2. Anzeig, 1835: v.M artins, über die: geögraphischen Verkältnisse der Palmen. mit be- - sonderer Berücksichtigung -der Hauptflorenreiche, an. 78.114. 150 p.62%, de) 0 une. „Van der: Hoeven en-de Vriese, Wijdschrift voor natunrlijke ‚Geschiedenis en Physiologie 1838. @ Th. 3°Si): FA, Ww "Miquel, de Noord- Nederlandsche Vegetatie. in "bare hoofdtrekken ver geleken met; die: der: Pruissische Rijn - Previneie PM I: FÜ Hoffmann, Bijdragen-ter öplos-, __ sing der .vraag: isLemna arshiza Auct. eene stand- vastige,- onderscheidene soort, dan wel een ontwik- kelingsvorm van eenige andere van hetzelfde 'ge- - slacht?. p. 282. — P. W.Korthals, over hetom- halsel van het stigma der Sewvolacese en Goodenia- eee p. 370 — W.H. de Vriese, de Biforines 488 van Turpin, eene nieuwo ontdekking in de Kıy. stallograpkie van het Plantenrijk p. 38%, — W.H, . de. Vriese, nevie speeies Öyendenrum Afriee au- stealis, deseriptionibus et figuris Hlustrate p. 469, F. A. W. Miguel, &. J. Mulder et W. Menckebach, Bulletin des selenees plysiques et naturelles en Nderlande ann. 1838: W.H. de Vriese, Notice &ur ıme. espdce peu eommue d’Eneephalarios p. 10. — .F. A. W. Niquel, ‚Note additionelle sur une autre espdce ‘du meme genre p. 11. Sur une nonvelle espdce de Drapanaldia p. 18. -Notiee sur le Sargasse de locden p. 19, Observation sur le canal medullaire et les diaphragmes du trone de Ceeropia palmata L., suivie' de eonsiderations gene. rales sur les diaphragmes medullaires p. 20. -.u F.:Qtto u. A. Dietrich, allgemeine Garten. zeiting, 1835.: Nr. 3, Schleiden, Bemerkungen über die Species von Pistia p. 17. — Nr. 4, Otto u. Dietrich, Beschreibung einiger neben oder we niger bekannten Cacteen p. %5. — Nr. 7. Wend. land, Beschreibung einer neuen Zierpflauze, Ger nera Merekii Wendi. p. 49. — Uebersicht der Pflan- zen, weiche auf Guatemala anzutreffen sind, p. 58, — Nr. 9, Pfeiffer, über die Kultur der Caeteen, p. 65. — Wenderoth, eine neue Tulpe? (T. in- termedia) p. #1. — Nr. 10. Neumann, Nachricht über eine neue Art, lebende Pflanzen ohne beson- dere Aufsicht auf langen Seereisen zu” transporti- ren, p. 77.— Nr. 15. Klotzsch, Beschreibung der Protes Mundi Kl., einer neuen kapischen Species, pP. 113. — Seitz, der Winter 1935 um München und dessen Einfuss auf die Pfanzen, p. 115, (Biera Literatber, 7) Allgemein e, botanische Zeitung. mine \ ° Nro. 31. Regensburg, am 21, August 1838, 41 Original - Abhandlungen. 1 Einige Worte über die Einrichtung von Lokalfloren. (Eingesendet) j Den Lesern. der Flora ist bekannt, dass schon ı wor langer Zeit *) Hr. Professor Zueearini den Vorschlag gemacht hat, es möchten die Verfasser vön Lokalflören, um’ dieselben in wissenschaftlicher Hinsicht vergleichbarer und wohlfeiler zu machen, sich damit begnügen, Pilanzenverzeichnisse mit Än- gäbe des Standortes u. =.’ w. heräuszugeben, da- gegen die Beschreibungen’ und Definitionen als einen unnöthigen Ballast "weglassen, und diesen Verzeich- . “ nissen die Synopsis von Koch zu Grunde legen, _ „mit Ausnahrme- streitiger Arten, über welche kriti- u sche Untersuchungen "beigefügt werden könnten. Das gleiche Uebel, unzweckmässig. bearbeitete und kostspielige Speeialfloren, welches zu dem eben berührten Vorschlage Veranlassung ‘gab, bat auch in. England ähnliche Vorschläge von Seiten H. Cot- - terel Watson’s’ hervorgerufen. wz Da dieselben ” Flora 1835. I. 193. *#) Observations on the constnetion of a Local Flora. u By H. Gotterel Watson. In: Magazine of zoo- “ Flora 1838. 31. Hh 490 in einem Journale enthalten sind, von welchem sich voraussehen isst, dass dasselbe unter den deutschen Botaniker wohl keiner grossen Verbreitung sich zu erfreuen haben wird, so mag es wohl. nicht un. angemessen seyn, wenn hier ein kurzer Anseng aus jenem Aufsatze mitgetheilt wird, da die Kiaren über die unzweckmässige Einrichtung der britischen Lokallleren in vielfacher Weise auch auf nusere deutschen passen. Watson hemerkf, wenn man den öffentlichen Nutzen der Specialfloren und ihre Tanglichkeit zu den allgemeinen Zwecken der Wissenschaft ins Auge fasse, so hätte man zu bedanern, dass ihre . Verfasser gewöhnlich. diesen Nutzen auf ein Mini. mum vedueliren, indem sie dureh den lächerlich ‚hohen Preis die Verbreitung derselben beschränken, Die Lokalfloven seyen- in, einer viel zu kostbaren _ Form geschrieben. Eine halbe Krone (etwa 126ul den) halte.er für einen sehr schünen Preis für ein solehes Werk, und es sey kaum ein Fall denkbar, in welchem derselbe verdoppelt werden müsste. - Die Verfasser schyellen hingegen ihre Bücher zu einer solchen Grüsse an, dass sie vier. und sech- mal se viel kosten, was dann sichern Verlust von Seiten der Herausgeber zur Folge habe. Dies Vermehrung der Grösse dieser Bücher rühre nn meistens von den langen Beschreibungen der Spe logy and hotany; comdacted hy Sir W. Jardin - Bar, — P. d. Selhy, Esg. and Dr. Johnston. Vol L_ 1887. p. 224. ° AI - cies, den Citaten’von Abbildungen und andern Bü- -chern her, ‚was Alles ebenso gut, wenn nicht bes- ser, in allgemeinen Floren gefuriden werde, aus welchen auch, mit Ausnahme von zwei oder drei : Fällen, Alles. abgeschrieben oder‘ Karameg mit der* Scheere ausgeschnitten sey. -In der "Hoffnung, die Verfasser von Lokal- -floren za bewegen, ihre Bemü ihungen für die Wis- sensehaft- nützlicher zu machen, gibt nun’W atson Sinige “Winke über :die! Einrichtung -dexselben, wel- che wir im Folgenden wiedergeben, . ' „Eine lokale Flora soll sieh 'auf eine fest - .. bognenate Landstreeke beziehen, und nicht ‚vor- geben einen grösseren Raum zu umfassen, als wirk- lich und gut dürchforscht wurde. “Bei Vernach- lässigung des lefztern: Theiles ‚dieser. Regel wird. | jedes negative Zeugnis, "welches’sich auf das Feh- ‚len einer Species’ ‚bezieht, "werthlos’ und" in vielen. - Fällen weniger als wertblos, : :indem dadurch der Botaniker. zu der, Annahnie, es Tehle!ieine ‘besondere Art in dem: angegebenen "Raume ," im Gegensatze zu dem,: was: wirklich. stattfindet, “verleitet "werden kann. Wenn keine bestimmten Grenzen angegeben sind, so verlieren die: positiven-tind negativen An- : gaben viel an ihrem Werthe‘; ‚uhd die vorgebliche Lokalfiora ist wenig\ besser als ein unvollkommenes u Fragment einer allgemeinen Flor.? ; 2) „Man soll ein vollstär ndiges "Verzeichniss der Arten und ‘merkwürdigen Äbarteu- erhalten; die--Nomenclätim soll der ia den allgemein britani- - : -4h2 49% schen Musterfloren angenommenen angepasst seyn; generische und speeifische Charaktere, Beschrei- bungen und Citate sollen weggelassen werden. Die Nothwendigkeit einer möglichst vollständigen Auf zählung der Arten beruht auf der Wichtigkeit, aut diese Weise ebensowehl die ichlenden als die auf dem Gebiete der Flora wachsenden Arten bezeich- nen zu künnen. Die Bequemlichkeit fürdert Veber- einstionmung der Nomenclatnr mit der in den all gemeinen Floren angewendeten; die Synonyme ron zxyei oder drei Musterfioren können. bei den unter verschiedenen ‚ Namen beschriebenen Gewächsen ‚angegeben werden. Der häufige Gebrauch, die Ab- bildungen ‚der English Botany zu citiren, ist ganz unnöthig. Nur derjenige, welcher die lokale Flor untersücht, kann solche Citate nüthig haben, und er findet sie alle in den allgemeinen Floren; hänfig sind ihm aber alle’diese Citate nutzlos, weil er die ‚ eitirten Abbildungen nicht benützen kann. Alle Beschreibungen der Pflanzen, mügen sie anf gene- vische und speeilische Charaktere beschränkt "oder von ausgedehnterer Art seyn, wünschen wir durch aus entfernt, ‚weil darch dieselben das Buch noth- wendigerweise sehr veriheuert wird, ohne das ein entsprechender Vortheil dadurch erlangt wird, Für solche, ‚welche die Pflanzen schon kennen, sind solche Beschreibungen durchaus unnöthig, und heinahe jeder Anfinger in der Botanik wird eine allgemeine Flora besitzen, in welcher vollständige Beschreibungen gefunden werden können, Solche on % ' 493 Beschreibungen sind auch, wie. sehon angegeben, gewöhnlich. von den allgemeinen in die Lokalfloren abgeschrieben, und das Publikum muss auf diese ‚ Weise dieselbe Sache unter verschiedenen Namen immer wieder aufs Neue kaufen. Ausnahmen hie- you sind in solehen Fällen erlaubt, wenn besondere Arten oder Varietäten früher ungenau oder nnzu- veichend beschrieben waren.- Wenn :aber schen solche Beschreibungen und Citate in einer lokalen Flora unnöthig sind und nur zu. ihrer bedeutenden‘ . Vertheuerung beitragen, und dabei ‘den Werth des * Buches gar nicht ‘oder nur wenig erhöhen, 'so ist es ein durchaus nicht zu entschuldigendes und ab- surdes Mittel, eine Lokalflora aufzuschwellen, wenn man Anleitungen ‘zur Botanik hineinsetzt; ausser- dem ist es ein unkluges Verfahren, ‚weil jede’ un- nöthige Vermehrung der Kosten eine entsprechende Verminderung des Versehlusses zur Folge hat. Noch . absurder ist es, die generischen und: speeifischen ° Charaktere zweimal zu wiederholen, um zwei An- j ordnungen, die Linn@sche und Jussier sche, darzubieten, als ob ein -blosses 'Verzeichniss der "Gattungen für diesen Zweck nicht vollkommen bin- reichend wäre!" et, 35 „Müssen wir wünschen, den Grad des seltenen oder. häufigen Vorkommens einer jeden Art,. so genau als möglich in: Vebereinstimmung mit einer festbestimmien Seal erwälnt zu sehen. Dass Seltenheit ‚oder Häufigkeit der Art in dem in- Rede stehenden. "Gebiete gemeint sey, "wenn der + 494 Schriftsteller über eine bestimnite Gegend eine Pflanze selten oder gemein nennt, kann jeder Leser vernünftigerweise erwarten; allein es ist unglück. ficherweise wahr, dass diese und andere ähnliche Beiwörter in verschiedenen Fällen aus allgemeinen Floren abgeschrieben und auf dje Arten eines be- schränkten Gebietes im völligen Widerspruche mit dem thatsichlichen Verhältnisse angewendet wurden. &% „Die Zeit des Blühens, der Boden und der Standort einer jeden Art sollte nach wirklicher Beobachiung angegeben werden. Hätten wir nicht unwiderlegliche Beweise dafür, dass die Angaben dieser Verhältnisse häufig aus den sflgemeinen Flo. ren abgeschrieben sind, so hätten wir gezweifelt, ob Schriftsteller fähig seyen, auf eine so nachlässige, um nieht zu sagen unredliche Weise die Angaben lokaler Eigenthümlichkeiten aus Werken abzuschrei- ben, welche entweder: nicht ausschliesslich oder auch gar nicht auf die Gegend Bezug haben, auf welche diese abgeschriebenen Kigenthi ümlichkeiten „angewendet werden; dieses ist aber ohne Umsicht und nähere Angaben geschehen. Durch ein solehes Verfahren müssen die Abschreiber beinahe gezwun- gen werden, ihre gedankenlosen falschen Angaben für wirkliche. Thatsachen auszugeben und andere irre zu führen, wenn ihre Verstösse weniger grell in die Augen fallen, Was kann alberner und trü- gerischer, seyn, als solche Angaben wie: auf vielen Mooren im Norden, welches’in einer Flora vor- kommt, die eine Strecke des südlichen Englands 495 betrifit, oder: häufig auf Bergen, was. als Standort “ einer Species angegeben ist, welche ganz lokal in einer von Bergen völlig entblössten Gegend vor- kommt, ‚oder: vorzugsiveise auf Kreideboden, als Angabe für eine andere Art in. einer Gegend, in welcher ‚keine Elle Kreideboden zu finden ist! Sol- ehe Irrthümer finden sich in einigen Werken und rühren :yon dem -wörtlichen Abschreiben des ge- wöhnlichen Standortes und der Häufigkeit aus einer “ allgemeinen Flora und dem sorglosen Vebertragen. ” der Angabe in eine Lokalflora mit gänzlicher Nicht- achtung des Thatsächlichen her. Dieselben Irrthü- ıner kommen. in Beziehung auf die. Blüthezeit vor, indem die Schriftsteller diese Angaben aus "andern Büchern abschreiben und sie für das Tirgebniss Ihrer Beobachtungen ‘ausgeben. j 5 „Die allgemeine Verbreitung jeder Art und die Standötter der selteneren: sind genau.anzugeben. Diese Angaben sind in unseren Lokalflören gewühn- lich sorgfältiger. und gönauer, als ‚die übrigen; doch anch hier findet sich ein weites Feld für Ver- besserungen. Als. Zusatz zu. den ‚bekannten Stand= - ‚orten der selteneren Arten sollten die Schriftsteller solche Plätze "bestimmt * ‚auszeichnen ,- anf welchen sie selbst die: Pflanzen fanden, ebenso diejenigen, "weiche als’ zweifelhaft verdächtig sind oder wo die Art ausgegangen ist, Die Leichtigkeit, sich Exem- plare verschaffen zu können, ist einer .der haupt- ‚sächliehsten Vortheile,. welche; aus genauer Angabe des Standortes. gezogen werden ‘können, Dieser _ 4% Zweck wird aber wenig gefürdert durch die un. bestimmte Angabe, es wachse eine Art bei einer gewissen Stadt oder einem Dorfe, sie müsste denn so häufig seyn, dass man sicher wäre, sie zu tref. fen, wenn man in der Stadt ankäme. Um zu einer sehr speciellen Lokalität hinzuweisen, sollte ein bestimmter, in der Nähe liegender Punkt und die Lage und Entfernung dieses Punktes von dem Standorte angegeben seyn. Wir wissen, dass zu. weilen falsche Angaben gemacht: werden, um zu bewirken, dass man beim Aufsuchen der Pflanzen unglücklich sey, aus vorgeblicher — oder einfälti- ger Weise aus nicht vorgeblicher — Furcht, es möchte die Art ausgerottet werden. Es ist ebenso gut, es wird eine Art ausgerotiet, als sie wird nicht gefunden; was schadet es endlich, wenn eine Art bei uns ausgerottet wird? Es ist das selbst. süchtige kindische Wesen des alten Raritätensamm- iers, nicht die freie Ansicht des wissenschaftlichen Mannes oder der Ausspruch eines offenen und edel- denkenden Gemüthes, welches eine so schimpfliche Entschuldigung für ein absichtliches Verhehlen her- vorstammeit.” 6 „Wir empfehlen der Geschichte der ein- zelnen Art Aufmerksamkeit zu widmen. Bei dieser Gelegenheit sollte die Möglichkeit oder Wahrschein- ‚lichkeit der Einführung einer Art in den betrach- teten Bezirk nntersucht werden; die Verlinderun- gen, welche in Beziehung auf. verhältnissmässige Seltenheit oder Häufigkeit stattfanden; Verändernn- It a? gen im Charakter, der Grüsse, dem allgemeinen Habitus, in Verbindung mit den Verschiedenheiten des Standortes und der Jahreszeit, Wir bedauern, sagen zu müssen, dass der Grad der Wahrschein- ' lichkeit, es möchte eine Art, -besonders eine | der selteneren, ursprünglich durch ‚menschliches Hinza- thun eingeführt worden seyn, Zuweilen von Ver-, fassern der ‘Lokalfloren falsch dargestellt wurde, Botanische Schriftsteller sind noeh überdies sehr ° geneigt, die Verzeichnisse um jeden Preis auszun-: debnen und sich bei ihren Freunden als Entdecker feuer Arten und Standörter geltend zu machen, Strenge Unparteilichkeit ist mit solchen Wünschen kaum verträglich, desshalb "nehmen wir auch im- mer die- Zeugnisse, dass eine Art wirklich einhei- j misch, unzweifelhaft wild, in der Entfernung von Häusern. no: s. w. wachse, mit einigem- Vorbehalte und mit Einsebränkung auf”. - B . Dass alle Botaniker, fährt Watson fort, mit diesen Ansichten übereinstimmen werden, habe er nicht das Zutrauen zu hoffen, auch sey er nicht- unwissend genug, um: e5-zu erwarten. Die bisher- püblieirten Lokalflsren bieten’ hinreichende Beweise _. von der auffallenden Abweichung i in den Änsichten ihrer: Verfasser dar. ‚Nachdem Watson sein Ur- theil über einige englische Specialfloren abgegeben, schliesst er seinen Aufsatz damit, dass er den Um- - fang soleher Werke auf höchstens 50” Seiten be- schränken würde und dass gewöhnlich die Hälfıe ‚davon hinreichen werde; er spreche jedoch nur » . 5 a 498 von dem allgemeinen Nutzen soleher Schriften; wen dieselben hauptsächlich für den Gebrauch einer beschränkten Gegend, für Sehnlawveeke n, dgl, be. stimmt seyen,: so könne allerdings eine Acnderung des Planes nothwendig werden. Wenn, wie aus dem Obigen erhellt, die Vor sehläge Watson's im Wesentlichen mit denen des Hrn. Prof. Zueearini übereinstimmen, sq spricht dagegen Hr, Prof. v. Schlechtendal* eine en. gegengeseizte Ansicht für den Fall aus, dass eine Flora nicht bloss den Zweck habe, in pflanzen. geographiseker Hinsicht Aufschluss zu gewähren, sondern dass. sie für Studirende geschrieben sey; in diesem Falle müsse dieselbe Definitionen enihal ten, da sonst der Schüler genöthigt sey, sich zwei Bücher anstatt eines einzigen anzuschaffen. Dieser Grund scheint nnn besonders in Deutsch- land bei der grossen Anzahl von Universitäten, Lyceen, Gymnasien u. dgl, auf welchen in der Botanik Unterricht .ertheilt wird, von Gewicht zu || "seyn; allein. bei näherer Betrachtung müchte es dennoch zweifelhaft. seyn,. ob derselbe mit Recht | für die Beibehaltung unserer jetzigen Art, Floren zu schreiben, angeführt werden kann. 2 Vorausgeeetzt, es wäre über die Flora. einer jeden Universitäts- und Gymmnasialstadt ein Werk von sglehem wissenschaftlichen Werthe erschienen, wie z. B. Spenner’s Flora friburgensis ist, sw #5) Flora 1830. p. 78. . 499 wäre allerdings für das Bedürfniss des Schülers hinreichend gesorgt; es- hätte derselbe ein Werk, in welchem er niebt nur die Standörter der in sei- ner Umgegend wachsenden Pflanzen finden würde, ‘sondern er wäre auch in‘ den Stand gesetzt, mit ’ Hülfe desselben die auf Exeursionen gefundenen Pflanzen sicher bestimmen zu können. . Allein wie viele Lokalflören ‚besitzen wir in Deutschland, wel- che diese. Bedürfnisse’ auf eine dem jetzigen Zu- stande ‘der Wissenschaft angemessene Weise. be- ‚friedigen, oder ist nicht vielmehr ein grosser Theil derselben so mafıg&haft, dass sie über einen nicht, unbeträchtliehen Theil der Pflanzen, welehe in dem "yon ihnen behandelten Gebiete zu Hause sind, ent- . weder keinen, oder wenigsiens keinen hinreichend sichern“ Aufschluss gewähren? Zeigt. ferner nicht ‚ die tägliche Erfahrung, dass selbst in denjenigen Gegenden unseres Vaterlandes, welche in. botani- scher Hinsicht am besten untersucht sind, immer | noeh Pflanzen gefunden werden, welche früher ° überschen warden? u (Schluss folgt.) 8: Ueber die Präfoliation der Cycadeen; „von Dr. F. A. W. Miguel in Rotterdam. Als eine unbezweifelte Thatsache findet man. in allen botanischen Sehriften, von Linne bis auf j unsere, Tage, vermeldet, dass die Kaaspe. der. Cycadeen eine. eireinale Präfoliation besitze, nnd ‚sich auch dadurch die Uycadeen ‚den Farnen nähern. Dürch fortgesetzte Untersuehungen in dieser Fami-. 5300 lie bin ich überzengt worden, dass diese Kuospung im eigentlichen Sinne des Wortes allen Cyendeen nicht zukommt. Die Sache verhält sich folgendermassen, Im Genus Encephalartos Lehm. bilden sich nach Zeiträumen von einigen (öfters zwei) Jahren am ‘der Endknospe neue Blüten, Wenn die Kos anfängt "zu schwellen, kann man Ihre Prüfeliatin sehr leicht erkennen. Sie besteht aus einem Kreis sehr abgekürzter Blätter, die aufrecht stehen und mit ihren Spitzen convergiren, so dass das Ganz: die Kegelform annimmt. In der Spitze der Knospe sieht man ganz deutlich die Spitzen der Blätter, und die Rhachides sind durchaus gerade, Die Blättehen an denselben liegen zu jeder Seite, zumal nach eben hin, dachziegelfürmig übereinander, da die Rhachis noch sehr abgekürzt ist, Die zwei Reihen zu jeder Seite der Rhachis eonvergiren nacı vorne und liegen mit ihrer innern Fläche genan . gegen einander an, und mit ihren Rändern gegen die Ränder der Blättchenreihen der übrigen Blät: ier. Der untere Aussere Rand und ein "Theil der | Hinterfläche der Blättehen ist ia der Knospe lang behaart, so dass die Knospe von einem dicken Filz umgeben ist, Die Entwicklung der Kuospe findet bloss durch die Verlängerung der Rhachis statt, welche, wie Messungen mich überzeugten, zumal am oberen Theile durch Extension stattfindet, - wodurch dann auch die anfänglich dachziegelfürnig auf einander liegenden Blättchen von- einander ent- fernt werden, Die Blätichen wachsen in allen Bich- : . | 00501 ungen, zumal in die Länge, — An E. caffer’Lehm., E. Altensteinü Lehm,, E. spiralis Lehm und B, horridus ‚Lehm, var, *j habe ich diese. Thatsachen ; ‚beobachtet, Bei Zamia Lehm, dagegen ist die Rhachis der Knospe aufgerollt Ceireinalis), bei den Bintchen ' findet jedoch das nämliche'Verhalten statt, wie bei Eincephalartos, mit dem-- Unterschiede, dass: ihre ‚ Richtung in der. Knospe durch die Cireination ‚der * Rhachis abgeändert ist. — Bei den jungen Blättern sieht man--noch lange: -die Cireination - der Rhachis. , Ich. beobachtete 2. media und Z. „pumila,. ee & " Oyeas besitzt eine ächt cireinale Knospung. Es sind nämlich nicht bloss die Rhachides aufgerollt, sondern: auch die Blätichen selbst, wie ich an den in der ‚Entwieklung, begriffenen Blättern der Ö eir- einalis‘ E. und C reroluta Thunb. wahrgönoni- . men habe. ' " a ar nen 2 an B ES er Die Pflanze war ‚eigentlich der E. Latifions Lehm, welchen ‘de Vriese in.der Tydse. voor. Natuurt.. "Gesch. en Plys. T. 10. neulich. beschrieb. Die Ver- "gleichung einer brossen Menge Oxiginal- Exemplare des E. korridug hat mich jedoch überzengt, dass der. \.: E, Tatifrens nur, als eine Variefät desselben kann | betrachtet werden, wenn nämlich Hr. Lehmann unter : E. latifrons die Pflanze versteht, welche Er. de Vriese beschrieb md. abbildete. Dass auch der E. van HaWü de Vr. di. e) zur eine Formjerände- xung des E. korridus ist, hoffe ich an einem andern Orte nächsfens zu zeigen. 3 BR N - Die Knospung. bestimmt also sehr gut die Ge. nera der ‚Eycadeen und bestätigt nal die Tren- ' nung. des’ Linne schen Genus Zamia, welche mein verehrter Freund Lehmaun, auf die "Ditferenzen des Blüthenbaues sich stützend, ins Werk setzte, „| Jeh hatte früher ‚Gelegenheit, die.Bildung der - yehelennepen. an ‚dem, unter ‚der, Erde befindlichen nu Theil ‚des Stammes. bei..E...horridus zu beobachten, = Diese Knospen entstehen aus der Axille der. brei. ten. Schuppen, welche diesen. Theil. des Stammes 'bekleiden: ‚Sie scheinen sich sehr bäld vom Stamme ‚zu trennen.,; u und bilden dann “fehrere Fuss lange holzige, mit, einer glatten. ‚glänzenden Rinde .beklei- -.dete.. ä stige, Starke Wurzeln. ‚Diese Knaspe | kann durchaus als ‚eine ‚Zwiebel. betrachtet werden und Er ein schönes. Bild - "von der Ausieht des, Hrn, Link \ über die Bildung. des Farnstammes. . ‚Ein "solcher, janger Cycadeensiamm ist. eine, „Zwiebel, ‚welche aus dicken, breiten, an der Basis Verwach- senen, fleischigen und von aussen filzigen Schup- pen: "besteht,, durch deren Verwachsung. ‚ein flei- ‚schiger Mittelkörper gebildet wird, aus dessen, un- terem Ende gie Wurzeln entstehen: ‚Die Hauptmasse j besteht. aus: «Zellgewebe, . welches "aus. sphärischen oder hexaßdrischeir ‚Zellen besteht, zwischen wel- che sehr geräumige Intercellulärgänge vorhanden „sind. . Von den Wurzeln aus verbreiten sich sehr . dünite, vereinzelt. stehende Gefässbündel nach den Schuppen - .hin, Sie. scheinen - aus gestweiften Ge: ; Fsson zu besichen, welche e jelloch Aurch eine leichte DE EEE 0 ü - ” | Zu a " Zerrung”; ‚abgerolit. erden. köriien : und dann. als, ' Bündel yon. ‚bandförmigen' Spiralgefässen erscheinen. ‚„— Eine! solche Zwiebel bildet. erst: nach- mehreren ' : Jahren'»ein.! \eigentliches, "Blätto.e-. Poröse..Gefässe, - : welche‘ Hr, Link: vom .Stamime::des E:"Altensieinii‘ besbachtöte (Icon! “Andtom;” Bötän. Faseieul. II. | RE, 4-33 , habe ich in den ‚ Zwiebelknospen durchaus "nieht beobachtet. ‘chis von E. horridug fand. ich sehr ige: :Spicalgefüäse-ioiie er gungen. Bbn- . ie ‚Schuppen; ’aus di 1 Asille, diese Trondes ent- stehen, sind ‚hierbei | gewiss von. vieler Bedeutung: Ich möchte‘ ; als Blätter schieht: ‚dureh, Extönsion- des bern Theiles... W’ Notizen ‚zur Zeitgeschichte. zu | Hai Eee „starb ‘zu. London der Grün- Ä ident der- Gartenbaugesellschaft IA. der. und "unählen. , Auch. das Wachsthum ; ge- u Knight, ‚der als eifriger Förderer ‚der Hortikultur. dureh! Beispiel, und’ Schriften bekannt ; ist, in einem Alter von. 79 Jahren... cu 0.0 "An die Stelle. des verstörbenen Badearztes De ‚Storch zu‘ Gastein - ist. der dortige Physikus Dr. -d. Kieie' ernannt worden. Bu R , :. Ein ‚anohymer Freund der Wissenscaft. hat einen - ‚Preis von "380: Pistolen ausgesetzt für eine auf ge- nane Versuehe sich stützende ‚Beantwortung‘ der Frage: ‚ob die sogenannten. unorganischen I Elemente 504 Kaltund, Eisen, Sikefum) auch daumin den Pflan- Baur -Wöhler’zu‘ Göttingen ‚eingesandt seyn, &en sich finden, wenn sie deuselbeii nach Aussen nicht "dargeboten werden, 'und :ob jene Elemente . 80. wesentliche Bestandtheile: des 'vegetabilischen Or- “gahisınus sind, dass‘ dieser sie. zu seiner. vollständi- gen Ausbildung durchans.bedarf?. — Die Conem- renzschriften müssen bis zum 1. Januar 1840 an einen der Professoren Bartling, Berthold oder os: SLR Anzrei ge Die reichhaltige Bibliothek ' des verstorbenen Professors Dr. Neesr yon Esenbeck zw Bonn, sowie, dessen Herbarium und pharmacologische Waa- vensäminlung sollem zu Ende August d. J. öffentlich verkatiit werden. : "Der. .gedruckte Katalog -enthält 611-.Nummern auserleseiter. Werke; "welche gröss- tentheils der neueren botanischen und pharmaceuti- "schen Literatur angehören.’ Däs-Herbarium besteht “Aus einer fast voliständigen Sammlung öfheineller Pflanzen, worunter.;auch. diejenigen ‚wonach der “ Verstorbene ‚seine. Plantse..ofieinales bearbeitet hat, “einer Sammlung genau. bestimmter. enropäischer 8 En Pflanzen; ausgezeichnet durch Vollständigkeit der . Exemplare und. Zahl der: Arten, die’dem Verlebten bei der Bearbeitung der Genera plantarıum "zur „Vorlage dienten, und einer sehätzbaren Sammlung Kryptogamischer Gewächse, die’ grösstentheils von den klassischen Autoren stammen. Die pharmaco- logische Waarensammlung umfasst das ganze Ge- biet der aus dem Pflanzenreiche entnommenen Arz- ‚neimittel älterer und neuerer Zeit und ist die Frucht “eines 20jährigen Sammelne.. Denjenigen, welche diese Sammlungen zu kaufen- beabsichtigen, ist Hr. "Garteninspeetor Sinning in Pappelsdorf bei Bonn, als, Beyollmächtigter ‚der Erben des Prof. Nees vonEsenbeck, erbötig, auf Ersuchen nähere Aus- kunft. darüber mitzutheilen. _ wu Eu F # - 5 | Allgemeine | botanische Zeitung. _Nro. 32. . Regensbiig, am 28. August 1838, E 1 Original - Abhandlungen. _ Einige Worte über ‚die Einrichtung‘ von Lakalfloren.. . (Schlass.) | Wi. wöllen nun zwar gerne zugeben, dass . es der Brauchbarkeit einer Lokalflora ‚eben keinen bedeutenden Eintrag thut, wenn auch eine und. die "ändere in der Gegend. wachsende Pflanze in. der- selben ‘nieht aufgeführt ist und dass sich diesem Mangel dureh Supplemente, welche von Zeit: zu. Zeit "geliefert, werden können, genügend abhelfen , lässt, dass daher 'der Mangel absoluter Vollständig- ‚keit kein. hinreichender Grund ist, um dem Schüler für das Bestimmen. nicht die. Lokalflora seiner Ge- - „gend -in. die Hand zu geben. Allein ein: zweiter, mit dem Gebrauche der meisten Lokalfloren ver- bundener Nachtheil, welcher sich . nicht so. leicht 'entfernen lässt, besteht darin, dass diese Floren "gewöhnlich die Pflanzen eines zu kleinen Gebietes, enthalten. : Macht der Studirende eine Ferienreise von auch nur wenigen Tagen, "besucht ‚er eine in der Nähe gelegene Gebirgsgegend :u. s._w.;, so. stas- .. sen, ihm sogleich manche Pflanzen auf, über welche ihm seine Flora. ‚keinen Aufschluss gewährt. wi Flora 1838. 32. ”. , Ai. 506 sich daher derselbe nicht ganz auf das Gebiet seiner Eokalflora einschränken, ‘oder will er auch nur bei Bestimmung der Pflanzen dieses Gebietes ganz sicher‘ gehen indem, hiezu sehr viele Lokalfloren nicht: hinreichen), so ınuss er neben der Lokalilora ‚noch -Koch’s oder Retchenbach’s deutsche Flora besitzen. Gesetzt nun, er erhielte schon auf dem - Gymnasiam Unterricht in der Botanik, und es wird jeder akademische, Lehrer mit mir darin überein. . stimmen, "dass es sehr zu wünschen wäre, dass dieses allgemeiner und ’grün ndlicher geschehen möchte als.’ös. meistens der ‚Fall ist, so hat. er sieh. die . Flora der Gymnasialstadt zu kaufen, später die der ‚Universitätsstadt oder, wenn. er mehrere Uniyersi- täten. besucht und sich nieht nur auf. der einen mit Botanik beschäftigt, die: Floren mehrerer Uniyersi- tätsstädte. Dass aber hierbei in. 'pekuniärer Hin. sicht für- ihn niehts gewonnen wird, liegt am Tage, « Db’ es in: wissenschaftlicher Hinsicht für den Schüler ein Vörtheil ist, wenn ihm eine, oder nach “ einander mehrere Lokalflaren i in. die Hände gegeben werden, anstatt dass er gleich von Anfang an eine = 'zellständige dentsche Flor gebraucht, möchte ich ebenfills bezweifeln. Dass es dem’ Anfänger weit u leichter #öllt, mittelst. einer Lokalfiora zu bestim- ' « meır,. als mittelst einer. allgemeinen denischen Flora, . schlagen, wie ‚frü vüher‘; seitdem wir an Bach E) Sr da ‚er. beim Gebrauch-der erstern unter wenigeren Pflanzen zu suchen hat, ist zwar nicht zu. längnen; allein Hieser Vortheil ist. nieht mehr so hoch anzu % h . .nopsis ein Werk besitzen, in-welchem die diagno- stischen Merkmale mit. einer Schärfe und Deutlich». - keit hervorgehoben. sind, gegen welche jede andere '“ Flor in ‘den Hintergrund tritt und: welches Werk . das Bestimmen mehr erleichtert, als jede Lokalflora, . "Es ist meiner Ansieht nach sogar ein besönderer ‘Werth darauf zu legen, dass man den Schüler ge- wöhnt, mittelst eines Werkes, zu bestimmen, wel ‚ ches bloss kurze, aber gut ausgearbeitete Diagno- ‘sen enthält, und. weiches‘ „wicht, wie so . manche Liokalfloren oder andere in. usum Delphini geschrie- - bene. Bücher, nebenbei . ‚noch kurze Deseriptionen 'enthäkt,. in welchen minder wichtige Punkte, wie Blüthenfarbe ;- Grösse u. s. w] hervorgehoben sind, denn'es’wird wohl Mancher mit mir bemerkt haben, dass. der. Schüler, welcher in dem. Gebrauch einer . präcisen Terminologie noch nicht hinreichend geübt : "ist, ‚auf.die..Diagnosen nicht. viel achtet, sondern sich ..der: in. den Deseripfioneh angegebenen, oft - sehr‘ unwesentlichen Merkmale, als Eselsbrücke he- dient,..um zur Bestimmung zu gelangen, und auf, - „diese "Weise nie im Bestimmen’ sich Vebung er- wirbt, besonders wenn: die ‚Diagnosen Iateinisch ‚und die Descriptionen deutsch gegeben sind. > . Auch der Vortheil möchte nieht nieder anzu . schlägen seyn,“ ‚dass der. Schüler beim Gebräuche einer denischen Flora sich unwillkührlich eine Veber- sicht über den Pflanzenreichthum und, die: Verthei; = Se Aungsweise ‚der- Vegetation eines grossen: "Landes N 508 un u u. “a erwirbt, ‚ein Vortheil, welcher bei der Benützung‘ ‚von Lokalfloren ihm. nicht zu Theil wird. ‚Aus diesen ‘Gründen wird, wie ich glaube, "ein Schüler ‚besser berathen seyn, wenn ihm sein, Lehrer gleich anfangs eine vollständige deutsche. Flora in .die-Hand gibt, welche für ihn im: ganzen Vaterlande ein treuer Begleiter bleibt, als: wenn ihm eine oder nach. und nach. mehrere Lokalfloren ‚angerathen ‚werden. Auch in ökonomischer Hin- . sicht wird ‘er eher- gewinnen, wenn er im Besitze “ seiner deutschen Flora, an jedem Orte, in welchem ‘er Studien halber sich aufhält, ein, Verzeichniss ‘der in der Umgegend wachsenden Pflanzen sich ‚ kaufen kann, denn ein: solches Verzeichniss, . wenn ‘es. zweckmässig bearbeitet ist, kann um ein billiges geliefert werden. Eine’kleine Ausgabe würde auch . wohl ‚der Sindirende nicht, scheuen; soll er’ sich - freilich .die jetzigen theuren Lokalfloren. kaufen, so unterlässt er entweder sich eine deutsche Flora .an- auichifien,. oder wenn er diese benützt, ‚so. wird ». die Lokalfloren‘ nicht kaufen, wie dieses. Hr. vi . Sehlechtend al mit Recht bemerkt. Auf diese Weise wird. er aber des Nutzens verlastig, wel- chen ihm der Gebrauch dieser Bücher ‘gewähren . könnte; desshalb fordert, wie ich glaube, die Rück- . sicht auf den Studirenden eher eine Umänderung in der Bearbeitung, unserer bokalforen, als eine Beibehaltung. derselben. ;: i j ‚Einen ‚weiteren Vortheil, welcher allerdings "Beachtung verdient, können Lokalfloren eher, als B allgemeine deutsche Floren gewähren, nämlich die Möglichkeit, dieselben, wegen eines kleineren Volu- ee er 77 5 mens leicht auf Excursionen in. der. Tasche..mit-. ' führen und sogleich im Freien ‘Bestimmungen vor- nehmen zu können, Leider haben. diesen :Vortheil _ ‘die Bearbeiter von manchen Lokalfloren, bei wel- “chen ‘er "häufig 'sehr leicht zu errathen gewesen wäre, ungeschickterweise ganz "ausser ‚Augen ge-. "setzt: und: "dürch ein grosses Format; weitläufigen . ’ Druck, Aufnahme von - langen: Deseriptionen und “ vielfachen Citaten das’ Buch“ auf ein, zu: solchem’ 'Gebrauche viel ‘zu. grosses Volumen angeschwellt- Dieser Vortheil geht nun auch, wenn statt der Lokal- floren 'blosse _Namensverzeichnisse herausgegeben oe: würden, allerdings verloren, er scheint mir jedoch . nicht bedeutend . ‚genüg zu seyn, um die Beibehal- tung der jetzigen Lokalioren zu rechtfertigen, . be- sonders da Reichenbach’ s Flora exeursoria be- weist, . dass nicht ‚bloss eine deutsche Florä, son- dern selbst die . ‚eines weit grösseren Gebietes dureh i passende Beni üzung des Raumes in. ein leicht trag- " “bares Büchlein gebracht werden kann und wi», viel-, leicht hoffen dürfen: mit der Zeit auch die K 6 ch’sche Synopsis in eitem ähnlichen kleinen Vohrmen zu erhal- “ten. Legt man auf den Vortheil,; auf den Excursionen ‘sogleich, Bestimmungen vornehmen zu können, | einen: hohen Werth, so kann man ja für solche Städte, in welchen’ der Botanisirenden eine ‚grosse Anzahl ist, wie für grössere. Universitätsstä idte, in welchen der . lokale Abentz ‚die Konten der Herausgabe decken Es ” >10. könnte; eine eigene Flora eweursoria bearbeiten, Eine solche Flora dürfte aber. nur diesem Zwecke gemäss’ ausgearbeitet seyn, d.h. sie. müsste mög- lichst- kurze. und genaue Diagnosen, dagegen keine . Citaie enthalten und ius möglichst kleine Volumen gebracht ‚werden. : Schabelis Flora elvacensis, ' an weleher freilich senst nieht viel zu rühmen ist, könnte als -ein Muster der Anordnung ‚und. des - Druckes gelten. Eine solche Flora würde: jedoch die Herausgabe eines für fremde Botaniker, besonders für pflanzengeographische Zwecke bestimmten Na. mensverzeichnisses nicht überflüssig ‘machen, sie >: ‚hätte: nur. einen. lokalen Tweck, ‚wäre. .eigentliches Schulbuch, ei Fassen wir nun, nachdem wir die Zwecke, "welche eine Lokalfiora für den Schüler erfüllt, be- - trachtet haben, als wiehtigeren Punkt‘ den Nutzen ins Auge, "welchen eine solche dem entfernt woh- nenden Botaniker gewährt, so kommt sowohl die pflanzengeographische als. systematische Seite einer Flora in Betracht. Nehmen wir zuerst Rücksicht anf den Pfan- zengeögraphen, so kann wohl die Frage, ob für : . ihn ein blosses Namensverzeichniss eine vollständig ausgeführte Flora erseize, unbedingt bejaht wer- den, dem er bekümmert sieh ‚nicht um den bota- .. nischet Charakter der Pflanze, sondern nur um . ihr Vorkommen, und dieses wird dureh den blos- , 'sen Nanlen ebensowohl angegeben, als durch ‚eine # “er we. SU "Beschreibung: .- Für den Pflanzengeograpkeii ind Laokalfloren. desto bequemer und: brauchbaren; ji übersichtlicher sie angeordnet sind, je mehr’ sieäin _ Beziehung auf die Annahme bestimmter+Formen z als eigener Species: oder als Varietäten. übereinstim- » men, je, mehr sie” ‘in der Nomenclatur überginkom. men, je. ‚mehr. ‚Sorgfalt auf Ängabe, ‚des ‚Ständortes, des. Bodens, , der Höhe, in welcher ‚eine, Pflanze aa vr ze wächst u. dgl.,. verwendet, ist. .. In dieser Beziehung . EN ‚allgemeineren Beitfal werden. also deutsche Lekallloren” sich inet desto en Beifülles zu .e freuen haben,; je mehr - m Ei en. auglichen, allge- en der Pflanzen. steme geordnet ‚die Annahme“ sich der allgemeiner verbreiteten usT „Sie werden- also, willkomme- allgemeiner. ner ‚seyn, ‚wenn. sie nach. Familien, .. als weni sie nach dem Sexualsysteme ‚geordnet ‚sind,ysie werden H finden, wenn hnen die Synop- sis: von Ko ch zu ‚Grande liegt, ‚als wenn. ‚sie anf , der ‚Basis der. Reichenbach’ schen. Flora exgurgo- - "ria Tuben, indem "die. erstere. nach “dem DeCan-. dolle’schen Systeme abgefasst ist und die, ‚botani-, que frangoise eine grössere Anzahl von’ ‘Anhängern zählt, als das Reichenbach”. sche Pflanzensystein; indem ferner die ‚Anzahl ‚der Beduetoren wohl grös-. + serist als-die der Artenzersplitterer‘ ‘oder vielinehr ‚derjenigen, welche der‘ Meinung sind, dasi es gar keine Arten‘ ai Insöfeine wird der von Hm \, . Prof. Zuvea rini gemachte Vorschlag, dieK.o eh'sche 512 Synopsis zur deutschen Standard Flora zu erheben, wohl. wenigen Widerspruch im deutschen Lande ‚erfahren. lan en an "Ob freilich dieser Vorschlag schon in kurzer Zeit von "verschiedenen "Seiten her ‘solche Verzeich. ‚nisse hervörrufen wird, muss die Zeit lehren. Bei- "nahe möchte zu befürchten seyn, 'es ‚werde, die Herausgabe derselben der schriftstellerischen Bitel- keit nicht schr 'schmeicheln. ° Dass” ein solches Ver- zeichniss,_ wenn es ‚gewissenhaft und kritisch aus- "gearbeitet seyn soll‘, dieselbe Mühe, "dieselben -viel- fachen Untersuchungen, die ‚gleiche . ‚sörgsame "Ab. wägung, ob eine Form eine gute Art oder eine Abart ist, erfordert, ‘wie eine vollständig ausgear- . beiteie „Flora; ‘versteht sich von selbst; und: nun soll das’ ganze Resultat einer ‚solchen vieljährigen Arbeit nieht‘ uhter ‘der Form eines: ‘oder "mehrerer stattlicher Bände, "nicht in einem mit Citaten über Citafen steahleiiden‘ 'gelehrten Glanze, sondern im “ inspruchlogen Gewände eines wenige Blätter fül- _ lenden' Verzeichnisses erscheinen, dazu gehört. wohl in ‚manchen ‚Fällen. „einige Selbstüberwindung! Was nun; ober. diese Verzeichnisse: selbst be- wwiffe, so lassen sie sich freilich nicht, wie Wat- Eon, glaubt, auf.50 Seiten, oder gar auf die Hälfte davon zusammendrängen, wenn sie die nöthigen Nachweisungen geben, oder wenn; nicht die meisten Augaben, anstatt mit Worten, mit" Zeichen angege- En 2 r 513 ben werden sollen, welche unstreitig das schlimmste "Auskunftsmittel sind, um’ Raum zu ersparen, zw nichts äls zu Verwirrung. führen, und :deren Ver- miehrang in der Botanik’ um‘ jeden: Preis‘ vermieden . werden sollte, ei. "ar 2 3'Wenun solche Verzeichnisse für deii“ hassen geogtaphen von Nützen seyn 'sölleh, so inush‘ ilihen: ‚ : eine Einleitung: vorausgeschickt‘ werden, in welcher eine. geographisch - geogtiostische Beschreibung des ° Gebietes! der Flora, ‚eine Darstellung‘ der’ meteoro- " logischen: Verhältnisde der‘ Gegend, eine Uebersicht über: die ' verschiedenen Regionen der- ‚Vegetation, über »die ‚Abhängigkeit derselben von den Gebirgs- Wis.uWi® enthalten’istz''dieses’ Alles lässt’s ich auf. wenigen Blättern ‚geben; uhd'es wird‘ erspriess- 2 - Jieher seyn, "wenn der: Verfasser: diese Punkte.: ‘in kurzer Uebersicht erläutert und-sich auf die’ haupt- -sächlichsten Momente‘ ‚beschränkt, "als- weni er, wie, E Lachmann, einen 'gahzen Band darüben schreibt. ‚ „Deii:einzelnaufgezählten: Pflanzen müssen: Notizen über"ihre'Verbreitung, ihre ‚Abhängigkeit‘ von ‘dee "Beschaffenheit des ‘Bodens;'"der. Höhe ‘über dem Meere‘ u. .. w.. beigefügt werden, und zwar in all-- gemeinen übersichtlichen Zügen, nicht mit blösser Nennung von einem.hälben Dutzend: isolirter‘ ‚Stand- orte, ohne Angabe des :gemeinschaftlichen Zusam- ienhanges und der: Bigentkümliebkeit ‚derselben: Erst‘ wenn: diese Forderungen erfüllt sind, leistet ‚ein ‚solches Verzeichniss, was es soll. Dass es \ keine ‘Jeichte Aufgabeist; eine solche ‚Schrift in j 1 ‘allen Beziehungen genau wid: riehtig auszuarbeiten, dass sie grössere Mühe, vielfachere Beobachtungen, mannigfachere Kenntnisse erfordert, als die Ent- werfuug von Diagnosen „and: Aufstellung von ein paar Dutzend Arten und Varietäten liegt am. Tage; wenn. aber solche Nachweisw.gen gegeben ’sind, ‚so, wird. auch ein solches. Verzeichniss schätzbaren seyn;. als.die. meisten’ unserer: ‚Floren, welche von _ . dein Charakter der Vegetation einer "Gegend kein dontiche. Bild geben, 0. » - Andere Forderungen .als der Pflanzengeogräph wird der ‚Systematiker. an. eine Lokalflora stellen, Er wird eher einen Mangel au Vollständigkeit ent- scheldigen, dagegen legt'er..den hanptsächlichsten Worth ‚auf Umgrenzung -der einzelnen Arten, :Gat- tungen und Familien. "Autch-für ihn-wird , sobäll wicht. ‚neue Arten und Gattungen aufgestellt werden, “ein.blosses Namehsverzeichniss: genügen, wenn dem "Namen, eine ‘sichere, -Auiprität, beigefügt ist: ‚und ij in “ zweifelhaften Fällen kritische Erläuterungen. 'beige- "geben. werden. Gegen eihe solche; ‚Einrichtung‘ der Lokalflorei kann eiügewendet” ‚werden‘; es "komme nicht selten vor, dass, eine Pflanze ‚vom: Verfasser ‘der Plora falsch bestimmt werde, und dass dieser * Irethom. nicht auszumiiteln sey, wenn- die Lokal. Aora bloss einen Namen, -aber Keine. nach. der Pflanze entworfene Beschreibung enthalte, : Dieses ist zwar zuzugeben; auf der andern Seite. kann “man aber auch in der neueren Zeit, in welcher dem’ deutschen Botaniker so viele Hülfsmittel zum N ee 31 ‚sichern ‚Bestimmen zu Behote. ‚stehen, mit Becht * an den Verfasser einer "Lokalflora die Forderung stellen, dass. seine Bestimmungen. richtig sind. Wer sich keine. hinlängliche Kenntniss der. ‚deutschen ‚‚ Pflanzen erworben hat,. wer sich nicht die Mühe: = ‚gibt; durch Vergleichung der Pflanzen seiner Ge-. gend mit denen anderer ‚Gegenden, durch: Verschi- = - eken seiner.Pflanzen an- andere, ‚nit der deutschen _ “ ‚ Flor. vertraute Botaniker. u. dgl. sich‘. in zweifelhaf- ten Fällen einer. genauen Bestimmung zu versichern; der soll 'überhanpt: das'Pablikum. mit einer Flora seiner Gegend. verschonen,, denn er wird, wenn ' er. ach; die Pflanzen nach dem. Leben beschreibt, » dennoch ; "genüg Fehler. ; begehen: und. Verwirrung veranlasser ‚Bleibt. dagegen in’ einem oder andern Falle.ein’für den Verfasser nicht zu lösender Zwei: se übrig, ‚oder ‚hat ‚er. neue Beobachtungen über ‚eine, Pflanze. nitzutheilen, se kann, er. sich hierüber "in eiber Anmerkung ausspr chen, und:er „wird.-da- bei den. Vortheil erreichen ‚.. dass: solche ‚kritische ‘ . Bernerkungen. «mehr ins Auge fallen und’allgemeiner . bekannt werden, als wenn sie- von ‚dem -Sehwalle . „der, ‚Deseriptionen gemeiner Pflanzen eingehüllt sind; . Wie werthyoll in systematischer Hinsicht. ein .- blosses Namensverzeichniss Beyn’kann, davon- ‚haben, wir an Meyer’s Chloris hannoverana ein glänzen: .des Beispiel. ‚Dieses Werk kann’ nun freikeli nicht als Beweis dafür angeführt werden, dass: dureh die Herausgabe von Namensverzeichnissen in Bin- - . : sicht auf Umfang und “Preis des literarischen Ap- * © ” R nn es . - Eo.® 3, ‚s16: , parates etwas gewonnen werde, allein. die nähere Betrachtung - ‚des . wohlbeleibten Quartanten beweist auch hinreichend; : dass ohne dem Werthe desselben etwas zu sehaden, wohl drei Viertheile des Raumes . ‚hätten erspart werden können. ee = WI. Herbarien "- Aprostotheca Tungarica complectens plantas sie- ntäs. gramineas ;'cyperaceas et junceas 'Hungarie, Oroktiss et Dalmätiee, „Die Gräser Ungarns, gesam- melt "und. für Bütaniker "und Oekohomen- heraus- gegeben von Joseph SadiexE Professor der Bo- " hass zu Pesth” 0 . Br ne "Diese Gräser-Sammlang des für die Eiforschung u des Pflanzenreichthums.: Ungarns, "Croatiens‘ und Dalmatiens unermüdet und mit seltener Aufopferung thätigeit Prof Dr. Sadler,-der die klassische Ge- ‚gend. von Fiume selbst dreimalbereisie, seit 18% dort :unausgesetzt, ohne’ selbst begütert zu. seyn, einen Bestellten für sich sainmeln liess ‚und durch - No& aus dem übrigen: Littorale vieles durch Kauf aequirirte,. entspricht allen Anforderungen, indem sie sämtliche Gräser ‘der. genannten: Provinzen ..in’seltener Vollständigkeit, "fast in jedem Alter, in - schr gut und naturgemäss präparirten, mässig ge- pressien Exemplaren, in gross Folio auf weissem Papier liefert, wobei die verwandten Arten und - Gattungen thunlichst zusammen ausgegeben werden, und.zwar zu dem. geringen Preise von 2 |. e.M. für. ein Heft von 25 Arten. Die bisher erschiene- “nen drei Hefte enthalten Sp Cyperacen, darunter a “ “; 28 Caricce, 38 Graminee und 8: Juncea und. fol, gende seltnere Arten: ‚Carem. alpestris Au., atrata &E., dieica Huds: PB. rivularis' Kit, von Pesth,, C. ewtensa Good. von:Finme, ferr ıginea.. ‚Schk., Michel ‚Hst., nutans Hst., Sehreberi W., stenophylla' Wahl., verna. Schk. ß." conglobata Kit., ‚Cyperus Michelianus Sk. | von der Theiss, Tongus,. ylomeratus L, Aegylops caudala L. ‘ß. eylindrica H.,. Ayrostis interrupta L., Ara. capillaris. Host von Fiume, Anäropogon. ha- | . lepensis Sibik,,, ‚Grylus L., ‘Arundo Donas; L, . Avena. versicolor KU., Beckmannia eruceformis Hat, . Briza. mawima L:, Br omus squarrosus L., Crypsis sch@noides ‚Lam., Erianthus Ravenne PB., Festuca: ..Hostii. Ein. ,„ovina 9. fluminensis;, Myurus,. rigide, Kieleria phieoides Pers., Lepturus incurvalus' Trin; Phleum. tenue Schr. ad., Poa pilosa L., Lappags ra- comosa.W., Secale fragile MB., Sesleria elongata Hst., : ‚Trisetum.tenue .B. Sch. von: Gedella,. Triticum eri-: : " statum - Schreb.,; Juncus ‚aculus L.; Hoppii Nod“ vog Flame... „ui. Be u : . Dr. Sauter. : UL, Literarische Notizen. ‘ia. Neueste : Schriften. . . = 2. Di ietrich, Flora universalis in kolor. Abbil- theil. 2, Frankfart, Wilmans. 8. 12 Thl. — Römer, Handbuch der’ allgem. Botanik. Hft.. 12. dungen, Abth. IL 64 + 6%. u. Abth. M2—9. _ Jena, Schmid. Fol. 28 Thl. —.W; V. J..Koch,. Synopsis der dentsehen und Schweizer Flora. Ab-- ‘München, Fleischmann. 8. 2 ThlL — Peter- 518 mann, das Pflanzehreich, oder die für Medieiner, _Pharmacenten ete, interess. Gewächse, Liefer, 1. ' Leipzig, ‚Eisenach. 8.2 Thl — Reichenbach, Naturgesch. des. Pflanzenreichs. Hit. 7. u. S., jedes m. 4 Taf. Abbild, Leipz. Franke 4 5 Ph. - Schneider, Beiträge zur. schlesischen : Pflanzen- kunde 1. Zur schlesischen Pflanzengeographie; a. zur Kunde der örtlichen Verhältnisse. Breslau, - Gross, B. u. Co. 12, & Thbl. — Sturm, Deutschl. . Flora in Abbild. nach.der Natur mit Beschreib. I, . 73.74. Nürnberg, Leipzig, Hinrichs. 16. 12 Thl. _ "IB! Noulet, Flore du. bassin ‚Sons = pyränden, Toulouse, 8. 8. fr. —. Dietrich, „erminologi s “der phanerogamischen P Pilanzen. : Aufl. 2... Mit.24 lich. Ei | "Taf. Berlin, Enslin. 8.2 Th — Hoöken, . British Flora. ‘4. ed; 8. :1%sh. col.: 16 sh.—: Lööhr, " ‚Floisi von‘ Koblenz. Köln, Dü Mont-Schauberg. 8.12. Til — Cordier, Beschreib:' u, Abbild. . Zen essbaren und- giftigen Schwämme. Nach dem. - Französ. Mit 11 illum. Abbild, Quedlinburg, Basse, 8. % Thl’ — Dietrich, Forstflora. Aufl. 2. Heft 1-3. Jena, Schmid. 4. 2 Thl. — A. Richard, Nonveaux elemens de botanique et de physiologie vegetale. 6 Ed. Paris, 89 fr. —. Londons u "Eneyklöp. der Pflanzen. Frein. d. Engl. bearb. ‚von Dr. Dietrich. Lief. 9. 10. Jena, Schmid. 4. 2 Thl. Gllum: 4. Thl) — Nees von Esenbeck, ‚Naturgeschichte der europ. Lebermoose‘,. od: Erin- ' nerungen aus dem Riesengebirge.. Bndeh. 3. Bres- u lau, Grass, B.u.6. 22.2 Th. — Spring, über nn . . die haturkiston, Begriffe von "Gattung, Art und Ab: a eie. ‚Eine Preiaschrift,. Leipzig, Fr. Fleischer. .1 Thl. — Endlicher; Iconogr arhia. geilierum” “ lantamam Si. IV.- Vindobena, Beck. -4.-1HThL —- Hübewer und Genth, Deutschl. Lebermeöse in ;getrockn. Exemplar. Lief: 3.4. Mainz, Kupter: berg. ‘8. % Thl. -— Meyen, neues System: der Pilanzen- Physiologie. ‚Bd. 2. Berlin, -Haude'a; SH 8., 24 Thl. —: Reichenbach, Icones Fiore ger- manicee. Cent, IL. Decas 9 et10. Lips. Hofmeisten 4. 32 Thl (edler. 3 Th), —: Sch wabe,. Flora .: ‚Anhaltina. Tom. I. Berl, Reimer. 8. 2 Thl. — De sportes, Flore:de la ‘Sarthe et de la Mayenne. Paris. 8.64 Er. Guimpel u. Klotzsch, Pflan- »en-Abbild. n. Beschreib. zur. Kenntnis. ‚offieineller u Gewächse: I. 1. Berl.;- ‚Hayn. 4 2 ThL-— The "ehild’s ‚Botany. 16...-2-sh.. — The Botanist.-VoLT. 0. sh. ‘==. Endlicher;‘.Genera plantarum se- eundum ordines 'naturales disposita. Nr. VI. et VIE Wien, Beck.: 4, ‚2 Thl..— Hegetschweiler, - Flora der Schweiz. Lief 1. "Zürich, Schulthess. 12. compl. 35° Thl. — Lehmann, noyvarum et mi- ‚ nuS. eognitarum stirpium pugillus vH. Hamb., Per- : thes. 4... 15 Thl. — Maly, Flora Styriaen, Grätz (Leipz.. Mag. £ Ind) 1%. & Th’ Robert, ‚Plantes. phandrogames gui ‚eroissent ‘naturellement aux enyirons de Toulon. . Brignoles. 8. bh: Recensionen. ‚Von A; Dietrich’s Botanik für Gärtner ind. = Gartenfrennde, 1. Thl., und desselben Terminologie a wos sı E + 520 der phanexogam. Pflanzen in E, Meyen’s. Iiterar. Zeit, Nr! 26. p. 485. — Von Alph. DeCandoiles Anleitung zum Studium. der Botanik, übersetzt von Bunge, das. Nr.27. p. 504, — Von Löhr’s Flora von Coblenz, das. Nr, 28. p. 521. (Verf, Schulz), . — "Von '@uimpel's. und‘ Klotzsch’s Pflanzen- ‚Abbildungen u. Beschreibungen zur Erkenntniss ofli- “ eiüeller Gewächse, das. Nr. 29. p. 536, Verf, Schulz). — Von P erle b’s Clavis elassium, oxdi- zum et familiarum atque index ‚generum vegui v vege- abi. das. Nr. 30. p. 555. ; j ..e, Journalistik. . "Fr. ‚Otto und A..Dietrich, allgemeine "Gar- Tenzeitung, 1838. ‘Nr. 16... Veber Kälte, ihre Wir- ‚kungen auf Pflanzen und die Mittel, ‚sie zu verhüten oder unschädlich zu, machen, . 'P 123, Nr.-18, Wir- kung: ’der: vorjährigen Winterwitterung auf die. im - ‚ .Freien- stehenden’ Bänme und’ Sträucher im botani- schen. Garten zu Berlin, p. 187. — Loudon, Na- turgeschichte der Abios cephalonica, p. 139. ° - Pfeiffer, über Lemaire’s Beschreibung einiger . neuen Cacteen, p. 141. — Nr. 21. Otto wd Dietrich, Beschreibung, und. Kultur‘ des Cereus ’ Moertianus., ‚Zuocar. p- 161. — Otto,: Nachrieht über ‘die neuentdeckte Pflanze Victoria regia, p. 164. .. Fürst, Obstbaumfreund, 1838. Nr. 27. _Dr. -&. Lie gel, fünfte Pflaumen - Classification, pP 209. (Ist auch als Nachtrag zur Flora 1836 p. 574. und 1837 p- 471. zu betrachten und : gibt DeCandol- ie s Eintheilung. in Prodram. a P- 532. in dentscher Sprache, wieder.) . , # & Allg gemein. 2er botanische Leitüng, 5 mn 35, Regen, am, 7. Seplenber 1838, Eu Var BE Dur} ‚ Berietigung. eines. Irrthums. in; Betreff‘, der, Säfte- ...eyelose in. den Haaren heterorganischer Pflanzen; .: von: ‚Broß.; Dr..C. H, Sch ultz in. Berlin... im Pilänzenreich unterscheiden lernte; die 'eine in ‘den Ans 'eilem ganz, ‚ gleichartigen Schlauchgeweb i bestehenden niederen, homorganischen Pflanzen, wei che wir „wegen ‘der drehenden kreisförmig in’sich zurückkehrenden ‘Bewegung des Säftes mit‘ "döm Namen der Rotation belegt Babe; die anderd'bei " den anik ‚einem „doppelten sfiis: und | eiliem Zellön- “den Sachkundigen nicht unbekannt, dass man in neuerer Zeit: ‚zwei Cirkulationsförnlen FE Örfärnat - Abhandlungen. . dürch den Namen Cyclose bezeichnen. Nu uir i Hatten vn einige Botaniker (Amiei in Italien und R. BFöv wu Ze ‘und Släck in England), die. mit. den neueren Be: “ obachtungen - ‚der Deutschen’ noch. weniger vertrauf , waren, inzwischen in den durchsichtigen, nur ans Zellgewebe gebildeten Haaren der höheren, mit Ge: Tässen begabten ‚(heterorganischen) Pflanzen eine . ' Säftebewegung "beschrieben, die die‘ ‚genannten Be- . obachter, ohne Rücksicht auf die Cyelose, mit der Flora 1838. 33. Ber “ "OO Kk 522 nn = Rotation in den homorganischen‘ Pflanzen „zusam. _ ‚Mmenstellten, -iüdem sie stillschweigend voratssetzten, dass es nur eine Art der Säftebewegung im Pflan- zenreich gebe, oder doch keine hinreichend genaue Kenntniss: der Cyelose hatten, um einen näheren Vergleich zwischen beiden Bewegungen anzustellen. Indessen hatte besonders Slack, der die genannte ‚Beobachtung‘ von R, Brown in den Haaren meh- rerer ‚heterorganischen Pflanzen wiederholte, durch. aus‘ naturgetreue Abbildungen derselben von einer Tradescäntia ud "einem Pentstemon- gegeben; : die . für, den. Bingeweihten ‚keinen Zweifel darüber las. sen ‚konnten, ‚dass. diese nemeswng, ‚keine Rotation, a 1 u nd Frankreich "bereits, bekannt war. Insbe- n “ sondere hatte, Slack sehr. richtig. gezeigt, dass die . Haare der Tradescantia keine einfachen Zellenreihen j seyen, wie man früher wohl vorausgesetzt, hatte, sondern. dass die Haare vielmehr. eine Zusammen- ‚gesetzte. ‚Bildung "haben und: aus einer epidermati- schen Haut, welche noeh eine innere Zeltenmembran nmschliesst ; ‚bestehen. ‚Slack beschrieb nun die Cirkulation als, zwischen beiden Häuten,.. also. aus- serhalb. der Wand der. inneren Zelle vorgehend, f und zwar in ‚netzförmig anastomosirenden Strömen, die. freilich auf-- und. absteigen, aberi in so vielfachen ‚ Verzweigungen und Verbindungen und. du so durch- - krenzenden "Riehtungen, dass in der That bei den- jenigen, welche die wahre Nator der Rotation und R ” og . 525. - dehen'- Untörschied "von ’der .Eyelose Kkönten;rsich “ aufıdenuexstönzBliekidieVeberzrugunglaufdringen musst&,.t.dass "diöse" Erscheinung: mit'"der: Rotation nieht./die.mindeste! Aehnlichkeit hat; im |&egentkeik ganz mit ‚der! Gyelose :übereinstinnnt, da: die Sdröne. in :gefässartigen |Kanälen! eingeschlossen’ sind; wähs rend :sie: sich: bei‘.der:. Retation’; frei: im Innern’ der Schlauchliöhle drehen: He PoöfsRl: eyar hatin dene eben: enrsghienenen:: 2; Band.sBeinds!inenen "Systäme der: Pflanzenpliykiologie : ‚mim!cherBeobiehtangudiel . ser. Cirkmlation? in- den Häaareib aüch (an ianderen _ . als den:gbnanniten Pflanzen Aviedeblrolt und beschrie- “ ben, :it!jedöch merkwürdiger- "Weise sderkchals bei der Talschen‘/Analogie: mit der ‚Rotatiöh “stehen. gen ” ‚klieben; !wässcw der‘ Thaf“ yon: »Femänd;s dendie ‚Enscheiriungen.: der - Cyelöse.: ‚:geriahi »bekannti sid, . kaum:sollte:serwartet, werden können. Ja Hr; : dem «dei; W; idersprubhij. dass. »eine:»Rotatlon::döch "unmöglich s2wischen ! zwei Zellänwändei® vor'sich + gehen könnte ‚nieht 'entgehenckeishtez gehtisgiweit; | die. ainbestreithai richtigen: Beobachtungerrnäles: bei zähmtenpilnd än:idiesem KaltgahaTunpartheiisch:ge- B= - ‚nauen’senglischen Beöhaehters;: dass nämlich :die_ ‚ Haare der "Tradeseantien: äus Hoppelten: Zellenwän- . ‚den‘ gusaminengesetzb‘ 'seyen; gerkäezu Zip Iöugnen; . bloss»weik'ib diesem 'Falkzdeif ö De . ‚ Rotätjon: nafürlieh'nicht> gepasst tte;' deren ganze; von uns ausführlich gegebene Entwieklungsgesehichte - übrigens‘ auch sonst: so ‚bimmelweit' vom dei: Bewe- _ gungen ‚ü: den: Haaren“ der heterorganischen-: Plaiz . K k 2 Es - “ gen «abweicht, dass ich nicht wüsste) ‚wiössich: den “Vergleich beider" ;nollte \rechtfertigentlässeny;- auch wenn; die Strönie: sickniu innarhalbieiner einfachen Tellenwand :bewegten. Die yoh Hrn: Ma :gegäbenen Abbikkınjen der. Stromheta&'sind'aneh 'beiiweiten wenigen taturgettdusaistidievön« Slack' gegebenen! Be:M. ‚kommt: nur! dunch;iseine Alles‘ vergleichende, aher nicht! untersdkeidenlda"Methöde: 2ir dein" wan- : derkaneh «Besultet,!.dass::.itl denicheterörganisehen Pflanzem: aynek- Versihiedene Cirkülatignent: woiihan- den-keyn müssen; dieeiat in den! Zeilen ;uhd Haa- ren, ‚welche:dersklblesals Rofation inehen:der:;Rota- " Soh «der. ‚hobnengaiiischen’: ‚Pflasizen sbhangdeli;. die zweite.’eine Üyelose, die als eins, paytikulävef: 'gauz \ vehsghiedenk, Erscheinung und abgesondert yon.der eisieren:. betrachtet.: äst. smdDiese.: mbnatürliches Dar. . stellung; könntes: an! zu bunsägliehen- Irrnissen« Au. läss'gebeit, wenn. "man icht‘ 'bald»ein&. Aufklärung darüber; erhielte:, Dei natürlichiimüsste anal wei- ter fragen, in welchen Zisammenhäng.demi zweier lei: Cirkulationen: ins einer ‚and. „derselben: Pflanze . stehen ,.igrielche. Bedeuikog sie..liaben isollten;,;. wa aber:H..M. garı njeks:berührt. ‚Diese! Irrthüämer sind. nuw,dadurch: geiiklärlich,. dass. Hrn. ’M...die Ext- wisklungsgesebichte..des. ‚hebensgefässeystams. gänz- - Koh wnbekanat- geblieben‘: it, und. däsdi.derselbe Ramentlich: die unenfllieh.zarten und feinen: Gefäs- ‚ meta isler, jegentlichen. asa: latieis‘; ; At. Born: der vasa; Iatiris epnirgeta; welche wir in unserer-fran- - ‚ ehslschenPröinghrifisdurch so. ‚viele: Abbildungen Da ee # 525 in fast allent!heterorganischen: Familien” erläutert . haben, garühicht- zur. ‘kennen: schen; ‚Insbesotidere -, sind’ es. die Pflanzen, ‚deren Lebenssäft nichtmil: : chig: ist, wo.:die'wasa- latieis eontrheta" Kusserst'Sart " erscheihen,\und:deren. Darstelling‘ ‘die’ französische. Akademie’ inzderPreistvap&tausdrücklich wünschtey um- die ‚Allgenieinheit! des Hiebensgefässsystems er: wiesen. Zu. scheh.." "Er Mi kingnet: !die: Existenz’ der - vasa Tatichs eohtradta. in "seiner Schrift 'aberkurz: \ weg, ‚weil .!deönie: habe so. etwas: finden’ ‘können. - Wunderlich ‚genug: aber: hat 'er- sie-überall i in: den feinen: Stfomnetzen;' worin- der“ ‚Saft ini die Zellen ‚Ärkulirt; wor Augen gehabt, oline sie-zu ‚erkennen; x . Diese. "Gefässe "durchziehen und; ningebey" die! Yer: = schiedemän! ‚Obgane, : :besonders 'die - Bellen um die : Bekrätionsergäne”"wie‘ ein : ‚feines: Spinngewrebehetz und" sind: bei’ manchen Pflänzen,'w. :E. "bei: denen? ladium-. und. Arum: Arten..selbst nach: der Macera- tion. nöchndarzustellen und “in: ineinem.-Memeir äb- gebildet... Die! Kenntriiss' dieser "Gefässnetze hätte - - , Hrn .Mi alle die: "Wünderdinge‘,;: welche‘ veW: über. ' die Stromnetze der. Zellen: erzählt; leicht: ‚aufgeklärt, Leider ‚weiss‘ ich‘ nicht,‘ -öb nieht gerade: sinchrere dieser: Figuren‘ in; :der.: französischen: Ausgabe‘ mei- - nes‘;Memoirs unter anderen: weggelassen sind, ‚sie werden aber in der unter der. Presse. befindlichen deutschen‘ Ausgabe; ‚mitgegeben ‚werden. He: Mi} aber läagniet nicht: bloss: die: jungen vasa"latieig eo tracta, ‚sondern. äuch die Ahastomasen der Lebeiis“ " . gefässe. überhanpt: und „berufs:sich;- dabei zugleich » PS 520 auf.eine, von: Hra; G,M..R. Link in: den Grond- lehsan, der Rräntackunde gegebene Abbildung, wel- chem ıder. Verf. dabei die Entdeckung. der Veräste. ‚Iungen..der yasa.jefieis der Bupbor bien: »nschreibt; eine Ehre, die Heu @.M, Ru, Link. wohl edölehnen möchte. Ich glaube, nämlich hierbei sur'Anfklärung eines...doppelten Misqverständnisseg die Erklärung . michen zu dürfen, dass Kh.Ern.0.M. BR Lhik auf, fie. sghöne, Gefüsebikdung: in den fleischigen Eunphorbien' mierst ‚aufınerksum' gemacht, \üemselben die, ‚Präparationsggt- und. auch zugleich ein vollstän- . gps , Brüpawat: Jan. Anferligung: einer Zeichnung mitgetheilt ‚habe, und. dass. es- nor. dnreh ‚einen mie unbeksanten: Zufall: ‘geschehen’ seyn kenn, dass Hr. 6. MuB.: ‚Link kei Pehlikation der Abbildung die- ser. Gefässe,. ‚deren. ‚Zeichnung ich... übrigens lange „vonhee:, meinem ‚ Sraezösischen Memoir einverleiht haste , "meiıfen Namen’ nicht genannt hat... Sonder- har genug’hat aber. der Zeichner der von: Hrn. 6. M, R. Link gegebenen Abbildung die Verzweigun- gen wwar. dargestellt, Aber nicht die Ahastömosen, obgleich sie in keinem -guf „bereiteten Präparat zu verk&nnen-sind, und se ist denn nach dieser Ab- bildang.; nachdem man mir des geringe Verdienst, die VWerästelungen gefunden zu haben, abgespre- chan „iger noch gegen mich die Existenz der Am- stomesen gelängnet worden, bloss weil der Zeichner die wen! min. präparirien Anastomosen nicht abge- ‚ bildet ‚hat. In der That aber sind Anastomosen ung Verzweigungen da’'nad zwar: so gut im Zustande ® 5 527 der Expansion. als der‘ jugendlichen Contraktion und nür die’ günzliche Unbekanntschaft mit "diesen Organisationsverhältnissen konnte Hrn, M. so weit abführen,. dass er das vollkommenste Bild einer ‚wahren Cyclose in den, contrabirten zarten Lebens- - gefässen der heterorganischen Pflanzen verläugnet ‘hat, um. es zu einer Rotation zu machen, Die Haare sehr vieler Pflanzen, mit Milchsaft sowohl als farb- losem. Lebenssäft, ‚sind ähnlich wie auch. die Zellen mit ıimendlich ‚feinen Netzen von’ Lebeiisgefässen umschlungen and' durchzogen, und wem noch der mindesie‘ Ziwieifel übrig. ‚bleibt, dass die genannten Strömungen in: diesen 'Theilen wirklich zur Cyclose _ ‚gehören; der kann sich von- der‘ Wahrheit augen- blicklich" an dem Haar der ersten besten milchenden e Pflanze, 2. E. yon den Blumen einer‘ Campanula- Art überzeugen: . Aus den Haaren der Campantle rapunculoides öder Trachelium sieht‘ man den Milch- . säft beim: Dürchschneiden wie‘ aus‘ ‚allen anderen Theilen” ausfliessen.. Beobachtet ° man dieses‘ Haar . durchs‘ ‘Mikroskop, so siebt ‘man diesen Milöhsaft "darin ähnlich "wie in "allen ‚anderen Pflanzentheilen . eirkuliren; hur mit dem Unterschiede, dass die Stromkanä ile unendlich fein’ in den Haaren erschei- nen, Aber ‚keineswegs sind die’ Strömungen” in den Zellen’ abgeschlossen, sondern durch die Äna-'. stomöseni. sind "Verbindungen . der Netze in allen .Theilen, .so dass auch: die Ströme in den Haaren init dem Stromiietze des’ Innern der Pflanze zusam-:! imenhängen, Schon. in meiner ersten Schrift über w r s 2 nn . ‚den. Kreislauf des Saftesi im Schölkraut i im Jahre 1824, "hahe,ich diese Stromnetze und ihre auf- und: ab- steigenden, und- in einander rückkehrenden Rich- tungen. abgebildet und: beschrieben, und „diese Be- ‚schreibung passt so gut auf die, Stromnetze in den ‚Haaren‘ der Campanuls - Arten. und der, ‚übrigen Pflanzen als auf die Cyelose. in allen sonstigen 'Thei- len :dei® heterorganischen . Pflanzen. . Durch. diese ‚vorläufigen Bemerkungen.'glaube ich .der Verbrei- tung der besprochenen Irrthümer und Missverständ- ‚nisse.am besten vorbengen zu können, indem: Jeder, ‚welcher dem Gegenstande einiges Interesse. widmet, sich dureh ‚die ‚einfache Beobachtung des Haares _ einer Glockenblume- das klarste-Bild desselben ‚ver- schaffen kann, Man wird also durch. eine. ‚wichtige Erkemitniss jener Erscheinungen ‚Anden, dass, die ‚Gesetzlosigkeit,.. ‚welche ‚daraus folgen..würde,, dass . bei. mehreren ‚heterorganischen Pflanzen‘ sich . eine Säfterotation ‚wie..bei den, homorganischen, | Pflanzen Anden: sollte, durchaus. nur scheinbar'ist, und viel- .. mehr derselbe zusammengesetzte Verlauf, des Lebens- “ prozesses dureh. die verschiedenen. organischen Sy- ..„stemge. sich auch, bei: allen. denjenigen heterorgani- ‚schen Pflanzen findet,; bei ‚denen der Verfasser die Cyelose ‚mit der Botation- verwechselt hat. Noch ärrthünlicher wäre die aus. jener Missdeutung der : Erscheinungen hergeleitete. Vorstellmg, dass die "COyelose mit dem ihr angehörigen Gefässsystem nur ‚eine. vereinzelte, nicht allen ‚heterorganischen Pflan- ‚Zen. zukommende-Erscheinyng say.) ‚woraus. ‚zigh die 329. Ansicht bilden könnte, dass das System der. Lebens- ' . geflisse. entweder überhaupt nieht. ‚allgemein .sey; ' oder:.dach. denjenigen Pflanzen ‚nicht zukomme ,: in ’deren-Haarzellen, die feinen Ströme der: Säfteeyclosg ” bemerkt sind, . welche der Verfasser fälschlich. für eine Rotation ‚gehalten. : : He: M. ‚scheint: diese, An.‘ sicht zu: haben,. weil. ‚es ihm nie gelungen. ist; die Tage, und..den Bau der: ‚Lebensgefässe auf. den ‚Quer; durchschnitten. ‚zu. erkennen, daher denn, die’wahre . Organisation ‚der Gefässhündel in, dieser. ‚Beziehung " - von ihm überall “unrichtig oder. mangelhaft, darge stellt ist, . Indessen ergibt sich "aus Obigem, dass. gerade. umgekehrt die" ‘yorbin :genannteri Erschei-' nungen.'den:: :sehönsten- Beiveis: für . die. wirkliche Esistenz- der: Öyclose und des: ‚Lebensgefässsystems in allen: -heterorganischen. Pflanzen, wie verschieden . aneh:die Säffefärbung seyn: mag, bilden:: Im Uebri- gen. ‚zeigt sich. auch, ausser ‚dem. unmittelbaren Zu- x sammenhang- der Säftebewegung } in den Haaren mit . der. Cyelose, im- ‚Innern, ‚den‘ ‚mit: Milchsaft ver- sehenen Pflanzen, ‚der Unt rschied dieser ‚Bewegung. in. den-Haarem, von: «der Rotation bei ‚homorganischen. " Pflanzen. .noch- ‚augenblicklich, ;.der durch unsere - „Versuche bekannten. ‚Einsaugung. ‚gefärhter. Flüssig- keiten. dureh den rotirenden-- Saft homorganischer , Pflanzen ,; während die Trebeyssaftgefüsse. überall . entweder ‚gar, keine gefärbte Flüssigkeiten ‚aufneh- men.oder solche doch erst verändert, von dem Spi- valgefüsssystem. aus ‚empfangen,, „. Die Natar ; zeigt also wie, ‚Im Inieryeich, &0 ‚auch. im ‚Pflanzenreich % a: 530 ehe‘ (äurchgreifende Gesetzmässigkeit in der Bildung ihrer 'organischen Systeme und man wird die Gross- artigkeit. der dadurch begründeten Unterschiede immer mehr erkemien, je. näher man den Zusam. inenhaug des Lebensgefisssystems nach allen Seiten würdigen lernt, ja'selbst Diejenigen, welche sich die Allgemeinheit dieses Systems zur widerlegen be- “ mmühen,,. "werden unwillkührlich und unyermerkt die Gründe, wodurch sie es zu widerlegen glauben, ih schiagende Beweise für die Währkeit derselben sich umkehren sehen, , : ' Be u Zusätze zu den Bemerkungen des Hrn. Ansthe- Ber GUTERICK. in‘ der allgemeinen. balanischen iu. Zeitung 1837 9.177. über Erysimum lanceolatun ' Rob. Brown, E. ochroleucum De(., rketiceum Det. und munilum Gaud.; von Dr. Koch in Erlangen, "Seit ein paar Jahren war ieh so nit Arbeiten überhäuft, dass-.nir es, was ich sehr bedauere, nicht vergönnt war, die Zuschriften von Freunden und Gönnern rechtzeitig. zu beantworten, für Zu- sendungen zu danken und meine daraus hervor- . gehenden Beobachtüngen in diesen Blättern nieder- " zülegen. Allmählig wird mir ‘mehr Musse zu Theil, die ich dazu verwende, das Versäumte nachzubolen. Im verfiossenen Jahre schon erhielt ich von Hrn. Apotheker Guthnick in Ben nebst dem “oben bemerkten Blatte der allg. bot. Zeitang ein Fruchtexemplar von Erysimum ochroleucum, wofür : Ich hier, etwas spät, aber von Herzen danke. Die- es ses Exemplar belebrte mich, dass das E. ochroleu: "cum eine ‚von .E, helvelicim DeÜ. (RB. pallens’ Hall. ” &1) allerdings dentlich verschiedene Art bildet; Bis- hev: besass ich‘ von dieser. Pllanze noch kein’Exem- . plar nit ausgebildeter Frucht und die Pflanze selbst "habe ich niemals lebend zu.sehen Gelegenheit: 'ge- habt. Während zehn ‚Jahren habe ich von’Zeit _ ‚du Zeit an die vorzüglichsten‘ botanischen Gärten "Deutschlands um.Samen'dieser Pflanze geschrieben, » aber. bis; auf . diese: Stunde noch. keinen. "erhalten können. "Als.ich: nun ‘die Erysima für die-Dentsch- lands. Florä’ bearbeitete 'und die Arten dieser sehr schwierigen. Gattung auseinander zu :seizen mich, bemühte ; : da‘-Konnte mir dieses: mit allen gelingen, die ich lebend. vor mir hatte; aber von vier Arten ' oder Abarten:, dem’ Erysimum öchröleucum, helveti- cum, rheticum und- pumilum konnte ich bloss -ge- trockneie: Exemplare und. 'nur von’ einer Art, dem 8: ‚helvelicum, ausgebildete Frucht vergleichen. "Die- ser "Mangel an dem. nöfhigsten : Materiale: zür Fest: stellung von Diagnosen, ‚nach. "welehen “man: die ‚Pflanzen auch wirklich. erkennen kann, während.” inich die "zuihr. ausführlichen, aber nicht’ verglei- chenden "Beschreibungen :Gaudin's. ebenfalls im ‚Stiche. liessen, war Ursache, "dass :ich Erysimum behroleucum; helveficum und rhelicum‘ zusämmen- "zog-und durch. einen . verlängerten Griffel von Es lanceolatum unterschied, in der Voraussetzung, dass "man. sich dieser bisher‘ ziemlich verlassenen Kinder ‚in der..Eölge weiter. annehyen Herde, was nun | » 581 we & 532. ® ’ » oo. auch., in .der That. geschölten - ist. In der Synopsis zog. ich zu dem ‚BE, Ianceolatum dus...E. pumilum Gaudin’s, wegen.des in, der Diagnöse "erwähnten "styli brevissimi, und: ein Fruchtesemplat dieses letz. tern, welches ich, in. diesen. Tagen. von Emanuel Thomas.erhielt, zeigt-mir,auch,, dass.ich :hierin „ohne ‚Zweifel richtig. genrtheilt habe. „un Man. würde. aber. das ‚bisher Gesagte ganz un- verständlich finden, wenn ich nieht-sogleich' darauf aufmgeksam: machte, dass Hr: ‚Apotheker, Guthnick in, ‚dem angeführten. Aufsatze ‚unter Erysimum.lan- \ ceolatum ‚sicht. den Cheiranthus erysimoides. ‚Jacguin, - den,Robert Brown. mit,.dem. Namen. ‚Erysimun -Tanceolatum belegt. hat, und: welcher in.:der Deutsch lands Flora und in.der Synopsis Fler. gerni, et.helvet, ” gemeint und- beschrieben ist, ‚sondern das-Eirysimum Tieracifolium Jacg.,: welches; dieselbe; Pflanze mit Erysimum , odoratum Ehrhart ist, versteht. Diese v.. Ansicht ist: dureh: Schleicher verbneitet. worden, -, welcher in 'der letztern Zeit seines Pflanzenverkau- fes unter dem Namen _Cheiranikus firmus, den:De- . Landells.unter Erysinum'lanceolatum. eitivt, das Erysimum odoratum verschiekte. . Früher -äber er- bäelt ieh. .als Cheiranthus firmus‘ von. Schleicher - selbst, ein, sıehr: als einen Fuss- ‚hohes, ohne Zweifel kultisirtes, Exemplar, von Cheirantkus pumilus and Siess, kapıy ;nur ‚derjenige ‚Cheiranthus firmus .sey», er: schon. einmahanfgefhrt, und dann konnte. er dieses - den Debandolls’zu dem Cheiranthus vergsimoides Jagguin ,eiäniej. denn’ das Brysinum -odoratum bat doch’ unmöglich mitdent'Cheiraniius' 'erystmlöides Jacy.- verbinden und'als! yankekas u. zu: ‚Chetranthas . pumilts bringen auch’ “hät "mir Seringe; Äls: er sich nöch- bei"D’e Can’ dolle"befäud‘ 'ein? äh Hahrt gesandteß, auf der’ Pakterze” von: Hoppe gösänniel; " . tes ’Exemplär -des Cheitanthus‘; Örgeimöidis” Jaciin: - als Erysimam : laniceolatum- #DeCandolle‘ bist, Auch:bei Beichenbacks Teonogi’ böt. &#p.38,: 5 gehöktsdie, Vanietät >) riim- -des' Erysihum Ehei: ranihus' “Persöbn‘: ‘aus der Flörk' von- ‚Jen Tnilechitghr dieser: ‚Species, welche ' 'synoi fi? ie. Tanieeohätkım RR: Brownäst, "Redtit: der’Cheiran? this: puniilus als“ Narietkt' "rügegeben ' St," sondem: zu: Es ödorafüim, „welches In“ Whüringe in Menge” vorkommt. Der "Cheikanthus‘ erysundides‘ Jaeg: "3 se ausser den; Alpen‘ 'und dereh® fiächsten" Buigebung - im: Gebiete: der‘ deutschen Plora- nöch nicht gefant “ den:wordemizt Das Erysimitm odoratıim Röthenb: Tconogr. „bot. %.: 165; "gehört "zii | carniohehin Dotiner; ‚oder 2 ‚zu "einer-Vi jet. ‚des‘ E "ödorahmi En yeimams ‚lancdolitum Re Brot’ zu Veistehlit sey; muss man zur Quelle, - "za Höptus kewensis- Zurtiek® . gehen. Die: ‚dert aufgeführten Arten sind wicht zir verkennen; weil gerade" bei’ den’ schwierigen“ ‚der selben die; aegu uin’schen Abbildangen- und’ auch ‚bloss. diese: eier sind. :Rob. ‚Brown führt in: ie Sen Buche zehn” "Erysima' auf, - wovon, ‚E. 'chettan- _ ‚holen, ‚ropandum, angustfoltum, sessililorum, Allid- y . a IR - via: ‚und: orientale ‚bier -zu... vergleichen" ganz; über. - Hüssig. wäre... Es ‚bleiben, demnach noeh’ vier Arten # yon. den im Hortus kewensis aufgeführten,' bei wel. ghen B.gb. Brown die Iarequin’schen Abbild. . gen eitiet, zu betrachten übrig, nänligh,; ‚13 Erysi. MUM.. ‚odoratum- Ehrhart;. „wobei -E; hieraciföhum Jacaı:. eitirt wird... ‚Diese. Abbildung, stellt ein Exem- ' plar dar, an welcheg die: Sehoten, „mehr :aufrecht sind, als gewöhnlich ,. aber:,solche. Exemplare. koin- ‚en, auch in dem, Bairepther oder. vielmehr. :Mng- genderfer.. ‚Gebirge, unter.den.. ‚andern. wiewohl..sel- tener, ‚van; ‚übrigens‘ bezeichnet‘ die ‚Abkildung. und die, ‚gegebene Beschreibung; ‚das! ‚pdoratum- sehr - deutlich, -Djess jst; nun,.die.Pilanze,. welehe‘S chlei- ch: er spä äter als. ‚Cheiranihug.firmus ‚verschickt hat. 2. Erysimum, Vanoealagum; Daatı; ‚wird Oheiroe anihus bildeng- unverkennbar. diejenige, Phanze : Norstell, "welche-.in...den österreichischen, ‚Krainer, ‚Steyer- ‚irkee.nud | Kärpihe en aaehEme anne ist,,. , wie. sie I aeguin angibt und. wie..sie: «sich auch. seit Jahren. 1. anserm Garten ‘erwiesen hat; „sie unterscheidet‘ sich von .dem Fruchtexemplare-.des -Cheiyantluus. ‚pumilus,’. ‚welches. ich in. diesen;! Fagen von., Emanuel Thomas erhalten. habe,, ntir dwich "einen. ‚etwas kürzerw Griffel, was ührigeus‘ wenig bedenten will, .da.der Griffel im: der "Gattung Ery- simum „bei ‚vielen. ‚Arten; etwas- ‚länger. und etwas Ne "fe - Kürzer vorkom mt.. eitirt wird, dargestellt, it, i. 9 Ist. bekanntlich Erysimum suffruiieosnem, Sm: en gel und nicht ‚Erysimum ‚helvelicum DeCanaolie,. ei. Das Eryaimum lanceolatım hat ‚einen. mehr; ‚oder Br niger_ kurzen, „zuweilen "fast. ‚fehlenden ‚Griffel zwei: blühenden Prächtexemplaren, y einem: ‚des: Re OF schroleugum ‚yon. Em anu el. ‚[ho Omas; im u ‚Jara; Pasterze. gesammelt, Aurchaus: keinen Anden kann, wenn jeh den Gri er nicht ders die untern, gar. nicht selten ebenfalls denticulatz' und; auch sinuato- dentieulata, wie, ‚bei Erysis mm. E erepidifolium, was die ’Ansaaten in’ "unserm ( zeigen, und. die Blüthen desselben sind oft so gross und. auch grösser als an aehraleucum.,, kommen 5 aber‘ äuch. um. die Hälfie kleiner vor. Die, ‚Schote:. Bu: viereckig, zwar zuweilen \ ein wenig, vom. "Rücken üsammengedrückt, aber nicht so stark. wie ‚bei * * Ds 536 E: 'ochroleueinm, went das Einlegen : an dem Bönanı- ten Exemplare," dessen Söhoten‘ döch nicht‘ ganz Rt veif‘ sind, nicht auch "eiwäs gethän hat, le inlsähen” Erı jsimum. ochro. Teusien und E. pällens Haut fil.. sind von 'dem' Hrn, Güihnick und dein Hin.Shuttleworth, an ‚der angtführien Stelle treffend ‚äugegeben. Das‘ 'E. shieiidumi, ches Schleicher mir inttgetheilt‘ hat, “unterscheidet sich, .s0 viel‘ ich an den "getrockneten Hixemplaren bemerken kann, von - dem E. pällens . Hall. fl. E. heietieum Dec: dureh ' - i kbstähende; "zuweilen weit “äbstehende Schoten; rel. “che bei: dem‘ Exemplare des Cheiranthus heldetieus Schleich. (Evysimum pallens Hall. GL), welches mir "Schleicher geschickt hat, auf den. aufsteigenden henstielen "gerade aufrecht ‚stehen. Dass dieses . Kennzeichen keine Species "begründen kann; davon überzeugen--uns ähnliche: Eischeinungen“ bei iden - verwandten Arten; wer and "Aus dem "bisher Gesagten‘ ersieht® man, dass bier. "doch .noch’ allerlei "zu "Beobächten' ist. Dess- wegen’ stelle ich die Bitte än die Schweizer Bota- niker,. dass 'sie fir'mieh, wenn sich die Gelegenheit ergeben sollte, ein wenig Same.von Erysimum ochro- leueum ; pallens , rhielicum und pumilum sammeln und inir in einem Briefe 5eflligst zusenden wollen. BDie.Zucht aus dem Samen und. die Vergleichung ‚der. ‚lebenden Pflanzen wird wohl alle Zweifel lösen. Schliesslich bemerke ieh mar noch, dass ich den Namen’ Erysimum pallens dem von E helxelicun desswegen vorgezogen’ habe,: weil’ der 'Cheiranthus ‚helvelieus: Jacq.,: woraus: das Erysimum helveticun ‘ entstanden ist,. eine „ganz - ‚andere. Pflanze darstellt, welche in der Schweiz, nicht, wächst, , —_ ‚len Literber; Nr. 8) Allgemeine ‚betanische Leitung. \ £ Nro. 34. . Regensburg, am. 14. September 1838. 1 Original’ >Abhandlungen. . Phytogeographische Bemerkungen; , von, ‚De C. T. i Beilschmied in Ohlau. cHiezu die phytogeographischen Tabellen 1. u. IL) IL Die sogenannte Bodenstetigkeit der Pfianzen berr..- Die geehrten Leser von Watson’s „Bemer- w kungen über die geographische Verbreitung der@e- : wächse ‚Grossbritanniens” ete. bitte ich, Folgendes. _ als Ergänzung der ‚vom Ueberseizer hinzügefügten dritten Beilage (8. 240 — 251.) autzüsehen,*) *) Als ich zur Uebersetzung von Watson’s Buche die. 3. Beilage; über die Beziehungen zwischen. Pflauzex und ihrem. Boden,- zum Drucke besor oie, und, dabei ° auch bald nach Unger’& so eben angelangtem Werke - „über den: Einfluss des Bodens. ete.” ‘der im nordöst- lichen Tirol gesaminelten Erfahrnügen dieses Autors darüber erwähnte, hätte ich die nothwendig damit zu, vergleichenden „Beiträge\aur Pflanzengeographie” von Osw. Heer gerade ausgelieben und konnte darum’ , damals nicht vergleichend nachsehen und nicht bemer- ken, wie so viele Pflanzen im Kanten Glarus auf ginz -anderz Unterlagen vorkommen. Unter Vergleichung dieser beiden Werke mit-einander gewimen beide an ' "Wichtigkeit für die‘ Wissenschaft: Deswegen. finde ich diesen Nachtrag nöthig. " - 3 _ Elora Ei:: 7 ur Bl 008 B & 538 Eu Bu Die schätzbaren Arbeiten vo Heer (Beite, ‚zur Pflanzengeogr.) und von Unger (über den Einfluss des Bodens auf die Vertheilung der Ge-. wächse etc.) dienen einander gegenseitig zur.Er. gänzung, theils auch als Einschränkung, anderntheils resp. als Bestätigung; beide sind mit Liebe zu Stande gebracht und geben Wirklich - Beobachtetes; den- noch sind die Resultate, so weit sie die von Pflan- zen vorzugsweise ‚geliebten Gebirgsarten betreffen, theilweise einander widersprechend. Die Abwei- chungen müssen ihren Grand in, örtlichen Umstän- den ausser dem Boden haben. Bier so viel: Unter den Pflanzen, welche Prof. Unger um Kitzbühel im nordöstlichen Tyrol zur auf Kalk boden fand und „kalkstet” nennt, sind 112 Phane- "rogamen; nan findet man aber durch Nachzäblen in Heer's „Beiträgen ‚” dass Prof. Hi ger in den Gebirgen- von Glarus von jenen 112° Arten 4 auch ‚auf Schiefer und 55 andere nur auf Schiefer an- ‚getroffen hat, dass Heer nur 4 Crucifere (wovon +» Unger 3 nicht hat und die vierte auf Schiefer wachsend nennt) und Sazifraga eesia als auf Kalk “allein "wachsend anzeigt; — dann finden wir in Wirtg en’s phytogeographischer Abhandlung über „Rheinpreussen (in: Erster Jahresbericht des bot. Vereins am Mittel- und Niederrhein, 8. 125. Sf), ‚dass Yon 45 Arten jener Unger’schen „kalksteten,’ die jene Rheingegend besitzt, 33 dort auf Schiefer wachsen, und nur 12 oder & aller nicht auf Schie- ferboden ; unter jenen 33 sind wieder 9, die nicht EEE 5 mit obigen 4 und 58 Arten Heer's zusainmenfal- Jen; demnach. bleiben. von. Ungers „kalksteten” ; Pflanzen Kitzbühels nach Heer s Aufzeichnungen‘ nur 50 und von diesen laut Wirtgen’s Verzeich- niss nur Al als „kalkstete” übrig, und. selbst. von diesen. dürften noch .Streptopus amplexifolius, Al-- um Vietoralis u.a. abgehen; während dagegen nach Dr. Sauter Gentiana utrieulosa. und angusti- : folia und Helleborus 'niger hinzukommen. Von. 31 „schiefersteten” Phanerogamen bei ‚Unger. gehen “nach Heer $ Ärten'.ab und nach-Sauter'noch 7.andere; dagegen fügt Sauter $ von neuem ‚hinzu: Bot. Zeit. 1837: Lic-Ber, 8. 51, 53. % £ *) Aus Unger’s Verzeichnisse kalksteter Pflanzen . {über d. Einf. d. Bodens, 8. 172. £5 WatsowsBe- merk. 3. Beili-8. 246. f) blieben nach Ausscheidung - jener 4, 58, 9 und 2 Arten an Phanerogamen als bie ‚jetzt unbestrittene: Phleum Michelü, Carem alba, - \ ‚mucronata, firma; Juncus monanthos, Gymnadenia ' suaveolens,. Allium montanum, Salie Wulfeniana, Hyoseris foetida, Erepis alpestris, Hiereeium suc- eisifoliuin , cehondrilloides, sasatile,_ ‚pallescens,' Jacgwini, Achillea Clavene, Buphthalmum salici- , folium, Seneeio abrotenifolius, Valeriana samati- "| ls & supina, Androsace Jactea, Pelicularis Jae- : Yuini, Arctostaphylos alpine, Ehodod. Chameeistus, . Heracleum austriaenm, Bhamnus sazanlis, Sari- frage apkylia, ‚Burseriana, mutata & ewsia, Pa- . ; . paper Burseri, Hutchinsia alpina, Kernera säazat., . Petrocallis pyrenaisa, Coronilla vaginalis, Renine. . Aubridus, Aquitegia atrate; Potentilte, caulescens, . \ otoneaster ‚tomentosus... Dazu kommen nach Heer: u. Bl 540 . u ” Während wir daraus lernen, dass eine Pflanze, die hier. nur auf Kalk wächst, dort nur auf Schie. fer und nicht auf Kalk vorkommt und. der-Einfuss der Gebirgsart allein nicht so erheblich ist, was schon Schouw und neuerdings Watson ausge- sprochen haben, so entsteht die durch weitere Un- . ; "tersnchungen zu lösende Frage: warum, wenn nun dieselbe Pflanze auf beiderlei Formationen gedeihen kann, sie in Glarus ete, nur auf der. einen ander. wärts nur auf’der andern vorkomme, was das Me- chanisch- oder Physikalisch- oder in beider Art Wirksame sey, was den Boden. bier derselben Pflanze zusagend mache und dort nicht, dessen Vehikel der "Boden nur. ‚abgebe, und ob die Gebirgsart allein gleichgü iitig sey, sobald der Boden nur irgendwoher Arabis cerulea Cmd beilidifolia, die aber Unger auf Schiefer bat), Draba nivalis, und aizeides; wid - nach Sauter: Gentiuna utriculosa & angustifolia; Helleborus niger (nebst andern, die aber in Glarus uf Schiefer wachsen). : 5 Von Ungers schiefersteien Phanerogamen. @ 2.08. 181., Watson 8. 227. f) bleiben. nach den Ahzügen: ' Sesleria disticha, Alva subspicata, Junzus triglumis $° erifidus , Oxyria renif., Crepis grandifl.,. Hieractum iniybuc. & angustifot:, Ver«- nica bellidioides, Primula glutinosa, Sedum un nuum, Bhodiola rosea, Sempero. aracknoid., Ar ‚ drosace obtusifelia, Hutehinsin brevicaulis wi "Asitragalus uralensis. Sauter fügt zu diesen hinzu: Earez eurvula & frigids, Artemisia spieata, Are te glacialis, Ligustieum simples, Arenaria eiliate a Polygonoides und Runıneulas- glacialis, x H a oe die nöthigen mitconstituirenden Anorgrnischeg Be-- . stähdtheile der Pflanze (Kali ete.) „enthält. .oder. em- pfängt. »_- Dr. Schleiden drückt sich in Wieg- manı's Archiv, 1838, 1. 49.,. nachdem er erzäblt, wie die. von Unger kalkstet genannte Euphorbia j Cyparissias_ auf Göttingens Muschelkalke fehle, ‚aber ‚ “da, wo dieser aufhöre, bei Wutzenhausen, auf dem’ "bunten ‚Sandsteine sogleich erscheine, so.darüber ° aus: „diese Pflanze ist, also, bald. kalkstet, bald „sandstet, . ‚was darauf, hinzudeuten scheint,. dass „zwar allerdings, der ‚Boden „einen . wesentlichen sinfines auf das, Vorkommen 4 Pflanzen ausübt, E) “ „wirksamen Ursache, ‚die vielleicht klimatisch , auf „jeden Fall bis „jetzt. von “uns. nicht einmal erkannt, 3 „noch weniger „aber als Gesetz ‚aufgefasst ist?” = i Ursachen, davon für die einzelnen, Pflanzen ver- - schieden. und: der Boden nur mehr oder. weniger . ‘oder gar, nicht Träger der ‚Ursachen; ‚für manche Pflanze wäre, ‚mehr "die, ‚Lage. hinsichtlich der ‚käl- tern oder wärmern, trocknen oder fenchteren. Winde yon Einfuss, für andere die Tage. in Bezug. auf} Zum Be Wahrscheinlich nehmen auch davon die Pflanzen nach Uniständen nit ‚kleinerem ? Maasse vorlieb; wie. nach Boussin, ga ult Getreide noch ‘wachsen kant, "wenn . es’ auch nur. so viel. Stickstoff aufnimmt, dass damit nur 1/4 soviel Kleber im Samen sich- bilden kann als anderwärts. ar ‚Ber £ Pharm. N. R. Ns ze Eu 5 Ba “ von "einande £ A v Humb, etc. 8 8.135. £ lch 'ersnchte deshalb re Tr re . 1 . das Licht; für ändere wegen des Regens oder Be- Wässerting von unten bei Schnee- und Gletscher. ahe, für manche die Beschädigung. oder. die Dün- gung‘ ‘dureh: Viehheerden n. s. w. 3 Pianzen-Verhältnisse in verschiedenen Gebirgehöhen, „Als die Abhandlung von Ringier über die Verhältnisse der einzelnen Pflanzenfamilien auf ver- schiedenen Höhen in der Schweiz G. J. 1823) und die Deutschland “und seine Gebirge betreffende von Wiest {1827) erschienen waren, "Nel_mir bei eini- gen "Fähilien, am meisten bei den‘ Gräßern, ihre in den Tabellen jener "Darstellungen ausgedrtickte an- gebliche. grösse reldüive 'Speciesarmuth "auf bestimm-: ‚ten Höhen, besonders’ i in’ der’ montaneh ‚Region, auf, über ‚deren Zählenwerth® "beide Autoren wiederum biweichen: vergl. Pflanzengeogr. n Freunde am schlesischen Gebirge um ‚Anfertigung von Eisten der Dilanzen ihrer Unigegenden, deren höchste zwär nicht Viel i über 2000 Fuss Höhe. er- chi, + Minteist söldher, durch die Apotheker Bei- He et zu Chärlottenbrünfi,” "Grossmä nn zu Kupfer- berz' uid Neumann zu Wü ünschelburg nie nun immehr mitgetheilten Verzeichnisse, obgleich sie nur dürchsehnittlich die Höhe von 15007 ü.d. M. be treffen, ergab sich beim Berechnen, dass das Ver- hältniss‘ der Gräser für jene Höhe in Schlesien von dem in der ‚Eibene. bestehenden nicht abweicht * = Nach ebendenselben Listen und "nach solchen von sindern Bezirken i in ı Schlesien „ 50 weit diese bis jetzt in. 543 | ' (obgleich einige andere” Species aufireten), und so ward wenigstens für diese montane oder submon- "zane "Region meine Vermathung bestätigt: dass Ringier und Wiest. nur wegen: Benutzung zü au irftiger Materialien (weil bis. dahin gar keine ge- nügenden vorhanden} die Gräser für die Bergregion so. auffallend viel zu gering angegeben haben, wel-‘ che Unzulänglichkeit des Materials; mithin Unzu- verlässigkeit ; des Ergebnisses , denn auch andere _ “Familien ‚bei R. und. W. ireffen möge, Da die‘ meisten und die grössten (doch nicht alle) Familien auf den Berighöhen: ziemlich ebenso zu- oder abneh- ‚men, wie in grösserer Nähe der Pole, so wurden die den: polaren’ Verhältnissen: zu wenig entspre- "chenden Angaben ‚der Gebirgsverhältnisse mancher Familien um so ‚Verdächtige. ö Abgerechnet die offenbar auf- Gebirgen. wie gegen, den. Pol hin gegen’ andere Pflanzen zuneh- durchsucht sind, hat Dr. BR. Schneider zu Bunzlau den relativen Reichthum ‘ aller "bedeutendern Pflanzen- familien Schlesiens berechnet in’seinen „Beiträgen zur: ‘schlesischen: Pflanzenkunde: - 1. "Die Veriheilung und Verbreitung der schles: Pflanzen” (Breslau. 1838), Tab. b. - zu 82244. u. 246. Einige Verhältnisse weichen danach .. =, em wenig von den näch Heer für die montane Regien. ° ‚sich ergebenden. ab, was theils im Oertlichen liegen, theils daher kommen ‚mag, däss vielleicht nock nicht . - ‚alle Listen durch vieljähriges Suchen. vollständig ge- worden sind, ‚endlich sie dech nur Bezirke betreffen, die meistens weit. unter Heer's montaner Region‘ liegen: und den meisten Pflanzen nach fast ebenss gut zur Ebene ‚gehören. . > menden Sazifragew und andere alpine Familien, so zeigten für die Gräser und andere Familien nun schon: W atson’s für Schottlands Hochlande (Be.. merk. 8, 64.— 70.) angegebene Verhältnisse weit geringere Differenzen zwischen. = verschiedenen Höhen: die Gräser betragen z. B. in der Berz- ien Winter erhielt ich aber bei Gelegenheit einer Anzeige von Dr. Miquel’s Disguis. geogr. bot. de plantorum vegmi balavi distrib. (Lugd. Bat. 1837) -für die Berl. Jahrb. £ w. Krit, (1838) dadurch, dass Miguel die von: Meyen (Pflanzengeoge, 336. £) nach De Candolle s Daten berechneten “ Verhältnisse für die, Regionen der Pyrenäen unge- prüft eopirt und Folgerungen anreihet, - Veranlassung und Nöthigung, noch . andere’ Gewährsmänner zu . vergleichen ,_ denn - auch die. Berechnungen nach. DeCandolle’s Verzeichnissen in. Mem. @ Arcueil.IIl, schienen mir nicht ganz der Natnf zu entsprechen; ‚in der That hat DeC. seine Listen nicht ‚für voll " ständig ausgegeben, auch sind sie zu anderem Zwecke entworfen, als als vollständige Floren der :einzelnen Regionen oder genau awischen der uud jener Höhe zu dienen, Die meiste ‚und sicherste Beichrung. war nm "hierbei aus Heer's „Beitr. zur- Pflanzengöogr. zu erhoffen, indem in der Aufzählung aller Pflanzen ‘Cand der Hauptyarietäten) bei. einer jeden .angege- ben ist, in welchen einzelnen Regionen sie vor- kommt, (wobei sogar. auf rühmenswerthe Art für 0 Bu » region 2%, höher 3, zu oberst 1: 11,4. — Im letz. er oo. 4 die botanische Physiognomik jeder Region die rela- tive Menge der Standörter und die relative Individuen- . ‘ menge notirt sind), wonach ‚die Pflanzen jener ein- zelnen Regiönen nur für jede Familie summirt wer- . den ‚dürfen, diess natürlich unter Rücksichtnahme nuf gleiche Umgrenzung der Familien und der Spe- ‘cies bei diesen Listen und allen. in Vergleichung “20° ziehenden Floren. Dann aus Unger's Ver- zeichnisse.. aller ‚Gewäthse Kitzbühels von . 2350’ bis gegen 8000’ Höhs (in: üb. d. Einf. d. Bodens), - worin aber die Pflanzen aller Regionen, von der ‚ montanen. an anfwärts, zusammengefasst sind ohnd “ Scheidung. der Regionen. ‘»Endlich aus Watson’s Es Listen. und Tabellen für: 3 Regionen der schotti- <° : schen Hochlande yon der. montänen aufwärts. Gn: „Bemerkungen ete.") und eine e Vergleichung dieser. 3 Autoren, on ° “Darum berechnete ich nach, Heer 2 Angaben. "- die Verhältnisse für alle Regionen und kam unter Vergleichung dieser Verhältnisse mit denen deisel- : ben Familien gegen Norden und unter Beachtung der: bis jetzt bekannten Bedürfnisse mancher Fami- lien oder ‚einzelner Pflanzen (feuchter Luft: ete.) wenigstens für imieh- zu einer bestimmten Veber-_ > zeugung. ‚Das‘ in Betreff. des Geschichtlichen leider. nur negative Resultat, das ich (a. a, 0.) ausspre- “chen konnte, war: „dass vor Heer’s Arbeiten „nicht eine vollständige und’ zuverlässige. Flora. vie- „ber einzelnen. Regiönen eines Gebirges. existirte ;” "8chübler hatte‘ Anstalten "zu: solchen ‚getroffen, « 546 E ne % sein Tod verhinderte die Ausfü ührang). Da ich I: auch Ungers, freilich nur dem Ganzen aller Re- gionen geltendes Pflanzenverzeichniss von Ritzbühel berechniet. hatte und die Verhältnisse mit den nach Heer für alle glarus’'schen Regionen im Ganzen genommen sich ergebenden und mit den in Heers Bergregion herrschenden übereinstimmend fand (weil ‚doch bei Unger die Mehrzahl der Pflanzen der untern .oder Berg-Begion angehört), oder, noch genauer ;. die Kitzbüheler Verhältnisse zwischen denen von Glarus im Ganzen und denen der mon- . ‚tanen Region von Glarus die Mitte hielten, wie zu erwarten war: so: ward dadurch, sowie durch Watsows Tabelle für die nur’ 9 Regionen der . schottischeHochlande, die & kenauigkeit von Heer's “Daten bestätigt; zu solcher. Bestätigung diente so- gar das scheinbar Widersprechende‘ mancher Ver- hälinisse in den Hochlanden, wie z. B. der ‚Jun- dem = 5 bis 3 4, der Cyperacew (von „5 bis zu 5-und 5; nach oben zunehmend), deren Beich- ihnm bier durch Caledoniens Laft- und Boden- Feuchte, die in der Schweiz bergaufwä ärts eher ab- nehmen, bedingt wird. - Demnach kann man sich nur darüber freuen, und muss_.es als einen wesentliehen Fortschritt und “vielleicht epochemachend für.die Wissenschaft be- trachten, dass jetzt durch jene Arbeiten, vorzüglich durch Heer’s Listen für die einzelnen Regionen, - auch in den Gebirgen die Regel- und Gesetzmäs- Ssigkeit dargeihan und ‚endlich ein fester Anhalts-. v . 87. “und Ausgangspmikt g gewohnen ist, von wo aus s0- wohl abweichende Angaben Anderer, zu prüfen sind; ; u “als ach —: was das Wichtigste ist — vergleichende Blieke auf gleiches oder entgegengesetztes ‚Verhalten der Pflanzenlamilien zwischen Gebirgshöhe und Polnähe sich thun lassen, und. endlich den Gründen des abweichenden Verhältnisses zwischen: beiden . bei den einzelnen Pflanzengrnppen nachgespürt wer- den kain (wie 2: B: Ad, Erman diess im nord- östlichen Asien für Pinus-Arten, gethan hats's. Lin- ‚isa, VI, 528. fx P. Larie. fordert troekne Luft: “ das. S. 5313. ‚Wie viel-ist hier zu thun! Man- . ‚che Gevrächse:scheuen mehr die Winterkälte, 'blei- ben darum vom höhern Norden entfernt, gehen aber "ih Gebirgen, auch wo ‘die ‚jährliche Mitteltempera- tur nar seiwacdieselbe ist, hoch ‚hinauf, ‘weil die u Extreme der Temperatur: hier minder gross aus- “allen ‘66. 'a.. Taf. 2. im bot.. Jahtesber. üb. 1832); andöre- dagegen, minder: empfindlich gegen Kälte, fordert nur, die Sömmerwärme,, die im’ Norden aus gleichem‘ ‘Grunde "höher ist; . ‚andere fordern vor " Allem Nässe‘ des,Bodeiis, andere auch’ die der'Luft us ww... "Diess sind: bekannte: Sätze, auch kennt ' man die Reguisite vieler Pilanzen und ganzer Fa-. milien (Filiees ee) ‚schon; ‚aber wie. vieler noch . nicht genug! Und für die Thatsache. solches ver- schiedenen Verhaltens ‘auch bei den einzelnen Pflan- zen und Gruppen die:anatomischen und physiolo- ' gischen Gründe zu finden: diess lässt sich wehl ‚auch. einigermassen erhoffen‘ und ist ja schon ‚für; w \ % Kryptogamen ‚und schnell austroeknende Gewi fchse "meistens erreicht, " : oo Die Benntzbarkeit jener "neuesten Regionen. Floren und die mögliche Ergiebigkeit an Polgerun- gen daraus kann vielleicht durch weiteres Veryoll ständigen. oder Modificiren derselben, wie auch durch Auftreten vergleichbarer anderer ähnlicher Arbeiten, noch erhöht werden, Das obige Resultat ®. 545.) aber durch Darlegung meiner gemachten . Berechnungen zu beweisen, musste ich wegen Mangels an Raume a..n.. O. schuldig bleiben; ich "wollte die Data anderwärts bringen. ‚Sie sind zun in'.den hier beifolgenden. Tabellen enthalten.. Auf diesen sind die Zahlenrerhältuisse für die „wichtigsten ‚oder arienwreichsten. Familien einerseits von Deutsch land .anbis zum hohen‘ Norden, andererseits von der Ebene.der gemässigten Zone an (Holland dte.)- "bis zur Eisregion.der.Gebirge dargestellt... Für unsere. Gebirge . ist Heer's geordiefes Material'das wichtigste, dam "zunächst Un ger's, als jenes bestätigend für die ‚wontaue Region und in Dürchschnitte; endlich Wat- son. Dr.’ Santers Flora ‘von Bregenz in: Bet. 2Zeit./1887: ward nicht mit aufgeführt, theils weil sie, alle Regionen ungeirennt umfassend, wie Un - gers. Nerzeichniss, ' auch noch 'niedrigeres Land, Umgebung. ‚des;Bodenäge’s, mit einschliesst und so nicht reine Gebirgsflora ist, theils..weil sie in den ‚Verhältnissen der. Familien mit denen nach Unger im Ganzen “übereinstimmt, mur mehr Ebene anden- tend.. Krain sach Dr. Graf’s Abhandlung in.Lir 8 sr . Rs ya0seosTagmische AKAD nn | on. (Zu Seite 548) mean - 0 Ye \ j Glarus, nach’ 0. Heen 3 on Schwe pr . “ ae : . Schott. . j Met- eiz, | Kitzbühel, | __._| Hoch- | Lappland. | ville- j ı nach Kock’s bi . & Verh a . hied R Iande, . = Al ' ll R 2300° is 700 im Ganzen: erhältniss in den verschiedenen Regionen : nach “Pi. ‚| Insel Natürliche Familien oder Gruppen. Synopsis Flora RER, ‚m Gen BErSeHEe go wuach „| Ware Fl. app. | Bel. | || germ. & helv üd. M |] 2400° bis 10000° | bal “ In d.Höhe || 64° — 71° Br. rn N. “ a a ü.d.M. montane ine Be “ alpine subni- nivale von 30600° Br. | - . el ol ° , - “ Region pine Re2. Region | valeReg.| Region bi . |- E = 102 02000021 20008 2 | 20007 | 5000 — | 000° —| 85007 | Wine | - - : . FRE " " . eng - 7 R 2 , Spee. | Verhältn. || Spee. ]-Verhiltn.| Spec. | Vernätm.|] 4000° b. | #99,“ | 700° h. |8500° I. | 10000: |, °F Spec. | Verhältn. .| Verhältn. Anzahl aller Phanerogamen | 220 922 Nr | 850 | ui. 80 Sp. | 495 67 Banuneulacen , .°. . | ö nun j | mm u . - Crueifere oe . a 78 1: 29,4 35 1:36. ‚30 1:98 1: 65 ]1: Ws |1l: 19.11: 27 11712 1:27, 20, 1: 2 1:14 zueifer BE SE i19 1: 1%3 || 37 1:24. |:25 12:27 | 1: 3%8 J18s. 5 11: 30. |1: 3 |0 1:16; a 11:5 | 1:04 I EEE En Er 19° [1:21 7 1:18% 7 1: 98. | 1:12. |1: 90. JLra01. J1:10%. 0 - - || 1. Sper. 5 1:9. 0 elvacee a 9 1: 24,5 3 | 1:25; | ,30 12:2: | 1: MB. J1: 24 295 |1: 166 | 1: 6 1:9 28 1: 197. 1 1:154 Geraniace® . u . " ’ . 8 1:287. 3 1:97. | 1 1:690, | 1:557. 10 ) Io. 10. o. 0 i 0 egumms® > eh in hl 20 j1:115. 8 |ıue | 7 J1:9% |1: 78 |1:120. 1: 60. |1:290. 0 v ı j2:095: 10. Rosace® ". er: 2 3: 116 35 1:36. | 25 1: 27,5 l1: 285 |122& ji: 233 |1: 1685| 0 -+ Spee. 15 1: 38. 1:3%5 Ort Dryadee (also excl. Rosa) Dr. a 11 Er H a 1: na Fr I 12.18.11: 24 | 17 1% j1:.156|0 1:16. 21 1: 2,6 1:1052 . ’ ; ' ] : 97 1:5 30. : 81 z . : 4: Par . R x KR Adna ee 5. 11: 9% ii 1:8 || 12 1: 57. 1: ze. 1: 10. 1: 60 15200. N 1 Spee 5; 1; “ - {0 163 Umbeiüfe mol a 3 1:67 16 1:5%g || 17 1: 40,6 |1: 70. |1: 60. :|1: 5. |1: 18 |1: 24!) 1:10 13. 11:38 N: &r - Rubiacce (Stellate) E 9 J122. |. 1: | 2 1: 38. | 1:81. 11: 25611: 30. |1: 55. 11.108 0 9.11: 55 0 Composite, a 32 |1: 72. 10 1: 9%. | 12 1:57. 1: 46. |1: 60. |1:150. |1:229. 0 1 Spee. 6 1: 92. 0 Companulacee. . ! DR. 8 BE |: Bas j17 |1: 751101 ji: Gejı: Brit: Go|ı: Dali: 560 alas | 39 Il: Imr Iliıha Brioavee (incl. Vaccin. et Monotr.; excl, Eimpetr) En 2 ns 12 H De 2» re ra , 1. ee 1: a 2: 33:6 r: 245 0: 1'Spec, 3 Ar: us 1:6 R 7 ntiane®. . ou FR . ” Meere Er : 2 29. 1° 62 * 51. : 34. > :16 ! ze : %. 167. Borragnem 0:0. . . vo. 28 1: 8% 16 1:57 | 14 1:49. |1: 80. ]1: 36. |1:.3%. |1: 294 1:12. 6 , 6 1: Er N 67 ) Labinie, S Serof en ° 2 PR 3 | u 1: 3 HH 1: 5 1: 93% |1:120. |1:150..]1:300. jo !jı Spee. 7 11: Th 0 n. inant crofularin. inch. Veron. $ gen. Serof. 2 excl Verbasch ; : 26, 07 | 2 26,4 | 1° 22,5 | 1: 26 1° 50. |1:220. | 0 ı Sper. 8 1:62. 10 ’ 8% 1: 20,5 35 1: %6 3 11: 1: 084 11: 2% : 1: : 1: a au). 2. . rn 38° 1: 60 » Illu IEmılı ae 1: 36 las a0 las na rm - a s ji: leo ” 7 Euphorbisee® » >... 2, 2 non nn 3 11:9 | 5 J1:m& | 8 |1:280 jarıse. |a:220.|13800 |o 10 0 2. [ira 10° Amentacee ec. Ulmac. & Cemd.. 2.2. DI 2 a i ‘os 1 20 1 m ‚| 23120. |31:360. |1:300. |1:220. 10 0 8 = 0. . - . alleine esonders Pa EEE ar 1: 34, | 1: 37. Jı: 51. |1? 50 |1:55 |0° > 1:40 23 1:.215.11367 Conifere (inel. Taxo) . ne Do 2 ı 1: 1a \ = . ee 2. 1: Frag 1:.80. |1: 90. )1° 50: |1: 55. }0 2:40 19 i: %- 0° Dotamagetonew. 5 N Najaden . En 2 [12189 2. 1:30 6 1:115. 110. g: 99.) 1°150. 10 0 {) B-. 1: 10% 0 . rchide@ . a . , j us nt j 134. 12H . 18: ’ 1:99. Äsparägee (Smilae. ,. "Tan. etc.) . “ .. dl A ae 28 1: 326 | 22 i:31. || 1: 9. 11-30. | 1:.60. a0. ‘ M 10 1; m o 17 ’ Eiliaeea (Tulipac., Asphodel.) ohne Amaryilid. a N 19 1: a7. A ine f 3 1 Ein 1: 1:80. 0 0 0 0 Kurth 4 1:124 0 u ee LI Ien on iorer cn je ze la james 1:46. as In: sn 1: co I1: me lo. 1: | 1:35 It: Graminem . . \ wilden ji jEeles | 66 Jar | 22 j1: 16,411: 18,6 [1° 15. |1: 16. |1: 31. je 1:4 15 Je. je. Glumacea oder die 3 vorigen zusammen R * . 318. 11: FR ‚os 2: u u 1: nal: 16 | ir 14 1er 15 1: 1m (1:12 1:11,4 a8 1: 10 1: &$ erhal Fr aa ’ 62 - 4.417,64.4107. 12 6417, 96 )1: 63.1: 71: 931712 1: 42 23. 11: 46 1: 835 en ältniss der Monoeotyiedonen zu den Dieot ledonen m.lı: . } _— - | aan BSR yledonen | MOM. IN: Br jmaM|ı: 55 MM|1: Sajıı Bzjız Balls elle Solusin je Mit: Dust: 33 & = in nie je nenn RZ _ “ = . Deutschland .Molland, Däne- j Grossbritan- ‚ Irland, | Schweden, Upsala, . a eo - ae olme® “ an | aack, nien; nach ' nach Wao, Pl. upk Labrador, s. 1° 5 st» _- 4 j FOR nach . } j - ; z j . * ’ nn - . Natürliche Familien oder Gruppen. Istrien, |. 5 |] gmach 1500 — 50g0 m. Br. |Maosays Flora Wanzzuneno |, | Re Br. ° cl : j nach Koew’s. Syn. . Maaust Honwem. || (nach Warson.) | 514° — 552°. 350 — 69° Br. ast 60 D n B 2 ERS u ı . } 4 Mi n Tr - £ { Spec. } Verhältn. Spee.‘ | Verhältn. || Verhältn, Spec. |-Verhältn,|} Spec. |Verhältn. | Spee. |-Verhältn. |] Spee-. Verhältn. || Spee. | Verhältn. B - Anzahl aller Phanerogamen- ||. 2906 Ben 475 Lo 1197 1361. 190.1. N 1165 . 2 | 219 RBamuneulacem . 22 HE nen wm. 1.5 | 3 1: 38. 34 1240. | 4 i: 30. 43 va 1: 30,5 9 1: ba | Cracifer® . Be FE 1356- |1: 186 "0... 1: De 1: 9. 68. 113 2%. a7 ea 8 1:25 | Violarie . eat Fe © 21.413138. Be | ee DER £ c)s. |1:170. 7. j1:ı834. || 10 1:116. 6°.) 1:107 5 | Caryophjliea Fe ma 11: ala. 51. |i: 9 1: 3 59.1: 1837 -j1: 4 | 55 1: 2,2 1 % 1:97 18 |: 1m; Mabvacem. » 14 1:208. 2. 1:195 1:19 -6...11:227. -5, 112:180% | 4l5l ‚1:233 4 2 1:321, 0 | Geraniacem . . =» N, nen en 2 1:132. 13 1: 90... B N 18: -l1: 090° | ie 177 | aa 1:88: | 8 1: 80. a Leguminse . . . en 177 1: 164° 57..)12.206 |1:M. 69 1: 19: | 1:25 j.58 ° |1 2,5 | 28 |1°28: 5 1: A | ZRosecer _. er a 107 1:27: 4% E98 Fun .66.° Jı: 2 43 11: 219 46 1: 25,3 || 8%. j1: 20. 20 Be 5 Drjadee (also ohme Bosa) . u. ; . a7 1: 62. 20 i::359 28 1: 487 | 20 1: 47. 26 1:45 15 1: A 17 1: 18. I Crassulacee . . Pe . 29 1,190 N) 12130. 12 1:344. 8 1:117 ıt 1:106 6 1: 107: 1 1:220. Sazxifragew inel.: Adora ee 2e nn 44 1:66 . 5 1:235 ® 17 1:80 | 14 1: 67. 13 1: 90. 3 1: 21a, 7 8 Er Bi Umbellifer@ . . ln Eee 141 | 12 20,6 43 1: 27,3 112.9 _ 61 1: 99,4 | 42. 2° 224 || 38 1:306.| 20° |1: 3% 3 |1:73 4 Rubiacew. (Steifate) Pa u . 36 - [1:80 1a 11 8. : en 19 1: 72. 13 11:7 15 1:77,68 | 8 i: 80, 0 re Composit@.. . ar a . ‘ R , 352 1: Sa5 125 1:2 94 ii: m :- 195 1: 10,9 85 1: 11- 108 1: 10,9 56 a: 11,5 1 18 1: 1%. Campanularea . . ar 1: 66. Jr 11238 1:195. 52: 11:180. 11 1:106 6 1: 107. 1..11:220. Erieweea (mel. Vicein, et Honotr.; exel=Empetr) . A 25 1,116. aaa 11° 84 un 1: 68. 16 1: 587 1 22 1: 5% 15 17.45 | 2 1: 11. { Gentianee 202. a 36 1:80. |... 1°.98. 32 1: 114. 9 17108 10; 1116 3 1:21& 3 1: Nr | Borraginew . ... . . ein . Fa 45 1: 64. 17 I” 69. Pi) 1: 68%. 15 1: 68 18° 1:68 13 1:49. 0 . ii Zabiate : . 5 98: |1: 095 9 1: 924 :jı: m. a Ja es) se laresıi J1: mr | 2 11:220 Bhinanth.& Serofi ulartn. ind. Veron. Er: gen. Serof., excl. Verbaseo 195 1: 99,7 40 1: 29,4 B 41 1:31. || 3 1: 31,3 a 1:.28,5 |. 27 1:24. 9 1: aba. Srimulacee mit Glaüx).. ee 5 A: 6 15 1:78 9.1: | m je | 18 -]1: M. sage B Eu Rue Bay Se 6 Sur u Be Chenopodiucee , : . noeh NT nl aa® Ihr 66 a 1°.88 22 1: a7 j1: 553 | 19. .]1: Bl 9 1:71. 10 ' | Hupkorbiace®. . en ei 32..11: 855° 12 |1: 8% 16 8. 0 eg 71h 12, 51:32 > 0, ; | | Amentace® e, Una. 3 Ce 127 72 12.4054: 39. 17 30 1: 36 45 1:30. 33 12.285 1 40. 2.29 16 I: 40. a u 146 W 2 Salleine Kesonders a 49 4:59 13 >99 ’ 39 T: 45,5. || .20 13:49, 39 1: 39. Ei) I gi 11 1: ELEEEE u -Conifera Cincl. Taxo). . Fe BAEREEER 13 1:19. a: |12294. 3. 1:0. 3 1318 4. 11:29. 3 Jtme |, Je | Potamogeionew & Najadew . . 2 nm. 2 27. |1:107. 19. 11: 6 ss |: 135. | 6 16. [ma m 1:58 1°0 i Orchiiew . en 56 |1: 3% Pe EEE u D ou ee 35 1238| m rem | 32 o Jean) a Je | 2 Jen Asparagew (Smilae., Tamew‘ete.) . Fe „16,2 | 17182 u EEE BER Tu s-jızıe. |te lı:amı! s. Jr:ı94 5..j2:198, |. 2 1:10.05 Liliacee uipae:; Asphod. etc, mit Nartkee: 5 "ohne "Nare HSseE ‚2. Ir AR 15: 11° 78: : j 2.39 1: m.) 17 i:134.} 14 4: 83. 5 1:128.| 0 ge || Juncee (chne Yurthee., gegen Det) . 20. F . 3 41. ir ml 9 1° on 4 25 1: She 15 11: 646 25 1: 47 13 1: 58. 8 “ 1: 255 | Cyverace® . - FE 150 |1: 195° Ce EUER En We Dee ELSE Ct Dr 7 usa EERE Ca Bar Daum EHE ol ae EEE Be Fre ruminee . a 905 ir ısa |. 108 FEST ENETTE 113 4 [1:39 || 77: 11: ma | 96 Jr 1 | © 1: abz | 47 En = Blümasen oder die. 3 vorigen : zusammen Fu 396 - Jar 93 9 Fir Kohl 6 I: Bro 157 1 60) 218 2 55 1119 1: 54 1,88 | Verhältis der Monoeotytedonen zu den Dieotyledenen 281 M|ı1ı Bro 389M. 1: Sorli: 37 (9. 30M. jı:)3 128 M.i1: Zi) SM 1: 97 m3M}t: 37 | 40 M. | 549. = = D na 1887. blieb ausgeschlossen, weil: darin, wie schon die ‚Menge der Pflanzen (1641 Phanerog.) zeigt, Ebenenflora mitinbegriffen ist, auch die Spe- eies nicht genannt sind, dass man sie nach Fami- lien und Species den üßrigen gleich umgrenzen., - könnte. *%) Aus der Tabelle für verschiedene Höhen = der schottischen Hochlande bei Watson S. 64. f. 69. £ ward des Raums wegen nur die grösste Höhe hier ‚aufgeführt zur Vergleichung mit den höheren Regiouen von Glarus **) und mit dem höhern Nor- - den, weil Watson’s Listen für die Regionen’ der . Hochlande noch nicht ganz vollständig sind, theils dennoch die Verhältnisse der 'zwei unteren’ von W. aufgeführten Regionen (10090 — 3009° bh) sehr mit Heers Verhältnissen übereinstimmen und grös- sere Regelmässigkejt erblicken lassen, _ als die Höhen- tabellen von Ringier und von Wiest, woraus zugleich zu‘ sehliessen ist, dass die dort für jede ‚Begion erst festzustellenden Pflanzen ohngefähr in denselben relativen systematischen Verbältnissen zu. . einander stehen, wie die. bereits notirten und be- rechneten. wer) __ Der Columne für Labrador liegt . ” Ungemein viel betragen iu, ‚.Krain die Umbetifera: 86 Sp. = t/ı 9 2 ”) Da die. grösste Höhe in Schottland, 43207, dort um und jenseits 57° n. Br., der jährlichen Mittel- Temperatur nach schon einer Höhe von 7000. in. Glarus (47° Br)’ annähernd entspricht, der mitilern Sommerwärme nach ' . „2üter vielleicht nicht viel niedrigeren. : . #9 Hier muss ich einen Druck- oder Schreibfehler in " Watsen’s Bemerk; in der Tabellen’- Columne für, 2 ne 550, E, Meyen s de pl. labr. zum Grunde, doch ver- " mehrt mit v. 'Schlechtendal's Nachtrage in Lin- ‚nma.N. H. 1.,. wozu ich ‚noch die derch Dier. bach im Arch. d, Pharm. IX. H. 2. nach Zeyhers "Herbar neu eingeschalteten. & a bot. Jahresb, üb. 71885, 'S. 249° hinzufügte, Für die. Melville- Insel R.. Brown in ’Verm. bot. Schr. L. Für ‚Holland Mm iquebs. ‚Disquis. 'ete;, welches Buch am Schlusse ‘eine vollständig systematisch. geordnete Flora ent-. ‚ bält, worin musterhaft dureh den Druck und einige _ Zeichen angedentet ist, ‚welche Pfanzen Holland > mit dem ‚und jenem andern Lande gemein oder Br ® nieht gemein hat u. dgl. Die Columne für Däne- mark konnte ich nieht ausfüllen; sie gründet sich auf eine Abhandlung Hornem ann s über die Pflan- zen ‚Dänemarks, doch mit Einschluss Holsteins (in: Verh. der- dän. . pbilos. ‚Ges. .1821; Edinb. n. phil, ‚ Journ. 1824; "bot; Z. 1825, 13; nach Schoun & "3000° — 3000. . Höhe berichtigen, der auch in die ‘ ‚Üebersetzung und beiläuig in meine. Anzeige von Dr, © Miquel's Buche übergegangen ist. Nämlich: dort stehen die Graminee für jene Höhe als =.1/g 1 allr ‚.' „ Phanerogamen angegeben,‘ was zwar viel glab- i licher wäre als Wiest's Verhältniss (1/43!) und ak 0, das von Mey. en hach DeCandelle’s Daten gefun- ;, dene (*/2s bis 1:23,98); sie machen aber nach. Wat- son dort 13 Artep, also 13/193 aus, di i. Y/aa!, was ganz mit Heer’s Angaben, übereinstimmt, woriach die verschiedenen Höhen das relative Verhältuiss der Geb ser nicht sehr ändern; so’ dass das Vertrauen zu den “ ‚Angaben Beider verstärkt. wird! # 551 hätte das eigentliche Dänemark allein 'nür 1034 Species. Für ‚Grossbritannien diente: Watsons j Bemerk,, Tab. L., doch die Species (und Familien) _ theilweise anders umgrenzt. Für Irland IT. Ma- 3 ckay’ s Flora hibernica comprising the Flowering plants Ferns Characee Musei Hepatice Lichens and Alge of Ireland (Bublin, 1836) : die „Janach sich ergebenden Verhältnisse dienen bei der mari- timen Lage ‚dieses Landes und zugleich als Zwi- schenglied zwischen Deutschland, Holland und nörd- liehern Ländern ganz besonders, Vieles zu bestäti- gen, sicherer erscheinen zu- lassen, ‚andererseits wird durch sein Seeklima manche Anomalie erklärt. Für Schweden, Upsala und Lappland dienten Wah- lenber vg s Floren derselben. , , (Fortsetzung folgt.) in. Botanische Notizen. 1, Den in der Flora von 1832 S. 400. nach- getragenen Wohnörtern der Carew vaginata Tausch * äuf. dem Brocken und in der Schweiz ist auch ‚Schlesien beizufügen, indem Br. Fincke diese Pflanze neuerliehst auf dem Köpernick und dem Kessel i im . Gesenke entdeckt hat. Die allererste Entdeckung. dieser Segge dürfte in Schweden stattgefunden ha- ' ben, indem die von Wahlenberg in Fl. lappo- nica p. 236. aufgestellte Oarex panicea ß, sparsi-. folia sowohl nach Beschreibung "als nach wohl ge- trockneten Exemplaren von der Karesuvando die Identität ausser allen Zweifel: setzen. :% Wenn Hoppe in einer Sitzung der botan. & 5 El “ ; P 7 Be 3 . " Gesellschaft cvrgl.. Flora 1836, 'S. 764). natürliche “ Exemplare mit reifen schwarzblauen. Früchten von Convallaria, multiflora vorzeigte, sO ist es dagegen merkwürdig‘, dass in DeC. Synopsis fl. gall. die Früchte dieser Pflanze nicht nur roth angegeben und sogar. in .die Diagnose: gebracht werden, son- dern dass‘ diess auch eine: Verschiedenheit - von : €. latifolia abgeben soll, der schwarze Beeren u- "geschrieben werden. Wäre etwa die C. latifolia ‚der Gallier von- der C. mulüflora. nicht wesentlich verschieden ? & Ir eben‘. dieser Synopsis werden quisetum Telmaleja, flüueiatile und limösum aufgeführt, wovon eine überflüssig seyn dürfte. 3. Zu den Synonymis. der Honchia quater- ; nella Ehrh., gehört auch nech jenes von Dörriena ereeta- Borkh. in der Flora. der: obern Gvafschaft Katzenellenbogen, welches unsere Florenschreiber bis jetzt übersehen. haben. + 4. Doronicum Par: dalianches L. zeichnet Rei: chenbach als „maxima' species” aus... Ohne dies zu ‚bezweifeln, wollen wir doch anmerken ,- dass "im Salzburgischen am Wege ins Nassfeld D. austria- "cum eine Höhe: von. 9% erreicht: Schon Bauhin nannte diese letztere Art D. masckmüum. "Weissia .Martiana, und Catoscopium nigrt- tum hefern einen Beweis, dass auch Moose ein hohes Alter erreichen können... Wie an Funek’schen Exemplaren zu sehen ist, kann man:an ersterem 0 Jahrgänge und _an letzterem 25 zählen; an einem Exemplar von Mielichhoferia . elongatiı findet man deren 86 und ‚wie tief mag der Rasen noch hin- . eingegangen seyn! ie Taballe, 1. u. 1 e ur Allgemeine bo tanische: Zeitung. Neo. 35. Regensbun. urg, am 21. September 1838. L Original: - Abhandlungen nn. . Phytogeographische Bemerkungen; von Dr. C T Beilsch miedi in Oblau. - Fortsetzung.) Die :Columne. für ' Upsala (Ebene) gewährt ‚zwar bei Familien, deren ‚Pflanzen Verbreitungs- ö bezirke durchschnitilich mittlerer Grösse’haben und die nieht an eigenthümliche Bedingungen gebunden Be sind, Bestätigung. ihrer anderweitig. ausgesproche-, nen: Zu- oder Abnahme ‚gegen Norden zu; ich fügte sie aber hier vielmehr warnunyshalber bei, nämlich zum Beweise; dass man: kleine Bezirke nicht mit grossen Ländern vergleichen darf; bei allgemein verbreiteten & Pflanzen, die überall wieder-. kehren, im ganzen Lande aber, auch nor einmal“ gezählt werden. zwischen viel 'mehr andern, bilden deshalb die Familien, denen sie angehören, im kleinen Bezirke einen grösseren Antheil aller Pflau- zen als,im grossen Lande; ‚so bei Upsala am auf- fallendsten die Potamogelonee in Vergleichung mit, ' ganz Schweden, dann Borraginee, Primulacee, Rhi- nanihace® wegen Veronica; der relative Reichthum‘ an Ericine hat ‘theils ebendarin, ‘theils in- der ziem- lich nördlichen Lage seinen Grund; für Sarifragee .Plora- 1838. 35. - . M m " 554 dagegen fehlen dort die Hochgebirge. Solche Ver. hältnissä inderung zwischen Land und kleinem Be- "zirke kann daher auch einen Maassstahb für die Grösse. der Verbreitungsbezirke der Pflanzen ge- wisser Familien oder für ihre Fügsamkeit in äus- sere Umstände abgeben. *) Die Pflanzen aller. dieser Floren musste ich durch gleiche Umgrenzung der Species gleichwer- ihig zu machen ‚suchen, und zwar vedueirte (oder resp. yermehrte) ich sie auf solche, wie sie in’ Koch’s Synops. Fl. germ. & .helo, umgrenzt sind, | welche den Columnen für Deutschland (dieses mit *), Vielleicht ist bei der hochnordischen Melville- Insel . na N. Br.) die Kleinheit des Bezirks,. wo üe Pimn- zen gesammelt worden sind, weniger von Einfluss auf Vergrösserung des Verhälfnisses einzelner Familien: vielleicht würden die bis jetzt. bekannten dert zeprä- sentirten Familien bei Durchsuchung alles Polarlandes durch Hinzu- und Dazwischenireten anderer Gewächse nicht‘ um Vieles velativ ärmer ausfallen. Aber wir “ können diess nicht prüfen, da noch keine. grössere „reine Polarflora bekannt ist. * Indess ‘dürfen wir, da - "auf jener Insel noch zu‘ wenig botanisirt worden ist, irohl nur auf die Hauptthatsachen ganz sicher bauen, z. B. ausserordentliches YVorherrschen der Graminee und Saxifragee, relativen Species -‚Reichthum an : Ronuneulacee und: "Caryophyliee in Vergleichung mit allen andern Ländern und Regime, ua.w. Die Pflanzenverhältnisse der Färöer (zw. 62° und 68° n. Br.)-s. im bot. Jahresber. üb. 1834, 8. 138. f, kürzer bei Miquel-p. 42; ausführlich in Bainb. n. Phil. Journ. Oct. 1834. Gramin.. machen dort wire Gr. Cor. und Juncem zus. 1/4. 2 . " . " ERS u, Ausschluss Istriens) und die Schweiz zum Grunde liegen; besonders um Vieles waren bei Grossbritau- _ ‚nien die Salices zu redueiren, auch Sawifragee u, a., ‚bei Irland dieselben und Rosacer, bei Holland Gra- minee und Poiamogelones etc.; bei Holland waren auch, manche nach M. selbst ‚nicht einheimische. ‚Arten auszuscheiden; bei Schweden waren Myoso- tides und Maloe zu vermehren, anders umgekehrt, u. s, w.; und damit der Leser sehe, wie ich überall "die Species. genommen, ist deren Anzahl in der Tabelle den Verhältnisszahlen fast überall voran- gestellt, damit bei andern Änsichten geändert wer- _ den könne, was .dann aber auch durchgängig für alle Columnen geschehen müsste. Alles, auch früher schon, Berechnetes,, habe ich also neu berechnet; die vesultirenden. Verhältnisszahlen stimmen theils. mit früher publieirten ganz überein, am meisten -.bei Lappland, *%) theils weiehen sie in manchem - Einzelnen bedentend‘ ab, wie bei Holland, Gross- | , britannien , Labrador. Die“ Familien sind, wegen. „grösserer Conforinität mit ‚ältern ähnlichen Berech- . nungen, 81 grösstentheils nach DeCandolle genom- . men, daher auch Verbascum nicht bei den Scrofu- “ os Er FR *) Miguel gibt (Disguis. p: 40.), die Leguminose in j Lappland (wohl wegen einiger Unbestimmtheit in Wahlenb erg’s Inteod, der Fl. Iapp. p. LXIL 7 als nur 10 Sp. 1:49,65 an; es- sind aber dort nach . Wahlenb. Texte der Flora selbst 15 "Species — 1/33 aller Phanerogamen, wovon 10 im. nielrigern Lande wachsen, : Mm2 Me lariıne' mitgerechnet,, Ulmacee "aber zu den. Amen- tacee wie bei Det; ‚doch. wich ich ‚hin und wie. der.davon ab; so ist z. B. von. Erieine Empetrum ausgeschlossen, Nartheeium von den ‚Junceis hin- weg zu Liliace® ‚gebracht, wo es auch. Watson and’Koch haben..-— Die unterste "Zeile jeder Ta- - bellenhälfte gibt das: Verhäliniss der ‚Monocoiyledo. nen zu. den Dieatyledonen an. (nicht ‚das: zu 'allen Phanerogamen,, wie. solches in der ganzen übrigen Tabelle für die - einzelnen Familien der, Fall. ist), Aus W.ahlenb. Fl. Inpp, zähle ich 157 Mönoeo- ""tyledonen (hicht. 156., wie DeCandolle j., und “ nieht 166. , wie Miquell. e. Pr 423 und ‚338 Di. ‚ eotgledenen heraus, j : Aus der : "Tabelle ersicht | man hauptsjichlich, "dass iin relativen Zu- oder Abnehmen. der Pflan- zen einzelner Familien beim Aufsteigen auf Ge “ birge ebenso. @ine gewisse Regelmässigkeit stait- fiidet, wie gegen die Pole hin, nicht aber grosse Sprünge gemacht werden oder bald Vor- bald Rück- schreiten ‚eintritt, wie'es nach frühern :Darstellun- gen für manche Familien scheinen ‚könnte; *) ‚auch geschieht das Zu- oder Abnehmen nur ‘bei einigen F amilien , 2 Be den offenbar alpinen, in stärkeren m Das. in der Tabelle hinsichtlich Glarus hier und da nöch. bemerkbare Unregelmässire mag im Oertlichen der gerade besuchten Berge...seinen. Grund haben. Achnliche‘ Behandimg anderer Berge und Gebirge wärd diess wohl später ausgleichen. ’ = „37 Schritten :bis zum Mehrfachen - ihres anderortigen , Verhältnisses. Im-Einzelnen aber übersicht i inan z.B.: ‚welche Pflanzenfamilien gleich - sehr auf Ge “. birgshöhen wie gegen ‚Norden relativ zunehmen (wie Saxifragee) — oder abnehmen: Chenopodier, ‘doch letztere erst im höhern Norden, auf Gehirgen ‚schon früher abnehmend; ... welche nur auf Höhen. oder doch dort mehr "als nordwärts zunehmen: Sarifragem, Primulacee — : beide wiederum darin verschieden, dass. .Sawifr. ‚auch auf der hochnordischen Melville-Insel äusserst . reich sind, Primulacee dagegen dort: fehlen!: was theils. die ‚grössere Gleichförmigkeit der: Tempera- “tur auf den.Höhen, theils ‚grössere Trockne zum Grunde haben kann. Ist vielleicht diese: Verschie- deniheit theilweise im Baue dieser Gewächse be- gründet? ’— ist dann vielleicht auch dadurch einst zu beantworten: ‚warum Geraniacew erst im hohen Norden plötzlich 'abnehmen, während ‚die Euphor- . biace@ .diess schon früher und vegelmässig thun? — — Ferner ; : : welche ‚Familien: nordwärts. "mehr "relativ 2u- “ nehmen: Amentace , besonders ‘durch die Salices; welche ' auf Gebirgen zu-;,. gegen Norden ab- nehmen: ° Composite, Cuinpanulacen (und Gen- Tianea >; oo: - auf Gebirgen - abnehmend, gegen Norden. Hast. . gleichbleibend. (oder fast: zunehmend): sehr auflal- . lend die Borraginew, die nur“ erst im: höchsten Nor- den auch zu fehlen’ scheinen. ir 858 Leguminese nehmen nordwärts mehr ab als in der Höhe; Rubiace@ nehmen umgekehrt nach oben mehr; ab; Eabiete und Geraniacee nehmen im Röhern Norden plötzlich ab, wie erst in grössern Höhen; Potamogelone, von grosser Verbreitung (soweit die Gewässer nicht zu lange gefroren sind, weg halb sie im hohen Norden fehlen), machen nur we- gen der Grösse ihrer Verbreitung (die daher kommt, ‚dass ihr Medium, das Wasser, mehr gleichbleibende . Temperatur behält als die Luft, was’allen Wasser- pflanzen zu Gunsten kommt) um Upsala einen grös : sern Antheil ans, als in ganz Schweden zwischen mehr andern Pflanzen; letzteres gilt auch von den . Borraginee wegen der Grösse ihrer Verbreitungs bezieke, wie schon gesagt; Composite, auf Gebirgen zunehmend, nehmen nordwärts schon in England ab; sie scheinen (auf "Kiebirgen) den Kalk weniger zu lieben, »Primulacer, nach ‘oben zu-, hordwärts fast, abuehmend und auf Melville-Insel fehlend, seheinen in den Alpen Schiefer oder. granitisches Gebirge vorzuziehen Gwie auch Gentianee >. Crueifer@ lieben Kalk vorzugsweise; Ranunculacee bleiben nordwärts in 'gleichen Verhältnisse; Sazifragee, nach oben und nordwärts zuneh- ‚mend, sind um Upsala arm, weil dort kaltes Hoch- 'gebirge fehlt; sa fehlen dort auch die alpinen Sa- lices; dagegen ist es den: Euphorbiaceen dort schon fast zu kalt; 559 - " Eiliace® nelimen nach beiden Richtungen gleich- mässig ab; an Gramine® ist Holland, bei seiner noch nicht nordischen Lage, relativ am reichsten, dann Däne- . mark, Grossbritannien ete.; weiter nordwärts folgt der noch grössere Reichthüm aus der ‚Lage; da, wo sie zunehmen, geschieht diess grossentheils ‘wegen des Zarücktretens höberer ‚Gewächse, und umgekehrt. - an 5 2 Woher die Armuth der Unbeihfere ‚um Kitz-, bühel? — in Krain ist ihre“ selative Menge am \ "grössten, Pi 2 Doch kaum bedarf die Tabelle einer Hinwei- ‚süng und Erläuterung. Die Zablenyerhältnisse spre- - chen für sich sbseh man vergleiche 2 B. Euphor- “. “biacee, welche. bei Ländern unter) ‚ ohngefähr glei- chier Breite gleichen Antheil ausmachen bei’ aller ' Verschiedenheit der Specieszahl;“hordwärts neh- _ - men sie stark ab. “ Die Verhältnisse der subnivalen Region Heers “amd die; des 9090" hohen Pie’ du Midi i in den südli! - ‚cher liegenden Pyrenäen nächRamond (Eschweil bot; Lie-BLT. 48.8; Meyen Pflanzengeogr. 8.337, wo, beilänfig gesagt, in der Columne für die- Mel. ville-Insel für: die’ Campanulacee 1:67. zu ‚lesen ‘ist, nich 1: 6,73 stimmen sehr nahe mit: einander überein, auffallend bei den Leguminose; Rosacee, = Sazifrager, Composite und Primulacew; die ge- ringen Differenzen dabei, kommen daher, ‚dass der Gipfel des Pie du Midi bei Ramond nicht ganz % s > 560 der subnivalen Region Heer's entspricht, oder zum "Theil aus lokalen Umständen, wodurch der Pie du Midi die Orassulacee —= 5, hat, s0 reich wie die, Sazxifragew, und die Crueifere == „y. Es bedarf wohl nicht der Erinnerung, wie die Gleichstellung. höherer Breiten. mit grössern Ge- " birgshöhen ihre Modifieationen erleidet, z. B. durch ‘grössere Trockne unserer Gebirge als der. Gebirge und Ebenen höherer Breiten u. s. w., am meisten dadurch, dass im höhern Norden mehr ‚als 2 Brei. ‚tengrade nöthig sind, um :600 Fuss grösserer Ge. birgshöhe zu entsprechen, weil im Norden die Brei- tenzonen der Vegetation gleichsam (nordwärts) ei- tergedehnt werden durch die grössere Erhöhung der Sommerwärme über die jährliche ‚Mitteltempe- „ratur - (die ‚verschiedene Sommerwärmelinien und. _ Vegetationszonen gleichsam, ‚einander der Schnee- äinie näher. drängen als ‚bei uni), daher (die Ge wächse in der Ebene und auf Gebirgen des Nor- ‚deng höher hinauf gehen, als nach. der Mittel. . Temperatur möglich wäre, daher auch die Baum- ‚grenzen *) so- weit nordwärts und aufwärts gehen, dass sie endlich auf, nordischen Gebirgen gegen die 7 Weiche Bäume hier oder. . dort. die letzten sind, wird . „dureh Speeielleres bedingt, z. B. dass Pinus Abies L, ‚die i in der Schweiz die Baumgrenze bildet, in Lapp. Jands Alpen der sirengeren Winter wegen unter der Birke zurückbleibt, welche, weniger durch Kälte af- -"eirt, durch die Sommerwärme höher hinaufgelockt wird und bleibt. - ‚561 ‚Schneegrenze eonvergiren, d. h. der ‚Schneegrenze und. sich unter einander näher t treten, als bei uns: was denn auch mit sich bringt, dass für Schweden ' von 58° an bis 66° Br. (5. Meyen’s Pflanzengeogr. 265.) nicht bloss $ — und für Lappland nicht os 2 Pflanzenregionen, söndern eine’ mehr anzu- nehmen seyn möchten; (a. a, ©. sind nämlich für ‚Lappland nur Meyen’s sogen, Zone der Alpen- . ‚rosen und die der Alpenkränter durch das Schema angegeben und bei. jenem. Schema auch nur’ mög- lich);: denn es reielit auch die Zone der Nadel- - 'hölzer entschieden bis in ‚Lappland — und die der Laubhölzen‘ 'bis weit Jenseit 5 55° ‚In Schweden, ‚selbst -in Lappland. hinein. ; en a "Wie Watson. als‘ zweckmässiger. "Yorschlägt, die: Pflanzenregionen ' nach dem. Vorkommen 'be- stimmter. Gewächse abzugrenzen, statt. nach abso- ‚ Auten Höhen, und wie. er diess für. sein Gebiet selbst ausgeführt‘ hat, ist. in. seinen „Bemerkungen üb. die A -Verbr.” ete. bei den. Regionen und an der u 1nege dazu ausführlich vorgetragen. .: Zu | . Es bleibt noch zu erwähnen,“ dass Philippi in seiner “Abhandlung: „üb. die’ Flora Sieiliens in Vergl. zu den Floren and. Länder” Gin Wiegm. Arch. 9.9. 1. Bd. S 337 — 366. mit e. Charte), worin er viele Länder von Arabien bis Lappland nach den Verhältnissen der Familien mit einander vergleicht und das Zu- und Abnehnien ihres Reich- thums auf einer, Tafel durch sich hebende oder _ u "senkende . Linien schön versinnlicht, das Beispiel “ “ 562 gegeben hat, die Verhältnisse statt in gemeinen Brüchen lieber in Procenten auszudrücken (oder zu grösserer Schärfe in pro-Millet. So wird die Zahl grösser, je reicher die Familie ist: Gräser ‚und Juncee, in ganz Deutschland gegen „%; und „x, ‚lauten dann — 71 p. M. und 14 p. M. "Zuletzt auf die hier beifolgende Tabelle zurück- zukommen, so zeigt diese abermals, wie nicht in den absoluten Speciesmengen, sondern iu ihrem Verhältnisse zur Gesammizahl der Pflanzen der Vegetations-, und der klimatische Charakter einer Gegend im Vergleichung mit andern ausgedrückt wird und sogleich in .die. Augen fällt; "man sehe „die ' auffallende Gleichheit des "Verhältnisses der Umbellife we, Rublacee, Sulicineete. zwischen Gross- -beitanaien und Irland bei. aller Verschiedenheit der -Speeids- Anzahl, andererseits den von’ selbst er- "klärlicken Reichthum an Glumacee und Potamage- toner in Holland- u..s. w. — Mögen die Zahlen er- „scheinen:.nur durch sie sprechen die Gesetze sich erkennbar. aus, sogar nur. durch sie wurde diese Gesctzmässigkeit: entdeckt. _.: . (Schluss. folgt) I. Gesellschafts- Versammlungen. Sitzungen der. k. botan. Gesellschaft am 3. Pebrusr, 5. März, 2 April, 7. Mai, 11. Juni und 2 Juli &. J. Es wurden folgende Gegenstände. als eingegan- . gen vorgelegt: : . A. Beiträge zur Bibliothek. : D A. ‚Bertolonii Flora Italica. Tom. De U, [3 Pu 563 fase. 1. et 2. Gesch, d. Hrn. Magistrats-Assessor - Tommassini in Triest. 2) &. Lorinser, dissertatio inauguralis medico- botanica sistens, eonspectum Stachyopteridum (sensu latiore) in Bohemia sponte nascentium. Prag, 1837. Gesch. d. Verf. 3 Naturgeschichte der drei Reiche, herausgegeben ° von den Professoren in Heidelberg und Jena. 36. 37. u. 38. Lieferung. _ Gesch. d. Verlags- handlung Schweizer barth in Stuttgart. 4) Nova acta physico - medica Academiz'- Ciesa- : rexe Leopoldino- Carolinze nature euriösorum. Tom. XVII, P. I Bonn 1837. Von’ Hrn. ‚Präsid, Nees v. Esenbeck in Breslau: _ 5MJ. "Löhr, Flora von Coblenz. Cöh, 1538. Geseh. d. Verf. _ : Be 6 Fr. J. Graf v, Hochenwart, die Eröffnung - “des Landes-Museums i in Laibach, Laibach, ‚1832. . - Gesch, d, Verf. = 7) ılesselben, Jahresfoier der röinung d dös Landes. - Musenms i im Herzogthum Krain, am 4. Vet. 1832. : Laibach, 1832, Gesch. d. Verf 00% 8% desselben, Leitfaden für die das Landes-Musenm in Laibach Besuchehden. ‚Laibach, ‚1836. Gesch. däVelıl 00. , 9) desselben, Landes - "Muse 1 im ı Herzogthume Krain 1836 —— 1887. Laibach, 1538. Gesch. _ 'd. Verf : " 19) desselben, Beiträge zur Naturgeschichte, Land- wirthschaft und Topographie des Herzogthums 564 31} Krain. UÜrstes und zweites Heft, Laibach, 1838, Gesch. d. Verf. J.6. Zuecarini, plantarum novaram vel mi- nus cognitarum, quoe in horto botanico herbario- que vegio monacensi seryantur faseiculus ter- tius, Üaetew. Gesch. d, Verf. A. E, Lindblom, Fragmenter of en vese i Norge aor 1837. Lund. 1838. Gesch, d. Verf, Physiogr alıska Sellkapets Tidskrift. Wörsta- ‚tredje Hättet. 1837 — 38. Gesch, d. Hın, Dr, Lindblom. ‚3 A. F, Spring, über die naturkistorischen Be- griffe von Gattung, Art und Abart und über die Ursachen‘ der. Abartungen in den organi- schen Reiche, Eine Preisschrift, reipeig, 1838, . 15) Gesch. d. Verf, Al .enltori delle seienze naturali ed: ä chiunque - brama avere nozioni esatte concernenti la eom-- petenza del Prof. G. Jan sopra {I museo di ‚storia naturale eie, Parma, 1838, ‚ Gesch. d. ie 19 ‚Hrn. Prof. Janin: Parma. van der Hooven en de Vriese, Wijdschrif voor. Natuurlijke Geschiedenis en Physiologie. Vierde Deel. 1—4. Stuk. Leiden, 1837 — 3. Gesch. d. Hra. Prof. Vriese in "Amsterdam. K. Graf von Sternberg und J. V. Eller von Krombholz, Bericht über die Versamm- lung deutscher Naturforscher und Aerzte in Prag im September 1837, Prag, 1838. Gesch. der Verf. 3: ee 7 18) Perleb, Clavis elassium, ordinum et familia- rum, atque index generum reg vegetabilis. Friburgi, 1838. , Gesch. d. Verf, 19) Dietrich, neuentdeckte Pflanzen, ihre Cha- vakteristik, Benützung und Behandlung, hin- sichtlich der Standörter, Fortpflanzung und _ ‚Vermehrung. Auch unter dem’ Titel: Neuer Nachtr ag zum vollständigen Lexikon der Gärt- nerei und Botanik ete, 6. u. %. Band.’ Uln, 1837. . Geseh._d. Verf. 30) Liegel, systematische Anletiung zur Kennt- niss der Pflaumen. Passau,- '1838. Gesch, ed. Verf. 21) Koch, Synopsis der deutschen und Sehweizer , Flora. Zweite Abtheilung. Frankfurt am Man 1838. Gesch. d. Verf. wu Bruch et W,D. Schimper,. Bryologia euro- ' pwa seu genera muscorum europxorum mono- _ u graphice illustrata. .Fase, L' ‚Stuttgart, 1837. " Gesch. 'd. Verlagshandlung Schweizerbarth. in Stuttgart. oo“ 9 - w 98) Verhandlungen des Vereins zur: ‚ Beförderung - des Garienbaues in den k. preussischen Stan. ten. 27. Lief. Berlin, 1835. Gesch. d. Vereins. 24) F. A. W. Miquel, de Noord-Nederlandsche vegetatie, in hare hoofdtrekken vergeleken met die der Pruissische Rijn-Provincie. ‚Rotterdam. Gesch. d. Verf. - 2 desselben, &. J. Mulder et W. Wende ; bach, Bulletin des seiences physiques et natu- # 566 . valles en Neerlande, Aunde 1838, Leyde. Gesch, d. Hin. Dr. Miqnel, 29) A. Steinheil, sur lindividualit@ dans le vegne vegdtale. Gesch, d. Verf. u B, Für das Herbarium. , 3 Von Hrn. Apotheker Dr. Schultz in Bitsch: die erste Centurie seiner Flora Gallie et Ger manie exsiccata, ‘2 Von Hen. ‚Dr. Ludwig Küchel zu Wien: . über zwei 'Centurien derjenigen getrockneten Pflanzen, welche Hr. Kotschy in Griechen. land, Aegypten, Syrien und auf dem Gebirge Taurus gesammelt hat, 3) Von Hrn. Apotheker Bökeler in Varel: eine sehr interessante Sammlung getrockneter Ge-' ‚wächse seiner Gegend, worunter besonders - yiele See- und Strandgewächse. . % Von dem Würtembergischen naturhistorischen Reiseverein: die ägyptisch - arabischen Pflanzen . von Dr. Schimper. ” Von Hrn. Prof, P. Joannes Gries in, Salz- “burg: 7 Dekaden seltener Pflanzen vom Radti- "stadter Tanern, dem Gasteiner Thale und Rau- riser berg " j 6 Von Hrn. P. Meritz Angelis in Admont: eine ansehnliche Anzahl seltener Pflanzen der dortigen Gegend. \ . 7) Von Hen, Apotheker Löhr in Trier: mehrere seltene Gewächse der dortigen Gegend. -,83-Von Hrn. Dr. Hübener auf der Platte bei % 3), 4 N Gartens in St, Petersburg: eine ansehnliche - Sendung frischer Samen des dörtigen‘ Gartens. ‚die 567 Wiesbaden: . Deutschlands Lebermoose in ge- trockneten Exemplaren. 3. u. 4. Lieferung. _ Von Hın. P, Wierzbicki, Bergwundarzte in Orawieza: eine Centurie Banater Pflanzen, Von Hrn. Prof. Brassai in Klausenburg: mehrere seltene Gewächse aus Siebenbürgen. Von Hin. Prof. Dr. Braun in Karlsruhe: meh- rere Algen und andere seltene Gewächse der’ "badischen Flora, dann eine vollständige Suite der dortigen Tilien. Von Hrn, Director v. Voith: die Sammlung seiner Erysiphen. .. 0% Für den botanischen Garten.” _ Sämenverzeichnisse von ‚den Vorständen der botanischen Gärten in Bonn, Breslau, Karls-. ‘ruhe, Darmstadt, Erfurt, Erlangen, Freiburg, Greifswald, Halle, Kiel, München und Prag. Von Hrn. Prof.: Ber nhardi in Erfurt: eine Parthie frischer Sämereien. - Von Hrn. Dr: Graf in Laibach: seltene Säme- reien der dortigen Gegend. Von der, ‚Inspeetion des: kaiserl. botanischen j Schriftliche wissenschaftliche Mittheilüngen an Gesellschaft machten die Herren Dr. Beil. schmied in Ohlau; ‚Prof. BrassaiinKlausenburg, Kustos Freyer in Laibach, Rainer Graf da- selbst, Prof. Dr. Hornschuch in Greifswalde, Hof- vath Dr. Koch in Erlangen, Dr. Klotzsch in Ber- 568 “. lin, Apotheker Löhr in Trier, Hofe, Dr. v. Mar. tius in München, Prof. Mohl in Tübingen, Apo- iheker Müller in Medebach, Prof. Petter in Spa- latre, Dr. Pfeiffer in Kassel, Moritz von Rai. ner zu Haarbach in Mailand, Apotheker Raben. herst in Luckau, Dr. Sauter in Mittersill, Dr, Spring in München, Geh. Hofrath und Prof. Vo igt in Jena, Sindies. Walpers in Greiiswald. Diese durchaus sehr schätzenswerthen, Mittheilimgen sind theils schon durch gegenwärtiges Organ zur Oeffent- "lichkeit gebracht worden, theils wird dieses dem. nächst geschehen, ; Zu correspondirenden Mitgliedern der Gesell schaft wurden aufgenommen: u Hr. Prof. Brassai in Klausenburg, „ Pr. L, Köchel in Wien, .» Dr. 6. Lorinser in Prag, . „» Moritz v. Rainer zu Haarbach. in Mailand, „ Dr. Schnizlein jun. in Windsheim. » Dr, Spring, prakt. Arzt in München. ‚„ Bergwundarzt Wierzbicki in Orawieza. „ Zum Ebhrenmitgliede: Hr. D. F. 6, v. Schlechtendal, Präsident ds | k. preuss. Ober-Landesgerichts zu Paderborm. ' Allen grossmütbigen Gönnern und vershrien Freunden der Gesellschaft, welche ihre Theilnahme an der Förderung unserer Institute aufs Nene so lebhaft beihätigt haben, sey hiemit noch der in- nigste, herzlichste Dank ausgedrückt ! I Todesfälle Die k. Gesellschaft hat: neuerdings den Verlust von zwei ausgezeichneten Mitgliedern zu betrauern. Am 24. August starb zu Berlin Dr. Adalbert von Chamisso (eigentlich L. Ch. Adelaide d. Ch, de Bonconrt), Inspeetor des k. Herba- riums ete. daselbst, im- 58. Lebensjahre; am &. desselb. Monats zu Laibach Dr. Sigmund Graf, Apotheker daselbst, nach. kurzem Krankenlager, ‚am Scharlach. Friede sey ihrer Asche! Alle vemeine botanische Leitung. mans Nro..36. Regensburg, am 28. Soptemher 1838. n I. Original -Abhaudlungen. Phytogeographische - Bemerkungen; von Dr..C. T. Beilschmied in Ohlan. ... (Sehluss.) Die Rücksicht, dass man bei phytostatistischen Zahlenvergleichung gen nicht grosse Länder- und kleine Städte-Floren zusammenhalten dürfe, kann ich nicht aufhören für nöthig zu ln obschon Hr, Dr. Grisebach Linnza 1838, H.2,.8..162. £) einen. | _ Irrthum darin zu finden glauht. D.6 r. unternimmt es nämlich, ausgerüstet mit Kenntniss der Resultate “der meteorolegischen Forschungen‘ von Kämtz und Dove ete, und als Botaniker in einer:vielfach lehr- :” zeichen und auf die sichtigern Wege hinweisenden - Abhandlung " woron wir Fortsetzungen! wünschen u) In Linnea 1838, 8. 159-- 900: Ueber den Einfinss % des Klimw’s auf die Begrenzung der natürlichen Flöten. Anm. "Anfänger könnten Einiges darin missverstehen, "zB. die Worte $. 188: „dass die Vertheilung der “ Von Dr. A. Grisebach, Privatdocent in Göttingen. — ‘ Wärme.in der Jahreseinve und "der Eintritt der Wende- j punkte auf der ganzen Erde gleichförmig” seyn dürfte, nach Känitz Meteor. I, 197°£., beide. Antoren meinen hier nur besonders die Gleichheit der Monate und Tage, wo die grösste Wärme und wo die Mitteltempe- Flora 1838... 36. Nu, ” " müssen, mit weitem Umblicke das Bestehen solcher unterschiedenen pflanzengeographischen Reiche oder . „natürlichen Floren” auch physikalisch- geographisch, : besonders meteorologisch zu begründen und ihre . deutliche Abgrenzbarkeit darzuthun, — natürliche . Floren, wie deren, nachdem Al: v. Humboldt schon Haupt- Gruppirungs- Systeme angegeben, zu- erst DeCandolle als „regions bofaniques® aufze- ‘stellen versuchte, dann Schouw in seiner Pflanzen- geographie und (verbessert) in ‚der Linnaa als Tatur stattfindet [obschon nach Meyen Ga Art. Ar, . Nat. Cür. XV Taf. zu 8. 859) Calcutta. dureh frühe- res Maximum eine Ausnahme macht], keineswegs aber ie Grösse der Oseillationen oder der (Differenzen = zwischen den Temperatur Extremen. —."Nach S. 180. hätte‘ Süd-Europa wenigstens ‚keinen dürch 'Trocken- ‘heit bedingten Winterschlaf; der Leser darf aber die - wohl beigeseizten Worte „abgesehen. von der Wärme” nicht. übersehen, vgl. S: 187., $- 5, wo dörtigen Win- terschlafes durch Sinken ' der Temperatur gedacht it, — Beiläufig: zu Linnza 8. 188. u. 196.7" Boussin- gzults Theorie, dass. fehlende höhere Wärme für Pflanzen nur durch berechenbare längere. Zeitdaur niedrigerer Grade compensirt_wird:]s. Fror.. Nene Not, Nr. 28], ‚betrifft wohl. hauptsächlich Külturgewächse und namentlich nur ihr. Vegetiren bis zur Fruchtreift, und widerspricht keineswegs Dr, Gr. Angaben; die Frucht der einzelnen Pflanze vollendet sich bei höhtrer Temperatur früher, ‚wenn gleich. das Laubabfallen in den südlichen. Theilen unserer mittelenropäischen Plera später als nordwärts erfolgt, ‚also. die grüne Zeit süd- : >. Heh im Ganzen länger währt, als. bein kürzern nörd ‚lichen Vegetationsey vehns. “ ; SL. „pilanzengeögraphische Reiche” vortrug, woran sich yon Roon auschliesst, welcher in seinen Grund- zügen der Ürd-, Völker- und Staatenkunde die Erde hauptsächlich nagk der Art der wässerigem - . Niederschläge (ob Schnee ete.) mit besonderer Rück- "sicht auf die Vegetation in viele „Klimata* theilt. Zum Abgrenzen aller natürlichen Floren fehlt es zwar jetzt noch an den: grenzenden Materialien, daher Dr. Gr, denn auch vorläufig nur die. mittel- - europäische Flora specieller betrachiet, ausser ‚wel- “cher in Europa noch zwei'andere zu unterscheiden’ sind: die südeuropäische und die alpine, sammt..- der börealen, die alpine mit der untern Rhododen- . dron- Grenze beginnend. — Vorzüglich bestimmend - für jene Floren auf. der ganzen Erde ist der Um- „stand, ob, vermittelt durch immer” vorkommende Regen nie ein Stillstand. der Vegetation eintritt, oder ob ein solcher durch. periodische Regenlosig- keit veranlasst wird, ob endlich durch Kälte; an- dere, zum Theil noch unergründete, “Umstände, besonders die Temperatur, bedingen die weitern ‚Verschiedenheiten und danach die Eintheilang der Floren. Jede natürliche Flora soll nach dem Verf. ‚hauptsächlich durch überäll gleiche *) Aufeinander- folge bestimmter, in ihr besonders reicher Familien, wenn man sie dem relativen Speciesreiehthume nach reihet, bestimmt werden, dann durch gewisser Spe- eies vorzügliche Individuenmenge, bei uns z.B. ‚Caltıma , Pini: (am Altai Pinus Cembro). 3) Vel. dagegen weiter unten. . , ” Nn 2 a in .. x 72. Wo es nun, wenn es sich nur um ‚grosse Um- Bas händelt, nur auf die reichsten ‚oder auf. eigen- hümliche Pflanzenfamilien ankommt; da wird frei. ch an diesen Eigenthünlichkeiten auch der kleinere Bezirk im Ganzen Theil haben; wo man aber innerhalb einer uatürlichen Flora (z. B. der mittel. “ europäischen, d. i der Flora von ‚Mitteleuropa nebst England ete. und Schweden) die Verschiedenheiten der einzelner Theile derselben betrachtet und NB, > aus. den verschiedenen Verhältnisszablen der Fani- lien, den Familien- Quotienten, die dann nicht über- all gleich ausfallen ,- Schlüsse auf die Beschaffenheit der einzelnen Länder -und Provinzen‘ ziehen. will, ‚da kann nicht aus den Verhältnissen: in 'einem klei- nön Stadibezir 'ke auf. ganze Länder: geschlossen und j nicht. beiderlei a Vergleiehung zusammen gebracht werden: ‚die Familien- Quotienten ändern sich dann zum Theil, nämlich bei Pflanzen grosser" Verbrei- ö tungsbezirke- aus dem oben {8.5533 ° berührten Grunde, wozu für. viele Familien auch nech das Specielle des Bodens verhältnissändernd anitwirkt, nachdem’ z. B, Sand--oder Sumpf vorherrscht, was im. ‚ganzen, "Lande durch andere Lokalitäten sich ausgleicht, Der ‚Charakter des ganzen pflanzen- geographischen Reichs wird sieh’ freilich nirgends _ ganz verläugnen, ’die Hauptfamilien werden überall vorhorrschen ; aber doeh in ‚abweichenden Ver. hältnissen, . u -Zu Linnza 8, 163.: Das Vorhandenseya ui. . terschiedener natürlicher Floren oder phytogeogt- et en nn 573 phischer Reiche ist wohl, ‚nicht. bestritten : "worden, ; “auch mag an ihren Grenzen. eine raschere Aende- “rung der Familien- Qustienten eintreten, wie:’auch- . mehr: neue Förmen hinzukommen (über das Klima- tische ‚vgl. Kämtz Meteor. 1.481. f. u. ‚509. Bot, Jahresb. üb. 1831, 8. 107. £); aber: dass innerhalb wenigsteus ‚der. 'miitelenropäischen Flora in. ihren Teilen: nicht unbedeutende. Verschiedenheiten‘ statb- finden , selbst .mit "Aenderang der: Reihenfolge der Familien! dem!’ ‚Reichthume: nach; üund:-einiges: Hin-. “ neigen’ zu’ :dem' und jenem - angrenzänden' pliytogeo- graphischen. Reiche; zeigt wohl: ‚abermals mieihe'sben beigegebene Tabelle; wie die, früheste von Phi ppi in"Wiegm. Arch. 1836 ‚klimatische Gründe noch ausser der verschiedenen Differenz zwischen Som- ' , mer- und. Winteriermperatum ; s-bei Kämtz I: 508, £: bot, Jahresb...üb.:.1832, 122. #.)5\ eines schliesst das andere: nicht aus. Möge..auch ‚die Mitteltemperatur der Vegetationszeit in "der ganzen mittelenropäischen Flora überall. 13°.C, betragen, ) #0. ieh Önbei doch *) Da es bei Hım. Grisebach nur - Hauptumrissen g eilt, so ‘schadet’ es vielleicht.nicht viel," däss in‘ Gr’s Ta- belle zur Feststellung dieser : mitteleuropäischen „Phy> . teisoiherme?' "die Blüthezeit der Primulo elatior für. "einige Orte nur nach Analogie i durch Berechnung nach -Schübler’s Daten ermittelt. wurde und dass Dr. Gr (nach Sch übler's, Durchsehnittszahl).- 4 Tage Ver; spätüng der'Blüthe auf 1 Grad hölierer Breite’ annimmt, obschon streng genommen Schübler für Prim. ela- tior speciell"„,A,g”. Tage Verspätung angibt, was die Zeit- und Temperatur “Bestimmung . etwas. ‚doeh: „PuE, i wenig,. ändern köunte, 574. Br zn die Dauer verschiellen, wodurch, wie durch Lage ete., sich die Verschiedenheiten innerbalb. der grossen “ Flora.erklären, Denn gewiss komint: es für viele Pilaugen: äuch auf die Zeit des möglichen Grünens | an (wovon auch Linnza 8, 289.- die Rede), ob . nämlich. jene, Mitteliemperatar. oder dis. 'Stelien der -. Temperatur über dem: jährlichen Mittel . viele ‘oder wenige. Monäte dauert, (was mit Adausen’s Mei- zung: und: Boussingault's stimmt, ‚auch von Dr, x; nieht gerade geläugnet, aber. nieht: hervorge- hehay ‚wird), ebenso auf-die, in. höhern: Breiten be- Jdentendere Grösse der-Differenz zwisehen Sommer- wärnie and Winterkälte, welche‘ Kälte. wohl nicht durchgängig, ausser Binifluss auf Pflanzenverbreitung “bleibt; m. ‚vgl; Birke und: Rethtanne,,: die; in der "Schweiz" und -in Lappland. der Höhe: siach. sich ent- gegengesetzt; verhalten; „und ‚warum. hat. Schweden acht alle. deufscher Ebenen: find mentänen- Pfan- . zen? ‘Der: auf der Insel Gotiland 'reisende Schwede bekommt - erst: dort. einen. Vorschmäck: ‚der ihm er- . sehnten ‚deutschen Flora. Dass auch. ‚die ‚südenropäische Flora nicht zu plötzlich. als eine-ganz andere sich darbietet, möchte scan ans Carns’s Darstellung in. seinen. Analecten gur Naturwissenschaft eie. (Dresd. 1829; s. a. Göf. ge, Anz. 1832 ,.Nr. 40.) schliessen: dort bezeichnet ‚ce. .S- ‚Eingänge, hinter deren‘ ‚jedem eine wesentliche “ Veränderung des Bodens, Klima’s und der Erzeug- ‚nisse. anhebe: 1. über die Alpen der Eintritt in die ‚ ‚bombardei,. 2..über die Apenninen jenseit Bologna B x “ 2, j Hi 575 “ ä © und um Florenz, 3. der Pass’ zwischen Rom und Neapel: bei Terracina beginne erst das rechte Ita- lien; C. nennt dabei die wichtigern Gewächse, auch kultivirte. Wenn man, um einige der Verschiedenheiten innerhalb eines und desselben phytogeographischen “Reichs, und zwar hier der mittelenropäischen Flora, “zu betrachten, nach meiner ‘obigen Tabelle, d. i. nach Angabe der Länderfloren, wonäch sie {mif einigen Cautelen) entworfen worden, die nach dem ‚relativen Speeiesreichthume sich "ergebende Reihen- ® folge der reichsten oder wichtigeren Familien in zer verschiedenen’ “mitteleuropälschen | Ländetn neben einander stellt, » so’ findet man wirklich diese Auf- einanderfolge in der lappländisehen Flora viel mehr von den einzelnen der mitteleuropä äischen Floren | “ verschieden, als letztere unter einander und so er- stere (ih. Vebereinstimmung mit Schouw’ s- und mit Dr. Er.’s Darstellung) einem. ‚eigenen. borealen Reiche angehörend; aber zwischen Lappland und‘ der damit gewöhnlich und. mit Recht zusammen- . gehaltenen, auch von Gr. damit verbundenen, Alpen- flora, des inittlern Europas . bestehen viel grössere | Unterschiede, als zwischen den einzelnen Ländern’ der mitteleuropäischen (Eibenen ) Flora unter sich, . selbst nel. ‚des 'südlichern Schwedens; wie sie denn x ‚9 Ic würde niein danach ausgezogenes Schema hier beigelegt haben, wenn es mit. den sich durchkreuzenden ° Hinweisungsstrichen und Punktirungen in gewöhnlicher Schrift druckbar wäre.’ . Bd. x 376 n > “ach Schouw als Unterabtheilungen, unterscheidet, — Man. findet nach der Tabelle unter andern Folgendes: ı wi i Die Leguminosae, in | Deutschland und der Schw eiz bald nach Compositae und Graminene folgend, treten | in Holland und Grossbritannien bis unter Üypera- i ceae und Cruciferae, in. Irland dazu noch binter Umbeihifeiwe und. Rosaceae, zurück. Cyperaceae dagegen steigen in Holland, Grossbritannien und ‚ Ieland; in Schweden sogar . fast über .Gramineae, 3 Labiaiae sind reich in Schweden, anch in Holland; . Salieinae in Grossbritannien und Irland. Camps. nulaceae , in Küstenländern ebnehmend;, verhalten sich aber zufällig, ‚zwischen Grossbritannien und Irland. gerade so, wie zwischen Schweden und = Lappland. Liliaceae: treteu in Grossbritannien und, Holland: zurück, mehr noch in Schweden, noch. . mehr in Irland. Chenopodiaceae stehen in. Holland. sehr hoch. Orchideae steigen in England und Irland, u Geraniaceae stehen in. Trland und Schweden. nicht, 30 gar niedrig. Caryophylieae, in Irland nicht hoch, “steigen in Schweden. Umbelliferae, in Holland schon, "ärmer, stehen in Schweden noch‚niedriger (1: 30,6). indem Lappland ‚sie nur == 1:55. hat: Junceae: stehen i in- Grossbritannien und Schweden fast gleich. : hoch, in Holland und Irland niedriger; Campanula.. Pr cege und Liliaceae in Irland noch“ niedriger als in "Schweden, Lilinceae fast so niedrig wie in Lapp- land, Campanulaceae noch. ärmer als in Lappland! In Lappland fehlen Euphorbidceae; am niedrig- 577° e "sten stehen. von den in der Tabelle genannten Wa- | milien: Geraniacese, Chenopodiaceae, Campanula- cene, Liliaceae; sehr niedrig auch Labiatae, Umbelli- ferae ; niedrig auch Leguminosae; ‚sehr hoch: .Oy- : peracene, ‚Junceae, Erieinae, Salicinae und durch diese die Amentaceae u, s. w. a Dagegen ist die alpine Region von Glarus und alle Alpen und: Alpenregionen vorzugsweise. und ausserordentlich reich an Compositae, die in Lapp- land erst als deittes Glied kommen (Cyperaceae . sind weniger als in Lappland); reich sind in. der Alpenregion auch (als viertes Glied) Personatae; . und verhältnissmässig weit oben.stehen Saxifrägeae, Primsulacene, Campanulaceae, aueh Gentianeae ; aber sehr niedrig Borragineae und Rubiaceae.‘— In, der . subnivalen Region ‚steigen sehr: Caryophylieae, Les guminosae (als. drittes und ‚viertes Glied}... auch Sazifrageae-,. Primulaceae und Dryadeae; alle.noch . ‚höher als in der alpinen Begion; Uyperaceae.stehen‘, viel niedriger als in der letztern:; Täbiatae,, Borta- gineae und Liliacene äusserst niedrig. — Demnach, . : herrscht ‚auch selbst unter‘, ‚den. reichsten Familien. zwischen den verschiedenen Theilen der gösamm- ten Alpenflora. ebenso wenig ‚völlige Gleichheit der - Reihenfolge, als- zwischen den verschiedenen Län-, dern der mittelenropäischen Florä; Boden, Bewäs: serung und Temperatur erklären, es genug. \ In der alpinen Region stehen Oruciferae, Drya- deqe, Sawifragene, Umbelliferae und- Primulaecese gleich hoch, alle = For in‘ Lappland sehr vergehie- 578 Yen hoch; In der subnivalen folgen Caryaphyl. Tene und Leguminosae bald nach Composite und. : Gramineae; ; aber Personatae stehen niedriger. als in der. alpinen; die Legiminosae kommen dort ‚dem. südeuropäi äischen Verhältniss näher, ner in an- dern Species; in Lappland ganz, ‚anders, — In der subalpinen Region, die der alpinen nahe kommt, Stehen wie in dieser die Compositae,, Gramineae, Cyperacege, Personatae, Rosacene und Ranuneula- . kene zu oherst, — 1: 6,9 bis 1:22, :Die ersten & dieser: 6 Familien bleiben auch die höchsten, wehn” män ‚alpine und subalpine Region zusammen berechnet ‚(mit zusammen 471 Species). © "sRechniet man endlich, weil bei Lappland auch ‚das (hördliche) niedrige‘ Länd. mit- eingerechnet ist, und: ändererseits (auch nach. Dr. Er) die Alpen- Aora mit der ‚untern’ Rhododendron-Grenze "änheht,. bei Glarus mit den Pflanzen der alpinen Region Heer stauch die der "subalpinen- damit’ zusammen, 2:3 nähert: 'sieh die Verhältnisse zwar "etwas mehr. . den ‚Tappländischen,, ebenso, wenn man alle Alpen- vegiolen: von 4000‘ Anfwirts sammt der nivalen "zusammenfasst (wo 295 Species heraus’ kommen); j doch immer bleiben in den ‚Alpen die: Compo- sitae bei weiten zu: oberst, = 1:6,55 ... auch die Personatae, Leguminosae, Primulaceae, Gentia- ..Meue, Campanulaceae ete. höher in der Reihe als ‚in "Lappland; und weiter zurück als in Lappland bleiben: Örueiferae (etwas), Ericaceae,, Junceae, Saliöinae, Die Reihenfolge in allen Alpenregionen 379 E3 von Glarus (älso_ ohne die montane Region) fällt nämlich so aus, wie ich sie hier (weil die Berech: mung derselben in der. Tabelle fehlt) folgen lasse: - Compositae.» == 1::6,,| Primulaceae . 1: 4, (näml. 77. unter 495 ' |Campanulaceae ) 1: 49, .. Specl Amenlaceae 1: 9, Graminene . . 1:15, | Ericinae „ 1:2.38. Cyperacene . ., 1:15. | Juncene _ | . 1: 58. Caryophylieae . 1:37,7\ 8alieinae .... 1: 62: Personatne . » 1:20,4| Rübiaceae 1:82. Rosaceae „ '. . Ex21,;| Crassulaceae |--. 2: 82., Ranmeulaceae . 1:22,,| Violariae ‚1: 82: Leguminosae 2 „; 1:37,53, Liliaceae : 1» 82 Dryadeae - .. 1:31. .| Borragineae 1:168. Umbelliferae.. .. 1:33. !Geraniacene .') 1:168. Labiatae Se. 1:35,53) Euphorbiaceae. 1:495.: Sazifragene | + 2:38: |. Gau Lappl. == 0). rn et 1:31: Auer ‚1:165. . - Gentianene: 4 .. 1:38, | Potamogeloneae: 0, =, - "Orchideae... )... 1:38..5- (in Lappk 1: 99): _ Biernach. weicht Lappland in- der Reihenfolge der neisten zeichsten Familien (Uyperaceae, Compositae, Amentäcene, Salicinae) und in der Armuth an.Cam- ‚panulacede (auch Umbelliferae, Labiatae) weit mehr Fon unsern. mitieleuropäischen Floren (diese freilich weist. mif ‚Rinschluss von ’Gebirgen, nur Holland ganz. ohne’ solche, unter denen der Tabelle) ab, als ‚die Alpen der: letzteren abweichen; während in den Alpen minder reiche Familien (Gentianeae, Pri- mulsceae) höher stehen, mehr von unseren Ebenen- Ö « ‚580° u ” i Fa: Floren äbweichend, Dagegen weichen die Alpen, ‚im Webermaasse ‚der Compositae, ‚auch in Abnahme der Crueiferae, noch mehr von Lappland ab als sie. von den mittelenropäischen Ebenen sich entfernen. In den Erieinae halten die Alpen die Mitte zwischen, u beiden. ‚Asparageae.hat Lappland im. mitteleuropäi-. schen: Verhältnisse; ‘die Alpen keine, — Am ge: * näuesten stimmen Lappland und die Alpen im Reich. thume: an. Caryophylieae (1:17. und‘1:17,7), an Sozifrageae (Z; i% beiden) im Mangel an Euphor- biacene und in der. Einerleiheil so vieler alpinen Species. mit lappländischen überein. - In "manchen - niedrigen Familien (Cyperaceae und den in Alpel fehlenden Potamogetoneae ete.) weichen nach Lapp- land möhr Arte unserer Ebenenflora, als in die Alpen. "Endlich im -Ganzen 'macht das einen. "Hanpt- ‚unterschied . zwischen Lappland, und. den Alpen, dass Lappland nur zweimal, die Alpen aber 'vier- "mal soviel Dicotyledonen haben als Monocotyjledo-. neh, daher die Alpen blühenderes ’und: ‚bimteres. An- sehen haben müssen. . Vgl: a: Heer in Fröb. und 'Heer’s Mitth..a. d. Gebiete der theor. Erdk. 1.1. Fände- gänzliche. Gleichheit der. Verhältnisse der. Familien‘ und ihrer Reilienfolge in allen Thei- lei eines pflanzengeographischen Reiches, z. DB: des mitteleuropäischen, statt, welche Gleichheit im Obi- Eu gen als.nicht vorhanden nachgewiesen ist; so- dürf- _ ten wir, statt zu ‚sagen: die'und die Familie Che "guminosae, Euphorbiaceae) nimmt gegen den Aequa- „tor zu, uns nur so aisdrücken : jene Familien. Ma- Pr S 531 chen in der südeuropäischen Flora (und in tropischen Fl) einen: grössern Theil aus, als bei uns;. und... vielleicht sollten wir auch so sprechen, weil die . Zunahme südwärts inuerhalb Mitteleuropa’s gerin- ger ist, als der nachherige grössere Sprung beim. Eintritte in die südeuropäische Flora; -—. und wie uns bei dem Ausdrucke „die Sonne geht Auf” oder „unter” wohl gegenwärtig ist, wie es sich damit yerhalte, so sollen wir beim Sprechen von Zu- oder Abnahme einer Familie nach irgend. einer Richtung. eingedenk seyn, dass der Grund davon das bedeu- _tend veränderte Verhältniss in einem benachbarten : . phytogeographischenReiche („natürl, Flora” Griseb,) j “ist, während bei uns nur schwächere allmählige Hinneigung :, zu jenem stattfindet. So werden’ wir uns mis Dr. Grisebach’'s ‚Ansichten . am besten, und so viel als möglich. vereinigen. . Noch zu Linn»a a.'a. 0.8, 160:: Die Art E des Zusammengesellens verschiedener Pflanzen zia bestimmten „Pflanzenformationen” {Sieflens) [,, ‚pflan- zengeograph. Form.’ Grisch.] empfahl sehon früher Steffens der Beachtung ef. S6. "Bullet. ‘d. naturw.. a bot. Sect. d. schles. Gesellsch. £. vater. Kult., ins. « Ausserord. Beil. zu Nr. 193. der, Neuen Breslauer, , Zeitung 18373 ;. auch Watson achtet. darauf. 1. Correspondenz. 1. Meine diesjährigen Ferien widmete ich ausschliessend botanischen Exeursionen in meinem Vaterlande Krain. Ich bereiste das noch von Nie-, 582. manden untersuchte Uskoken-Gebirge, ferner die heilige‘ Alpe bei Sager und den Kumberg in Unter- - krain,, wandte mich dann nach Oberkrain in die - Steiner und Kreuzer Alpen, sammelte auf letzteren, namentlich. anf dem. Berg Kervaoz den von Hrn. Hladnik allda, zuerst beobachteten. und ihm zu "Ehren von mir benannten Ribes Hladnikü in Frücgh- -ten;, widmete. sodann etliche Tage meiner Vater. stadt Idria und beschloss mit einem Besuch .deg “ -Nanas meine Ausflüge. Reiche Ausbeute und man- ches Neue für Krain’s Flora erfreute 'und- lohnte meine Bemühungen. Der deutschen Flora "habe ich -atich in diesem Jahre zwei neue Bürger zugeführt, nämlich den schon angeführten Rides Hladnikü und " Bupleurum'rigidum, welches letztere ieh schon 1836 auf dem Nanas und bei Raunach auf- dem Karst „. gesammelt hatte. Beide‘ wörden in der nächsten - Centurie des von Hrn, Hofrath Reichenbach be- sorgten Normal- Herbars ausgegeben. : Laibach. - Fre ye er. Be -Hübener sagt in seiner - Muscologie : „die Phascen - ‚gehören dem Flachlande an” Es fehlte "jedoch bisher nur an Botanikern, die, in den Alpen selbst wohnend, diesen winzigen Moosen nachspür- ‚ten. Unterzeichneter fand das Phascum nitidum Ha, an Wegrändern .bei Kitzbühel, sowie durch das ganze SNalzburgische Pinzgau nicht selten, ebensa: Phascum serratum Schr. sowohl äuf Aeckern, als anf Sümpfmodererde- am Zeller See, am letzteren ‚Standorte in giösserer'Statur und mit schmälern ° + 588 Blättern, welches er Hrn. Prof. Un ger mittheilte, fer- ner das etwas seltnere Phascum euspidatum, jedoch nicht; in (der Form piliferum, und das noch seltnere' » Ph. patens in der kleinern Form. Am häufigsten kommt jedoch "Ph. palustre Br. an den Rändern. der durch die, Sümpfe Pinzgau’s gezogenen Kanäle und auf Aufwürfen von Sumpfwiesen- Gräben vor, . wo, es ganze Flecken in Gesellschaft von Tremato- don vulgaris überzieht; seltner erscheint an ähn- lichen Standorten Ph. alternifolium und noch seltner Ph. subulatum.. Ausser diesen fand er auf Acker- land bei Mittersill, jedoch nur in ein paar Exem- plaren, eine durch sehr lang zugespitzte, im trock- nen Zustande, spiralförmig eingekrümmte, Blätter, und eiförmige Kapsel von Ph. euspidatum sich aus-, 'zeichnende Art, die er jedoch noeh näher beob- ‚ achten will. Gewiss beherbergt Pinzgau, vorzüg- - ‘, ich in dessen tiefer gelegenem und wärmerem Kalk- gebiete, auch noch andere Arten. en , Diese sämmtlichen Phascen kommen jedoch ‚nur in. der Region. des 'kultivirten Landes, vom Thale (2000°% bis 3500° vor und_sind schen -üher- _ 3000 selten. Die Angabe von 4500° Seehöhe für das von Hornschuch bei Heiligenblut än Mauern gefundene Ph, curvicollum in Hübener’s Museo- Jogie dürfte um 500 Fuss zu hoch seyn, und über- diess steigt bekanntlich die Kultur auf der Südseite der Alpen höher hinauf als auf.der Nordseite. Dem- | nach wären die Phascen als der kultiyirten Region eigenthümlich zu bezeichnen. - . Nach diesen Bemerkungen wären die mehreren. irrigen Angaben über die im. Pinzgau vorkommen- den Phascen in Bruch und Schimper’s vortrefl- lieber Bryologia europea zu berichtigen, sowie, dass Zell'am See im SNalzburgischen und nicht in Tyrol liegt. : u Mittersill. Dr. Sauter: = 584, : Be " U ME Literarische Notizen. . . Neueste Sehriften.. Bischoff, Handbuch der - botan. Terminologie und ‚Systemkunde. 2. Hälfte, - Abth. 3. Nürnb., Schrag. 4 2 Thl — Reichen- bach, :Naturg. d. Pflanzenreichs. Hft. 9. Leipzig, Franke. 4. x Thl, color. 3 Tbl, — L eighton, Flora ot Shropsbire. Part. 1. 8. 4 sh. — N.Lilja, "Skaones Flora. Lund. 8. 3 R: dr..— Wikström, . Aorsberättelse om Botaniska Arbeten och Üpptäckter. för Aor 1836. Stockh, & WR: dr — Corda, Icones fangorum hucusque sognitorum, Tem. II. Ab- - - bild. .d. Pilze u. -Schwämme. Bd. 2, mit S Tafeln, ° | Prag, Calve. Roy.Fol, 5,5 Thl. — Sturm, Deutschl. - ": Flora. Abih. 3. Die Pilze. Bearb. v. Rostkovius, -Bdeh. 17. Nürnb, tLpz. Hinrichs). 16: 3 Til — "Wikström’s bot. Jahresber. üb. 1835; übers, u. mit Zusätzen von Beilschmied. .Bresl., Max. - 8. 5 Thl. — Petermann, das Pflanzenreich. L£. 2 Lpz., Eisenach. 8. 2 Th — Dietrich, Flora uni- “ versalis IE. 6. 12. Jena, Schmid, fol. 4 Thl — Flora von Thüringen. Hit. 18, Jena,-Niederl, Bachh. 16, 2 Thl. — Meigen, 'Dentschl. Flora Bd.2. H.3.. Essen, Bädeker. 8 & Thl-— Comte,. Cahiers ühisteire naturelle. 2de edit. Cah. 6. Botanique. 14 fr. — Analyse des plantes. vaseulaires du Lyonnais et du mont Pilate, Lyon. 18. — Lindley, Botanik für Damen. Mit 25 color. ithogr. Taf. Bonn, Henry, 8.3 Thl. — Dickie, Flora Abredonensis., 12. 22 Sh. — Drejer, Flora exeursoria Hafniensis. "Kopen- hagen, Schubothe, :12. 12 Thi. — L. Reichen- bach,. Flora‘ germaniea exsiccata. .Phanerogamia. - Centur. XV. Leipzig, Hofmeister. Fol. in 1Mappe. -:6 Th. — Berlese, Beschreibung und Kultur der : "Camellia. Quedlinburg, Basse. S. 3 Thl. — Non- . velle flore du P&oponnese :es des Cyclades, entiere- _ ment revne.eic. p. Chaubard pour les phandro- games, par Bory-de St, Vincent pour les eryp- tegames, les agames etc. Bearb. Fol. (mit 42 Kpf) 72 fr; ' Allgemeine b otanische Z eitung. Nro. 37. Regensburg, am 7. October 1838. Te Eon 1. Original - Abhandlungen. Bemerkungen über die Frage: welche Autorität, soll den Galtungsnamen der Pflanzen beigegeben wer- den? - Von Dr. Pfe eiffer in Kassel, BR u 8 Nachdem. die hier gestellte Frage yon Hrn. Prof. Mohl in einer in der Flora vom. 14: Nov..1836 -mitgetheilten Inaugural : Dissertation aufs. Gründ- lichste erörtert und: beantwortet ist, "sollte man kaum denken...dass noch etwas Weiteres darüber : zu sagen. wäre. “Anech kann. es nicht meine" Ah- sicht seyn; die. Frage im Allgemeinen einer neuen Untersuchung zu unterwerfen, söndern ich möchte mir die Anwendung der festgestellten Grundsätze auf eine einzelne Pflanzenfamilie, .nämlich.:die der _ Caeteen, bei deren Bearbeitung sich. mir öfters . Zweifel über diesen. Punkt darheten, versnehen.... Zunächst stimme ich unbedingt: mit der Ansicht _ des Hen, Prof Mohl überein, dass die einer Gat- “ ‚tung beizufügende Autorität durchaus nicht auf den blossen Namen’ sich. beziehen darf, sondern nur dann einen praktischen Werth hat, wenn. dieselbe ‘den Charakter der Gattung bestimmt bezeichnet; Es sollte. daher eigentlich keine Autorität angeführt _ Flora 1838. 37. - 00 566 werden, welche älter ist als unsere systematische Botanik, d. h. die auf feststehende Charaktere ge- gründete Eintheilung der Pflanzen in Klassen oder | Familien, Gattungen und Arten; und wenn gleich schon vor: ‚Linne einige Botaniker, 2 B. Tourne. fort, Miller, Boerhaave, Kollektirnamen für die Gattungen gebrauchten , und ‚die einzelnen Ar- “ten derselben durch kurze besehreibende Phrasen sonderten . — was auch Linne vor 1751 that, bis er in der ersten Ausgahe der Species. plantarum . .den Grundsatz einfübrte, ‘dass Trivialnamen -fest- gesatzt 'verden müssen — 's6. Inöchte:.ich..doch erst lesen, zuletzt. erwähnten Zeitpunkt . als ‚Ursprung . der. ‚systematischen Botänik ‚betrachten. - Darum seheint:es mir,. dass. bei’ allen von Linn« zuerst | wissenschaftlich zusammengestellten: Gattungen, vor- ‚ansgesehzt, ‚dass dieselbeh noch jetzt mit :den von . Xbm ‚gegebenen Charakteren als Gafiwigen angenon- men werden, nur. seine Autorität. ‚angeführt werden müsse, und dass alle worlinneischen- Autoritäten hei: Anführung 'von ‚Gattungen zu verwerfen seyen, - „da. einerseits hei ‚einer einfachen Erwähnung einer Gattung; wo kein. anderer Zweck vorliegt, als die bestimmte Angabe, welche ‚allgemeine Charaktere * die Pflanzen besitzen sollen, von: ‚welchen ‚die Rede äst, die Hinweispng auf Linn. genügen. Muss,: An- dererseits bei einer wissenschaftlichen Züsammen- stellung, ‚durch Binzufügung der Synenymik und - Literatur ‚den ältern Schriftstellern’ die von der Pie- tät gebofene Anerkennung nicht vorenthalten wird. 3 B 3 587 Um nun der speciellern Untersuchung; welche _ ieh init für jetzt zun- Aufgabe gemacht habe, näher. zu kommen, ist ‘die Bemerkung‘ vorauszusehicken, ‚dass die Anführung der Autorität bei den Gattungs- (freilich noch mehr bei den 'Trivial-) Namen. 'viel- leicht nirgends nothwendiger ist, als bei den Caeteen. Es herrschte bisher eine grosse Verworrenheit in der Nomenelatur und Synonymik dieser Familie, an. welcher iheilweise. Linne. selbst Schuld ist, : “indem- er von diesen Pflanzen. nur sehr ‘wenige selbst zu beobachten Gelegenheit hatte und auch "nicht ‚einmal an getrockneten Blumen eigene zu, gründlicherer Klassifieirung führende Untersuchun- gen and Beobachtungen. anstellen konnte, Es ist folglich ‚Alles, was er von ‚seiner Gatiung Cactus sagt, nur aus den kurzen Notizen der älteren Au- ‚toren zusaämmengestellt, und so bildete er eine An- ‚ zahl 'von Arten, die, soweit wir beurtheilen kön- ° nen, theilweise zusammenfallen,. theilweise gar nicht die Verwandtschaften "wit einander besifzen, die er bei ihnen ‘durch unmitielbares Nebeneinanderstellen .andeutet. - Er bildete nu, theils nur nach. der äus- sern Stammform, theils den von seinen vorzüglich- sten Vorgängerh, Taurnefort und Miller-auf- “ gestellten Gattungsnamen folgend, Unterabtheilungen: , Eohinomelocacti,. Cerei und, ÖOpuntia, welche dann - später den. Gründ: zu Haworth’s Eintheilung. ia sieben Gattungen ‘Syn. p. 172.) legte. Durch Link und Otto, DeCandolle\und meine Beobachtan-, ‚gen wurden diese Gattungen bis jetzt auf eilf ver-, Br ” Oo 2 Le: * zB imehrt, und es scheint nieht unwiehtig, diese ein- , zeln aus dem Gesichtspunkte der Autoritätsfrage zu betrachten: Leider kommt aus den angegebenen ‚Gründen die Linv’esche Autorität nur ‘noch in Beziehung auf die Synonymik in Betracht, da unter sämmtlichen von ihm beschriebenen Cacteen keine „einzige | Pflanze mehr den Namen führt, unter wel- "chem | sie:in seinen Schriften vorkommt, I. Mammillaria.- Hinsichtlich der. diesem Gattungsnamen «beizu-' . ‚fügenden Antorität, kann kein Zweifel ' stattfinden, da das Wort nirgends. "vorkommt, bis Haworth die Linn&'sche Unterabtheilung: Eehinomelocacti nochmals -theilte, und einige derselben als bestimmte Gattung unter jenem Namen aufstellte, welcher offen- bar nach dem’ @rundsatze gebildet worden ist, bei ‚notwendiger Trennung einer.Art von einer bisher vereinigten ‚Gattung "den bisherigen Trivialnamen zum Gättungsnamen zu. erheben, indem ‚hier Oackus mammillaris L. den nächsten Grund zur Trennung von der. Gattung Cactus lieferte. Zwar wurde Ha- wortb’s beschreibende Phrase schön von DeCan- dolle beträchtlich erweitert und modifieirt, aber . wir verbinden doch bis ‚auf den heutigen Tag mit dem Worte Mammillari« genau denselben Begriff, welchen Haworth, damit bezeichnete. - - U. Melocaetus, . - Tournefort war zwar der Erste, Awelcher i eine Charakteristik dieser Gattung, lieferte Ainstitut. B 658. jean dureli einen. Druckfehler. ist! die Inteini- 589 sche Ausgabe gerade von p.. 653. — . 657 falsch pa- ginirt) | und den Blüthenstand ‚eines Melocactus ci. 425.) "ziemlich zichtig, abbildete; er kann aber - dennoch nicht als Autorität für unsere Gattung be- .. trachfet ‚werden, da er, hauptsächlich Plumier nachfolgend, alle damals "bekannten cäctusartigen - Pflanzen mit vöhrenförmiger Blume unter dieser - _ Benennung zusammenfasste, und nur die Opuntien- als besondere Gattung davon. anschloss, da er auch ausdrücklich in der Charakteristik sagt: Fructus aufem in inultis speciebus in annehmen, so trefen äusser imehrern andern Schwie: vigkeiten ‚die schon erwähnten: Umstände: (Meüge; Höhe u. s:iw.) einer solchen ‘Annahme ‚gerader entgegen. Aber auch dann, wenn man’ sie:einem knankhaften: Vegetations - Zustande 'beimessen‘ Wi, sehen ‘wir nicht klarer.- ‘Welcher ist dieser "Zu- stand ?.. Woher hat er seinen‘ Ursprung? Nur fortgesetzte Beobachtungen. köhnen und werden” uns aus diesem Babyrlüthe führen,’ und um diese: er suche. i&h .die.N. aturforscher, Rn ‚Folgende: Zugabe” istimif, dem Vorkieigehenden zu innig verwandt, dass ‚ich fürchten’ dürfte, "sie. hier am“ ungeeigneten Platze anzubringen. - “Wäh- rend nieines leiztew Aufenthalts in Amberg Gunge- fähr zwischen -18%2 ünd’1827) verderrten zwei oder drei Jahre hintereinander, in einem übrigens’ gesunden Föhrendickicht von 1%: bis 15j jährigem Alter -alljährlich, hie und da zerstreut‘; mehrere hundert Stämmehen; man beschuldigte dessen eine- bisher unbekannte Art‘ von Waldmänsen, ‚welche sieh zu dieser Zeit in grosser Anzahl dort authiel- “ten. Eine Maus zu Gesicht zu bekommen, gelang: mir nicht; dägegen brachte mir der kön. Revier- . försier äinige zwanzig 12 bis 15 Zoll lange Stock- enden der theils sehon verdorrien, theils noch grü- nenden Stämmchen,_welche insgesammt unweit vom Boden. 13 bis 3 Zoll; wie sie nun vor inir lagen, entweder ganz oder ‚bis auf. einen oder ein paar .. 4 600°. nn Er schmale Verbindungsstreifen entrindet waren. "Deut- lich zeigte sich an, der Rinde und: am Holze, dass die-‚Verwundang von Nagethieren ' :berrühre, Bei weitem: diö.- meisten, selbst die ganz entrindeten, waren an :der. obein’ und untern Stelle der Ver. wandung: nicht nor vernarbt, sondern auch theil. „weise. mehr: oder weniger von feischer ‘Rinde. be- deekt. Dass diese am’ obern Theile vielfältig: wel- "ter als am untern fortgeschritten war, könnte auch „ darin, liegen, dass die Verwundung- von oben be- gann--und ‚nach abwärts fortgesetzt wurde. - Die‘ . Vernarbung an ganz ‚entrindeten ‚Stämmehen hat _ wahrscheinlich ihren Grund in dem Umstande," dass ‚der ‚Verbindungsstreifen erst: später weggemacht ‚ward, 0... 0, j ‚Regensburg. er Y. Voith, En Literarische Notizen. . Journafistik.‘ % Froriep, neue Notizen aus "dem: Gebiete der Natur- und Heilkunde, 5:.Band: Schwann, über die Analogie in der: Steustur , and dem- Wachsthume ‚der Thiere ‘und Pflanzen, 8833 — Ad. Brongniart, „Betrachtungen über die Natur ‚der Vegetabilien, welehe" die Oberfläche - der Erde in ihren verschiedenen Bildungsepochen. bedeckt haben, 8. 113. - Boussingauült, über -die Entstehung des Stickstoffes in den Pllanzen, 8.161. — Schwann, Fortsetzung der Untersuchun- gen über die Uebereinstimmung in der. Structar der Thiere ünd Pflanzen, 8.:225. — Miquel, über - das Sargasso ‘oder das schwimmende Meergras, 8.259. 5 v e) 2 r | Allg emeine u botanische Z eitung. ae Nro, 38. Regensburg, am 14. October 1838. 2: L. Original - - Abhandlungen. -Diagnoses generum specierumgue novarum in Abyssi- ia a cl. Rusreeıı detectarum. Anuctore Dr. 6. Fresenius, Professore Francofartensi, Novi faseiculi annaliuni nomine: Musei Sen- “ ckenbergiani prodeuntium,, in quibus florula, Abys- POSTER sinie specimen botanicorum oculis sübjicere i incepi,, publieatione preeter exspectationem' prolata, ne ante hos sex vel septem annos detecta, at nondam divul- gata, deleantur quasi vel superflua reddaniur com- “munieatione peregrinatorum. serins Africam pera- :grantium, consilium cepi.noya genera ei‘ species AM; manuscriptis meis fusius deseripta - breviter. heie enumerandi eorumgne diagnoses pabliei juris. faciendi.- De familiis a me non satis hnensque expleratis brevi tantum et quoad numerum.. specierum a ei: Rüp- pell lectarım- faciam mentionem. | Polygonem. . ::: Polygonum macrocheton Fresen. p. foliis lani- . ceolatis v. oyato-lanteolatis acuminatis euneata basi in petiolum breyem attenuatis margine eiliatis, supra ‚macula lata semilunari notatis, subtus glanduloso- punefatis, ochreis ‚cylindrieis hirsutiasonlis truncatis Flora 1838. ‚38. . Pp Sn . “ er. K | ee ur Er EEE N - longe ciliatis internodii dimidium squantibus, förali. "bus infundibuliformibus ‚cihatis, spieis linearibus elongatis subeonfertifloris, Hloribus heptandris di-aut trigynis, nueulis lentienlaribus. aut triquetvis. , Ä Polyg. Persicaria affıni differt forma folio-. "rum, ochreis majoribus longius eiliatis, - -spieis lon- ‚gioribus, floribus. majoribus ete.- . Conf. deseript, proxime.edend. . ; ' Polyganum: nepalense Meisn. Polygonum avioulare Lian. et alia species p. avieulari aflınis. “ . Rumex alismefolius. Fresen.; B.-foliis oblongo- Ianceolatis v.. lanceolatis. integerrimis! trinervibus apiculatis petiolatis. glansis, Noribus panienlatis ple- ‚xumgue monoieis, .Ideiniis perigonii: tem, internis „ ‚örbieularibus. basi, profunde. eordata call squamm- -formi: instäuetis ,; eiternis reflexis., Sea Be hae speeie.,: R. ner voso "Vahl. ut videtur ‚prapingna. ‚vid.. observat. meas proxime edend.; net ‚ach de specie «e'ssetione Lapathorum ' "valvulis un- ‚einate-dentatis. an ! El Ze on Nyetagince. : Barkavia. spec;d BEHEeE ». Santalaeew. Fusanus. dlternifolius R. Br? a Thymelaew. „Lasiosiph Eresen. gen.:noy, Klores hermapbro- ditz Perigonium soloratum infundibaliforme tubo - hasi ventrieoso, .limha guinquefide. - Faueis squa- anyloe petaloiden 3, eum limbi_laciniis- alternantes. wie 4 FE E =. 608 : Stamina 10, biseriata, 5 fauei inserta Hmbi laciniis opposita subexserta, 5 alierna: ‚intra tubum inelusa, Stylus Jateralis filiformis, Stigma capitatuın. Ova- rium uniloeulare, uniovulatum, ovulo lateri styligere prope apieem affızo, Fructos .'. . L. glaueus, Ärutex eirca 10- ‚pedalis, e montibus® ab urbe Gondar septentrionem. versus sitis; koliis sparsis laneeolatis glaueis,: Hloribus in capitula in-. voluerata congestis, extus hirsutis, 'perigoni tubo basi ventricoso hirsutissimo. — Congener videtur. Passerine: ‚involuerata, planta sapensis e eölleetione Zeyheri. „2.2... R | a : .. \ Proteacem. Protea. abyssüi lica Wild. „Rontaginoe. \ Plüntago spec. 3 \ oo Phimbagineg. Plumbago spec. 2. inter 'quas, P. erlandulasa.R.. ‚Brown in Salt. ke. . , Stalice spee. L Lobeliacee. . Eihynohopetahum, Fresen. gen. nov. Calyx+tabo » obeonieo-, campanulato cum avario cohnate, limbi guin- quepartiti laeinüis: foljaeeis lineari- lanceolatis suhu- latis, Corolla summo calyeis tubo inserta, tubo su- perne fisso apiee acuminato incnrvo integro, limbo seilieet quinqueßde nullo, idengue* petalum : unicum eanalieulatum rostriforme mentiens. Stamina 5, cum eorolla inserta, filamenta inferne libera et antherz, quarum die inferiores apige longe barbate,-in in- bum kiberum. eonnatze. Pallinis. granula sphrerien, ap 2 ®. - .. Ericee, Övarium inferum, biloeulare, placentis dissepimento ‘ utringue adnatis; ovula plurima . . . Stylus füi- . formis inelusus, "Stigma’ bilobum , pilis ‚einetum. Fructus‘...o - u Rh. montanum; planta palmzxformis, trunco strieto ultra orgyali, comam foliorum - racemösque longe- bracteatos ‘extollente, in provincia Simen‘ in altitu- dine il 12.000° grescit. Cumpanulasen. Campanula spee. 1: EEE Erica acrophya Fresen. - BE. foliis ternis Tinenei- attenuatis obfusiuseulis supra planis nervo promi- nulo 'notatis, subtus converiuseulis linea.tenui longi- u tadinali Jeviter. sulcatis, cum, petiolis brevissimis ‚margine. glanduloso- scabriusculis, fleribus in apice “ yamulorum congestis breviter pedunculatis, bracteis Binis sub flore lanceolatis ciliatis,, calyce quadrifido - dimidium fere corölle »quante, laciniis ovatis acı- tis apice carinatis margine ‚eiliolatis, corellis breyi- "bus eampanulatis. glabris, laeiniis ovato-rotundatis ohtusis, antkeris' inelusis subgloboso- oyatis . apice foramine oyali hiantibus appendiculatis, appendiculi is "suhnlatis, stylis filiformibus ‚exsertis.. j Caulis 12- -pedalis‘ ramis "fusco - einereis „pilis., ‚plumosis obsessis. Differt ab E. arborea , ni afl- nis, suleo in- pagina inferiore foliorum 'minus pro- fundo, foliorum indumento, petiolis latioribus, ealyce eorolla dimidio fere, nee friplo breviere, bracieis binis ‚Nori magis approximatis, ita. ut ‚pedimcalus KEue ER EEE Su vix in! ‚adspeetum veniat,. denique antheris. ovato- subglobasis nee oblongis,. appendicnlis setaceis nec Iatiaserlis eiliätis. : Sapotew. - Mimusops Kuminel Bruce. It. ed, 3, vol.“VIL p. 357. tab. 54. Arbor magna fruetu eduli. 0. Hyrsinew. Myrsine africana L. ” ‚ Primnlacee.. 'Spec. 3. inter quas, Anagallis arvensis Ceoerulea) et Samolus. Valerandi. - Scrophularine. ae Spec, 16., inter quas Linarie 3. (L. hastala R. Brown in Salt: It. E:. propingua R. ‚Br.), Ve- rowic® 5, Verbasch 2, Celsie 1, Buddlem 2. Ac-. . eedit 1 Antirrhinea glanduloso-pilosa, habitu Zinari ie minor similis, 'at_genere diversa, corolla enim ecal- “earata, ‚fauce, aperta, et ‚capsulie valvis.4 dehiscentes. - Celsia. interrupta Fresen. U. foliis caulinis in-, . terrupte - pinnatis basi_ aurieulata amplexieaulibus, peduneulis bracteas lanceolato- suhulatas superanti- - .bus,. laeiniis calyeis lanoeolatis ‚inneronatis. änte- “gerrimis. . - “ " , ‚Plauta simensis, Augusto s y. Sept. florens leeta et enm capsulis paene- maturis. Folia caulina inter- vopte-pinnata, lobo terminali ‚elongato, kaciniis lan- eeolatis serratis, superiora pinnatifida , omnia basi „lata auriculata amplexicaulia. . Buddlca polystachya. Fresen. B. acuminata- ®. Brown in Salt. It. (nomen mutandum erat ob B. eo ‘ Zapania et: Acuminatam Poir. prius nominatam).: B. ramis tetra- gonis tomentosis, Tollis lanceolatis serratis acumina- tis subtus ochraceo-tomentösis reti nervorum äna- "stomosantiitn prominente Yumulorum subintegris lan- "eeolato »euspidätis, Spiels nümerosis in Aapice ramo- zum panieulatis, tubo eorollas calyce sesquilongiore, Arborescens. Folia sub lente supra stellato- pubescentia, subtus stellato:tomentosa, breviter petio- lata, majora ad 5% longa et 15“ lata. Spiem 4 — 6 # j Long, 7 10% Tate, pseudovertieillis densis, foliis ‘Horalibus lanceolato-cuspidatis. subulatisque suffultis. - Covolla, ut calys, @ extus stellato-tomentosa, tubo 2 - longo.. Stigma capitatum. Budäten rufa Presen. B. ramis obsolete-tetragonis “: ‚toimentosis, folüis ovatis et ovato-lanceolatis acumina- is serwatis basi integerrimis, Supra pübescentia brevi "stellata, subtus tomentosis rufo-ferrügineis, reti ner- "yora Ahastormosantiuie parum prominulo, spieis “ panteuläkis, ‚psendoverticillis subremotis, tubo, corolle talyee Yix diplo Tongiore. a ‚ Spies 2-6” long, 6-8 late; prendovr teil? mins densi - ac in specie precedente, pre- sertim basin versus spicam Sie. dietam interruptam £örmantes. Stigma eapitatum. - Selaginew. _ Hobenstreitin, spec. 1. 0°, Verbenucew. \ ‚Spee. 10.. Verbene plares. Stachytarpleta, Nuxia congesta R, Brown in ‚Salt. Kt... Flores B . - Bee numerosi in "eyma ‚densa, panienlieformi. Nalyeis "tmbus,esfus glutinosus, intus.seridens. Coroller laci- niae veflexae, späthulato - länteolatze, sub "apie& intus zibbe, e eitus subsericee; aux villo clausa. Geni- talia longe exserta, 3 Myoporine: Zr Avicennia alba Blum, ‚Geamduni euD ecais ne in Ann, des Sciences nat. pait. bot: 1835, T, IV. z. 79) Räck Abyssin. — Ab Avicennia tomentosa (plantam. Martinicensem e colleet. Sieber. ante veulos habeo) s) pluribus numeris. differre hae planta videtur; filämenta enim hostrxs mülto breviora, fauci inter laeinias, nee tubo insertä, lacinize, "korellse in- ins glabrze, extus tomentosie märgine glabro. Bracter , et eälyeis‘ Jäeiniee margine mibinbrahndeis eiliakze, ‘obtusiores ac in A. tomenbosa. Folia süpta Hitöndie, subtus albo- 'iomentosa, Bignoniacee. : Bignonia lanata R. ‚Brom. B. follis impari- .. pinnatis trijagis, ‚foliolis oblongis acutis subsessilibus integerrimis eoriaceis, subtus albo-tomentosis, ramis. panieule ealyeibusque. Ianato- tomentosis. Arbor medie magnitndinis. ; „A B. discoloni, eni. aflınis, differt foliolis subsessilibus epriaceis ru- . gosis ,. panicule, pedunenlis "oalyeibusque lanatis.” R. Brown in dit, 0 w “. Labinte. Species e generibus Ocymum, Leucas , Lisio- eoris, Salvia, Mierormerie; Nepeta, Leondlis, wis, B 607 608 a dl. Bentham i in “opere suo egregio jan enume-. rate; pluribus. exceptis, inter. quas: ‚Pyenostachys abyssinica Fresen.: Fol, ‚Ovala; deuminata, petiolata , ‚grosse -serrata; ; pubeseentia, hasi subeuneata integerrima. ‚Calyx - glanduloso- . ‚pilosus, post anthesin, valde anctus, I0- costatus, .neryis. 5 primariis eum. 5 intermediis, apice intra marginem tubi dichotomis, in dentes 5. elongatos subulato -spinosos subzoquales exenntibus. Antherw in sicco coeruleme. Borragine@. : Inter plures. etiam 4 spec. leet® sunt ‚a Rob, Brown in ‚Salt, It. -jam enumeratie, nempe An- chusa, affnis R. Br., -Cordia abyssinica, Helioiro- pium gracile R. Br., et ‚Ehretia, abyssinica R. Br. dleliis- elliptico - ‚oblongis acuminatis v. obtusis emar- ginatis integerrimis - glabris prster anillas. venarum subtus pilosas, panicula terminali pilis sparsis oh- sessa, laciniis calyeis ‚iliolatis). j (Continuabitur hoci ipso, vel alio ioco.) 2. Beitrag zur Pflanzen - Geographie ‚der Nieder- "Tausitz, mit Rücksicht auf benachbarte und an- dere Provinzen; von L. Röbenhorat, Apothe- ker in Lnekau. “Vor einigen Jahren ‚habe' ich. eine specielle Uebersicht des botanischen Gehaltes der Nieder-' lausitz in der Linnza. mitgetheilt. Meine Forschun- ‚gen haben, w as die Phanerogamen betrifft, seitdem nichts Wesentliches ergeben. In der Kryptogamie aben“ die Pilze, Algen nnd Lichenen bedeutend vo. EEE - 60 an Zahl gewonnen, Speciell werde ich hier“ kei-- nen. Nachweis liefern, sondern nur allein die phyto- graphischen Verhältnisse vergleichend mittheilen. Bei einer diessartigen Betrachtung ‚möchte es wohl nicht überflüssig seyu, zuvor über. die klimatologi- . schen und "geognostischen Verhältnisse zu referi- . ven. Allein hierüber sind unsere eigenen Erfah- rungen noch so sehr beschränkt, dass sie in gar keinen Betracht kommen können. Diessartige Beob- achtungen - von, Anderh, deren mir einige gütigst mitgetheilt wurden, wagte ich nicht zu benutzen. Unsichere Beobachtungen schaden. der’ Wissenschaft u mehr als. gar ‚keine. - ; Die Niederlausitz liegt unter dem 31° uud 32° 0.L., und zwischen dem 51° 25 und 52° 1F N. ‚Br. " Das Areal beträgt 134,28 D] Meilen, und zwar habe ichhierher gerechnet die Kreise Guben, Luckau, Lübben, Kalau, Kotbus, Sorau und Spremberg; habe mich jedoch dureh politische | Grenzen. nicht . ‚gebunden. und-bin an, einigen Pünkten. über diese Grenzen hinausgegangen; 2. B. habe ich die ganze’ Rochauer- und Kemlitzer Häide, einen ‚grossen " Theil der Krausniker - und Wasserburger - -Forste mitgerechnet; habez. B. bei Sorau. nur einen Theil des Kreises hineingezogen, ‚je nachdem. es “in Be- ziehung auf die Vegetation. mir zweckmässig schien. Im Allgemeinen hat diese Provinz ein mildes, - ‚gesundes Klima.) Die Luft ist meist rein, nur *) Nach sechsjährigen Beobachtungen beträgt die mittlere. Jährliche, Temperatur 72,9 80,4 PR & } n 610 ‚da, wo grosse feuchte Niederungen, wie zB. die " der Spree u „‚sind, ist :die- Atmosphäre: nameit. lich im, ‚Frühjahre mit Stoffen und Dünsten erfüäht, die für die’ Gesundheit nachtheilig sind, Krank- =. heiten: (lieber) nähren; ohne dass jedoch dieser Ätmosphär en- Zustand nachtheilig auf ‚die. Vegetation \ einwirken. sollte. = . Geognostisch- unterscheidet sich. ansere » Provinz . vom gänzen Flachlände nicht. Wie die ganze süd- baltische Ebene: besteht auch sie, &0 weit. meine _ ‚geringen, Forschungen reichen, aus aufgeschwenm- j ten. ud einigen abgesetzien Lagern. Die Gesammtzahl der bis jetzt. in. diesem Be. ‚reiche 'aufgefündenen. Pflanzen betr. ‚äst 2739. Hier-, on gehören. 1129 den.L. Phanerogamen' an, und yon diesen 118 der Kultur (ökonomische ° nnd Kü- ‚chöngewächse), so dass wir. also ar 1011 als zur ‚Flora geliörende zählen können. Von diesen gehö- - ven 2341 den Endogenen und 770 den Exogenen an, Es verhalten sich Tolglich erstere -zu letzteren wie -41:3.19, und zu den. kämmtlichen Phaherogamen wie '1:4,19. Die Zahl.der Kryptogamen, ‚wenn wir die "Summe der Plianerögamen abziehen, ist "1610. "Bas Verhältiiss der Phänetogamen zu den Krypto- ‚gamien ist sonach = 111,59... (Wir können jedoch - die Kryptogämen noch nicht als abgeschlossen be- trachfeni.). Die Zahlen der "einzelnen Hauptabthei- ‚lungen der Kıyptogamen sind folgende: « . Farne wit 35. Arten; Verhältniss zu sämmtlichen * "Kryptogamen — 1:46 und.zur ganzen Flora 1:75,4. ü “, „ , : . 611 " Eaubmöose mit 174 Arten == == 1: 935; zur dan zen Flora 1:15,45. . . Leberimoose mit 52 Arten — 1:30 ‚26 und zur E ganzen Flora = 1:52,6% ‚Algen mit 44 Arten %). =. 1; 36,59 und zur ganzen Flora. —=.1:62,25. Lichenen mit ie7 Arten == 1:12,59 und sur ganzen Flora = 1:31, 56. 3 Pilze mit 1175 Arten = = = 1:1 ‚36 und zur ganzen Flora 1:2,38. . Die Phanerogamen. wollen. wir in folgender Ta- . ‚belle übersichtlich zusammenstellen: Arithmelisches _ „ Artenz zahl Verhältmiss 1: 77,76 ar men der Familien > SE Poiamogetoneen re 23. Aroideen: 2 2... 6 I: 168,5 Typhoideen.. 2. 3. 1:505,5 Älismaceen .» .....6 1: 168,5 Hydrocharideen . . . .4 12,75. Gramineen : 2 2... 80 1: 198,68, EEE ‚ Oyperoideen . . 68. 1: 1555 hideen... 2 2.20.20 % 1:505,5. Nareissen .... 2.8 1.: 337, Junoeen . 2... 3 1: 45,95 Sarmentäceen PER 1:2. “ Coronarien . u. 2.2. 138 1: 7776 Orchideen . 2... 17 1: 59,47 i *) Ob alle cousiante Species sind, mag ich ‚nicht unfer-. "scheiden; es sind aber so ‘viel verschiedene Forraen. #*) Kann auch wohl’nur als appreximaliv gelten. , Fa cr -.Numen der Familien Artenzahl “-Geratöphglleen. - . .. 3 Santelaceen '. Stroblläceen -< Thymeleaoeen . Amenlaceen.: » Urtieaceen . . Arislolochieen . 2 . Plumbagineen . '. Caprifoliaceen : : Rubiaceen .. . “ . Synanthereen . . Cueurbitaceen . * Be ‚Cnmpanulaceen _ „ev. Kabialen. .. Asperifoliaceen on. Convoleulaceen’ Polygalaceen . Personüten . » "Solänneeen: .. = Piontagineen . Iysimachiaceen Ericaceen .: . Asclepiadeen. .: EConterten » .. Sapolaceen . . . Umbelliferen . ’ Rhamneen . . Hederaseen . + . . 3 4 Ariihmetisches Verhältniss 1: 3837. 1: 357. 1: 259,75 1:1911. 1: 33,7 1: WI 1: 505,5 1:1011. 1:..45,05 ‚1: 39,47 1: 10,21 1: 337. 1: 1011 ° i: 21,9 2 5321 1 ı 1 1 i » 1:02 1: 843. 1 i i 1 1 613 4: Namen der Familien Artensanı atmen Papilionaceen. .» . .» 50 —= 1: 20, Cornieulaten ,... 1 == :1- 91,9% Riemen »... 5b 1:2%22 Portulaceen a. 1: 98,08: Aizoiden . .... 19m 1:.5321 Rosacen , =: ...833 = 1: 26,60 Haloragen . . ..: 3 == 1: 397. Onagreen . . 2...» B = 1: 7% Igtirarin . .. 2.5 = 1: 32 Amygdalen .. -. 6 = 1: 1685 Telradynamen ee 1: 3159 Papaveracen, ... 9 .1: 119,33 WVolscen . » -s. Sm 1: 1926,57 Cistmeen. ...... 6m. 1: 1685 "Ranwieulaceen . 2. 3 m 1: 80,63 ‚Bufeceen - » ...:.. WW == 1: „2190 Sapindaceen“ Soda 1 252,75 . Matwaceen » 0. 2... 3. 1: 202.2 -Geraniaceen . » ... 11 = ir .91,90,. Oxaliden .» . ! 2m. 1: 305° - Car yophalicen MW 1: 24,65 Theaen .. ... 1 1:11 Tihascen'....... 3. ‚1: 37 Hhypericincen 2. Be 1:16, 37 Mit diesen Verhältnissen wollen wir man einige andere .Floren vergleichen, um daraus die. Eigen- ‚‚thümlichkeiten, den Charakter unserer Flora zu finden. . Die Endogenen verhalten sich in unserer ’ . re \ " Provinz zu den Exogenen wie 1:3,19 und zu der "Gesammtzahl der Phanerogamen wie 1:4,19; in der Obexlausitz ist diess Verhältniss = 1:4,1; in der Berliner Flora —= 1:38; in der Flora von Leipzig = 1:4,3; zu Paris = 1:4,1. Hievans er-. 'yibt sich, dass das Verhältniss unserer Provinz sich. dem der Oberlausitz nnd dem von Paris am “ gieisten nähert und zwischen Deatschland = 1:3,98) “und Frankreich — 1:4,4) die Mitte hält. Die Composite stehen ungeachtet ihres Arten- reichthums gegen die Flora Deutschlands (— 1:89, wie anch gegen Paris &=1:9,5), zu Leipzig = 1:8,3), Berkin — 1:9,6) und, Oberlausitz (= 1:93) aut- "fallend. zurück; doch günstiger als.in der Ehene - Schlesiens; = 1:12,4), wie, überhaupt zur ganzen . : Flora Schlesiens (1: 11,3). ’ @ . Die Grämineen- wit dein Verhältniss wie 1:12,63 stehen fast ganz gleich mit Deutschland = 1:12,3; oder nach: Lachmann = 1:12,©9,. Braunschweig ‚= 3:12,9; mit der.Oberlausitz (— 1:12,%; ent- fernen sich jedoch von Berlin 1:11,13 und Leip- zig 17112. 0000 0 Das: Verhältniss der. Cyperoideen mit 1:14,55. ist. mit Berlin = 1:15,49) "fast ganz. gleich. Gerin- . ger in der Oberlausitz C— 1:17,69, zu Leipzig . 1:19,9 und zu Paris = 1:20,89. In Deutsch- land stehen sie wie 1:18,6. Der Grund dieses Miss- verhälinisses unserer Florä. mit Deutschland mag wohl allein in den bedeutenden feuchten Niederun- gen unserer Provinz liegen. Der Spreewald: ist - reich an Uyperöideen, doch’ mehr, an Masse als an Arten ;-besonders aber ist die Luckauer Niederung reich. an Arten, ausser fünf Seggen -kommen die ‚übrigen alle hier vor. . - . : Die Papiliongeeen treten in dem Verhältniss “wie 1:20,22 hier auf. In der Oberlausitz soger 1: 18,7; zu Berlin nur 1:21,9, fast gleich mit Leip- ‚zig, woes 1:21,1 ist. In Deutschland ist es —1:18,% welches mit ‘der Oberlausitz gut übereinstimmt; 2 = ' 3 nn 615 , : wogegen sich das Verhältniss- unserep Flora nicht günstig zeigt. . Die Babiaten ”) und Personate n stehen hei uns _ sehr günstig, nämliäh == 1:21,95. Das Verhältniss. ist mit Leipzig = 1:21,1), Paris = 1:21,89) und mit der ber der Schweiz (= 1:21 ziemlich: gleich; ; aber bedeutend höher als beiBerlin = 1:235,5), als in der Oben ausitz = 1:23,6 und die Personaten - sogar nur '1:24,8), in Frankreich (— 1:24), in - Schlesien Fee 1:27) und in Deutschland: (— 1:26): Lappland hat.nur-%. Europa hat nach Humboldt in der gemässigten Zone Dur o%. Wir.überschrei- ten folglich mit dieser Familie (wenn ich’se sagen dar) die gemässigte Zone nach Süden. Die Familie der Umbelliferen mit 1:25,27 stellt sich geringer als in Deutschland = 1: 22, 9 gerin- “ger als bei Paris (1:21,73 und zu- ganz. Er vankreich e 1:2; auch geringer als in der Oberlausitz, wo es — 1:24,2 ist. Woher’ diess Missyerhältniss, ist bei Berücksichtigung: der Lokalität nicht wohl einzusehen und ich" möchte sonach diese. Familie. für noch. nicht geschlossen. halten. , Die Orchideen mit 1.:5%47 und die Ros ‚een mit 1:26.60 stehen sehr niedrig zu der Oberlausitz, wo das Verhältniss der. ersteren = 1:43,3: und das der letzteren — 1:20,2 ist. Durch diese Fanilien treten beide Floren auffallend anseinauder, : Niedrig ist "®y Man könnte mir hier leicht eine erfen, dass ich mit den Arten, z. B. der Gattung Mentha, Thymus w. a, nicht streng wenug verfahren sey; dem, will ich aber dadureh ' bege: gen, dass ich meine hierher gerechneten Menihen "und Gaymus ‚Arten tenne. . Ieli habe. nämlich berech- net: Mentha sylvestris L. (hierunter ‚sind begriffen ineana, nemorosa und. undalate Wild), aghatical., arvensis L., austrieeu Jacg., und Putegium L.; die gentilis oder rubra Smith habe ich auch nicht” ei . werechnet, ‚weil die hier vorkommende Form mir zweifel- haft scheint. - Von Thymus habe ich nur "Serpylium, Acinös : und angastifollzs bereehmät ; letzterer ist gewiss selbst- ständig, ich. ‚meine nicht die Varietät von Nerpyllum. 616 EEE EZ das Verhältnis der Rosaceen, auch bei Paris, da- . gegen treten die Orchideen ‚wieder‘ ‘mächtig’ äuf und . gleichen . ‚das Missverhältniss ans. Die Oberlausitz zeigt in den Orchideen eine auffallende- und. interes- sante Uebereinstimmung mit Deutschland (-1.:43); wir entfernen uns dagegen sehr. Der Grund dieser Differenz ‚liegt. wohl ‚allein in‘, den geognostischen Verhältnissen. .- Die Ranumneulaceen mit, 1:30, 63 stehen weit .. höher als in der Oberlausitz, ‚wo sie nur — 1:38,2 stehen,. auch höher als in Schlesien = 1:33), höher ‚als bei Berlin 1:32,54) bei Leipzig C= 1:33,89 und Paris (— 1:32,89. Unser Verhältniss ist fast ganz gleich mit Deutschland = 1:30.oder nach Röhling = 1: 31,7); jedoch niedriger als in der Schweiz & 1:26,5, aber höher als in der Ebene der Schweiz = 1: 33,6). - , Unsere Crueiferen mit: 31, 5 stehen“ unter ı unsern :Naecbbar-Ploren am niedrigsten. und zwar so niedrig, dass man schliessen muss, diese Familie sey noch nicht vollkommen erforscht, da in Betracht des Bo- dens und. der"T. diese grosse Differenz mit ‘ändern Filoren nicht eitizusehen ist. In der Oberlausitz ist nämlich dasVerhältniss 1:25,46; zu Berlin =1:27,76;. _ „zu Leipzig — 1:26,05. zu Paris sogar — 3.718, 75: in Deutschland —-1:18,2, was mitFrankreich 1:18 2) ganz gleich ist, Noch. wollen wir. eine ‘für- unsere Provinz sehr günstige Familie, ich meine die Caryo- phylieen mit 1:24,65, hervorheben. In der Oberlau- sitz stehen sie — 1:37,58; zu Leipzig = == 1:36,71; zu Berlin nur = 1:31, 46; zu Paris sogar nur 1:42 35. In Deutschland ist das "Verhältnis — — 1:35,32; in Schlesien = 1:237,9. In der Schweizer Ebene stehen sie wie 1:24,5, was. also mit der unsrigen fast ganz gleich ist. Aus diesem Vergleiche, den wir nicht weiter ‘verfolgen wollen, ergibt sieh: “* dass unsere Flora sich besonders charakterisirt durch die Familien der Cyperoideen, der Labiaien - und. der Car yopkylleen. s w " a 29 « A Ile emii ne botanische. Leitung. _Nro. 39: Regensburg, am 21: Oetöber 1858, : IL Original - Abhandlungen. Botanische Betrachtungen; vom Geheimen Hofrath F. S; Voigt, Professor zu Jena. Dass die verschiedenen Formen der Pflanzen, wie sie sich über den Erdball in den Hauptfamilien x ausprägen, “einen inneren Grund haben müssen, s sagt schon die Vernünft. Sey es nun, dass sie anf che- mischen Verbindungsverhältnissen — was jedoch nicht so wahrscheinlich — oder 'auf tieferen, leben-‘" digen beruhen — in. jedem’ Fall verdient: ‚ihnen. nachgeforscht zu werden. a Auf den ersten Blick scheint es, als wenn ' zwischen den anf einem ‚Gebiete vorkommenden ‘ Pflanzen gar kein Gesetz herrschte. In einem Walde, wo Eichen, ‚Buchen, Ahorne- und andere Bäume‘ den - Hauptbestand ausmachen, stehen wäten: " Arum, Poa, Carex,; Luzula, Leueojim, Coneallarie, Gagen, Orchis; man begegnet Mereurialis, ‚Daphne, The- sim, Asarum; es erscheint Primula, Pulmonaria,, Ajuga, Melampyrum, Loihrea, ‘Digitalis, Veronica, Vaceinium, Pı yrola, Cynanchunv, Vinca , Polygala, Gentiana, Campanula, Phyteuma, Hieracium, Sene: tio, Serratule, Galium, Valeriana, Lonicera, Pim- : Boni 9 000000 Qq F2 TE . „5 - pinella - und andere Schirmpflanzen , . Dietämmus, Viola, Hypericuin, Arabis, eine Actea, viele Ane- mone und Ranunculus, ferner Trollius, ‚Eranthis, Agquilegia Silene, Stellaria, ‚Geranim , Epilosium, : Circea, Fragaria, Potentilla; - ‚endlich viele Legwmi- “ nosen, wie Astragalus, Orobus, Vicia., Trifolium, Aber keine Salicarien, Cuctirbitaceen, Malven, Saftpflanzen, Nymphäen, eigentlich keine Solaneen, „ Verbeneen, Uonvolvuleen, Staticeen, Papavereen, ° Amarantheen, Chenopodeen, Urticeen, keine Alis- wen und Typhinen. Anders dagegen auf dem. freien. Felde, dem Acker, der Wiese, im Sumpf! "Hier tritt auf was ‚dort fehlt, und umgekehrt: statt. Mercur ialis peren- .„ nis-des Waldes hier M. annua; statt Anemone He. palica, nemorosa, ranuneuloides hier, am steinigen Bergrand, Anemone syWestris, Pulsatilla! Wie also, "wenn. jene oben aufgezählten (einer, zumal durch Zuziehung der Sträucher, wie Evony- ‚mus, Viburnum ete., noch grösserer Vollstä ändigkeit fähigen) Genera: des Waldes wirklich-alle wesent- . ‚ lichen Pflanzenformen repräsentirten, nur mit Aus- nahme der, welche in solchem Lanbgebüsch keiner “ Entwieklung fähig sind? dagegen andere Standörter, ebenfalls eine solche Totalität bezweckend, ‚nor die " Waldbildungen nicht aufkommen lassen, und-in verwandten Formen dafür hervorireten. Es wäre denn in der Natur wirklich überall das Ganze ‘vorhanden, nar im Einzelnen gehemmt, -unferdrückt, unvollständig. ° n Wie? wenn aber das Erscheinen der Bella. . donna exst nach abgeschlagenem Holze möglich würde, indem, wenigstens, bei ıins, ohne selche Befreiung von Schatten und. Laubgebüsch. keine -Solanee anf. ° kommen kann? Wie? wenn nur die Nähe des Holzes dann eine holzige, halbstxauchige Solanee. " entwiekelte,.-wie es sich bei der Dulcamara: in der: Tiefe. des Weidengebii isches wiederholt, während den einjährigen übrigen freies Feld, Waldgegend oder Sehutthaufen. gehört. j Sieht man. auf die iunerstö Nator der Pflanze, . — und diese ist es doch, die ihr Aeusseres aus: drückt — so merkt matı wohl, „warum. die. eine hier, die andere. ‚dort sieh nicht hildet.. So. wenig, wie der Schmetterling im Wasser, kann sich die trockene, hoehstaudige Nepeia Catario nicht, anf - feuchter Wiese erhalten. Soil da. eine solche er- "scheinen, so muss: es eine Glechoma werden.. Unter schattig feuchten: Sandfelsen ‘kann. sich kein Ribes erzeugen: es wird ein Chrysosplenium hervorkommen. ‚Die sögenannten Stellvertreter würden demnach nur natürliche Anamorphosen der Grundtypen seyn, deren Hauptformen ‚man 'aufzusüchen und “ festzu- halten hätte, um daraus die ächten, ‚Ordines: natu- sales. der neuen Wissenschaft abzuleiten. Jene Ty- pen sind es, was ich vorlängst schon Klassen der Pianzen. ‚genannt und in der Weise, wie ich. glaube, am frülesten aufgestellt habe. *) „Möge*in-,. #) In meinen System’ ‚er Botanik 1. Aufl. 1808. S.35.uR Vergl. ‚such 2. Aufl, 5. 192. S. 59: - ag St 60 2,3 „dess aller Prioritätsstreit bei Seite "bleiben ; dae er, ga doch ‚nur: mit Bedingung geführt werden kann, "lass nämlich jedem Nachfolgenden, der eine Idee ' :yollendeter ausarbeitet, auch sein ‚Antheil gebührt en a ist mit diesem Takt einer empirischen Klas- ‚sifieirung. noch gar nicht‘ berührt ,. wovon hier die ‘Rede seyn soll: die Aufsuchung' der inneren- Ursachen. geographischen Pflanzen- Ver. ‚breitung. B Wenn änders die Keime. der. Pflanzen. nicht ‚vom Himmel 'herabgestiegen sind, wofür wir keine ‚Beweise haber, so müssen sie wohl ‘in oder -auf der Erde geschaffen worden seyn. :Nun finden wie 'aber'se: unendlich wenige, und dabei so einfache Erden, „welche ‚die Hauptöberfläche unseres Plane- - ten bedecken, lass sich ans .der'blossen. chemischen “ :Qualität dieser ohnmöglich..die- Keime aller der be- reits auf 100,000 Species ‚bereehneten Pflanzen un- seres Erdballs, wie die Schwämme aus einem Mist-" beet, erzeugt haben können. Der nilde, ‚homogene Kalk, Sand oder Thon, ' die fast indifferente Damm- erde, tragen . die reichste Vegetation, und wem auch hie und da, doch nicht ‚durchaus, deren Cha- “rakten bedingend. Ja: ‚das. scharfe Salz oder die Heinnssäure sind. gerade der recht sehönen Vege- tation verderblich: im allgemeinen Boden kann also schwerlich der Vorrath aller dieser Keime fertig . gelögen haben. Auch. die zufälligen Reste animali- seher Düngung, die vielleicht hie und da zur Br- : . zeugung „einzelner Formen Anlass gegeben haben ee" « deutend zu. seyn. u g mögen, sind zu "vereinzelt, um für ‚das: Gänze bo- Ich zweifle daher nicht, dass der eigent-. liche, letzte Grund und die Ursache, dass _ sich die- feste Oberfläche unseres. Planeten’ einst: mit Vegetation. überzogen: hat, in. der lebendigen .. "Kraft des Erdballs liege, Die produetive Kraft dieser Erdseele selbst ist. es, wel- che, in tausendfaächen Radien nach'aussen- strebend, den. letzten ,. immateriellen. Grund die- ser Vegetationsformen ausmacht. Wir kennen das: Innere. uuseres Sterns nicht: ‘wir wissen nur, dass er keine: kalte: Granitkugel;, . sondern. eine, mit innerer . Eigenwärine versehene ist. Dass "eine solche einer thierischen' Lebens- wärme analog gedacht werden könne, hat gewiss aichts Anstössiges - weiter geht: unsere jetzige . Erfahrung” nicht. Wer aber möchte i üherhaupt wohl die plasti-.: sche Kraft des Erdballes- läugnen, der die wunder- samen Mineralbildungen in seinem. Innern betrach: tet, Vor diesen ist es ja noch weniger denkbar; dass sie von oben herab, ‚von aussen hinein gekom- men seyen,’ da‘ sie vielmehr Reducte als ;Produete sin: Man hat immer bei der Betrachtung des ' Produetiven. den Blick zu viel vorwärts,..zu wenig _ rückwärts gewendet, immer nur nach dem: „wohin,” selten naeh dem: „woher.?” sich umgesehen. . Wenn ich dem Planeten eine Seele (LuxXn); d.h. ein lebendiges, .die. Masse zusammenhalten- Be =, men £ Dr > des und gestaltendes Einheitsprineip gelten lasse, so will ich damit keineswegs auf die barocken Phantasiespiele eines dem thierischen Leibe ver- ' gleichbaren Organismus zurückkommen. Ich will "bloss zugegeben kaben, dass 'olme Annahme eines solchen. der Zusammenbalt und die. Bahn dieses Weltkörpers gar nicht ‚denkbar wäre, so wenig, "wie ohne diese ‘Innenkraft ein Conflikt_mit der ihr 'entgegenstehenden Sonnenkraft stattfinden könnte, aus welchem Conflikt erst. alles ‚organische Beben und Zeugen hervorgeht. ". : Man hat vorlängst schon ausgesprochen : das Geheimniss der Zeugung kenne man nicht, nur das der. fortgesetzten Zeugung. . Allerdings! so lange wan diess Geheiimniss im Materiellen des Organi- schen sucht, wird inan’es nie finden: ‘man’ suche es nur im Leben'selbst, leite nur vorerst das besondere Leben aus dem Allgemeinleben ab, und man wird es bald ‘entdecken. ' Woher soll denn ‚der unerschöpfliche Reich- ihum, die unendliche Mannigfaltigkeit organischer - Gestaltung und Lebensäusserung kommen, -als von dem/ ‚was Wir Seelenthätigkeit nennen? es stört > ‚allerdings die Vorstellung, wenn man bei der Na- - ‘turseele von einem von unten herauf: ‚spricht, ‚ Erwägt "man! aber, dass: es im Universum eigent- lich gar kein oben oder ‚unten ‚gibt, so beugt sich dieser Anstoss leicht, : :, "Jedes 'Thier produeirt | mittelst- seines s Lebens- ‚prozesses über. ‚seine Oberlläche hinaus. Aus der = N nn ® e a fast farblosen, gleichartigeh Haut eines Pfaws spries-“ ‚sen prachtvolle 3 mannigfach ‚gezeichnete Federn hervor. Auf dem Scheitel kammartig, am: Halse : einfach blau, am Rücken braun gescheckt wid ge- bändert, weiterhin göldgrün bis zum noch mehr - entwiekelten Schweife. Auch das Sängthier ver- iheilt Färbung und Haar nach verschiedenen Re- gionen seiner Oberfläche, die man wohl den 'geo- graphischen Regionen vergleichen‘ kann. Und alles dieses geschieht: zwar erst, bei entwiekeltem Lebens-* alter, aber doch immer von innen herans, viel- ‚leicht ‚aus dem Biute selbst, und wird nur bedingt durch den Einfluss der Luft, des Lichis, der Wär-. me, der Feuchtigkeit, oder auch anderer Elemente, Wenn wir nun also -durchaus keinen BeWeis auffinden können, dass die Vegetation, die unsern Erdball bedeckt; durch irgend einen Gärtner erst in den. Erdboden hineingepflanzt und gesäet wor- ' den sey, was bleibt ‘daun der Vernunft ‚anders übrig, als den ersten Grund ihrer Entstehung von innen heraus anzunehmen? Die Lehre von den Wänderungen der Pilan- zen, um die gesammie geographische, Ver _ breitung, zu erklären, ist jetzt. verschollen... Sie. war ein ‚schwaches, Mährchen, aus imechani- schen Ansichten hervorgegangen, ohne durchgrei- fende Beweise aufgestellt, und umging sogar die Hauptfrage des.ersten Enntstehens. Wer auch möchte im Ernst glanben, dass Cyelamen von Oesterreich bis Indien, oder u umgekehrt ' von- dort. bis hierher. MM u - gewandert ‚und unterwegs in Griechenland oder auf Ceylon als. andere Species stehen. geblieben sey. Wenn, wir aber die so charakteristisch gebildeten Cypripedia einmal in -Japan, einmal in Deutschland, und dann wieder in Canada auftreten sehen , oder Tradescantia. wit ihren eigenthümlichen geglieder. ten Staubfäden auf.den -entferntesten Punkten der Erde — kann man da noch zweifeln, dass sich der Grund zu. dieser Individualität im Erdball selbst vorgefunden, haben müsse, und dass ‚es nur die Oberflächenverhältnisse sind, welche da oder dort die verschiedene’Species erzeugt haben ? Man hat neuerlich wieder die Lehre von den allmähligen Degenerationen - zur Sprache :gebracht, und ich möchte sie nicht schlechthin läugnen. Wie ‘dem aber anch in. besondern Fällen seyn- möge, es lässt sich’ ebenso gut für die Mehrzahl der Pflan- zen ein primitives Fertige worde nseyn als Species deuken, nur, wie ich im Eingange bereits ausgesprochen, so, dass die im Erdball liegende . Bedingung zu einer Valeriana hier im Bergwald eine offieinalis anderemale, bei schiefem Rhizom Phu, im Sumpfe eine divica, geworden sey, in’Süd- amerika sich bis zum "Strauchigen vervollkommnet, ‚ja einmal sich sogar zur planta’ 'seandens ausgebil det hat. In allen den Valerianen, die ich lebend Fi # © eigens desshalb untersucht, ist jederzeit der so eigenthümliche Baldrianstofl, das bekannte ätheri- sche Oel in der Wurzel anzutreffen, es ist sogar bei Centranthus rüber vorhanden! Das ist also auch « eo F F “ noch, eine Valeriana! soll sie nun aus Degeneration einer ächten, oder, aus Anamorphose entstanden bi seyn, sollen sich von den drei Staubgefässen eines in den Sporn, das andere indie dunkelröthe Blü- “thenfarbe aufgelöst haben? ‘ich kenne noch. keine Naehweisung dafür, mir scheint das eine ebenso möglich wie das andere: genug, dass es eine Va- leriaeng hat werden sollen, ‘die sich nur so, aus . noeh zu entdeckenden Gründen, modificirt hat. Also hochmals: Weder der’ gemeine Boden, noch .die andern Elemente. geben uns den hinläng- lichen Grund der Mannigfaltigkeit einer :so reichen Vegetation auf. einem Gebiete, so dass heben einer Orchis ein Tr ollius, neben‘ einer Malva eine Bal- Iota oder ein Anthriscus. auftritt. Der Grund muss im Reichthuin des Innern liegen, die lebendige Seele : des Planeten muss es seyn, die’diese verschieden- arligen Formen möglich‘ macht. Dass diese Fähig- keit im Blaneten liege, das beweist die ungeheure, Ueppigkeit der Vegetationen der Tropenländer, wo sich Wälder oder Sumpfwiesen ineilenweit, Stamm : an Stamm, Halm an Halm bilden und“ ganze Län- derstzecken besetzen. Damit aber dieser "erste Satz - nicht: bloss ein: allgemeiner bleibe; wird 'es nöthig seyn, ihn nun „weiter .zu verfolgen. > , Ich sagte schon oben, dass es wahrscheinlich sey, die Natur prodncire auf einem: günstigen Ge, biete zugleich alle wesentliche Pflanzen- formen, Diess wäre also nur .so, zu verstehen, - a 3 n 626 e- ze = Bu ‚dass "sie nach dem’ Verhältniss € einer . organischen Polarität, als zerlegte Glieder eines Totalen, etwa wie das Farbenbild eines Prisma siehe darstellten, so dass z. B. ein Gras als Gegensatz duch einen Ranunkel fordere w. s, w. Obschon ich hierin bis jetzt noch’ die Gesetzmässigkeit nicht habe- auffin-. ‚den können, so wollte “ich doch den Gedanken dazu. nicht unterdrücken, weil es wenigstens im’ . Einzelnen. Winke hiefür gibt. Es sey dem aber : vor. der Hand wie ihm wolle, die oben angeführte i ‚ veiche Mannigtaltigkeit dentet schon. darauf ‚bin. B # . ‚Die erste Pflänzenschö öpfung konnte über den ganzen Erdball, und. in einem. warmen "Klima in _ grösstem Maassstabe statifinden. Die. Sommerten- - peratur ist noch jetzt, vom Aegquator. bis nach den „Polen, einander gleich, nur die "Winter sind un-: gleich. Sie hemmen die frühere Entwicklung, Wir ‘würden auch bei uris zwei Sommer und einen dop- pelten Turnus der Vegetation haben, wie in den Wendekreisen, wenn die Winterkälte den zweiten “nicht verhinderte, ‚Man erkennt ihn aber an dem “zweiten Blühen mancher Pflanzen im .‚Spätherbst, ' dem’zweiten Brüten ‚und Mausern der Vögel, . bei Schihetterlingen u. s we ” % "Wollen wir älso den vollstä ndigen-V egetations- - prozess untersuchen, so wird uns der der Polar- zone nur die geschontten. Fragmente einer bessern Zeit zeigen, und auch unser Vaterland wird noch ‚ kein so reines Musterbild, bieten können, wie die . BT, s i ß ® Aequatorialzone: wer aber nicht Gelegenheit hat, . diese nit eigenen Augen zu untersuchen, der muss sich ‘wohl mit dem, was ihm allein- geboten ist, be- _ gnügen, denn auch. die‘ besten schriftlichen Schilde- j rungen der Reisenden reichen hier nicht aus. Ich wählte daher’ den Blick auf einen unserer. Laub- - wälder (auch ein Urwald, wenn man diess Wort liebt), als den noch am wahrscheinlichsten Primitiv- zustand unserer Flor. 3 * Das erste Hervortreiben. der Vegetation scheint in wiederholten "Akten staftgefunden zu haben, denn auch noch jetzt succediren sich ja die, gewiss, ihren ersten Stammeltern treu gebliebenen, Pflan- :' “zen. Es ist daher‘ vorerst wohl. zu unterscheiden, wie. sich. die Vegetation eines Distriktes im Früh-, jahr; wie im Hochsommer, wie im Herbste verhalte. Ein Beispiel wie von Leucojum vernum, esiwum und aulumnale ‚könnte sehon.. hierüber’ Einsicht gewähren, Eine Campanıla glomerata,. Trachelium ,. der warmen trockenen _Berghöhe, im Julius äuftretend; ' - werden von soliderer Beschaffenheit seyn, als 'eine. -zarie, schnell. aufgeschossene rolundifolia oder pa- iulg unserer ‚Frühlingswiesen:. Polygonum Bistorta u. a. dürften uns.dabei nieht irren, da sie eigent- lich, wie Tussilage Farfara, im Herbst schon vor- bereitet, für den zweiten Turnus bestimmt sind, und nur erst nach Veberwindung des Winters . heryorireten, - &ehluss folgt). ı a 7 z , a Per I. Correspondenz “(Ueber Sazifraga oppositifalia und Saxifraga retiusa der Stur m’schen Flora, und über Saxifrage Rudol- j phiana Hornschüch.) : Die. in ‘dem siebenten Hefte der Sturm’schen Flora befindliche Abbildung der Sazifraga Opposili- folia, so schön und zierlich ‚sie auch gerathen ist, sowie die in: dem fünf und deeissigsten Hefte dieser Flora Enthaltene Darstellung der Sazifraga relusa haben mir immer nicht reeht passen wollen, und besonders seitdem man gegen das Vorkommen der ächten Sawifraga retusa in Deutschland bedeutende Zweifel erhoben hatte; -allein bei mehrmaliger Bei trachtüng dieser Abbildungen konnte ich doch nichts Bestimintes ausmitteln, und daher kam es, dass die. ‚Sazifraga retusa: in die Deutschlands Flora von ‚Mertens und Koch aufgenemmen wuürde.. Erst als ich ‚die Saxifragen in meiner Synopsis eintrug, i ‚and num alle Arten! wieder genauer in das Auge fassen musste, fand ich und zwar durch. eine Mit- theilung von dem. Hrn. Prof. Hornschuch den Schlüssel zur Lösung meiner Bedenklichkeiten. Schon vor mehreren Jahren nämlich hatte mein Freund, der Hr. Prof. Hornschuch, die Gefällig- keit, mir eine auf dem Kalserthör el bei Heiligenblut * 2. 3). Die Sarifraga Rudolpkiana firidet Sich, wie 8. 0p- \ positifolia und biflora stets auf Steingerölle der höch- „sten Urgebirge,; und konmt daher ‘auf der Höhe des Fuschertauerns (also zum Salzburger Gebiete gehörig) "au den Stellen, wo eben der Schnee wegthauet, ebenso 2, Aäulig als die beiden letzigenannien. Arten vor... Pe Eu Anm. 8. Jted. 69 Pr "gesammelte Sazifraga unter dem Namen Sazifrage Rudolphiana mitzutkeilen, mit: Hinzufügung des Sy- nonymes Sazifraga oppositifolia R. Hokenwart. Die "Hohenwarfsche Abbildung-kann ich nicht ver- gleichen, da ich das Buch, ‚die botanische Reise nach einigen oberkärnthnerischen :nnd benachbarten. Alpen, nicht besitze und da es’auch imserer Uni- _versitätsbibliothek abgeht, doch: mag wohl die Sturm’sehe Abbildung der Sawifraga oppositifolia im siebenten Hefte eine Copie davon seyn. Mit dieser Sturm’schen ‚Abbildung hat nun die mir von Hm. Prof. Hornschuch mitgetheilte Sari- fraga Rudolphiana die grösste Achnlichkeit, aber ich beachtete sie, als ich sie erhielt, weniger, weil die Gattung Sawifragae für den dritten Band der Deutschlands Flora schon bearbeitet war, und ich damals mit Rosen und Potentillen so viel zu thun hatte, dass andere auch sehr merkwürdige Gegen- stände an mir unbeachtet vorüber gingen; ich legte die Sarifrage Rudolphiana bis zu einer weniger mit Arbeiten ausgefüllten Zeit zueück. Ich bemerke hier, dass damals mein verstorbener Freund Mer- tens sehon. sehr leidend war, und dass er zu die- sen Bande nur einzelne Bemerkungen und zum Theil die Synonymie liefern konnte, Nachdem ich nım die Saxifragen für die Sy- nopsis dnrehmusterte, kam ich auch an dieses artige Gewichs, und nun wunderte ich mich wirklich, "dass ıniv früher dasselbe weniger aufhiel; diese Saswifraya ist, man mag sie als eine eigene Art 4 - ‘ * De 630 j oder als « ‚eine Varietät anschen, doch stets . „eine merkwürdige Pflanze. . Dabei machte; ich num. noch ‚die nicht mwichtige ‚Beobachtung; dass‘ höchst wahrscheinlich unser hochyerehrter Monograph der Sazifragen dieselbe Pflanze, welche ich der Gefil. . ligkeit des Hen. Prof. Hornschuch verdanke, vor “ sieh hatte und für Sazxifraga opposilifolia ‘ansah, zur Zeit,- als:er die Sarifrage für die Stüwwm’sche ; Flora, "bearbeitete, und dass desswegen. die eigent- liche Sazifraga opposilifolia im fünf und dreissig. sten Hefte. der. Sturm’schen Flora als Sasifragu retusa erschien, Diese, Abbildung stellt nach mei- ner dermaligen Ansicht die eigentliche Sewifraga opposilifolia, dar, was ‚die.nach oben dreieckig ver- - diekten. Blätter. mit Einem eingestochenen Punkte auf dem abgeplätteten Ende deutlich zeigen. Jenes Merkmal der an der Spitze.dreieckig verdickten ' Blätter entfernt die. dargestellte Pflanze_von Sazi- ‚fraga biflora und 8, Rudolphiana, und ‚der einzige ‚Punkt auf der verdiekten Blattspitze- von ‚der Sazi- ‚fraga reluse, und die Merkmale zusammen kommen nur der Sazifrage oppositifolia zu; bei Sawifraga “retusa sind auch. Blüthen und Frucht ganz ver- : = schieden, . Die Sazifraga Rudoiphiana hat.non mit, Sani-. : fraga oppositifolia die dieht gedrungenen Aeste, die genäherten, dachartig sich deckenden, Blätter, sowie die einzeln. stehenden Blüthen. gemein, ‘aber die Blätter haben die Gestalt der Blätter der Sazi- ‚frage biflora, sind jedoch viel kleiner und die Haare 631 Y am Rande , dr obern Bikiter und der Kelche be- u. stehe‘ ‚nieht in- starren Wimpern, sondern sind weich und jedes derselben trägt eine längliche Drüse. In. dieser Behaarung und.’in der Gestalt der Blätter kommt diese Pflanze mit Sazifraga bi-. flora überein, aber"sie ist viel kleiner, gedrunge- _ ner, die Blätter sind kaum halb so gross, wie be- “merkt, dicht dachförmig auf einander gelegt, und ' ihre Blüthen stehen einzeln. "Es wäre wichtig, wenn „die genannten verwandten Arten, sowie die eben- 'falls- nahe. verwandte, von dem Hrn. Apotheker Hornüung aufgestellte Saxifraga Kochiana lebend verglichen und genau beschrieben würden Erlangen. - . Koch. IM. Literarische. ‚Notizen. "Neueste Schriften. Lie gel, systematische An-- leitung zur Kenntniss. der "Pflaumen. Hft. 1. „Mit 3 lith, Taf. Passau, Winkler. 8. „5 Th. — Reichenbach, Naturgeschichte des Pflanzenreichs. - Bf. 10. Mit 4 Steintaf Leipz, Franke. 4. & Thl, illum. #'Thl. — A. P/ DeCandolle, Obseryations sur la structure, et la classifieation de la famille des Comppsees. "Panis. 4. Mit 19 Taf. 15 ie. — Petermann, das Pflanzenreich. Lief, 3. Leipz., Eisenach. 8.2 ThL — J. FRous seau, Lectures 'sur la. botanique precedees d’un preeis par L. Gi- ‚rault Paris. 32. 8 Bog) — Gius. Meneghini, : Cerni solla’ organografia e fisiologia delle alghe. Padua. 4 (685.8) — Kn. Fr. Thedenius, Bi- drag till Kännedomen om Najas maritia L. Stockh. 8. - . x 8 \ * 8 B ’ 632 a3 S53 — Jo. Wilh. Zetterstadt, Conspeetus "plantärum in horte botanico et plantatione Univer. sitatis- Lundensis preipue annis 1834 — 37 obvia- : Lund.:& (109 8) — John Erh. Are. " he ug, Symbole Algarum rarior um Florse Scan- dinavice. Lund. 8. ca Ss) —H. Ring, Herba- -tiones Lundenses. -V. 1. Lund. 8.0168). _ Recensionen. Vou J. B. Willbrand, Hand. buch‘ der Botanik in Jen. Lit. Zeit. Nr. ‚118 —_ Von M. C, F. Hochstetter, populäre Botanik. 2. Ausgabe, ebendas. — Von F. Unger, über den Einfluss ‚des Bodens auf die Vertheilung der Ge wächse in Berl. Jahrb, für wissenschaftl. Kritik. Nr. 114. 115. (Verf. Ratzeburg). -— Von F. Unger, Aphorismen zur Anatomie. und. Physiologie der Pdan- zen, das. I. Nr. 6. Journalistik. V. Kroriep, neue Notizen aus ‚dem Gebiete der 'Nätur- und Heilkunde, 6. Band: "Morren, über hypocarpogeische Pflanzen chypo- geotarpische Pflanzen). 8. 8, — Schwann, Nach- ‚trag zu den Untersuchungen über die Vebereinstim- ‘mung in der’ Structur der Thiere und Pflanzen. 8/21. — Dessen, Untersuchungen über die Blatt- bewegungen, die nicht durch Anschwellungen ent- "stehen. 8. 33. — Philippi, Beweis, dass die Nulli- poren Pflanzen sind. 8. 70. — Dutrochet, Beob- achtungen in Betreff der Chara flexilis. 8. 161. . Baer, Vegetation und Klima von Nowaja - Senlja. S. 257. _ Herschel und Alph. DeCandolle, “ über das Klima und die Vegetation Südafrika’. 8,321. ' Bien. Intellbl. Nr. " vr E Allgemeine botanische. Zeitung, —— m _— ER a; - u lan a Br En ’ ’ Br en ‚No. 40. Reiiubnr, amı 28. . Oktober 1 1838, L: Ortfinat- Abhandlungen, 1 Botanische‘ Betrachtungen; ‚vom "Geheimen Hof. 'rath F. 8. Voigt, Professor zu Jena. . . (Schlüss. y' Hiermit verbindet‘ sieh denn überhaupt: auch "die Befrachtung. der Dauer, welche wieder’ einer "ganz "igenthüimlichen! vielfachen’ Untersuchung“ be- "dark, "Im Durchschnitt lässt‘ sich vermutheh , dass ein: "gleichzeitiges Aufschiessen ' unenglich - vieler "Keime neben einander, wie ' ein Wald, ‚öder" auf einer Wiese‘, Perennität’ zur’ "Folge haben fvertle, da der Entwicklung der Metamorphose nach "allen . . ‚Seiten: ‚mehr : Hindernisse im. Wege stehen; daher: denn aneh: ‚unser, „eigentlicher Laub- oder‘ -Nadel- ‚ wald, oder: ‚die ‚Gräser, nur. .defeete Blüthen haben. Sieht man. ‚dagegen - auf die offen; freien, Luft gebiete „ wo ein. xasches- ‚Durcheilen ‚bis; zur Samen- - bildung ungehemmter vor-sich gehen kann, so wer- ‚den die. vielen planie afnue der Aecker und Fel- der x gegen.die ‚vielen Ferenc der Wiesen, Wälder ‚und Sümpfe. sieh erklären. : ' Ich 'erinnege.npr an das obengengnnte Pohyo- num. Die ganze Beschaffenheit von P, tatarieum, Elora 1838. 0... 000.0. Re - E 634 : 2 u B Eu „MEN... Letztere Nordländer verl # “5 * P dumetorum nd Convolvulus, die sich \ die Zäune und "Kornähren “Kinan 'winden ,“ im’ "Gegensatz zu den. concentrirteren ,, ‚ährentragenden Sumpfspecies, „spricht dafür. So dürfte sich Stellaria- media zu "SE, Holostea, uliginosa ete. verhalten, und ‚vielleicht, ‚ entdecken: "wir „noch; ‚manche, Stellvertreter, wenn „wir. mehr Genern, die. selbst ‚verschiedene Benen. nung haben, ‚physiologisch \ ‚wieder. zusammenthup, wie..es seyn. sollte. . So halte ich Lauzula des ‚Waldes mit : Jumens des. offenen, Sumpfbodens . ‚als 8 ih treter. zusam- ‚aber auch ‚mi der, ‚opischen, Strelitzia, die. m r dursbaus m nur „form, SEeyi.. E - Bee here + Kach die Gestalt gar: nancher” Species lässt “aus: diesen Prineip ihre Erklärung’ finden: : Wenn "irgendwo ein Lysimachia-Keiia hervorsprössen. ‚sollte, und er fand- nur offenen feuchten‘ Wiesenboden, 50 -trieb' der dann: niederliegende Stengel von Knoten zu’ Knoten einzelne Blänen, "und es ‚entstand Insi- machia Nummaulari ia. : Eutwickelte er: sich: jede kräftiger, im geschlossenen Weidengebüsch,; "musste er sich aufrecht-stellen, Knoten auf Kot - ineinander sehken, und bei Quirlstellung "seiner "Biker eine Le: ‚pomclala oder vulgaris "werden. ee ; 2a 'p 5 5 . . a . \ 635, Diese aufrechte Stellung‘ mag auch ‚JdieUrsache.der. so vollkommenen Quicle bei den Labiaten seyn. Ein Verfolgen dieser. ‚Verhältnisse bietet. ‚wei- . . chen Stof. Man denke an die: ‚Conyallarien, ‚an die‘ dreierlei Gruppen der Veronica, ‚von den annnel- len Ackerarten, durch .die. härteren, gleichsam 'auf der Stufe. von Anemone sylvestris stehenden: Formen der V. Chamedrys, lätifolia und: Teucrium, bis zu . der hoch gebildeten, senkrechten spicala u: 5. w.. Sehon in meinem: Lehrbuch der. Botanik habe ich die Bemerkung ausgesprochen, - ‚däss der- wahre. fentex häufig mit Beerenfrucht verbunden ist; daher sich. denn freilich Ribes von der. ‚krautigen . Teltina unterscheidet wie Sambucus, der nach Reiehen- bach ganz, richtig neben ‚Valeriana_ gehört... Aller- dings ist diese Beerenhildung . noeh. feiner ..zu prü- fen, denn nicht Alles was zolh oder saftig ist, ver- dient diese: ‚Beiiennung. 1. u, Pa Bekannt .sind- die: Einflüsse. der Tersperatur . der Höhen und der Luft, ‚des ‚Wassers, - ‚des :Salz- -: - bodens: ieh kann‘ ‘sie hier- ‚übergehen. ', ‚Ob: sich in-' dess die Alpenpflanzen erst nit..der- Erhebung: der Gebirge gebildet, ‚und als Primitivspeeies gleich .so aufgetreten sind, — ‚welches. mir ‘das Wahrschein- lichere — oder ob sie aus: andern. durch Degenera- tion, nachdem sie mit hinaufgehohen. worden, will ich‘selbst nicht untersuchen. Ich bin, wie gesagt, eher der Meinung zugeneigt,' dass ein Ranunkelkeim an der’ Schneegrenze sich "gleich als glacialis, sowie einer, der unter einem fliessenden _ Wasser hervor- ‚Br? 636 Bo brechen musste, sich 'als' R. dgiabilis entwickelte, und dass es mir möglich seyn möchte,- einen solchen - auch “durch die mühsaniste Kunst allmählig aus ‚einem repens, aeris "u “d hervorzabringen. - Gehen wir dafür‘ zu- der Betrachtung der. wirk. ö lich vorhandenen Pilauze zurück. °o. Die einjährige ‘oder 'Sommerpflanze’ entwickelt "sieh: in »eiiem ‚gleichmässigeren Verhältnisse von Stengel, Blüthe und Blatt. Die- gewöhnliche ‚peren- - nirende söhliesst‘ sich’ Hr hierin an. Wir. finden bei beiden flores asilläres, ‚solitari ios, eintlache Hores “terminäles, auch- nanicula. Mit zunehmender Soli ’ ‚descenz “tritt schon’ -dentlieher racemus, Spiea, verki. "es oder capitulum auf, die Blüthen- ziehen u sich zusammen "aufieinen Baum und erheben - sich über die: Blätter. "Noch auffallender geschieht diess bei den 'eompletblüthigen Bäumen. -+Robinia, Acer, Aesculus eie. zeigen uns völlig -blättlose- Biir- "thentrauben , 'auck ‘bei: Fila wird AasBlait in der Bi ithenliäke fast ver tilgt. Die Verhokzung des Stam- , mes’ hält daher die Blattbildung nach! oben zürück, "und als scheinbare- ‚Ausnahmen "möchten »nur die 'nordamerikänischen Maynolia, Zir iödendran ete. oder - die tröpischen Cilruse. ’ä} gelten, ‘deren--Abstam- - Sing und Verwandtschaft aus den Papavereen und "Rännnenleen diess wieder erklärlich macht. ‘Wo «dagegen selbst die: Entwiäklung eines bunten Blu- menblattes aufhört,beiden Amentaceen und Coni- Seren, da drängen sich: die Blüthen immer entschie- ‚dener in Kätzchen ‚oder Zapfen ,. blattlose Achren m, zusammen, ‘und. es verliert sich’ allmählig’ sogar die ‚Kelehbildung, um einer blossen Succession von Schuppen Platz, zu machen: es bleiben fast nur die Genitalien.. übrig... Daraus geht denn hervor, dass das Blatt über. u haupt zu seiner Erzeugung Feuchtigkeit, Tiefe, un- - mittelbare ‚Bodennähe oder .eine gewisse krautige ‚Loekerheit der Organisation verlangt. So zeigt sich denn “überall, we die Pflanze i im üppigen Bo- deit steht, Blättreichthum; Wiese, Wald, Sumpf, Gartenland,, ‚ Sehuttboden entwickeln. folia ampla " floresque üis brevior es; ; trockene Höhe dagegen treibt die Blumen und’ihre Stiele frei über die Blätter herauf, und darum geschieht am "hohen “ Baum auch ‚ein Gleiches. - Um das hierin Gesefamässige gewahr zu wer: ‘den, muss man "sich nicht "bloss auf sein Gedächt- niss und seine Erinnerung‘ verlassen, : "oder sein Herbarium in systematischer Ordnung durchblättern, sondern die Pflanzen -sich' eigens‘ zu diesem Zwecke "zusammeiilegen, "Wo sich so Tausendfältiges krenzt, wenn auch’ in der "lebendigen: Natur, wird 'man sonst vielmehr verwirtt statt aufgeklärt. ‚Auch ist es nicht .einerlei, welche -.Wiese, welche Berghöhe man vor sich 'hatı.. Spirea ‚Aruneüs ist offenbar eine Bergpflanze; daher spiöis undis, aphyllis: sie ‚wächst aber. zugleich ‚am Wasser, darum hat sie, ‚auch fotia ampla. Br Be RE “Pris pallida ist: eine Höh enpflanze,, blumen- rich. mit nacktem' Stengel; zu :Fris Fseudagorus jet ar eine Sumpfpflaize; bei der ‚die Blü üthen“ zwischen ‚die Blätter herabsinken. BE Waldwiesenpflanzen, zumal auf Anhöhen, zeiehnen sich durch folia ‚Amplissima und eaules inudos, 'elongatos aus: "Armica mohtana, 'Hypocheris maculata, Laser pitium tatifolium, Orchidee! "Offene Bergpflanzen sind holzig, meist äuffecht, aber nach oben. verästelt ‚und beblät- tert, mit, 'schmäleren. Blättern: "Stächys, germanien, . Hypericum perforatum. Ist, der Boden besser, so erscheinen sie, auch. „üppiger, blattreicher, wie Teu- erium ‚Bowys, in wineis, pomarlis, solo pingui .ete, . Zaun pfla: nzen werden langgestreckte, aleich- "mässig : :beblätterte, mit zerstreuten. Blüthen ver- sehene, schwache, Stengel. "haben: Galium ‚Äparine, ‚Ballota . ng“; ‚Clematis Vitalba „(eine ‚Bletternde Anemone), Cucubalus bacciferus.. er Wiesenpflanzen der Tiefer. Blattreich, inflorescentia breyiori: ..Geraniun pratense,. Charo- phylium sylvestre. „Sälvie ‚pratensis. scheint mir w- sprüglich ‚mehr dem ‚Berge 'anzugehören,; . Onobrychis sativa ist sicher. eine kultivirte Berg- . pllanze;- Vicia sativa, Pisum salivum. und Ervum Lens sicher Thalpflanzen. i 2 . ., Primula officinalis. ist fkenbar eine Ne Bergplane, ‚die sich nur in die Thalwiesen. verbreitet hat: Pri- mula elatior gehört auf diese Art dem Walde an; » beide manifestiren sich zugleich als Herbstpflan- zen, dien erst der“ koniniende Frühling zur ‚raschen ; 638 Blüthe bringt, wie Viola und, Oyelamen.*3: -Andro-' sace mazima, septentrionalis. ete.. stellen die Acker-. pflanzen unter den Primeln dar... er “Capitulum, spica, ja selbst ‚racemus. ‚scheinen mir Folge der Perennität, wenigstens der Biennität:. .: ‘daher auch die fleres eompositi, deren. annuze ich. wohl sämmtlich als Acker-.' oder‘ gar Kulturspecies alınen möchte. In den Sümpfen gibt-es wenig oder. keine Compositen, auf dem Bergen sehr viele. Ebenso gibt es deren nur wenige im Frühjahr, die meisten: erscheinen im Spätsommer, ‚denn. ihre Bildung. wird nur durch- langsame ‚Entwicklung in‘ anhaltender Sommerwärme,, also auf. ‚nicht, zu. kalten. Höhen; u möglich. En i ' \ In..den- ‚Bäumen zeigt. ‚sich. endlich der. Sieg . der Inflorescenz über das Blatt; wie in den Farnen: der des Blattes. über die Infloreseenz. ld Para E , Ka Wenn viele Kıyptogamen und. selbst Farne noch. hie und da durch generatio, originaria hervortgeten, so ist dieses auch bei manchen; Parasiten, ja Orchi- den u, a. nieht unmöglich. Tritt doch. selbst Pyrola, und Monstropa:wie ein, Pilz, oft ganz isolirt, ‘aus. seiner Umgebung hervor. Die auch mir bekannte . Samenbildung dieser Pflanzen hebt jene Annahme, nieht auf, sondern‘ schiebt die Frage nach ‚dem er- ä *) Cyelamen hederafolium Ten. blüht” am Neapel - EN „Millionen . im ‚October und November, Eu Istrien“ Ca im folgenden, April. Fe 1, 8 De ‚610 sten Ursprung: De Zuiick, und Niemand kann 'uns verhindern, darüber" nachzuforschen. Es lässt sich. . gar wohl vermuthen’; däss. die sehöpferische, bil . dende' Kraft der Nätäir im Boden Säfte ‚züsämmen- Siehe, die sich zum 'speeifisch belebten: Keim ge- “ stalten, "der, vom Licht der Sonne ängeregt, nun . deb Entwicklung naeh-öben- tühig w irde: man kann sich" die 'phänerogamisehen Pflanzen‘ "uch wie Schwwäinnie 'äuf:hökerer Stufe: deriken. "Sind nun ‚die Grandiagen ihrer‘ chemischen Substrate scharf, „wild oder tarkotisch; $0 können sie, als Ranunenula- . deeh;"öder als’Malyaeeen, vder als Soläneen tus. W. " hepvörtreten: Ihre fernöre Specifieation bedingt sich . dann durch die umgebenden Verhältnisse: Erdzone; : Klima; Hölie, Jahreszeit, ‚Bauer; ‚Bödenart und Kul tur); "gewiss auch" ‘bei’ eihzehien dureh‘ "Wänderung ‚und Umbildung:: En a ‚Mir kommt es nur zu walnscheinlich vor, dass ‚Gaged: ürtensis eine: Kulturform von’ Gapea steno- petalk; Aleeiorölophas“ villosus äne'von> A: Major Ehirß: seys derselbe Embryo erhält’ sich‘ zwar, eiiiztfu, iii’ Hreinden Boden ,: wie ung 'ülisere- bota- nilsehen Gärten beweisen; ob abei nicht eine In- ‚ner6 Vorbereitung zur Umstinmüng und dar- Aus fölpendeh Umwandinig im Grossen in uns nöch ühbehäfinten Verhältnissen bisweilen möglich sey, ist eine andere Frage: ‘es, deuten darauf wes nigstens manche Fälle. *y Ei Luk wi "= ‘So der von mir beschriebene einer ; Theitung der natiu- _ Jichen Aussaat eines, Storkes: von Viola‘ trieelor ın | 1 ) . sa Niemand darf zweifcht, dass die Blume schon. als Seele in der Pflanze steckt , denn sonst würde "eine. so charakteristische. Stapelia-, -Cacalia-, Eu- + phorbia - Blüthe nicht aus den verschiedenärtigsten ; Stamm - und Blätterformen hervorineien. - Diese fertige Genus-Form muss aber in China 'wie . in England’ ‘Im - Boden liegen "können; sonst würden "nicht dort wie da ganz. gleichgestaltete Blöcken von Arum, Typka, Primula, Nymphea auftreten körmen, Wenn. :alse die Blume sammt Same und Em- bryo-schon in der grünen Vorpflanze steckt,.so ist klar; dass auch deren garzer Bau nach':dem: nm; lichen Schema: geleitet, und'angeordnet. sey: also ist der Gesammtbau. einer ‚Pflanze das expan dirte Schema:ihrer Fractifichation, zumBpecies- miodiheirt nach den äussernVerhältnissen. Die Metaniorphosenichre hat, demonstrativ; den Wer eingeschlagen, die Blüthe aus der Eontrastion des Stammes und Blattes zu erläutern: es ist jetzt an. der Feit; üuch einmal das Umgekehrte zu "versüchen. . reine Violas tricolores und arvenses, ohne Zwischen- 5 stufen. , (Mein ‘Lehrbuch d. Bot. 2.. Aufl. 8. 300.) — Hat. doch ersf. gänz 'neverlich Hr. Funck in diesen Blättern (Jahrgang 1858. Nr. 4.8.57.) die interessante Mittheiluig gemacht, dass sich hm gegen 79. Aconita ‚verschiödener Art, aus der" Wildniss. gesammelt, nach “ einigen. Jahren’ in seinem Garten sämmilich in Aconi- tum Störkeanum verwandelt haben? es kommt nur darauf an, ob diess ein Vor- oder Rückschreiten war. "Auch ich habe diese Unwändlungen im hiesigen 'bota- “nischen Garten mehr als einmal erlebt N 62. % Einige, neue und wenig. gekunnlte Pflanzenspocies Frankreichs ind, Deutschlands , aufgestellt und beschrieben von Dr. F. Wilhelm Schultz‘ in Bitsch. . 4° : on u Polygala L.. oh dr 4° P: calcarea (Schultz mspt.) Aoribus crista- tis, racemis terminalibus multifloris, alis obovato- snbrotundis, obsolete teinerviis, nervoimedio apicem versus, lateralibus a basi externe ramulöso-venosis, apiee non anastomosantibus, ‚ovario sub anthesi. sub- sessili,. caulibus.prostratis, foliis spathulatis in .pe- "tiolum angustatis, subreflexis, floriferis erectis; foliis : ebovato-linearibus, sessilibus, 'erectis. ; :Synon. .. P. vulgaris es. buwifolia Schultz in ‚Flore de la Moselle,, Suppl.“ p. 70., P. amblypiera "Schultz Flora Gallix . et Germanise exsiecata p. 5. «1836, Introduetion),’ H ornung! nec- Reichen- bach!:quse ad. P. nie@ensem ‚Risso, spetiem. omnino diversam pertinet. lo „Patria, . In collibus ealareis Thuringioo Hor- nung), prope Jenam (Koch), Palatinatus, prope Bipontum (Schultz) Lotharingiee, prope Metz (Leo). "Dass Reichenbach’s-P. amdlypiera nicht un- sere Pflanze sey, geht daraus deutlich hervor, dass’ Hr, Reichenbach,- in der Flora germaniea &x- cursoria. 2401. . sagt „semper ‚false speeimina‘ misit Hor nun ng” Linum L. 1. 1. perenne "GLinne, Koch) sepalis ellip- Ä tico - ovatis margine: eglaridnlosis glabrisque, apsula 643 brevioribus, exterioribus anguste, interioribus: late hyalino- marginatis, basi obsolete trinerviis obtusis subapienlatis, interioribus obtusissimis; corolla. ca- : Iyce duplo tiplove longiore; folüis Iineari-lanceolatis, glabris ,.- ‚patenti- erectiuscnlis, - caulibus numerosis, . erectis, strietis, pedicellis., fructiferis ‚striete erectis; seminibus' elliptieis unilatere anguste ‚membranoso- marginatis. 24. - Synon.- L. "austriaeum ‚Polüch. « ». Patria. ., In ‚sylvis,. segetibus inque a arvis areno- ‚sis Inter Benzheim. et Darmstadt, Corolle pallide coruleee. Canlis duos tres pedes, altus est. (Pollichy : ‚Steht hier- nur. zum Vergleiche. mit. ‚beiden neuen Arten: „ en 2. 4. Davaricum. ® ehultz,. mept,)- sepalis elliptico-ovatis margine eglandulosis glabrisque, cap- sula brevioribus, exterioribus anguste, interioribus late byalino-membranaeeo-marginatie, basi distinete tvinerylis ‚subapiculatis., interioribus- "obtusissimis; corolla ealyee. ‚guadruplo- ‚longiore, petalis Iato-cbo- . vatis, obtüsis, basin versus in ungüem longum an- güstatis; foliis lineari -sabulatis, acutissimis, erectis, ‘superioribus canli adpressis; eaulibus superne ra- mosis, pluriis, rarjus solitarüs, erectis, strielis, ” inflorescentia racemoso-eorymbosa, pedicellis £rueti- feris striete ereetis, ‚seminibus ellipticis, planis, sub- alato-marginatis, 2: Patria. . In ericetis supra ierram. ealcaream planitiei Bavarie superioris inter Monnebiam etLan-. dishutum. . ' Petalk purpurso.coerulescentia. Caulis pedali, “ Darch’ wenigstens" doppelt niedrigere,: düniiere . Stange und grössere.mehr violette. Blumen sogleich von FE ‚perenne zu’ erkeniien. ' en NL, EA Leonäi iS chultz, mspt.) sepälis‘ ovatis acımminät margine eglandulosis glabrisque, eapsula , brevioribus,, interioribus subobtusis, anguste hyalino- marginatis; corolla ealyce triplo longiore, petalis ‚euneiformibus ; folis lineari - Janceolatis;, breviter acuminatis, erecetiuscnlis, infimis "quandogue patenti- bus Subreflexis; eaulibus Simplicibus numerosis, basi ‚decumbentibus,, apicem "versus erectis, fruetiferis Fi prostratis, ” ‘inflorescentia floribus solitariis terminali-. "bus vel racemoso - - corymbosa Aoribus, ‚binis vel ‚ter- ne nee, Schleich er. . Patria. ;, ‚In. collibus. calcateis, Lotharingie (e0- teaux ‚arides, ‚de ‚Saint- Michel, de, la Renardie et “de Monlainyäle,. Daisy; ‚sofeau. d’Aney. ‚et de. Chatel, hauteuis d’Onville, Le oe ‚"Petala’ coerulea. Lanlis bi. = sex. g-polliearis. ‚Differt a L. alpino L. sepalis : ovatis acuminatis cL. ‚alpinum -L. ealyeibus rotundatis). et seminibus -ovatis vix marginatis (L. alpinum Mutel, graines elliptiques membraneuses- ton. autdur). „EL. monta- ..aum Schleich. planta“ ‘dubia ‚est. Secundum” cap. Mutel, qui hanc plantam Schleicheri in alpibus M drope Ariplo..breviöre; "., Delphinatus: „bservavit, semihna diversiseima, «graines oblongues 'elliptiques miembraieuses an; ‚berd):, Nonien e *dedi in. honorem 2 anlelaeie, Ida. 5 - Thesium..L.. a - ES m "Hssenbti” €H: ussenat: chandoms Non. etiens, ..114) ;vadies fusiformi. vel varius. ramuloso- fibrosa ‚mülticipite; eaulibus. ‚numerosis pröstratis, _ decumbentibus. ve]' 'ersetiusculis," ramisgque:‘ Tragemo- sis; ramulis Tructiferis fructu. duplo longipribns. vel eum sequantibus. in. racemo terminal, - ü subzequalibus, subdivariestis; faliis- lineavibus,, ‚abse- “ Jete 'uninerviis, bracteis ternis;.«- Sructu, brevioribus vel media "bractea fructum-superante ,drypis ovali- “bus vel globosis, obsolete 10 15-nexvils, „pediegl-- latis vel -subsessilibns;,: perignnio fracins ‚Anyalaip ‘ > Synon,; T. ‚gallieum, Schultz in tk; m. pratense Holandre‘ "Supplement a .la Flore;,de JaMoselle, 29! et non.Ehrhard!.T. Inumifusyen Dec. Fl. ErY. 3 r 2 Bi Sovardl Simplicias,; depresstus, delüis ‚bre- vioribus, : "bräcteis omnihus: plerumque- fruetm: brevig- ribus CT. :Souardi Schultz niit) 5.0.2000 si. - B. Couieauni.. "Ramösins; ‚erechius;. Soltis "Ton. gioribus, bractea media fructum plerumque. saperante. Patria.. In Selibun, calcareis Gallie (Paris! Limoges, Thesium ae Ze Mende! ‚Boivin, ‚sine no- mine cum T', alpino; Metz!Schultz; Pontamousson! Couteau; Nancy! Hussenot, Souard! var. ß. sub homine „T, kumifusum?”) u \ j 646 i | . 2 ” “ | u a s; "Diese Pflanze, welche ich .1830, ohne:Namen, von Paris und Mende: erhielt, 1833: in der Gegend - ‚von Metz lebend beobachtete "und: sogleich als hen. erkannte, hält Hr. H olandre, Verfasser der Flore „de la Moselle, für - T. pralense Ehrh.-. Obgleich es Yun mit’ diesem im’ Habitus die grösste. Achylich- “keit hat, so’ unterscheidet:’es sich "doch » sogleich -dürch' die bleibende Bläthenhülle,. welche. ‚ganz. ein- ‚gerollt und‘ dreimal kürzer - als die:Nuss jet, (ir. ‘Holandre: sagt selbst 1. e „perigoiie persistant, 'roul& et moins long que-Ja capsule”) ‚während die- aan bei T: pratense Ehrh. fast länger "als die Nuss "Von T.- intermedium ‚Schrader; mit‘;welchem "es aanserdem allein "verwechselt - werden ‚könnte, ‘ünterscheidet‘ es sich "erstens durch ' ‘die "Wurzel, welche spindelig, seliner ästig, vielköpfig,, ‚aber nie- ‚mals‘ ‘krieehend ist, "zweitens durch: die- äusserst 'schnialen, infehfürmigen, unmerklich."einnervigen ‚Blätter; drittens dareh die niederliegenden: Stengel, viertens durch den’ traubigen I Blüthenstand, füriftens "dureh ° die in den langen. Endtrauben fast gleichlan- "gen, : ‘viel kürzeren Eruchtästehen , ‚sechsiens durch die mehr kugelige, vielnervige Frucht, 'welche bei T.intermedinm glatt und durch ‘fünf ‚vorstehende Eetigemerven fast fünfkantig ist. ” IL. Botanische Notizen’ “ "Verzeichntse der bis jetzt an den Inseln Semiotet, Kilan- ‚gaurschuk und Auadtet:in Grönland gesammelten ‚Hoose. ; 1. Sphagnum compactum. — 2. Ze obtusifolium, . in - 6.. 7. 8. 9, 10. 11. 12. 18. 14. 15. 16., 417. 18.) 19. 20. 4, 29, 28, 24: 3. 36. 27. 28. "Desmatodon latifolius. , a 7 2 Sphagnum acutifölium. " Conostomum ‚boreale. en Trichostomim ‚sudeticum "Funck. Dryptodon sudeticus Brid. ‚Trichostomum lanuginosum. 2% fascieulare. Spiachnum mnioides. 3», urceolatum. Eremodon Wormskioldii . Orthotrichum affie. ee Dres "saxatile.: . Weissia erispüld. . . Oncophorus ,. eine Wahrscheinlich noch ünbe- schriebene Art, dem’.0. strumif. ähnlich, die noch. weiter beobachtet werden mass, ‚Oncophorus strumiferus. “ “ er Wohlenbergü,. Dieranıım elongatüm., h Kuss ‚congestum, un \ yo ssriehunm. 5 BE: . L ‚erispum. j ‚Ceratodon purpureus:, N. ‚Syntrichia 'hyperboreu. -- Piychostomum. compaotum. Hemisynapsium bryoides.. - ‚Pohliu cueullata... : u Webera nutans. . : » bicolor Leine mit W. nutans gar nicht. zu ‚verwechselnde. gute Art). ' + ei; 648 u 30. RN "31. Bryum eirrhätum Hornsch. $ Hoppe. . 32. „. spedlosum: Volk © vu - Anmerk. Schwägrichen zieht Brywn.. ‚speciosum > zu B. pallescens und:gewiss mit Recht. ‘38. Bryum palleseens. =. , . “, 34: Mnium. turgidum Brysl, unie..;- 35. m palustre Br. univ. .36, Bartramia ithyphylla. 37. Polytrichum alpinum. = we » alpinum.-B, bresifoliuni.: Bm ‚septentrionale. R Bor nn Be. Archieum. . * EEE : Hipnum Yluitans. BATGBEIER. 7" 17777,2777 FRE a, 2 REINALUN 9 sitramineum: “ Andreaen petrophila Bhrh. <= Juniperinum. ce . Aus vorstehendem Vexzeichniss ‚ist.eine.interes- "satte Vebereinstimmung” der 'grönländischen Flora mit der der Alpen ersichtlich, doch kömmen’auch einige Grönland eigenthünmliche Arten wor. Eremo- don Wormskioldii ist, soviel ich weiss, das einzige Moos unter den Splachnoiden, das einen gekrümm- ten Fruchistiel und bis zur Fruchtreife "eine hän- gende Kapsel hat. — 0 wen ' Da ich fortwährend. mit -Grönland-:in Verbin- “dung: stehe,-so werde ich mir. ein ‚Vergnügen. dar-.- aus machen, das Verzeichniss fortzuseizen.” i . Auch bin ich bereit, von den’ grönländischen Doubletten gegen andere, mir fehlende Moose, oder auch gegen Lieferungen, für .den kryptogamischen Theil der Flora germanica exsiceata abzugeben. ? “ Herrnhut in Sachsen. / ’ oh na VE EC. Breutel. ® Allgemeine ä botanische Zeitung. Nro. 4. egeburg, am 7. Norember 1838, 1. Original - Abhandlungen. 1. : Observalio de caulium et foliorum in quibusdam ‚Euphorbüs metamorphosi; seripsit Fr. A. Guil. Miguel, Dr. Roterodamensis. " Prantarum ( Cacteorum organa foliacea i investigans, eorum cum illis Euphorbiarum comparationem in- stitul, spe ‚duetus in genere hoc memorabili, in quo . _ species Tamosissimze perfectissimisque foliis’ ornatae _ per membrä internedia ad formas eactiformes aut aphyllas vulgo dietas, transeunt, viam indicari, qua Uactearum evolntionem reciius cum ea familiarum aftınium eomparari.posset. At .‚vero Euphorbiarum. metamorphosin ab ea Cactearum satis recedere in- tellexi. Id hie brevibus 'asponom, In nullo forte plantarum genere tanta vegela- tionis partium differentia obtinet ae in Euphorbia, adeo ut prisci Botanici non dubitaverint, plura exinde genera constituere, qua vero Linnzeus, felix “ille nataralium generum inventor, in Euphorbie ge. ‚nus conjunzit, „quia limites in natura frustra qua- reret‘ ars, nisi Creator ©, M, illos ‚ordinasset” (Diss, ‚de Euph. 1752. Am.,ac. IM. 100. Flora 1838. Al. 4 Ss a 1 (Te 4 Hodie, E. ap et foliosee a Botanicis' Syste- ' matieis. "distinguuntur, que aut finticosze aut her- ‘ baceie, aculeatze ant inermes' sunt,: Foliosarum- folia plerumque sessilia, rarius pe-- tiolata, alterna aut opposita deprehenduntur, ‚subinde ‚basi paullo: tumidulse. insidentia, ut in E. cotinifolin cernitur, foliis sernis longe petiolatis instencta, eaule iufra eorum insertionem triplo erassiore quam supra, Cujus tumesoentize catısa -stratum.: corticale eellulare est, nec lignum aut medulla. \ ‚Inter species caulibus curnösig instvuetas, alie ‚ magna folia gerunt, szepe_ cito deeidua, ut in E. nereifalia (C. Commelin. Prelud,. Bot. T. 6.), eujus - folia_ pulvino erasso insidens, post eorum lapsum u superstite. Hae species. 'transitum quasi struit ab Er eaulescontibus ad earnosas. — Pulvini ilhus n- tura in aliis, ut, in E. Clava (Commel, et 8) . melius. declaratur, ‚evidentissime antem intelligitur 'e planta nobis e semine capensi_ ac. Ecklon ‚misso enata, E. elliptien ei dieta *) ex eodem tribu "ac praedieta species. Singulum, ejus folium Ppulvino diseiformi. erasso prominenti. insidet, apte cum pe- tiolo dilatato, eauli adnato, comparandum. Lamine eitius, eadunt. Locus, ubi a disco petiolari solvun- “tur, colore rubello prius tingitur. Lamina, dum ca- dit, adhuc viridis et vegeta est. Cicatrix'elevata, " apice vabello, in disco remanet, Ad ‚parte disci >; ab PB. elfiptien Lan. 3 planta herbacea peruvians, sane diversissima, Bu » - s Fr 2 651 -superiorem, , subinde ad ulknum ejus marginem, ‚nee "inter duos diseos, gemma vubella cernitur, in su- “ periore caulis parte evidentissima, in inferiore Sen- sim tabescens. In aliis minores foliovum laminze eernuntur, at in E. mammillari d. e. T. 9), E. Commelini. (T. 7 > E. globosa, in, qua valde exigume sunt et cito.evanes- eunt, In aliis vix visibiles a plurimis deseriptoribus pretervisoe sunt, qui has E. aphqllas ‚perperam dixerunt ; E. antiquorum pluresque ali, *)' Neque “ Antern diseorum magnitudo. am illa laminarum pari passn d deereseit. . Nee ‚Stipule his foliis desunt. Exemplum sit E. uneinato,. que in eaulium apice folia minutissima _, squamzeformia fere gbcordata gerit, ad quorum ba- sin dus squamuke lanceolate sitas sunt, de quarum indole stipnlari nullum dubium est. Folia eitissime cadunt, superstite. stipulamım pari, que mox in spinas mutatze , discos-. biaculeatos reddunt. Inter stipulas delaps«e folli- lamin& eicatrix tanquam cal- lus eorneus persistit. 'Tali modo omnes an acnlei _ gemini | ar diseis plurimarum ' specierum. oriuntur, e. c. in E. nereifolia,. E. antiquorum, E. grandi- dente aliisque. — Organa bie ‚reperiii, in religuis hujus generis sectionibus obvia, mirum sane non est. — Num E: hie carnosie, stipulis predite, SemM- per folia opposita habeant? » 9) Recte Linngus (Je p- 107 ‘„aenlei äno! onposit et supra hos foliolum winimnm, deeiduum.” 852 Fi u Singularis jam discorum öllerum ' petiolarium j metamorphosis est, @X qua eaulis, evelutio, tumes- gentia cat. tota’ fere explicanda est. Disci illi pro- »